Nadseja Astaptschuk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nadseja Astaptschuk bei den Hallenweltmeisterschaften 2010 in Doha

Nadseja Astaptschuk (weißrussisch Надзея Астапчук, engl. Transkription Nadzeya Astapchuk; russisch Надежда Остапчук, Nadeschda Ostaptschuk / Nadezhda Ostapchuk; * 12. Oktober 1980 in Retschyza) ist eine weißrussische Kugelstoßerin.

Biografie[Bearbeiten]

Die Juniorenweltmeisterin von 1998 gewann 2001 Silber bei den Hallenweltmeisterschaften in Lissabon und wurde Siebte bei den Weltmeisterschaften in Edmonton. 2002 wurde sie Fünfte bei den Europameisterschaften in München, und 2003 gewann sie jeweils Silber bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham und den Weltmeisterschaften in Paris/Saint-Denis.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde sie Vierte; im selben Jahr siegte sie beim Leichtathletik-Weltfinale. 2005 wurde sie Hallen-Europameisterin, stellte am 27. Juli in Minsk mit 21,09 m ihre persönliche Bestleistung auf und errang den Titel bei den Weltmeisterschaften in Helsinki.

Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg und den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka gewann sie jeweils die Silbermedaille. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking erreichte sie mit einer Weite von 19,86 m die Bronzemedaille hinter Valerie Vili (NZL) und ihrer Landsfrau Natallja Michnewitsch.

Astaptschuk errang bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona den Titel. Bei den Weltmeisterschaften 2009 gewann sie erneut die Silbermedaille.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London gewann sie mit einer Weite von 21,36 m zunächst überlegen das Kugelstoßen der Frauen.

Nadseja Astaptschuk hat bei einer Größe von 1,80 m ein Wettkampfgewicht von 90 kg.

Doping[Bearbeiten]

Ihre Goldmedaille wurde ihr schon einen Tag nach dem Ende der Olympischen Spiele 2012 nachträglich wieder aberkannt, da sie während der Spiele bei zwei Proben positiv auf das anabole Steroid Methenolon getestet worden war.[1][2]

Außerdem wurde bei einer nachträglichen Überprüfung festgestellt, dass auch ihre Dopingprobe von der Weltmeisterschaft 2005 positiv war. Astaptschuk wurde der WM-Titel aberkannt, alle Ergebnisse zwischen dem 13. August 2005 und dem 12. August 2007 und seit dem 5. August 2012 annulliert und sie wurde bis 2016 für vier Jahre gesperrt.[3][4]

Leistungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Kugelstoßen
(in m)
Kugelstoßen (Halle)
(in m)
1998 18,23
1999 18,73 16,75
2000 18,83 19,13
2001 19,73 19,24
2002 19,40 18,81
2003 20,12 20,56
2004 20,36 18,60
2005 21,09 19,37
2006 20,56 20,86
2007 20,48 19,89
2008 20,98 20,35
2009 19,88 19,55
2010 20,95 21,70
2011 20,94
2012 21,58 20,70

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nadzeya Astapchuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IOC withdraws gold medal from shot put athlete Nadzeya Ostapchuk. olympic.org, 13. August 2012, abgerufen am 13. August 2012 (englisch).
  2. Ostaptschuk verliert Gold im Kugelstoßen. sueddeutsche.de, 13. August 2012, abgerufen am 13. August 2012.
  3. Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk IAAF 27. April 2014
  4. Athletes currently suspended from all competitions in athletics following an Anti-Doping Rule Violation as at: 04.12.14 IAAF 4. Dezember 2014