Niederhasli

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Niederhasli
Wappen von Niederhasli
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Dielsdorfw
BFS-Nr.: 0090i1f3f4
Postleitzahl: 8155
UN/LOCODE: CH NHI
Koordinaten: 678950 / 25960847.4824968.486118418Koordinaten: 47° 28′ 57″ N, 8° 29′ 10″ O; CH1903: 678950 / 259608
Höhe: 418 m ü. M.
Fläche: 11.24 km²
Einwohner: 8723 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 718 Einw. pro km²
Website: www.niederhasli.ch
Reformierte Kirche Niederhasli, 1188 erwähnt

Reformierte Kirche Niederhasli, 1188 erwähnt

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Niederhasli ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Geteilt von Silber und Rot, oben in Silber ein wachsendes, schwarzbekleidetes Mannsbrustbild, schwarz bemützt mit goldener Stulpe und Quaste

Das Wappen der Gemeinde Niederhasli bezieht sich auf Herren von Mandach, in deren Besitz weite Teile der heutigen politischen Gemeinde im Mittelalter waren.

Geographie[Bearbeiten]

Niederhasli liegt im Glatttal vor dem Eingang zum Wehntal zwischen Dielsdorf und Rümlang. Diese Gegend ist Teil des Zürcher Unterlands. Zur Gemeinde gehören auch die Ortschaften Oberhasli ZH, Mettmenhasli und Nassenwil, der Weiler Kastelhof, das Gehöft Steinacker sowie mehrere Einzelhöfe.

Geschichte[Bearbeiten]

Niederhasli wurde erstmals 931 als Haslia urkundlich erwähnt und gelangte 1442 in den Besitz der Stadt Zürich[2]. 1530 bis 1534 war der Reformator Ulrich Bolt Pfarrer in Niederhasli[3]. Mit Paul Böhringer wirkte von 1875 bis 1879 ein weiterer bekannter Theologe an dieser Pfarrstelle[4].

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 502
1850 1046
1900 876
1910 816
1941 939
1950 1072
1960 1375
1970 2838
1990 5834
2006 7700
2007 7768
2010 8508
2011 8568
2012 8710

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Marco Kurer (FDP Stand 2012).[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Niederhasli ist in erster Linie eine Pendlergemeinde. Ein grosser Teil der Bevölkerung arbeitet in Zürich. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zwei Tanklager, ein Containerumschlagsplatz, eine Getreidemühle, eine Kunststofffabrik sowie einige weitere kleine und mittlere Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten]

Niederhasli liegt an der Wehntalbahn (Oberglatt–Niederweningen), die von den Linien S5 (Pfäffikon SZZürich HB–Niederweningen) und S55 (Oberglatt–Niederweningen) der S-Bahn Zürich befahren wird. Die Züge der S5 verkehren stündlich, die S55 stellt bis 21:00 Uhr jeweils eine zweite Verbindung pro Stunde her.

Oberhasli wird werktags bis 20:00 Uhr und samstags bis 17:00 Uhr stündlich von der ZVV-Buslinie 797 (Rümlang–Oberhasli) vom Bahnhof Rümlang aus erschlossen. Der Bus wird von den Verkehrsbetrieben Glattal (VBG) betrieben und bedient in Oberhasli die fünf Haltestellen Hasliberg, Spielplatz, Moosacker, Post und Dorf.

In Niederhasli werden die beiden Haltestellen Dorf und Adlibogen durch die von Postauto betriebene ZVV-Buslinie 525 (Dielsdorf–Bülach) bedient, deren Fahrplan allerdings auf die Schulen in Bülach zugeschnitten ist. Zur Hauptverkehrszeit wird die Haltestelle Adlibogen zudem von einem Ableger der Buslinie 510 (Steinmaur–Oberglatt) bedient mit Anschluss an die S-Bahn nach Zürich in Oberglatt.

Die Ortschaften Nassenwil und Mettmenhasli sind nicht durch den öffentlichen Verkehr erschlossen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Zwischen Niederhasli und Mettmenhasli befindet sich der Mettmenhaslisee, umgangssprachlich auch Näppi[7] genannt. Der See wird durch einen Grundwasseraufstoss gespeist und durch den Haslibach entwässert. Am Nordufer des Sees befindet sich ein Naturschutzgebiet während sich am Südufer eine Badeanstalt ausbreitet.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Hauswirth: Niederhasli. Hrsg. Gemeinderat Niederhasli, 1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederhasli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Fitz Hauswirth: Niederhasli im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. Erich WennekerBolt, Ulrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 21, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3, Sp. 141–142.
  4. Friedrich Wilhelm Bautz: Böhringer, Paul. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 667.
  5. Statistisches Amt des Kantons Zürich - Datenbank (Gemeindeporträts). abgerufen am 16. Januar 2014
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZürcher Unterländer: Gemeinderat Präsidium - Niederhasli - Gemeindewahlen - Zürcher Unterländer. Abgerufen am 13. Juni 2010.
  7. Der Haslisee heisst umgangssprachlich tatsächlich Näppi. Siehe Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHallenbad und Freibad Verzeichnis der Schweiz: Badi am Mettmenhaslisee ´Näppi´ (8155 Niederhasli). Abgerufen am 2. Dezember 2009. Nach dem Näppi ist auch das Laientheater in Oberhasli benannt, siehe Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNäppibühne Oberhasli. Abgerufen am 2. Dezember 2009.