Pancho Villa
Francisco Villa, Spitzname Pancho, ursprünglicher Name Doroteo Arango Arámbula (* 5. Juni 1878 in San Juan del Río, Durango; † 20. Juli 1923 in Parral, Chihuahua) war ein mexikanischer Volksheld.
Pancho Villa wurde von Feinden und Bewunderern mit vielen Attributen versehen: Freiheitskämpfer, Guerrillero, Outlaw, Volksheld, Kriegsherr, Gouverneur, Hollywood-Star, General und nicht zuletzt Revolutionär. Villa war ein Guerilla-Kommandant und Räuber, der in der mexikanischen Revolution gegen die Diaz-Diktatur kämpfte. Nach dem Ende der mexikanischen Revolution wurde Villa von der neuen Regierung als Ikone dargestellt, obwohl vermutet wurde, dass er von ebendieser Regierung umgebracht worden war. Für treue Anhänger des mexikanischen Diktators Porfirio Díaz war Pancho ein blutrünstiger Bandit, für die Mehrheit der damaligen Bevölkerung hingegen der mexikanische „Robin Hood“.
[Bearbeiten] Leben
[Bearbeiten] Kindheit und Jugend
Der spätere Volksheld Pancho Villa wurde zwischen 1877 und 1879 als Doroteo Arango in Durango geboren. Der Chronist und Kurator des Pancho-Villa-Museums in Hidalgo del Parral, Don Alfonso Carrasco, meint, der Knabe sei eine Frucht der prima noche gewesen, dem damals üblichen Brauch, dass dem Gutsherren die erste Nacht gehörte, wenn er die Hochzeit seiner Bediensteten ausrichtete. In diesem Fall hieß der hacendado Louis Ferman (oder so ähnlich) und war aus Österreich eingewandert. Vieles spricht dafür, dass der Chronist recht hat: Doroteo Arango war von sehr hoher Statur, hatte grüne Augen und – bevor sie von Wind und Wetter gegerbt wurde – eine ziemlich helle Haut.
Im Alter von 16 Jahren erschoss Doroteo Arango den Sohn eines hacendado, der versucht hatte seine 12-jährige Schwester zu vergewaltigen. Von da an war er auf der Flucht. Genaues über die nächsten Jahre ist nicht bekannt. Er lebte in Chihuahua, arbeitete vorübergehend als Minenarbeiter und lebte vom Verkauf gestohlener Rinder. Dann schloss er sich einer regelrechten Bande an, die gegen jene Landeigner kämpfte, die ihre Arbeiter – die peones – wie Sklaven behandelten. Der Anführer dieser Bande hieß Pancho Villa. Als er bei einem Gefecht getötet wurde, übernahm Doroteo Arango dessen Namen und die Führerrolle. In den Jahren bis 1909 wurde der neue Pancho Villa für die Armen eine Art legendärer Robin Hood, der es immer wieder verstand, den das Volk terrorisierenden Häschern des gehassten Diktators Porfirio Diaz zu entkommen, der ihn wegen Bankraubes und Mordes suchen ließ.
[Bearbeiten] Innenpolitische Situation
Unter der Herrschaft Porfirio Díaz, dem Porfiriato, öffnete sich Mexiko ausländischen, allen voran US-amerikanischen Firmen, für Investitionen. Die Berater von Diaz, die Científicos, hatten in Europa oder den USA studiert und brachten westeuropäische Regierungserfahrung ein.
In der zweiten Amtszeit von Díaz ab 1884 war es innenpolitisch relativ ruhig, weil weite Bevölkerungskreise der Mestizen und der Indios unterdrückt wurden. Vom wirtschaftlichen Aufschwung profitierten neben ausländischen Firmen nur die Großgrundbesitzer. Das Motto lautete: „Orden y Progreso“ – „Ordnung und Fortschritt“. Indianer und die abhängigen Bauern wurden mit allen Mitteln zur Abtretung ihres Bodens an Großgrundbesitzer gezwungen. 1910 verfügte 1 % der Bevölkerung Mexikos über 96 % des Bodens[1], fast 97 % der Landbevölkerung hatten keinen Grundbesitz.
US-Firmen beherrschten den größten Teil der Wirtschaft: Bergbaufirmen, die Erdölförderung und die Eisenbahnen. Die einfachen Indios galten höchstens als Menschen zweiter Klasse und durften z.B. die Bürgersteige nicht benutzen. Die Landarbeiter, peones, wurden mancherorts wie Sklaven gehalten, obwohl Diaz selbst auch indigene Vorfahren hatte.
[Bearbeiten] Der „Robin Hood Mexikos“ und missbrauchter Diener unter Francisco Madero
Die Karriere Pancho Villas als Robin Hood Mexikos begann um 1900, als er sich mit seinen Anhängern in den Sierras etablierte. Zwischen 1900 und 1909 wurde er zum Helden der armen Landbevölkerung. 1910 schloss sich Villa seinem politischen Vorbild Francisco Madero und dessen Revolutionstruppen an. Aus Pistoleros wurden Revolutionäre. Er finanzierte seine Truppe, indem er von den endlosen Weiden in Nordmexiko Vieh stahl und an der Grenze zu den USA verkaufte oder gegen Gewehre und Munition eintauschte.
