Numbered Treaties

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Die Numbered Treaties (deutsch nummerierte Verträge) sind eine Reihe von elf Verträgen zwischen Kanada, bzw. den formal dort als Staatsoberhäuptern herrschenden Monarchen des Vereinigten Königreichs, und zahlreichen Indianerstämmen, die heute als First Nations bezeichnet werden. Die Regierung Kanadas bereitete die Verträge vor, setzte Treaty Commissioners als Unterhändler ein und ratifizierte die zwischen 1871 und 1921 entstandenen Verträge. Daher sind sie bis heute gültig.

Die Gebiete der nummerierten Verträge

Die ersten sieben der elf Verträge entstanden innerhalb von zehn Jahren nach der Gründung Kanadas als Konföderation britischer Kolonien, einem Gebiet, das im Zentrum, Westen und Norden überwiegend von der Hudson’s Bay Company kontrolliert wurde.

Der Regierung des Premierministers John A. Macdonald (1867–1873 und 1878–1891) schwebte eine Besiedlung der riesigen Gebiete in den heutigen Provinzen Alberta, Manitoba und Saskatchewan vor. Dazu musste jedoch Land erworben werden, das von zahlreichen Stämmen bewohnt war, die einen anerkanntermaßen älteren Anspruch (title) auf das Land hatten. Um die Indianer dennoch dazu zu bewegen, ihre Ansprüche zugunsten erheblich kleinerer als ihrer traditionellen Gebiete aufzugeben, bot man ihnen Kompensationen an. Diese sollten in jährlichen Geldzahlungen bestehen, in Ausstattungen, Nahrungsmitteln und Hilfe bei Land- oder Fischwirtschaft, sowie in der Gewährung von Jagdrechten, aber auch dem Recht auf Fischfang und Fallenstellerei auf dem aufgegebenen Land.

Dabei kam den kanadischen Unterhändlern die Tatsache zustatten, dass die Büffelherden dramatisch dezimiert worden waren, und vielen Indianern damit ihre traditionelle Lebensgrundlage entzogen war. So wurden sie abhängig von Lebensmittellieferungen. Edgar Dewdney setzte das Druckmittel des Hungers mehrfach ein, um die Stämme zum Einlenken zu zwingen, die Widerstand leisteten. Dieser manifestierte sich in vielerlei Form und zeigte sich deutlich in der Red-River-Rebellion von 1869 und der Nordwest-Rebellion von 1885, aber auch im Versuch des Cree-Häuptlings Big Bear, ein großes gemeinsames Reservat durchzusetzen. Besonders die Métis und die Cree setzten sich gegen die Marginalisierung zur Wehr.

Die Verträge[Bearbeiten]

Vertrag 1[Bearbeiten]

Treaty 1, auch Stone Fort Treaty genannt, weil er im steinernen Lower Fort Garry in Manitoba abgeschlossen wurde, kam am 3. August 1871 zustande. Betroffen waren die Stämme der Brokenhead Ojibway Nation, der Fort Alexander (heute Sagkeeng First Nation), sowie der First Nations der Long Plain, Peguis (der größten Gruppe in Manitoba), Roseau River Anishinabe, Sandy Bay und Swan Lake. Unterzeichnet wurde der Vertrag vom kanadischen Unterhändler Wemyss M. Simpson von der einen und den „Chippewa and Swampy Cree Tribes of Indians“ auf der anderen Seite. Dabei ging man von dem Konstrukt aus, dass ihre Majestät, die Königin von England, ihre Untertanen um die Einverständniserklärung bitte, das Land für Siedlung und Einwanderung zu öffnen. Dazu sollten die Indianer Leute bestimmen, die die Autorität hätten, einen solchen Vertrag zu unterzeichnen. Diese waren „Mis-koo-kenew or Red Eagle (Henry Prince), Ka-ke-ka-penais, or Bird for ever, Na-sha-ke-penais, or Flying down bird, Na-na-wa-nanaw, or Centre of Bird's Tail, Ke-we-tayash, or Flying round, Wa-ko-wush, or Whip-poor-will, Oo-za-we-kwun, or Yellow Quill“, wie es im Vertragstext heißt.

Das Gebiet wurde umrissen mit „Beginnend an der internationalen Grenzlinie an ihrem Zusammentreffen mit dem Lake of the Woods, zu einem Punkt nördlich der Mitte des Roseau Lakes; dann zur Mitte des Roseau Lake und nordwärts bis zur Mitte des White Mouth Lake, auch White Mud Lake genannt; dann von der Mitte des Sees und der Mitte des Flusses bis zur Mündung in den Winnipeg River; entlang des Winnipeg bis zu seiner Mündung; dann westwärts, einschließlich aller Inseln nahe dem Südende des Winnipegsees, über den See bis zur Mündung des Drunken River; dann westwärts zu einem zwischen Oak Point und der Mündung des Swan Creek gelegenen Punkt im Lake Manitoba; dann über diesen See entlang einer Linie an seinem Westufer; dann in einer geraden Linie bis zu den Stromschnellen des Assiniboine; dann nach Süden bis zur Grenze; dann wieder ostwärts entlang dieser Linie bis zum Ausgangspunkt.“

Im Gegenzug sollten die Indianer Reservate (reserves) erhalten. Für den Stamm des Häuptlings Henry Prince, auch Mis-koo-ke-new genannt, so viel Land auf beiden Seiten des Red River, angefangen an der Südgrenze der St. Peter's-Gemeinde. Für alle Stämme sollten für eine fünfköpfige Familie 160 Acre verbleiben, eine Fläche, die jeweils der Familiengröße angepasst werden sollte. Dem Stamm der Häuptlinge Na-sha-ke-penais, Na-na-wa-nanaw, Ke-we-tayash und Wa-ko-wush wurde so ein Reservat am Roseau River, beginnend an der Mündung, zugesagt; dem Stamm des Häuptlings Ka-ke-ka-penais Land am Winnipeg River oberhalb von Fort Alexander ungefähr eine Meile oberhalb des Forts beginnend; dem Stamm Oo-za-we-kwun Land im Süden und Osten des Assiniboine, rund zwanzig Meilen oberhalb der Portage, dazu ein Gebiet, das am Reservat liegen und 25 Quadratmeilen umfassen sollte. Dieses sollte den Indianern, falls ein Siedler bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses im Reservat leben sollte, als Ersatzgebiet von gleicher Größe dienen.

Darüber hinaus erhielt jedes Stammesmitglied drei Dollar, und, falls die Stammesvertreter es wünschten, sollte eine Schule eingerichtet werden. Alkoholhandel wurde untersagt.

Eine genaue Zählung der Indianer im jeweils beschriebenen district sollte durchgeführt werden, so dass in jedem Juli im oder nahe dem Reservat einer Familie von fünf Personen (entsprechend angepasst an größere oder kleinere Familien) 15 kanadische Dollar ausgezahlt werden sollten. Doch dies sollte entsprechend dem jeweils gängigen Preis in Montreal in Form von Decken, Kleidung, Farben, Garn, Fallen ausgezahlt werden, es sei denn, die Königin hielt es für sinnvoll, in bar zu zahlen.

Neben dem eigentlichen Vertrag, der den Indianern „vorgelesen und erklärt“ worden war, kamen noch mündliche Versprechungen zum tragen: Jeder Häuptling, der unterzeichnet hatte, sollte ein Kleidungsstück erhalten, das ihn als Häuptling heraushob. Bekleidung gab es auch für die Berater und die Tapferen, wobei ihre Zahl auf zwei pro Häuptling festgesetzt wurde. Dazu kam für jeden Häuptling und seine beiden Berater bzw. Tapferen, außer für Yellow Quill und seine Leute, ein Einspänner. Jeder Häuptling bekam einen Bullen und eine Kuh, dazu kam ein Eber für jedes Reservat und eine Sau für jeden Häuptling. Sobald die Indianer so weit seien, sollten sie auch je ein paar domestizierter Tiere bekommen (each kind of animal raised by farmers). Jeder, der den Boden bearbeitete, sollte einen Pflug und eine Egge bekommen, doch sollten die Geräte Regierungseigentum bleiben und nur ausgeliehen werden.

