Rungholt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rungholt (Begriffsklärung) aufgeführt.

54.4666666666678.7166666666667Koordinaten: 54° 28′ 0″ N, 8° 43′ 0″ O

Karte: Deutschland
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Rungholt
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Deutschland
Lage der Fundstätten Rungholts und Niedams im Nordfriesischen Wattenmeer
Mutmaßliche Küstenlandschaft Nordfrieslands bzw. der Uthlande vor der Sturmflut 1362 mit Rungholt und der Landschaft Strand
Süderoog (Bildmitte) und dahinter Pellworm; rechts im Tiefwasser lag Rungholt

Rungholt war eine Stadt und ein Rechtsgebiet (Dingspil, von germanisch Thing und althochdeutsch spël „Rede“) der ehemaligen Insel Strand vor der nordfriesischen Festlandsküste; ab dem 13. Jahrhundert auch ein Kirchspiel (altfriesisch kerspel). Es wurde in der Zweiten Marcellusflut (Grote Mandränke) am 16. Januar 1362 oder einer der folgenden Sturmfluten zerstört.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die beiden zusammengehörenden Siedlungen Grote Rungholt und Lütke Rungholt bildeten gemeinsam den Hauptort eines Verwaltungsbezirks, der Edomsharde. Diese war eine von fünf Harden der Landschaft Strand bzw. Nordstrand. Die Landschaft Strand war Teil der ab der Wikingerzeit von Friesen (den sogenannten Königsfriesen) besiedelten Uthlande. In direkter Nachbarschaft zu Rungholt lag der ebenfalls im 14. Jahrhundert versunkene Ort Niedam.

Nach der Flut wurden einige Teile des ehemaligen Rungholt-Gebietes erneut besiedelt, gingen aber in der Sturmflut von 1634 unter. Von Alt-Nordstrand sind heute nur noch die Halbinsel Nordstrand, die Insel Pellworm und die Hallig Nordstrandischmoor übrig; die restlichen Gebiete gingen in der Sturmflut von 1634 verloren und sind heute Wattenmeer.

Der Untergrund Rungholts bestand aus einer Torflinse, die der Überspülung nicht widerstand. Die Sturmflut bildete einen vorhandenen Fluss zu einem tiefen und großen Priel um, der heutigen Norderhever.

Das historische Rungholt[Bearbeiten]

Das Gebiet der Insel Alt-Nordstrand auf einer Karte von Johannes Blaeu, 1662. Rungholt ist im Wasser südlich der Insel eingezeichnet.

Lange Zeit gab es keinen materiellen Beleg aus der Zeit des Ortes vor 1362, der die Existenz Rungholts belegen konnte. Zeitgenössische Berichte existieren nicht mehr. Zwar hatten Chronisten des 17. Jahrhunderts wie Matthias Boetius und Anton Heimreich Sagen von einer im 14. Jahrhundert[1] untergegangenen Stadt wiedergegeben und von Funden im Watt berichtet, doch erst zwischen 1921 und 1938 spülten die Gezeiten im Watt nördlich von Südfall wieder Überreste von Warften, Bauten und Zisternen frei. Die Funde wurden systematisch erfasst und erforscht und konnten Angaben auf alten Karten bestätigen. Besonders bedeutsam ist dabei die Karte von Johannes Mejer von 1636, die selbst auf einer Karte von 1240 basieren soll. Weitere Indizien sind ein Testament von 1345 mit der Erwähnung des Namens Rungholt und eine Handelsvereinbarung mit Hamburger Kaufleuten vom 1. Mai 1361.[2] Das Datum liegt acht Monate vor der Marcellusflut und bestätigt, dass der Ort zum Zeitpunkt der Flutkatastrophe noch bestand. Die Handelsvereinbarung und Funde von rheinischen Krügen erhärten die Vermutung, dass Rungholt der Haupthafen der Edomsharde war.

Der Rungholt-Forscher Andreas Busch nahm aufgrund der Anzahl und der Verteilung von Brunnenresten eine Schätzung der Einwohneranzahl vor. Dadurch schloss er auf eine Bevölkerung von mindestens 1.500 bis 2.000 Einwohnern.[3] Das ist für eine Ortschaft des 14. Jahrhunderts in dieser Gegend eine bemerkenswert große Zahl. Kiel beispielsweise hatte zu dieser Zeit genauso viele Einwohner, in Hamburg lag die Einwohnerzahl bei etwa 5.000.

Der Ursprung des Namens[Bearbeiten]

Der Name Rungholt leitet sich vermutlich von der friesischen Vorsilbe Rung- („falsch“, „gering“; gleicher Wortstamm wie das englische wrong) und dem Stammwort Holt („Gehölz“) ab. Daraus ergibt sich die Bedeutung „Niederholz“; gestützt wird diese Ableitung durch historische Karten, die bei Rungholt einen kleinen Wald in hügeligem Gelände zeigen, die „Silva Rungholtina“, was in der Gegend sehr ungewöhnlich ist.