Madero, ein reicher Landbesitzer aus Parras, entwickelte die politischen Ideale basierend auf Liberalismus, Demokratie sowie Theosophie und befürwortete freie Wahlen. Díaz hingegen lehnte das ab. Daraufhin veröffentlichte Madero sein Werk Plan de San Luis Potosí, ein Dokument, das den bewaffneten Widerstand gegen Díaz forderte und als geistiger Kern der mexikanischen Revolution angesehen wurde. 1908 veröffentlichte er das einflussreiche Buch La sucesión presidencial de 1910, in dem er die Begriffe des Stimmrechts und der Demokratie erläuterte. Zusammen mit Villa und dem Bauernführer Emiliano Zapata zwangen sie 1911 die Regierung Díaz zum Rücktritt. Díaz ging ins Exil nach Paris.
Francisco Madero wurde im November 1911 Präsident von Mexiko und während der folgenden Regierungszeit diente Villa unter General Victoriano Huerta. Unter Ausnutzung seiner politischen Unerfahrenheit wurde er dazu benutzt, rebellische Gruppierungen, die sich gegen die Regierung Maderos stellten, zu entwaffnen. Diese entstammten einerseits dem Umfeld des anarchistischen Partido Liberal Mexicano und andererseits der bäuerlichen Landbevölkerung.
Im November 1911 veröffentlichten die Zapatistas den Plan von Ayala, ein politisches Programm, mit dem unter anderem die Landenteignungen der Bauern – unter der Díaz-Regierung zugunsten von Großgrundbesitzern vorangetrieben – rückgängig gemacht werden sollte. Das bedeutete die Enteignung eines Drittels des Landes zur Verteilung an landlose Bauern und die Verstaatlichung aller Ländereien der Großgrundbesitzer, die sich diesem Plan widersetzen.
[Bearbeiten] Anschluss an neue Aufstände und Flucht in die USA
Da Madero keine der Reformen umsetzte, die er in seinen Schriften gefordert hatte, und auch nur mit der Gnade der „unreformierten“ Armee regierte, schloss sich Villa den erneut aufflammenden Aufständen der Bauern gegen Madero an. Villa wurde 1912 gefangen genommen, erst vor ein Erschießungskommando gestellt, jedoch von Huerta begnadigt und stattdessen zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Gefängnis lernte er Gildardo Magaña kennen der ihn Lesen und Schreiben lehrte und Villa mit der Ideologie des Anarchosyndikalismus bekannt machte. Heiligabend gelang ihm die Flucht aus dem Militärgefängnis von Santiago Tlatelolco in Mexiko-Stadt. Er sägte die Eisenstäbe seiner Zelle durch, während vor dem Gefängnis laut Volkslieder gesungen wurden.
Er flüchtete nach Texas/USA, in ein heruntergekommenes Hotel in El Paso. Zur Sicherheit, um Spionen zu entgehen, liefen seine Kontakte über Brieftauben.
General Félix Díaz, ein Neffe von Porfirio Díaz, versuchte im gleichen Jahr gegen Madero zu putschen. Seine Palastrevolte scheiterte und er wurde verhaftet. Rebellierende Generäle wie Manuel Mondragón, Gregorio Ruiz u. a. schmiedeten weiterhin Umsturzpläne. Sie befreiten Félix Díaz aus dem Zuchthaus. Konterrevolutionäre Truppen versuchten den Nationalpalast einzunehmen. Die Revolte wurde jedoch von loyalen Regierungstruppen Maderos vor dem Palast niedergeschlagen. Madero vertraute General Victoriano Huerta, einem Zögling Porfirio Díaz', und ernannte ihn zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Im Februar 1913 verriet Victoriano Huerta seinen liberalen Präsidenten Madero. Es gab einen Armeeputsch und Präsident Madero wurde inhaftiert. Huerta übernahm am 19. Februar 1913 das Präsidentenamt. Drei Tage später, am 22. Februar, wurde Francisco Madero beim Transport vom Nationalpalast zum Staatsgefängnis „auf der Flucht“ erschossen.
Dem neuen und de facto diktatorisch regierenden Machthaber Huerta stellte sich eine Koalition nahezu aller revolutionären Kräfte entgegen. Deren politischer Anführer war der Gouverneur von Coahuila, Venustiano Carranza. Er erkannte dem Usurpator Huerta das Recht auf die Präsidentschaft ab, rief das Volk zu den Waffen und beanspruchte für sich den Posten des obersten Heerführers der „konstitutionalistischen“ bzw. der „verfassungstreuen“ Streitkräfte.
