Robert Curjel

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Robert Curjel (* 17. Dezember 1859 in St. Gallen; † 18. August 1925 in Emmetten) war ein Schweizer Architekt dänischer Abstammung, der in den 1870er Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft annahm.

Er studierte an der Technischen Hochschule Karlsruhe bei Friedrich Eisenlohr, Josef Durm, Heinrich Lang und Otto Warth sowie an der Technischen Hochschule München bei Friedrich von Thiersch. Danach arbeitete er zunächst in Wiesbaden, wo er Karl Moser kennenlernte. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Berlin, wo er bei Hans Grisebach tätig war, gründete er 1888 mit Moser in Karlsruhe die Architektengemeinschaft Curjel und Moser, die bis 1915 bestand. Ab 1916 arbeitete Robert Curjel für den Badischen Baubund.

Seine Frau Marie beging 1940 Suizid vor der drohenden Deportation, eine Tochter wurde 1942 ermordet. Sein Sohn Hans Curjel (1896–1974) konnte 1933 in die Schweiz emigrieren.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten]

Bankhaus Homburger
Pauluskirche in Bern
Badischer Bahnhof in Basel

sowie

  • Neues Verwaltungsgebäude der Motorenfabrik in Oberursel (Taunus) 1910-1912
  • evang. Christuskirche in Oberursel (Taunus) 1913-1914
  • Verwaltungsgebäude der Baugewerks-Berufsgenossenschaft in Karlsruhe

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrike Wendland: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler. Saur, München 1999, Bd. 1, S. 107-111 (Lemma für Hans Curjel)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robert Curjel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien