Rambo III

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Filmdaten
Deutscher Titel Rambo III
Originaltitel Rambo III
Rambo 3 de.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Peter MacDonald
Drehbuch Sylvester Stallone
Sheldon Lettich
Produktion Buzz Feitshans
Musik Jerry Goldsmith
Kamera John Stanier
Schnitt O. Nicholas Brown
Andrew London
James Symons
Edward Warschilka
Besetzung

Rambo III ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1988. Er ist der dritte Teil der Rambo-Tetralogie mit Sylvester Stallone in der Titelrolle. Der Film startete am 14. Juli 1988 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

John J.(James) Rambo hat sich in einem thailändischen Kloster niedergelassen und hilft bei Bauarbeiten an den Klosteranlagen. Nebenbei verdient er sich etwas Geld durch das Bestreiten von Stockkämpfen im nahe gelegenen Bangkok. Colonel Samuel Trautman, Rambos Ausbilder, der ihn auf den Vietnamkrieg vorbereitet hat, will ihn für einen Einsatz in Afghanistan gewinnen. Er soll die Mudschahiddin bei ihrem Kampf gegen die Sowjetarmee unterstützen. Rambo lehnt diesen Auftrag allerdings ab:

„Meine Zeit ist um, […] das heißt, mein Krieg ist vorbei.“

Trautman reist ohne Rambo nach Afghanistan und wird mit seiner Einheit während einer nächtlichen Fahrt durch das Gebirge von sowjetischen Truppen aufgerieben. Die Überlebenden werden in einem sowjetischen Stützpunkt inhaftiert und Trautman von Oberst Zaysen und dessen Handlanger Kourov gefoltert und verhört. Der Botschaftsmitarbeiter Robert Griggs informiert Rambo über die Gefangennahme Trautmans, worauf dieser sich zu einer von der US-amerikanischen Regierung nicht offiziell legitimierten Rettungsaktion entschließt. Rambo trifft in Pakistan den Waffenhändler Moussa, welcher ihn ausrüstet und zu einem abgelegenen Dorf in der afghanischen Wüste führt.

Die Mudschahiddin sind nur zögerlich bereit, Rambo bei seiner Rettungsaktion zu helfen, da sie auf bald eintreffende Verstärkung von der pakistanischen Landesgrenze warten. Ein Mitarbeiter aus Moussas Geschäft informiert unterdessen das sowjetische Militär über Rambos Aufenthaltsort, worauf Oberst Zaysen einen Luftangriff auf das Dorf fliegt und viele Einwohner, darunter Frauen und Kinder, tötet. Nachdem Rambo einen der Helikopter mit einer Flugabwehrkanone abschießt, stellen die sowjetischen Truppen die Kampfhandlungen ein. Zusammen mit Moussa und einem Jungen namens Hamidi macht sich Rambo auf den Weg zur sowjetischen Militärbasis, dem Ausgangspunkt des sowjetischen Überfalls und Aufenthaltsort von Colonel Trautman. Der erste Versuch Trautman im Schutze der Dunkelheit aus der Gefangenschaft zu befreien, scheitert. Sowohl Rambo als auch Hamidi werden dabei verwundet, allerdings gelingt ihnen die Flucht aus der Festung.

Am darauffolgenden Tag kehrt Rambo allein zur Basis zurück und dringt bis zur Folterkammer vor, in der Trautman festgehalten wird. Nachdem Rambo einige Gefangene befreit, fliegt er die Gruppe mit einem gekaperten sowjetischen Hubschrauber aus der Basis. Der Hubschrauber wird von den sowjetischen Truppen beschossen und stürzt außerhalb der Basis in eine Schlucht. Rambo setzt mit Trautman die Flucht zu Fuß fort. In einem Höhlensystem kann Rambo seinen Verfolger Kourov und dessen Einheit mit einem Compoundbogen aufreiben. In Sichtweite der rettenden pakistanischen Grenze werden Rambo und Trautman von Oberst Zaysen und dessen gepanzerter Brigade abgefangen. Im letzten Augenblick reiten bewaffnete Mudschahiddin unerwartet auf das Schlachtfeld und unterstützen Rambo und Trautman gegen die zahlenmäßig und technisch weit überlegenen sowjetischen Truppen. In dem finalen Gefecht rammt Rambo mit einem russischen Kampfpanzer T-72 den Kampfhubschrauber vom Typ Mil Mi-24 von Oberst Zaysen und tötet ihn. Er selbst überlebt den Zusammenstoß und setzt mit Trautman die Rückreise nach Pakistan fort.