[Bearbeiten] Rückkehr nach Mexiko und neue Revolutionskämpfe
Nach dem Tod Maderos kehrte Villa in der Nacht des 6. März 1913 mit acht Gefährten aus dem Exil nach Chihuahua zurück. Das dafür notwendige Geld hatte er vom Gouverneur von Sonora, José María Maytorena, erhalten, der Villa auch überzeugt hatte, in Chihuahua und nicht in Sonora den Kampf gegen Huerta aufzunehmen.[2] Villa stieß nach seiner Rückkehr jedoch vielfach auf Skepsis. Manuel Chao, Maclovio Herrera Cano, Toribio Ortega Ramírez, Tomás Urbina Reyes und die Anführer der übrigen Revolutionskontingente, die sich während seiner Abwesenheit im Kampf gegen die Huerta-Truppen konstituiert hatten, waren keinesfalls bereit, ihn als alleinigen Anführer zu akzeptieren. Daher verlegte Villa sein militärisches Operationsgebiet vorerst einmal in den Norden und Nordwesten Chihuahuas, was ihm mehrere Vorteile verschaffte: Erstens machte ihm dieses Gebiet keiner der anderen Rebellenführer „streitig“, zweitens stieß er dort auf größeren Zuspruch und drittens erleichterte die Nähe zu den Vereinigten Staaten auch die Ausrüstung und Versorgung seiner noch kleinen Streitmacht.[3]
Wie die anderen Rebellenführer auch, suchte Villa die federales, die von Huerta kontrollierten Bundestruppen, fortwährend zu beunruhigen. Dabei griff er mit seinen Männern zunächst vorwiegend kleine und isolierte Garnisonen der Bundesarmee an, was ihm unter anderem auch dringend benötigte Waffen und Ausrüstung als Beute einbrachte. Im Mai eroberte Villa Saucillo und im Juni nahm seine mittlerweile auf rund 700 Mann angewachsene Reitertruppe Casas Grandes ein, eine nicht unbedeutende Stadt, die im März 1911 bereits Schauplatz eines Kampfes zwischen federales und Rebellen gewesen war.[4]
Mehr noch als diese ersten Siege aber ließen Villas Akte „sozialer Gerechtigkeit“ seine Popularität in der Bevölkerung Chihuahuas ansteigen. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Exil ließ er Besitzungen von Großgrundbesitzerfamilien, allen voran die des verhaßten Terrazas-Creel-Familienclans, enteignen und Lebensmittel in großer Menge an arme Familien in Stadt und Land verteilen oder zu niederen Preisen verkaufen. Indem er bei seinen Truppen auf strikte Disziplin achtete, scharf gegen Kriminalität aller Art vorging, für Ordnung und Sicherheit sorgte und Besitzungen von US-Amerikanern sehr bewusst von Konfiskationen aussparte, erwarb er sich auch das Wohlwollen diverser Repräsentanten der Vereinigten Staaten in Mexiko.[5] Villas stark ansteigende Popularität, die Bereitschaft der USA in seinem Fall das gegenüber den mexikanischen Rebellen verhängte Waffenembargo nicht so strikt zu handhaben wie gewöhnlich, aber auch Gegenmaßnahmen des Huerta-Regimes, das beispielsweise im August 1913 dazu überging, die Bundestruppen durch die lokalen Aufgebote der Hacienderos zu verstärken, sorgten schließlich dafür, dass die übrigen Rebellenführer einer nach dem anderen zu ihm übergingen und sich ihm mit ihren Kontingenten unterstellten. Einer der ersten war Toribio Ortega, ein Bauernführer und Ladenbesitzer aus Cuchillo Parado, der rund 500 Mann kommandierte und dafür, dass er sich Villa unterstellte, mit einem hohen militärischen Kommandoposten belohnt wurde. Am 26. September 1913 kam es schließlich zu einem Treffen der wichtigsten Rebellenführer der Bundesstaaten Durango und Chihuahua, bei dem beschlossen wurde, den wichtigen Bahnknotenpunkt Torreón im Bundesstaat Coahuila zu erobern und Villa mit dem militärischen Oberkommando der zu diesem Zweck vereinigten Rebellenkontingente zu betrauen, die schließlich als División del Norte von sich reden machen sollten und sich aus Bauern, Bergarbeitern, ehemaligen Banditen, aber auch US-amerikanischen Abenteurern[6] rekrutierten.[7]
Mit den 6.000 bis 8.000 Mann, die ihm nun unterstanden, kommandierte Villa eine der größten Revolutionsarmeen, die bisher aufgestellt worden waren, und nahm am 1. Oktober die von etwa 3.000 federales und Milizionären verteidigte Stadt ein. Das Kriegsgerät, das dabei erbeutet wurde, reichte aus, um seine Truppen auf Monate hinaus zu versorgen. Wesentlich wichtiger aber war, dass Villa mit dieser ersten Eroberung von Torreón zu einer nationalen Berühmtheit wurde, die nun nicht mehr übergangen werden konnte. Torreón markierte den Übergang Villas vom Guerillero zum Revolutionsführer, der sich fortan in offener Feldschlacht mit den Bundestruppen Huertas messen konnte und dessen Taten fortan auch im Ausland genau beobachtet wurden.[8] Rund einen Monat nach dem Triumph von Torreón erlitt Villas Reiterarmee beim Versuch Chihuahua, die stark befestigte Hauptstadt des Bundesstaats, einzunehmen, jedoch eine empfindliche Schlappe, die das bisher Erreichte vorübergehend wieder in Frage zu stellen schien. Entschlossen, diese Scharte auszuwetzen, sein angeschlagenes Prestige als militärischer Anführer und die Moral seiner Kämpfer wieder herzustellen, dirigierte Villa seine Armee nun kurzerhand nach Ciudad Juárez um, das in einem Überraschungsangriff in der Nacht von 15. auf 16. November 1913 eingenommen wurde. Dem nun folgenden Gegenangriff der Garnison von Chihuahua trat Villas von den bisherigen Kämpfen bereits stark angeschlagene Armee beim Bahnknotenpunkt Tierra Blanca, rund 30 Meilen südlich von Ciudad Juárez, entgegen. Die am 23. beginnende und bis 25. November dauernde Schlacht bei Tierra Blanca endete mit einem überwältigenden Sieg der Villistas. Sie brachte Villa nicht nur weitere große Mengen an erbeutetem Kriegsmaterial ein, sondern sicherte ihm de facto auch die Kontrolle über den Bundesstaat Chihuahua. Die demoralisierten federales entschlossen sich nun zur Räumung der Hauptstadt und zogen sich zusammen mit den noch verbliebenen Angehörigen der Oligarchie Chihuahuas nach Ojinaga zurück, das im einzigen Ende 1913 noch von ihnen kontrollierten Teil des Bundesstaates lag.[9]