Funde im Watt[Bearbeiten]

Fundstücke von Rungholt

Auch in den Jahrhunderten vor der eindeutigen Identifizierung wurden diverse Beobachtungen von Siedlungsspuren überliefert. Einen der ersten Hinweise liefert die Schrift De Cataclysmo Norstandico von Matthias Boetius († 1624), der von häufigen Funden von Wegen, Gräben und metallenen Kesseln im Watt schreibt, den Untergang der Stadt jedoch nach mündlicher Überlieferung auf eine Sturmflut im Jahr 1300 zurückführte.[4] Ähnliche Beschreibungen stammen von seinem Zeitgenossen Peter Sax.

Um 1880 entdeckte ein Fischer große Holzreste im Watt an jener Stelle, an der später die Schleusen gefunden wurden; er hielt sie allerdings für ein Schiffswrack. Zudem fanden sich immer wieder Pflugspuren in alten, untergegangenen Äckern im Watt sowie Keramik, Ziegelreste und sogar einige Schwerter, die sich heute im NordseeMuseum Husum befinden. In den folgenden Jahren wurden durch die Meeresströmungen große Mengen Schlick fortgespült. So kamen Überreste Rungholts wieder zum Vorschein, wurden allerdings sehr schnell zerstört. Immerhin konnten zwischen 1921 und 1940 eine Vielzahl von Warften, Brunnen und sogar ein Deichfuß kartiert werden, die eine gute Vorstellung von der Größe der Stadt vermitteln.

Kartierung der Warften, Brunnen und Deiche[Bearbeiten]

Viele Gebäude Rungholts standen auf Warften. Die Rungholter Warften bestanden aus Erdhügeln, die mit etwa 20 Schichten Grassoden gegen Wind und Wellen gesichert wurden. Reste von 28 solcher Warften tauchten deutlich erkennbar seit den frühen 1920er Jahren immer wieder auf und wurden von Andreas Busch sorgfältig kartiert und zum Teil beschrieben. So entstand eine Karte, die mit den überlieferten Karten Rungholts verglichen werden konnte. Dadurch war es möglich, die Warften einzelnen Orten zuzuordnen: seither ist die Lage von Lütke Rungholt, Grote Rungholt und Niedam bekannt.[5]

Auf und zwischen den Warften wurden zudem die Reste von rund 100 Brunnen gefunden, die ebenfalls aus Grassoden errichtet worden waren. Die Brunnen hatten meist einen Innendurchmesser von etwa einem Meter und versorgten vermutlich jeweils zwei bis drei Haushaltungen. Die Schätzung der Einwohnerzahl in dieser Gegend beruht auf diesen Funden und Annahmen, die auf die Zahl der nicht gefundenen Brunnen der Gegend schließen lassen.

Eine einzige der gefundenen Warften wies keinerlei Reste von Brunnen auf. Sie lag in einem Bereich, in dem besonders viele Warftreste nahe beieinander entdeckt worden waren, dem „Acht-Warften-Gebiet“ (in dem neun Warften gefunden wurden), nordwestlich vor der Hallig Südfall. Dieser Bereich wurde als Grote Rungholt identifiziert. Er hatte eine Ausdehnung von 900 Meter in Ost-West-Richtung und 600 Meter in Nord-Süd-Richtung. Die südlichste dieser Warften (nach der Busch’schen Zählung die Warft 1), die etwa in der Mitte der Ost-West-Ausdehnung liegt, ist diese brunnenlose Warft. Da damals die Kirche das einzige Gebäude war, das keine eigene Wasserversorgung benötigte, wird diese Warft allgemein für die Rungholter Kirchwarft gehalten. Diese Vermutung wird durch die Sichtung zweier länglicher Grubenreste im Boden gestützt, die Gräber gewesen sein könnten. Damit ist vermutlich sogar das Ortszentrum bekannt.

Auf einer der beiden Warften, die zum Ort Niedam gehörten und die zwischen 1932 und 1956 beobachtet werden konnten, entdeckte Busch 1952 zwei parallele Sodenstreifen, die wohl die Mauern eines Gebäudes gebildet hatten. Die Mauern waren außen 5,30 Meter und innen 3,80 Meter voneinander entfernt; die Wandstärke entsprach einer Sodenlänge von 75 Zentimetern. Falls es sich tatsächlich um ein Grassodenhaus gehandelt hat, war es also eher eine Hütte. Grassoden waren damals in dieser Region der am weitesten verbreitete Baustoff, da Ziegelsteine wegen des Fehlens von Lehm sehr selten waren und von weit her transportiert werden mussten.