Altersfreigaben[Bearbeiten]

Die Originalfassung des Films war in Deutschland lange indiziert, wurde aber im März 2011 vorzeitig vom Index gestrichen.[1] Danach erhielt sie eine Altersfreigabe ab 18 Jahren,[2] die seit der Novelle des Jugendschutzgesetzes 2003 vor einer erneuten Indizierung schützt. Solange die Originalfassung indiziert war, durften im Free-TV nur gekürzte Fassungen gezeigt werden. Die FSK-18 Videofassung war in 4 Szenen gekürzt und enthielt ein beschnittenes Bildformat[3]

Trivia[Bearbeiten]

Sylvester Stallone wirbt 1988 in Schweden für Rambo 3
  • Der Film wurde in den 1990er Jahren in das Guinness-Buch der Rekorde als brutalster Film aufgenommen, da in ihm 221 Gewalttaten und 108 tote Menschen verzeichnet wurden.
  • Rambo 3 wurde 1988 von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet.[4][5]
  • Bei einem Budget von 63 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit ca. 190 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein.
  • Die Originalversion endet mit den Worten This film is dedicated to the gallant people of Afghanistan oder in der deutschen Fassung Dieser Film ist dem tapferen Volk von Afghanistan gewidmet.
  • Hot Shots! Der zweite Versuch (1993) ist eine Action-Komödie, die maßgeblich Rambo III parodiert. Richard Crenna spielt in beiden Filmen in seiner Funktion als Oberst und Rambos Vorgesetzter mit.
  • Die von den Sowjets verwendeten Kampfhelikopter sind keine authentischen Fluggeräte, sondern Aérospatiale Super Puma und Aérospatiale Gazelle mit anmontierten Stummelflügeln. Aufgrund der prekären politischen Lage zur Zeit der Dreharbeiten konnten keine echten russischen Kampfhubschrauber wie etwa der Mi-24 oder Mi-28, die die beiden Hubschrauber darstellen sollen, beschafft werden.
  • Das Amulett, das Rambo in Rambo II – Der Auftrag von seiner vietnamesischen Verbindungsagentin Co Bao als Glücksbringer erhält, reicht er an den afghanischen Kindersoldaten Hamidi der Mudschaheddin weiter.
  • Rund zwanzig Jahre später kam am 14. Februar 2008 mit John Rambo der vierte Teil der Rambo-Serie in die Kinos.
  • Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 30. April 1991 ab 23 Uhr auf dem Sender RTLplus in einer gekürzten Fassung und im original Kinoformat.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

„Blutiges Action-Kino, das mit törichter Propaganda im Stil des Kalten Krieges verärgert und beim Versuch, den Helden zur mythischen Figur zu stilisieren, in unfreiwillige Komik abgleitet.“

Lexikon des Internationalen Films[7]

„Rambos 60-Mio.-Dollar-Ausflug zu den Taliban spielte das Dreifache ein, erreichte bei Weitem aber nicht den Erfolg seiner Vorgänger. Lag’s am Ende des Kalten Krieges durch Glasnost oder an den Sprüchen, die so hohl wie leergeschossene Patronenhülsen sind?“

TV Spielfilm[8]

„Sylvester Stallone erneut als überlebensgroßer Einzelkämpfer. Mag das archaische Spektakel nun das Prädikat ‚wertvoll‘ verdienen oder eine fragwürdige Moral predigen, ultraperfektes Actionkino ist es allemal.“

kino.de[9]

Literatur[Bearbeiten]

  •  David Morrell: Rambo. 3 Romane in einem Band. Die drei Bestseller von David Morrell zu den Filmen mit Sylvester Stallone. 4. Auflage. Heyne, München 1992, ISBN 3-453-03789-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2637
  2. http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2656
  3. http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=5171375
  4. Spiegel Online, abgerufen am 15. Oktober 2012
  5. Bewertung „wertvoll“ für Rambo 3 abgerufen am 7. August 2012
  6. Deutsche Erstausstrahlung
  7. Rambo III im Lexikon des Internationalen Films
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRambo III. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 1. März 2012.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRambo III. In: kino.de. Abgerufen am 21. April 2012.