Vertrag 2[Bearbeiten]

Nur wenige Wochen später, am 21. August, kam Treaty 2 zustande, und zwar mit den First Nations der Dauphin River, Ebb and Flow, Keeseekoowenin, Lake Manitoba, Lake St. Martin, Little Saskatchewan, O-Chi-Chak-Ko-Sipi (Crane River), Pinaymootang (Fairford) und Skownan (früher Waterhen). Unterzeichner waren für die „Swan Creek and Lake Manitoba Indians, Sou-sonse or Little Long Ears; for the Indians of Fairford and the neighboring localities, Ma-sah-kee-yash or 'He who flies to the bottom,' and Richard Woodhouse, whose Indian name is Ke-wee-tah-quun-na-yash or 'He who flies round the feathers;' for the Indians of Waterhen River and Crane River and the neighboring localities, Francois, or Broken Fingers; and for the Indians of Riding Mountains and Dauphin Lake and the remainder of the territory hereby ceded, Mekis (the Eagle), or Giroux.“

Der Vertrag stimmte weitgehend mit Vertrag 1 überein, abgesehen von der Beschreibung der abzutretenden Gebiete:

Von der Mündung des Winnipeg River, an der Nordgrenze des durch Treaty 1 betroffenen Gebietes; dann entlang dem Ostufer des Lake Winnipeg nordwärts bis zur Mündung des Berens River; dann über besagten See an sein Westufer, am Nordufer der Mündung des Little Saskatchewan River oder Dauphin River; dann stromaufwärts und entlang der nördlichen und westlichen Ufer, und am Lake St. Martin (auch St. Martin's Lake), am Nordufer des Bachs, der in den Lake St. Martin fließt, vom Lake Manitoba entlang der Hauptrichtung des Baches zum letztgenannten See; entlang des Ost- und Nordufers des Lake Manitoba bis zur Mündung des Waterhen River; entlang des Ost- und Nordufers des besagten Flusses bis zum äußersten Nordende des als Waterhen Lake bekannten Sees; westwärts zum und über den Lake Winnipegosis, dann in gerader Linie zu den nördlichsten Gewässern, die die Quelle des Shell River bilden, dann zu einem Punkt zwei Meilen westlich des Flusses, im rechten Winkel dazu, dann entlang einer Parallele zum Shell River bis zu seiner Mündung, dann über den Assiniboine River, parallel dazu im Abstand von zwei Meilen, westwärts zu einem Punkt gegenüber von Fort Ellice, südwestwärts zum nordwestlichen Punkt der Moose Mountains, dann südwärts zur US-Grenze. Dann entlang der Grenze ostwärts bis zur Westgrenze des Gebiets aus Vertrag 1, dieser Grenze entlang bis zur Mündung des Winnipeg.

Als Reservate blieben: Für die Band des Häuptlings Mekis: Land für jede fünfköpfige Familie im Umfang von 160 Acre zwischen Turtle River und Valley River, am Südufer des Dauphin Lake. Für den Stamm von François, oder Broken Fingers, Land am Crane River, der in den Lake Manitoba fließt, auch hier mit Blick auf die „Standardfamilie“. Für den Stamm von Ma-sah-kee-yash und Richard Woodhouse entsprechendes Land zwischen Lake Manitoba und St. Martin's Lake, bekannt als „Fairford River“ einschließlich des Gebiets der Indianermission.

Für den Stamm des Sou-sonce Land auf der Ostseite des Lake Manitoba, nordwärts von dort, „wo derzeit eine gestürzte Ulme liegt“ und bis zur halben Strecke zwischen Oak Point und Manitoba Post. Dabei galt ebenfalls die Einschränkung, dass bereits vorhandene Siedlerstellen berücksichtigt werden sollten.

Vertrag 3[Bearbeiten]

Treaty 3 wurde am 3. Oktober 1873 mit den Ojibway (im Vertrag heißen sie der „Saulteaux Tribe of the Ojibbeway Indians“) abgeschlossen, und betraf vor allem Gebiete im Nordwesten Ontarios und im Osten Manitobas. Die vorangehenden Verhandlungen bewirkten zum einen Nachbesserungen an den ersten beiden Verträgen, zum anderen diente dieser Vertrag als Vorlage für die nachfolgenden acht Verträge. Außerdem trugen nachfolgende Prozesse vor den höchsten Gerichtshöfen dazu bei, die Aufgabenverteilung zwischen den Provinzen und der Bundesregierung genauer zu bestimmen.