[Bearbeiten] Gouverneur von Chihuahua und Niederlage der Reiterarmee
Nach den vorangegangenen militärischen Erfolgen gegen die Bundestruppen besetzte Villas Armee am 1. Dezember 1913 Chihuahua, die Hauptstadt des Bundesstaats. Im durch beinahe drei Jahre Bürgerkrieg schwer erschütterten Chihuahua, war der Wiederaufbau einer zivilen Regierung und die Wiederbesetzung des Gouverneursamtes nun eine der vordringlichsten Aufgaben. Als der Kandidat, den Villa als neuen Gouverneur vorschlug, ablehnte, entschloss sich Villa kurzerhand, das Amt selbst zu übernehmen. Als Gouverneur versuchte Villa, seine sozialreformerischen Vorstellungen umzusetzen. Außerdem ließ er Banknoten drucken. Die einzelnen Scheine dieser Emission trugen die Aufschrift „Gral. [= General] Francisco Villa“ und dienten primär als dringend benötigte Zahlungsmittel für Villas Truppen. Villa verordnete, dass jeder, der diese Währung ablehnte oder versuchte, andere Formen der Währung zu benutzen, arretiert werden sollte. Ferner ließ Villa das Land der größten Grundbesitzerfamilien konfiszieren, es aber nicht neu an die Bauern verteilen, da er eine US-Intervention fürchtete. Mit den Erträgen der konfiszierten Güter ließ er die Witwen und Waisen seiner Armee versorgen. Auch ließ er die Hände von Besitzungen US-amerikanischer Gesellschaften. Er legte die Preise für Grundnahrungsmittel fest, erlaubte es aber nicht, dass sich Organisatoren der Gewerkschaft IWW an den US-Besitzungen vergriffen. Er überfiel Militär- und Versorgungszüge und stattete mit der Beute seine Rebellentruppe aus.Villas in Personalunion ausgeübte Funktionen als Chef der Zivilverwaltung und militärischer Oberkommandierender der División del Norte ließen sich jedoch schon bald kaum mehr miteinander vereinbaren. Daher gab er sein Amt als Gouverneur bereits am 7. Januar 1914, nach knapp einmonatiger Amtszeit, auf, um sich fortan wieder besser seinen militärischen Aufgaben widmen zu können.[10]
Am 5. Januar 1914 unterzeichnete Villa, dessen División del Norte sich in ihrem Krieg gegen die Diktatur von Victoriano Huerta mittlerweile den Truppen unter dem Revolutionsführer Venustiano Carranza angeschlossen hatte, mit der Mutual Film Company einen Vertrag, der vorsah, dass amerikanische Filmemacher gegen bare Bezahlung Zugang zu echten Kriegsszenen seiner Armee erhalten würden.[11] Da Huerta die Hoffnungen der Vereinigten Staaten auf eine besondere Förderung ihrer Interessen in Mexiko nicht erfüllt hatte, wandten sich auch diese gegen ihn. Sie schnitten ihm durch die Besetzung der Hafenstadt Veracruz im April 1914 den militärischen Nachschub ab. Nachdem seine Armee schließlich bei Zacatecas im Juni desselben Jahres gegen die Armee Villas eine schwere Niederlage erlitten hatte, war Huertas Machtstellung nicht mehr zu halten. Mitte Juli verließ er das Land zu Schiff in Richtung Europa. Die von Anfang an politisch äußerst heterogene Anti-Huerta-Koalition zerbrach jedoch nach dessen Sturz sofort wieder. Die divergierenden Vorstellungen Zapatas, Villas, Obregóns und Carranzas, der nach dem Sieg über Huerta die „Exekutivgewalt“ in Mexiko für sich beanspruchte, ließen sich nicht vereinbaren. Obregón und Carranza gehörten zu den gebildeten, liberalen Kreolen aus dem städtischen Mittelstand, die sich unter Porfirio Díaz eine gewisse Souveränität erkämpft hatten. Sie standen im Konflikt mit den Ansichten Villas und Zapatas, die aus bäuerlichem Hause stammten, die Interessen der Landbevölkerung vertraten und eine umfassende Agrar- und Landreform anstrebten. Nachdem Villa sich geweigert hatte, an dem von Carranza für Anfang Oktober 1914 einberufenen Konvent der Gouverneure und Generäle in Mexiko-Stadt teilzunehmen und auch die Verhandlungen über den Eintritt der Zapatisten ins Lager Carranzas gescheitert waren, war ein Waffengang zwischen Villa und Zapata auf der einen und Carranza auf der anderen Seite voraussehbar. Zur Überraschung Carranzas war der von ihm einberufene Konvent jedoch nicht bereit, ihm die verlangte alleinige „Exekutivgewalt“ zuzugestehen. Er vertagte sich, um seine Sitzungen in Aguascalientes wieder aufzunehmen. Dort wandte sich der Konvent nun vollends gegen Carranza, bestätigte Villa in seiner Stellung als Befehlshaber der von ihm kommandierten Revolutionsarmee und ernannte einen provisorischen Präsidenten. Carranza erklärte nun seinerseits die Abmachungen des Konvents für ungültig und gab bekannt, dass er weiterhin als oberstes Exekutivorgan Mexikos fungieren werde.Im nun beginnenden erneuten Bürgerkrieg zwischen „Konventionisten“ und „Konstitutionalisten“ wandte sich Carranza zunächst gegen Villa, den stärksten seiner Gegner.
