Ortignano Raggiolo

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Ortignano Raggiolo
Wappen
Ortignano Raggiolo (Italien)
Ortignano Raggiolo
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Arezzo (AR)
Koordinaten: 43° 41′ N, 11° 45′ O43.68083333333311.749722222222483Koordinaten: 43° 40′ 51″ N, 11° 44′ 59″ O
Höhe: 483 m s.l.m.
Fläche: 36,41 km²
Einwohner: 883 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einw./km²
Postleitzahl: 52010
Vorwahl: 0575
ISTAT-Nummer: 051027
Volksbezeichnung: Ortignanesi
Schutzpatron: San Matteo (21. September)
Website: Gemeinde Ortignano Raggiolo
Panorama von Ortignano Raggiolo (Ortignano Alto)
Panorama von Ortignano Raggiolo (Ortignano Alto)

Ortignano Raggiolo ist eine Gemeinde mit 883 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Arezzo in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Ortignano Raggiolo in der Provinz Arezzo

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 37 km². Sie liegt ca. 25 km nordwestlich von Arezzo und 40 km südöstlich von Florenz im Casentino-Tal und entlang des Flusses Teggina (14 von 14 km im Ortsgebiet).[2] Ortignano Raggiolo liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2377 GR/G [3]

Zu den Ortsteilen zählen Badia a Tega (648 m, ca. 50 Einwohner), Ortignano (483 m, ca. 150 Einwohner), Raggiolo (586 m, ca. 130 Einwohner), San Piero in Frassino (351 m, ca. 250 Einwohner) und Villa (500 m, ca. 75 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Bibbiena, Castel Focognano, Castel San Niccolò, Loro Ciuffenna und Poppi.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand im Jahre 1873 als Fusion aus den bis dahin unabhängigen Gemeinden Ortignano und Raggiolo. Der Name von Ortignano wurde 1247 das erste Mal erwähnt und stammt wahrscheinlich von dem römischen Namen Hortinius ab, der Name von Raggiolo dagegen wurde bereits 967, noch unter dem Namen Ragiola, attestiert. Er entstammt dem lateinischen Wort Radius, hier im Sinne von Grenzlinie. Zu Ortignano gehörten die Ortsteile Badia a Tega, Frassina und Uzzano Casentinese, Raggiolo dagegen besaß dagegen keine. Im 13. Jahrhundert gehörte Ortignano zu den Grafen Guidi, die dort die Burg errichteten. Raggiolo gehörte dagegen zu der Ubertini-Familie. Im darauffolgenden Jahrhundert wurden beide Orte von der Republik Florenz besetzt und Karl IV teilte sie dem Bischof von Arezzo, Boso degli Ubertini, zu. Von dort an gehörten die beiden Gemeinden fortwährend, mit Ausnahme der Napoleonischen Besetzung am Anfang des 19. Jahrhunderts, dem Herzogtum Toskana an[5].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche San Michele in Raggiolo
Die Kirche Sant’Antonio im Ortsteil Badia a Tega (Ortignano)
  • Chiesa di Sant’Antonio, Kirche im Ortsteil Badia a Tega (Ortignano), die durch die Kamaldulenser entstand. Enthält das Werk Madonna con il Bambino tra San Giovannino e San Gualberto aus dem späten 16. Jahrhundert, welches der Schule des Raffaellino del Colle zugeschrieben wird.
  • Chiesa di San Michele, Kirche in Raggiolo, die ursprünglich Teil des Palastes der Guidi war. Wurde im 18. Jahrhundert zur Pieve erklärt und 1829 restauriert.
  • Chiesa dei Santi Margherita e Matteo, Pieve im Ortsteil Ortignano, entstanden 1699.
  • Museo della Castagna, Kastanienmuseum in Raggiolo.

Literatur[Bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: ORTIGNANO nel Val d’Arno casentinese. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)
  • Emanuele Repetti: RAGGIOLO, RAGIOLO, talvolta REZZUOLO nel Val d’Arno casentinese. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ortignano Raggiolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Ortignano Raggiolo, abgerufen am 22. Mai 2014 (ital.)
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 22. Mai 2014 (ital.) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Arezzo, abgerufen am 22. Mai 2014 (ital.)
  5. toscana.indettaglio.it, abgerufen am 15. Januar 2010 [1]