Nikita Kirillowitsch Witjugow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nikita Witjugow
Nikita Witjugow, 2013
Verband RusslandRussland Russland
Geboren 4. Februar 1987
Leningrad
Titel Internationaler Meister (2006)
Großmeister (2007)
Aktuelle Elo-Zahl 2738 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2747 (März und April 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Nikita Kirillowitsch Witjugow (russisch Никита Кириллович Витюгов, FIDE-Bezeichnung Nikita Vitiugov; * 4. Februar 1987 in Leningrad) ist ein russischer Schachspieler. Seit 2007 trägt er den Titel eines Großmeisters.

Leben[Bearbeiten]

Witjugow gewann 2005 die russische Juniorenmeisterschaft U18 und wurde in den beiden folgenden Jahren jeweils Vizemeister der Altersklasse U20. Im Juli 2005 besiegte er bei einem über Internet ausgetragenen Städtewettkampf zwischen New York und Sankt Petersburg den amerikanischen Großmeister Alexander Stripunsky mit 2-0.[1] Im Juli 2006 gewann er das Turnier Blue Sevan in Armenien mit 6,5 Punkten aus 9 Partien. Bei der Juniorenweltmeisterschaft im Oktober 2006 in Jerewan kam er auf den 2. Platz.[2] Er nahm an den Russischen Meisterschaften 2006 (Platz 11) [3], 2007 und 2008 (Platz 5) [4] teil. Bei der Europameisterschaft 2007 in Dresden kam er mit 7,5 Punkten aus 11 Partien auf Platz 19. Im Blitzturnier des Schachfestivals von Biel 2007 belegte er den zweiten Platz hinter Georg Meier.[5] Beim Schach-Weltpokal 2007 in Chanty-Mansijsk scheiterte er in der ersten Runde an Konstantin Sakajew.[6] Bei der Europameisterschaft 2008 in Plowdiw kam er mit 7 Punkten aus 11 Partien auf Platz 44.[7] Witjugow nahm viermal am Schach-Weltpokal (2007, 2009, 2011 und 2013) teil. Am erfolgreichsten war er 2009, als er durch Siege gegen Abhijeet Gupta, Gilberto Milos und Konstantin Sakajew das Achtelfinale erreichte, in dem er Sergei Karjakin unterlag.

2006 wurde Witjugow zum Internationalen Meister (IM) ernannt. Die erforderlichen Normen hatte er im Oktober 2003 beim St. Petersburg Open, im Oktober 2004 beim Tschigorin Memorial in Sankt Petersburg und im Juli 2005 bei der Jugendweltmeisterschaft U18 in Belfort erfüllt.[8] 2007 folgte die Ernennung zum Großmeister (GM). Die IM-Norm vom Tschigorin-Memorial galt gleichzeitig als GM-Norm, weitere GM-Normen erfüllte Witjugow im Juni 2006 beim FINEC Rector Cup in Sankt Petersburg sowie im Juli 2006 beim Blue Sevan in Sewan.[9] 2010 veröffentlichte er ein Buch über die Französische Verteidigung (The French Defence: A Complete Black Repertoire, ISBN 9548782766), das 2012 in überarbeiteter Auflage unter dem Titel French Defence Reloaded (ISBN 9548782863) erschien.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Witjugow nahm an der Schacholympiade 2010 mit Russlands zweiter Mannschaft teil.[10] Bei Mannschaftsweltmeisterschaften gehörte er 2010, 2011 und 2013 zur russischen Auswahl. Er gewann die Mannschafts-WMs 2010 und 2013 mit der Mannschaft, erreichte 2010 am zweiten Reservebrett und 2011 am Reservebrett das beste, 2013 am Reservebrett das drittbeste Einzelergebnis. [11]

Vereine[Bearbeiten]

In der russischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Witjugow 2002 und 2003 für die zweite Mannschaft von Sankt Petersburg, 2004 und 2006 war er Reservespieler der ersten Mannschaft, seit 2008 ist er Stammspieler der ersten Mannschaft. Er wurde 2013 russischer Mannschaftsmeister.[12] Mit Sankt Petersburg nahm er außerdem seit 2008 an allen sieben Austragungen des European Club Cups teil. 2011 gewann er mit der Mannschaft und erreichte das beste Einzelergebnis am zweiten Brett, 2012 erreichte er mit der Mannschaft den zweiten und in der Einzelwertung den dritten Platz am dritten Brett, 2013 gelang ihm das zweitbeste Ergebnis am dritten Brett.[13] In der deutschen Bundesliga spielte Witjugow von 2009 bis 2013 für den SV Wattenscheid, in China 2009 und 2011 für Zhejiang, 2012 für Hebei. In der tschechischen Extraliga spielte er von 2009 bis 2013 für den 1. Novoborský ŠK, mit dem er 2010, 2011, 2012 und 2013 tschechischer Mannschaftsmeister wurde.[14]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chess masterminds 2005
  2. Shen Yang and Zaven Andriasian World Junior Champions, ChessBase.com, 17. Oktober 2006
  3. Evgeny Alekseev becomes the champion of Russia, Russiachess.org
  4. Dramatische letzte Runde im Superfinale, Chessbase.de, 16. Oktober 2008
  5. Blitz Chess Championship Biel
  6. World Chess Championship 2007 World Cup, Khanty-Mansiysk, Russia, XI-XII, 2007
  7. Final Ranking Plovdiv 08
  8. IM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  9. GM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  10. Nikita Witjugows Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  11. Nikita Witjugows Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  12. Nikita Witjugows Ergebnisse bei russischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  13. Nikita Witjugows Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  14. Nikita Witjugows Ergebnisse in der tschechischen Extraliga auf olimpbase.org (englisch)