Mit Hilfe Alvaro Obregóns, eines Ranchers, der sich seine beträchtlichen militärischen Fähigkeiten autodidaktisch angeeignet hatte, gelang es Carranza, Villas anfangs bis zu 50.000 Mann starke División del Norte bis Ende 1915 in einer Serie blutiger Schlachten, unter anderem bei Celaya und León, immer weiter nach Norden zu treiben und als überregionalen Machtfaktor auszuschalten. Obregóns bediente sich dabei einer Kombination der in Mexiko neuen Kriegsmittel Maschinengewehr und Stacheldraht, gegen die Villas Reiterarmee machtlos war. Mit den ihm noch verbliebenen Truppen führte Villa aber weiterhin einen hartnäckigen Guerillakrieg gegen Carranza. Nach der Anerkennung der Regierung Carranza durch die Vereinigten Staaten im Oktober 1915 begann Villa dieser zunehmend auch außenpolitische Probleme zu bereiten, indem er US-amerikanische Bürger gezielt angriff und ermordete.
[Bearbeiten] Letzte Kampfjahre und Kapitulation
1916 wurde eine neue Verfassung ausgearbeitet. Carranza, Landbesitzer, widersetzte sich aber einer Landaufteilung an die Bauern. Villa und Zapata lehnten die Verfassung ab. Die Ideale der Freiheit, der Demokratie und einer gerechten Justiz für alle wurden verankert. Freie Bildung, Religionsfreiheit und das Recht der Arbeiter auf Schutz vor Ausbeutung wurden garantiert. Die Regierungen setzten bis 1934 diese Forderungen allerdings kaum um. Villa fing an, die Yanquis für ihre Unterstützung der Carranza-Regierung zu hassen. Pistoleros seiner Bande überfielen einen Zug und töteten 16 US-amerikanische Minenarbeiter und Ingenieure. In den frühen Morgenstunden des 9. März 1916 überfiel er mit seiner aus rund 500 Mann bestehenden Guerillatruppe das Militärcamp der 13. US-Kavallerie in der Kleinstadt Columbus in New Mexico. Bei dem Überfall kamen weniger als 20 US-Amerikaner, vorwiegend Zivilisten, ums Leben, während Villas Verluste an Toten, Verwundeten und Gefangenen über 100 Mann betrugen. Ein Teil von Columbus brannte nieder.
In den USA sank seine Popularität daraufhin schlagartig, während viele Mexikaner ihn als Rächer der jahrzehntelangen Yankee-Unterdrückung bewunderten.Die US-Armee startete eine Woche später, am 14. März 1916, eine Strafexpedition, die von General John Black Jack Pershing geleitet wurde. Pershing gelang es, die Revolutionstruppen, die Columbus angegriffen hatten und die danach in kleinen Verbänden operierten, in mehreren Gefechten beträchtlich zu dezimieren, er schaffte es aber nicht, Villa gefangen zu nehmen oder zu töten.
Aufgrund des unmittelbar drohenden Krieges mit Deutschland verließen Pershings Truppen auf Anordnung von US-Präsident Thomas W. Wilson im Februar 1917 Mexiko. 1917 wurde eine neue Verfassung eingeführt und Carranza durch Wahl als Präsident bestätigt. Dessen Nachfolger Adolfo de la Huerta, Interimspräsident 1920, akzeptierte Villas Kapitulation. Mexikanische Föderalisten kauften Villa 1920 die Hacienda Canutillo als Rente und er bezog die Pension eines Generals. In den folgenden drei Jahren sorgte er auf der Farm vorbildlich für seine Mitarbeiter. Er richtete Handwerksbetriebe und Schulen ein. Jedes Kind erhielt eine Ausbildung.
