Piave
| Piave | ||
| Daten | ||
|---|---|---|
| Lage | Oberitalien | |
| Flusssystem | Piave | |
| Quelle | Monte Peralba, Südseite der Karnischen Alpen | |
| Quellhöhe | 2.037 m s.l.m. | |
| Mündung | bei Jesolo in die Obere Adria45.52944444444412.72750Koordinaten: 45° 31′ 46″ N, 12° 43′ 39″ O 45° 31′ 46″ N, 12° 43′ 39″ O45.52944444444412.72750 |
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| Mündungshöhe | 0 m s.l.m. | |
| Höhenunterschied | 2.037 m | |
| Länge | 220 km | |
| Einzugsgebiet | 4.126,84 km² | |
| Abfluss | MQ |
98 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Cordevole di Visdende, Padola, Ansiei, Boite, Maè, Ardo di Belluno, Cordevole, Caorame, Sonna | |
| Linke Nebenflüsse | Vajont, Soligo | |
| Durchflossene Stauseen | Lago di Centro Cadore | |
| Mittelstädte | Belluno, San Donà di Piave | |
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Piave in Norditalien |
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Der Piave (deutsch: Ploden) ist ein 220 km langer Fluss in Oberitalien. Er entspringt am Südhang der Karnischen Alpen nahe der deutschen Sprachinsel um den Ort Bladen (ital.: Sappada) am Berg Hochweißstein (Monte Peralba) und fließt in seinem breiten, schottrigen, im Sommer trockenfallenden Torrentental weiter durch Belluno und mündet bei dem bekannten Badeort Jesolo in die Obere Adria. Der Ort Ploden ist auch der Namensgeber der deutschen Bezeichnung Ploden für den italienischen Fluss Piave.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bedeutung im Ersten Weltkrieg
Im Ersten Weltkrieg bildete der Unterlauf (der Teil des Flusses nach dem Austritt aus dem Gebirge) ab November 1917 die neue Frontlinie nach der für die österreichische Armee erfolgreichen zwölften Isonzo-Schlacht. Ein Versuch der k. u. k. Streitkräfte, ab 15. Juni 1918 die italienische Front mit einer neuen Offensive zu durchbrechen, scheiterte unter schweren Verlusten (siehe Piaveschlachten). Der Großangriff der Alliierten im Piavegebiet am 24. Oktober 1918 führte zum Zusammenbruch der Südwestfront, zur militärischen Katastrophe der k.u.k. Armee in Venetien (bei Vittorio Veneto, siehe Schlacht von Vittorio Veneto) und zum Abschluss des Waffenstillstands von Villa Giusti bei Padua.
[Bearbeiten] Ernest Hemingway am Piave
Ernest Hemingway hielt sich gegen Ende des Ersten Weltkriegs am Piave auf. Am 8. Juli 1918 schlug eine Bombe der k.u.k. Armee neben ihm ein, während er den Soldaten Schokolade, Zigaretten und Postkarten lieferte. Als er später einem Verletzten helfen wollte, wurde er angeschossen und in ein Krankenhaus nach Mailand gebracht. Seine Erlebnisse an der Front hat er in dem 1929 erschienenen Roman In einem andern Land aufgearbeitet.
[Bearbeiten] Weinbau in der Region Piave
Die zum Veneto gehörende Weinregion Piave genießt Schutz als Herkunftsgebiet. Sortenrein ausgebaute Weine der Rebsorten Raboso Piave, Pinot Nero, Pinot Bianco, Pinot Grigio, Verduzzo, Chardonnay, Cabernet, Tocai Italico und Merlot aus dieser Region können als D.O.C.-Weine ausgezeichnet werden, wenn sie die Kriterien des Consorzio Tutela Vini del Piave D.O.C. erfüllen.
[Bearbeiten] Literatur
- Adriano Augusto Michieli „Il Piave“ Tipografia Benetta - Belluno 1966
- Matteo Fiori, Renzo Franzin, Sergio Reolon „Il conflitto dell'acqua Il caso Piave“ CIERRE Edizioni 2000
- Michele Zanetti „Il Piave fiume vivente - Ambiente, flora e fauna del basso corso fluviale“ EDICICLO 1995