Unterzeichner waren neben den Vertretern der Königin die folgenden First Nations: Die Buffalo Point (als einzige aus Manitoba, alle anderen Stämme lebten in Ontario), die Big Grassy und die Big Island (Morson), die Couchiching (Fort Frances), die Eagle Lake (Migisi Sahgaigan), die Grassy Narrows (Grassy Narrows, heute heißt der Stamm Asubpeeschoseewagong), die Iskatewizaagegan 39 First Nation (Shoal Lake), die Lac Des Mille Lacs (Thunder Bay), die Lac La Croix (Fort Frances), die Lac Seul (Hudson, Kenora District), die Naicatchewenin (Devlin), die Naotkamegwanning (Pawitik), die Nicickousemenecaning (auch Nigigoonsiminikaaning oder Nicickousemenecaning um Fort Frances), die beiden First Nations der Northwest Angle 33 (Kenora) und Northwest Angle 37 (Sioux Narrows), die Obashkaandagaang Bay (Keewatin), die Ochiichagwe'Babigo'Ining (Kenora), die Onigaming (Nestor Falls), die Rainy River (Emo), die Ojibway Nation of Saugeen (Savant Lake), die Seine River First Nation (Mine Centre), die Stanjikoming (Fort Frances), die Shoal Lake 40 (Shoal Lake), die Wabauskang (Ear Falls), die Wabigoon Lake (Dryden), die Wauzhusk Onigum (Kenora) und die Wabaseemoong (Whitedog). Das betroffene Gebiet umfasste laut Vertrag 55.000 Quadratmeilen.

Vertrag 4[Bearbeiten]

Treaty 4 entstand zunächst am 15. September 1874 in Qu’Appelle, Saskatchewan. Er hieß offiziell Vertrag zwischen „Her Majesty the Queen and the Cree and Saulteaux Tribes of Indians at the Qu’Appelle and Fort Alice“. Hintergrund war hier weniger die Siedlungsfrage, als der Ausbau der transkontinentalen Eisenbahnverbindung. Als Kompensationen für die Aufgabe ihres Landes erhielten die 33 bzw. 34 betroffenen Stämme Folgendes: Jeder Stammesangehörige sollte 5 Dollar pro Jahr, dazu Kleider erhalten. Jeder Häuptling sollte 25 Dollar bei Vertragsunterzeichnung und je 25 Dollar pro Jahren erhalten, dazu einen Mantel und eine Silbermünze. Alle drei Jahre sollte er eine neue Garnitur Kleider erhalten. Ähnliches erhielten vier weitere Leute jedes Stammes, allerdings nur je 15 Dollar pro Jahr. Dazu sollten sie Werkzeuge für die Bodenbearbeitung und 750 Dollar pro Jahr für Schießpulver und Munition, Stoffe und Fäden für Fischnetze erhalten. Auf Wunsch unterhielt die Regierung auch eine Schule nebst Lehrer. Auch hier erhielten die Indianer das Jagd- und Fischrecht auf allem aufgegebenen Land, außer dort, wo Landwirtschaft betrieben wurden, oder Forstwirtschaft, Bergbau, oder dort, wo Siedlungen bestanden.

Auch hier waren wieder zahlreiche Stämme betroffen. In Manitoba waren dies die sieben First Nations der Gamblers, Pine Creek, Rolling River, Tootinaowaziibeeng Treaty Reserve, Waywayseecappo und der Wuskwi Sipihk sowie die Sapotaweyak Cree Nation.

In Saskatchewan waren erheblich mehr Stämme betroffen (insgesamt 26 bzw. 27). Im Einzelnen waren dies die First Nations der Carry The Kettle, Cote, Cowessess, Day Star, Fishing Lake, Gordon, Kahkewistahaw, Kawacatoose, Keeseekoose, The Key, Kinistin, Little Black Bear, Muscowpetung, Muskowekwan, Nekaneet, Ocean Man, Ochapowace, Okanese, Pasqua, Peepeekisis, Pheasant Rump Nakota, Piapot, Sakimay, Star Blanket, White Bear, Yellow Quill. Die Standing Buffalo unterzeichneten zwar nicht den Vertrag, doch wurde ihre Teilhabe stillschweigend anerkannt.

Vertrag 5[Bearbeiten]

Treaty 5 entstand ab dem 20. September 1875, wobei die letzten Unterschriften erst am 7. September des folgenden Jahres geleistet wurden. Dazu kamen Ergänzungen aus den Jahren 1908 bis 1910. Hauptgebiet war Zentral-Manitoba, dazu kamen kleinere Gebiete in Saskatchewan und Ontario. Insgesamt waren 38 Stämme betroffen.

Von diesem Vertrag waren in Manitoba folgende 29 First Nations betroffen: Berens River, Bloodvein, Bunibonibee Cree, Chemawawin Cree, Cross Lake, Fisher River Cree Nation, Fox Lake, Garden Hill First Nations, God's Lake, Grand Rapids, Hollow Water, Kinonjeoshtegon, Black River, Little Grand Rapids, Manto Sipi Cree, Mosakahiken Cree, Nisichawayasihk Cree Nation, Norway House Cree Nation, Opaskwayak Cree Nation, Pauingassi, Poplar River, Red Sucker Lake, St. Theresa Point, Sayisi Dene, Shamattawa, Tataskweyak Cree Nation, War Lake, Wasagamack, York Factory.

In Ontario waren dies die fünf First Nations der Deer Lake, North Spirit Lake, Pikangikum, Poplar Hill, Sandy Lake; in Saskatchewan die vier First Nations der Cumberland House Cree, die Red Earth sowie die Shoal Lake of the Cree First Nation.

Vertrag 6[Bearbeiten]

Treaty 6 kam im August und September 1876 mit Plain und Wood Cree und weiteren Stämmen in Fort Carlton, Fort Pitt und Battle River zustande (ergänzt im Februar 1889). Die Stämme waren zu dieser Zeit von Pocken dezimiert und die fast verschwundenen Büffelherden zwangen sie, eine Alimentation durch den kanadischen Staat zu akzeptieren. Dafür mussten sie ihr traditionelles Gebiet aufgeben und sich in Reservate zurückziehen. Ergänzungen zu diesem Vertrag erfolgten noch bis 1958.

In Alberta waren 17 Stämme, in Manitoba 2 und in Saskatchewan 30 Stämme betroffen. Im Einzelnen waren dies in Alberta die First Nations der Alexander, der Alexis Nakota Sioux, der Beaver Lake Cree Nation, der Cold Lake, der Enoch Cree Nation, des Ermineskin Tribe, der Frog Lake, Heart Lake, Kehewin Cree Nation, der Louis Bull, Montana, O'Chiese, Paul, der Saddle Lake, Samson, Sunchild und Whitefish Lake; in Manitoba waren dies die Marcel Colomb und die Mathias Colomb First Nation; in Saskatchewan die First Nations der Ahtahkakoop, Beardy's and Okemasis, die Big Island Lake Cree Nation, Big River, Chakastaypasin, Flying Dust, Island Lake, James Smith, Lac La Ronge, Little Pine, Lucky Man, Makwa Sahgaiehcan, Mistawasis, Montreal Lake, die Moosomin, Mosquito, Grizzly Bear's Head, Lean Man First Nation, Muskeg Lake, Muskoday, One Arrow, Onion Lake, Pelican Lake, Peter Ballantyne Cree Nation Poundmaker, Red Pheasant, Saulteaux, Sweetgrass, Sturgeon Lake, Thunderchild, Waterhen Lake und Witchekan Lake.

Vertrag 7[Bearbeiten]

Treaty 7 vom 22. September 1877 betraf vor allem Blackfoot-Stämme und wurde rund 100 km östlich von Calgary, auf dem heutigen Gebiet des Reservats der Siksika Nation unterzeichnet. Am 4. Dezember unterzeichneten weitere Blackfoot-Häuptlinge den Vertrag. Von diesem Vertrag waren acht Stämme in Alberta betroffen, nämlich die Kainai Nation (Blood), die Piikani Nation (Piegan), die Siksika Nation (Blackfoot), die Tsuu T'ina Nation (Sarcee), die Stoney First Nation, schließlich die Bearspaw, Chiniki und die Wesley.

Vertrag 8[Bearbeiten]

Treaty 8[1] kam am 21. Juni 1899 zustande und erhielt 1901 einige Ergänzungen. Der Vertrag betraf Stämme am Kleinen Sklavensee. Auslöser für diesen Vertrag in einem Gebiet von rund 840 000 km², in dem man solcherlei Abmachungen zugunsten von Siedlern bisher für überflüssig gehalten hatte, war der Goldrausch am Klondike. Er sah Steuerfreiheit, sowie Freiheit von Kapitalstrafen und Militärdienst für die unterzeichnenden Woodland Cree, Dunneza (oder Biber) und Chipeway vor.