[Bearbeiten] Tod
Am 20. Juli 1923 wurde Villa in Parral Opfer eines Attentats. Als er an diesem Tag mit seinem schwarzen Dodge, den er selbst fuhr, die Kreuzung der Straßen Benito Juárez und Gabino Barreda erreichte, erhob ein dort stehender Mann den Arm zum Gruß und rief „Viva Villa!“ – das vereinbarte Signal für die sieben Attentäter, die nun in Aktion traten. Villa wurde von neun Kugeln getroffen und war sofort tot. Mit ihm starben auch sein Sekretär Miguel Trillo und sein persönlicher Assistent Daniel Tamayo. Den drei übrigen Insassen gelang es aus dem Automobil zu entkommen. Rafael Medrano stellte sich tot, während die beiden anderen, Ramón Contreras und Claro Hurtado, ihr Heil in der Flucht suchten. Obwohl selbst schwer verwundet, konnte Contreras dabei einen der Attentäter erschießen und schließlich selbst entkommen. Hurtado hingegen wurde von seinen Verfolgern eingeholt und getötet, weil der Fluchtweg, den er gewählt hatte, versperrt war. Nachdem die Attentäter, die ihr Mordvorhaben unter Verwendung von Dumdumgeschossen durchgeführt hatten, sich vergewissert hatten, dass Villa tot war, ritten sie fort. Insgesamt war Villas Automobil von mehr als 40 Schüssen getroffen worden.[12]
Sicher ist, dass die Ermordung Villas sorgfältig geplant war, die Hintermänner des Attentats sind aber bis heute nicht eindeutig feststellbar. Es spricht jedoch einiges dafür, dass die mexikanische Regierung unter Álvaro Obregón in das Attentat verwickelt war, möglicherweise sogar selbst der Auftraggeber war. Villa galt keinesfalls als Freund der mexikanischen Regierung, hatte in einem Interview seine Antipathie für den von Obregón als zukünftigen Präsidentschaftskandidaten favorisierten Innenminister Plutarco Elías Calles zum Ausdruck gebracht und galt auch als Gegner von Kriegsminister Joaquin Amaro. Hingegen hatte er ein ungetrübtes Verhältnis zu Adolfo de la Huerta, dem Interimspräsidenten von 1920, der wesentlich daran beteiligt war, dass Villa seinen Kampf gegen die mexikanische Regierung aufgegeben hatte. Obregón und seine Regierungskollegen konnten jedenfalls berechtigte Gründe haben zu glauben, dass Villa in einem eventuellen neuen Bürgerkrieg, wie er später tatsächlich eintrat, für Adolfo de la Huerta Partei ergreifen würde.[13] Manche Autoren meinen daher, dass Calles und Amaro die Urheber der Ermordung Villas gewesen seien und Obregón schließlich deren Druck nachgegeben habe.[14]
[Bearbeiten] Villa als Mensch
Villa wird von den Zeitgenossen als ein sehr emotionaler und impulsiver Mensch beschrieben, dessen Temperament es am nötigen Mittelmaß zu fehlen schien. Es kam häufig vor, dass er binnen Minuten vom Ärger übermannt in Tränen ausbrach oder dass seine Großzügigkeit in Grausamkeit umschlug. Er liebte es zu tanzen und war ein Frauenheld, der sich immer wieder verheiratete, ohne von seinen bisherigen „Ehefrauen“ geschieden zu sein. Er war stolz auf die Kinder, die diesen Ehen entsprungen waren, und liebte sie sehr. Auf seinem Alterssitz, der Hacienda Canutillo, hatte er sieben seiner Kinder, drei Söhne und vier Töchter, sowie zeitweise bis zu drei seiner Frauen um sich geschart. Zwei weitere Söhne kamen in dieser Zeit noch auf die Welt, einer davon aber erst nach Villas Tod.[15]
[Bearbeiten] Trivia
Es wird erzählt, dass Villas Kopf von Emil Levis Holmdahl im Auftrag von Prescott Bush für die Summe von 25.000 Dollar in Parral, Chihuahua, in der Nacht von Freitag, dem 5. Februar 1926, aus dem Grab gestohlen und im Kult-Museum der Skull & Bones auf dem Gelände der Yale-Universität ausgestellt worden sein soll. In Mexiko gibt es sogar ein Volksbegehren, Villas Schädel offiziell von den USA zurückzufordern. Vicente Fox, voriger Präsident Mexikos, ist bisher weder der Petition der Volksbewegung nachgekommen noch hat er öffentlich den Diebstahl bestätigt. Alfonso Carrasco, der Kurator des Pancho Villa Museums in Hidalgo del Parral, erzählt die Geschichte aber so:Auf dem örtlichen Friedhof erhielt Pancho Villa ein schönes Grab, das zweieinhalb Jahre später geschändet wurde. Ein Dummkopf, der wohl glaubte, damit noch die von der US-Regierung ausgesetzte Prämie von 5000 Dollar kassieren zu können, stahl den Kopf von Pancho Villa. Dessen Verwandte setzten zur Sicherheit den Rest des Leichnams in einem unscheinbaren Grabhügel bei, den nur Eingeweihte kennen. Die Stadtoberen wiederum wollten es nicht zulassen, dass das offizielle Grab ohne Gebeine blieb. Auf die Schnelle konnten sie nur die einer anonym verstorbenen Frau von 35 Jahren bekommen, die nun da lagen, wo die Anhänger und Bewunderer von Pancho Villa hin pilgerten. Im Jahre 1976 schickte der damalige Präsident eine Delegation nach Parral, um den Leichnam ins Revolutionsdenkmal nach Mexiko-Stadt zu überführen. Ein anwesender Arzt erkannte zwar, dass es sich um die Gebeine einer Frau handelte, wurde aber wie alle anderen Beteiligten zum absoluten Stillschweigen verdonnert. Der die Delegation leitende General soll gesagt haben: „ Wenn der Präsident sagt, ich soll den Leichnam bringen, dann bringe ich ihn“. Und seitdem schicken die Eingeweihten aus Parral, wenn sie am Revolutionsdenkmal in der Hauptstadt vorbeikommen, einen Gruß hinauf: „Olé, Señora!“. Derweil ruht der kopflose Volksheld in Parral - neben einer seiner 26 Frauen. Und der Kopf von Pancho Villa, sagt der Kurator, liege unter einer Straßendecke in Chihuahua.
