Neu-Helvetien

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J. A. Sutter, 1866
Zeitgenössische Darstellung von Sutter's Fort

Neu-Helvetien war eine Privatkolonie des Schweizers Johann August Sutter, die von 1839 bis 1848 an der Küste Nord-Kaliforniens, etwa 80 km nördlich von San Francisco, existierte.

Sutter erreichte im Jahr 1839 Kalifornien, das damals zu Mexiko gehörte. Er siedelte sich im Norden des Landes, auf dem Gebiet des heutigen Sacramento, an und errichtete an der Stelle, wo der Sacramento River und American River zusammenfließen, die Befestigung Sutter's Fort.

Sutter erhielt 1841 das Gebiet von Neu-Helvetien vom mexikanischen Gouverneur Juan Bautista Alvarado zur landwirtschaftlichen Nutzung, weswegen er die einheimischen Indianer vertrieb. Noch im selben Jahr erwarb er die russischen Kolonien Fort Ross und Bodega Bay für zusammen 32.000 US-Dollar (die er über eine Hypothek auf Neu-Helvetien absicherte) und gründete außerdem die Stadt Sacramento als Verwaltungssitz.[1]

Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg fiel im Jahr 1848 Neu-Helvetien durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo zusammen mit dem übrigen Gebiet des heutigen US-Bundesstaats Kalifornien an die USA. Im selben Jahr brach der Goldrausch aus. Tausende von Goldsuchern strömten in die Kolonie, missachteten Sutters Ansprüche als Grundbesitzer und ruinierten ihn schließlich vollständig.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • James Peter Zollinger: Johann August Sutter. König von Neu-Helvetien. Sein Leben und sein Reich. NZZ libro, Zürich 2003, ISBN 3858230073.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Timeline. Virtual Museum of Sutters' Fort, abgerufen am 4. Januar 2012 (englisch).
  2. The discovery of gold in California. Hutchings’ California Magazine, 1857, abgerufen am 4. Januar 2012 (englisch).