In Alberta waren folgende First Nations betroffen: Athabasca Chipewyan, Chipewyan Prairie, Fort McKay, Fort McMurray #468, Mikisew Cree, Fort Chipewyan, Bigstone Cree Nation; Loon River, Whitefish Lake, Woodland Cree; Driftpile, Kapawe'No, Sawridge, Sucker Creek, Swan River; Beaver, Dene Tha, Little Red River, Lubicon Lake, Tallcree; Duncan's, Horse Lake, Sturgeon Lake. In British Columbia zählten die First Nations der Doig River, Fort Nelson, Halfway River, Prophet River, Saulteau, West Moberly, die Blueberry River und McLeod Lake dazu. In Saskatchewan waren dies die Black Lake Denesuline Nation, die Clearwater River Dene Nation und die Fond Du Lac Denesuline Nation.

Vertrag 9[Bearbeiten]

Häuptling Robert Fiddler, einer der Unterzeichner des Vertrags Nr. 9, Deer Lake, Ontario 1905

Treaty 9 wurde formal zwischen König Edward VII. und zahlreichen Stämmen im Norden Ontarios geschlossen, dazu kamen die Abitibi aus Québec. Ab dem 12. Juli 1905 unterzeichneten nach und nach 38 Stämme den Vertrag. Diese First Nations waren neben den Abitibiwinni aus der Provinz Québec First Nations aus Ontario: Albany, Aroland, Attawapiskat, Bearskin Lake, Brunswick House, Cat Lake, Chapleau Cree, Chapleau Ojibway, Constance Lake, Eabametoong, Flying Post, Fort Severn, Ginoogaming, Kasabonika Lake, Keewaywin, Kingfisher, Kitchenuhmaykoosib Inninuwug, Matachewan, Mishkeegogamang, Missanabie Cree, Neskantaga, Nibinamik, Mattagami, Muskrat Dam Lake, Marten Falls, McDowell Lake, Moose Cree, North Caribou Lake, Sachigo Lake, Slate Falls Nation, Taykwa Tagamou, Wahgoshig, Wapekeka, Wawakapewin, Webequie, Weenusk, Wunnumin Lake, insgesamt 38 Stämme.

Vertrag 10[Bearbeiten]

Treaty 10 wurde ab dem 28. August 1906 unterzeichnet. Hiervon waren Stämme in Manitoba und in Saskatchewan betroffen. Zwei First Nations in Manitoba, die Barren Lands und die Northlands First Nation, unterzeichneten den Vertrag, fünf weitere aus Saskatchewan, nämlich die First Nations der Birch Narrows, der Buffalo River Dene Nation, der Canoe Lake Cree, der English River und der Hatchet Lake First Nation.

Vertrag 11[Bearbeiten]

Treaty 11 wurde formal zwischen König Georg V. und zahlreichen First Nations in den Nordwest-Territorien geschlossen. Die Unterzeichnung erfolgte ab dem 27. Juni 1921 und betraf folgende First Nations: Acho Dene Koe, Aklavik, Behdzi Ahda, Dechi Laoti', den Deh Gah Gotie Dene Council, Deline First Nation, Dog Rib Rae, Fort Good Hope, Gameti First Nation, Gwicha Gwich'in, Inuvik Native First Nation, Jean Marie River First Nation, Ka'a'gee Tu, Liidli Kue, Nahanni Butte, Pehdzeh Ki, Sambaa K'e (Trout Lake) Dene First Nation, Tetlit Gwich'in, Tulita Dene, West Point und Wha Ti First Nation.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Asch (Hrsg.): Aboriginal and Treaty Rights in Canada: Essays on Law, Equality, and Respect for Difference, University of British Columbia Press 1997, Nachdruck 1998 und 2002
  • René Fumoleau: As long as this land shall last: a history of Treaty 8 and Treaty 11, 1870-1939, University of Calgary Press, Arctic Institute of North America 2004 (überarbeitet, erstmals 1975)
  • Treaty 7 Elders and Tribal Council, Walter Hildebrandt, Dorothy First Rider, Sarah Carter: The True Spirit and Original Intent of Treaty 7, McGill-Queen's University Press 1996, Nachdruck 2005
  • Arthur J. Ray, Jim Miller, Frank Tough: Bounty and Benevolence: A History of Saskatchewan Treaties, McGill-Queen's University Press 2000

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Jeffrey S. Murray: Hard Bargains — The Making of Treaty 8