[Bearbeiten] Erbe und Bedeutung
Mexiko steht heute politisch zwischen institutionalisierter Revolution und Neozapatismus. Die PRI (Partei der institutionalisierten Revolution), die sozialdemokratische PRD (Partei der demokratischen Revolution), die EZLN (Ejercito Zapatista de Liberacion National) und die kleine UCPFV (Bauern- und Volksunion Francisco Villa) sind die politischen Nachfolger der Revolution Mexikos.Heute erinnern sich die meisten Mexikaner mit Stolz an die militärischen Erfolge von „General Francisco Villa“, der als einer der Wegbereiter der demokratischen Verfassung Mexikos von 1917 gilt, die in reformierter Fassung heute noch in Kraft ist. Villa und Zapata stehen in jedem Schulbuch.In Columbus erinnert der Pancho Villa State Park an das zwiespältige Ereignis für die Stadt.
[Bearbeiten] Filmographie
Francisco Pancho Villa hat sich in frühen Hollywood-Filmen 1912, 1913, 1914 und 1916 selbst dargestellt: # Life of Villa (1912)# With General Pancho Villa in Mexico (1913) (unbestätigt)# Life of General Villa, The (1914)# Following the Flag in Mexico (1916) auch "Following Villa in Mexico"Archiviertes Filmmaterial mit Francisco Villa als (Selbst-)Darsteller:# Fifty Years Before Your Eyes (1950)# "Tales of the Gun" (2000) Dazu gibt es zahlreiche Filme, in denen er als Figur auftaucht, darunter:With General Pancho Villa in Mexico (1913), The Life of General Villa (1914), Tía de Pancho, La (1918), Aventuras de Pancho Talero, Las (1929), Pancho Talero en Hollywood (1931), Vila de Peniche, A (1932), Revolución (1933), Vámonos con Pancho Villa (1936) auch "Let’s Go with Pancho Villa" auch "Let’s Join Pancho Villa", Little Pancho Vanilla (1938), Justicia de Pancho Villa, La (1940), Pancho Villa Returns (1950), Vuelve Pancho Villa (1950) auch "Pancho Villa vuelve", Treasure of Pancho Villa, The (1955), Cabeza de Pancho Villa, La (1956), Secreto de Pancho Villa, El (1957), Tesoro de Pancho Villa, El (1957) auch "The Treasure of Pancho Villa", Así era Pancho Villa (1957) auch "This Was Pancho Villa", Cucaracha, La (1959) auch "The Soldiers of Pancho Villa", Pancho Villa y la Valentina (1960) auch "Mas cuentos de Pancho Villa" auch "Pancho Villa and Valentina", "Aquí está Pancho Villa" (1960), Dorado de Pancho Villa, Un (1967) auch "A Faithful Soldier of Pancho Villa", Centauro Pancho Villa, El (1967), Siete de Pancho Villa, Los (1967), Rio Morte (1968), Pancho Tequila (1970), Pancho Villa (1972), Muerte de Pancho Villa, La (1973), Persecución de Pancho Villa, La (1984), Entre Pancho Villa y una mujer desnuda (1995) auch "Between Pancho Villa and a Naked Woman", A&E Biography: Pancho Villa - Outlaw Hero (1999) (TV), "Panique au village" (2000), Rollos perdidos de Pancho Villa, Los (2003), Lo que quedó de Pancho (2003) auch "What’s Left of Pancho?", "Seven for Pancho Villa" (1967)
[Bearbeiten] Literatur
- Gustavo Casasola: Biografía ilustrada del general Francisco Villa (= Hechos y hombres de México).
- Frederico M. Cervantes: Francisco Villa y la revolución, 2. Aufl. (Repr.), México, D.F.: Inst. Nacional de Estudios Histór. de la Revolución Mexicana - INEHRM 2000. ISBN 968-80526-8-X.
- Larry A. Harris: Pancho Villa: Strong Man of the Revolution
- Celia Herrera: Francisco Villa ante la historia, 2. Aufl., México: Tall. de la Ed. Libros de México 1964.
- James W. Hurst: Pancho Villa and Black Jack Pershing. The Punitive Expedition in Mexico. Westport: Praeger Publishers 2008, ISBN 978-0-313-35004-7.
- Guillermo Arriaga Jordán: Esplendores y miserias del Escuadrón Guillotina y de cómo participó en la leyenda de Francisco Villa (= Colección Narrativa 21).
- Friedrich Katz: The Life and Times of Pancho Villa. Stanford, Calif.: Stanford Univ. Press 1998, ISBN 0-8047-3046-6.
- Enrique Krauze: Francisco Villa. Entre el ángel y el fierro'.'
- William Douglas Lansford: Pancho Villa.
- Frank MacLynn: Villa and Zapata. A History of the Mexican Revolution. London: Pimlico 2001, ISBN 978-0-7126-6677-0.
- Manuel Plana und Arthur Figliola: Pancho Villa and the Mexican Revolution.
- Fernando Medina Ruiz: Francisco Villa: cuando el rencor estalla.
- Robert L. Scheina: Villa. Soldier of the Mexican Revolution (= Military Profiles). Dulles: Virginia 2004, ISBN 1-57488-513-8.
- Paco Ignacio Taibo: Pancho Villa - Una biografía narrativa, Barcelona: Planeta 2007. ISBN 978-84-08-07314-7.
- Elias Torres: Hazanas Y Muerte De Francisco Villa
- Jim Tuck: Pancho Villa and John Reed: Two Faces of Romantic Revolution. Tucson: Univ. of Arizona Press 1984, ISBN 0-8165-0867-4.
[Bearbeiten] Romane
- Michael Forster: Pancho Villa. Der Rebell von Mexiko. Bertelsmann [u.a.], Gütersloh 1973.
[Bearbeiten] Weblinks
- Pancho Villa in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Francisco Villa in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Mexican Revolution of 1910 and its Legacy (englisch)
- Pancho Villa as a German Agent? (englisch)
- A Live in Corridos (englisch)
- FRANCISCO "PANCHO" VILLA
- The Situation in Mexico
- Pancho Villa
[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Volker Depkat: Geschichte Nordamerikas. Eine Einführung (=UTB 2614), Böhlau Verlag, Köln-Weimar-Wien 2008, ISBN 978-3-8252-2614-5, S. 104.
- ↑ Katz (1998), S. 206. – Katz zufolge war Maytorena daran gelegen, Villa unbedingt von seinem Bundesstaat fernzuhalten, da er Enteignungen der Großgrundbesitzer durch diesen befürchtete.
- ↑ Vgl. dazu Katz (1998), S. 206–209.
- ↑ Scheina (2004), S. 26.
- ↑ Vgl. dazu Katz (1998), S. 209–212 und McLynn (2001), S. 168f.
- ↑ Die mexikanischen Rebellen hatten sich mit den American Soldiers of Fortune in ihrem Kampf gegen die Regierung verbündet. Mitglieder dieser Gruppe waren z.B. Sam Dreben, the Fighting Jew, Tracy Richardson und andere. Dreben und Richardson wollten eigentlich Waffen an die mexikanischen Rebellen verkaufen, blieben aber eine Zeit lang bei den Revolutionären und brachten ihnen den Umgang mit den neuen Waffensystemen bei.
- ↑ Katz (1998), S. 212–215 und McLynn (2001), S. 169f.
- ↑ Katz (1998), S. 215–218 und 222 sowie McLynn (2001), S. 170f.
- ↑ Vgl. dazu Katz (1998), S. 222–228, McLynn (2001), S. 172–175 und Scheina (2004), S. 28–31.
- ↑ Zu Villas Amtszeit als Gouverneur und den von ihm ergriffenen Maßnahmen vgl. u.a. Friedrich Katz: The life and times of Pancho Villa. Stanford, Calif.: Stanford Univ. Press, 1998, ISBN 0-8047-3046-6, S. 229–252.
- ↑ Katz (1998), S. 324.
- ↑ Katz (1998), S. 765f. und McLynn (2001), S. 393f. – Darstellungen, wonach die Attentäter insgesamt 300 Schüsse auf Villa und seine Begleiter abgefeuert haben sollen, sind ins Reich der Fabel zu verweisen.
- ↑ Ausführlich mit der Frage der möglichen Hintermänner und ihrer Motive beschäftigt sich Katz (1998), S. 771–782.
- ↑ Vgl. dazu beispielsweise McLynn (2001), S. 394f.
- ↑ Vgl. dazu beispielsweise McLynn (2001), S. 187–190, 210f. und 390f.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Villa, Pancho |
| ALTERNATIVNAMEN | Villa, Francisco; Arango Arámbula, Doroteo (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanischer Freiheitskämpfer, Outlaw, Volksheld, Revolutionär |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1878 |
| GEBURTSORT | San Juan del Río, Durango, Mexiko |
| STERBEDATUM | 20. Juli 1923 |
| STERBEORT | Parral (Chihuahua) |