Reste einer Stadtmauer wurden zwar nicht gefunden, wohl aber die Abdrücke niedriger Deiche, die zwischen den Schleusen und den drei Orten gestanden hatten. Das Gewicht der Deiche hatte den moorigen Boden zusammengedrückt, so dass eine Bodenvertiefung übrig blieb, nachdem die Deiche fortgespült worden waren. Diese Vertiefungen wurden vermessen, und aus ihrer Breite kann man auf die Höhe des damaligen Deiches schließen: etwa zwei Meter, mit einigen Schwankungen im Deichverlauf. An einigen Stellen konnten sogar die Reste von Deichausbesserungen entdeckt werden. Dies waren Gruben, entstanden durch Sodenentnahme im ehemaligen Boden, und Pfähle zur Sicherung von neuem Material an Deichbruchstellen.

Die Schleuse[Bearbeiten]

Die innerhalb der Eindeichung liegenden Wiesen und Felder wiesen Entwässerungsgräben auf, die das gesammelte Wasser zu einer Schleuse führten. Reste zweier Holzschleusen tauchten erstmals um 1880 im Watt auf, wurden aber erst 1922 als Bauwerke erkannt und durch Andreas Busch erforscht. Sie lagen etwa 500 Meter nordwestlich von Lütke Rungholt. Busch konnte zwischen 1922 und 1929 die alte und die jüngere Schleuse vermessen und einen der Balken bergen. Zwei weitere Schleusenbalken wurden 1962 gehoben.

Buschs Messungen ergaben eine Größe der alten Schleuse von etwa 20,50 × 3,30 Meter lichter Breite und für die jüngere Schleuse äußere Abmessungen von 25,50 × 5,36 Metern mit einer lichten Durchfahrweite von 4,40 Metern. Für damalige Verhältnisse waren diese Schleusen ungewöhnlich groß. Beide Schleusen waren aus Holz gebaut. Bei der älteren Schleuse konnte Busch sogar nachweisen, dass sie undicht geworden war. Sie war mit Dichtungsmaterial repariert worden und hatte einen zusätzlichen Boden bekommen; deshalb musste die jüngere Schleuse errichtet werden. Holzschleusen hatten in der damaligen Zeit eine Lebenserwartung von etwa 80 bis 100 Jahren. Daher kann man vermuten, dass die jüngere Schleuse nicht vor 1280 erbaut wurde, die ältere demnach etwa um 1200. Das war auch der Zeitraum der ersten Eindeichung des Gebietes, wodurch Schleusen erst notwendig wurden. Aufgrund ihrer geringen Tiefe können die Schleusen keine weitreichende Entwässerungswirkung gehabt haben.

Diskussion um Duerrs Lokalisierung[Bearbeiten]

Im Jahr 1994 wurde die Datierung der Schleusen mit großem Presseecho angezweifelt, nachdem der Ethnologe Hans Peter Duerr weitere Funde nordwestlich der Busch'schen Funde gemacht hatte und sie als den wahren Standort Rungholts bezeichnete. Durch eine Messung mit der Radiokohlenstoffdatierung gilt das Alter der Schleusenbalken aber als bestätigt; die Funde Duerrs werden heute dem ebenfalls in der Flut untergegangenen, aber danach wieder aufgebauten Nachbarort Frederingscap vel Rip zugeordnet.

Keramik[Bearbeiten]

Die im Rungholt-Gebiet gemachten Kleinfunde wurden meist nicht kartographisch erfasst. Die Keramik stammt vor allem aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Auffällig ist, dass es sich dabei zu etwa 30% um Importware handelt.[6] Dieser hohe, sonst nirgends bei Wattenmeerfunden bekannte Anteil an importierter Keramik belegt den großen Wohlstand, den die hohe Besteuerung der Edomsharde im Waldemar-Erdbuch annehmen lässt. Die meiste Importkeramik, zumeist Steinzeug aus rheinischen Töpferorten, aber auch eine maurische Kanne aus Spanien, und Rote Irdenware aus Skandinavien, wurde erst in der Mitte der 14. Jahrhunderts hergestellt. Zuletzt wurde 1943 in diesem Gebiet eine Okarina gefunden.[7]

Rekonstruktion[Bearbeiten]

Anhand der Keramik lässt sich die Zeit, in der Rungholt besiedelt war, auf die etwa anderthalb Jahrhunderte vor dem Untergang begrenzen, was auch durch die Metallfunde - Bronzegrapen, Fibeln, Waffen, eine kleine Waage - unterstützt wird.[8]

Aus den Funden lässt sich rekonstruieren, dass in Rungholt insgesamt etwa 1000 Menschen gelebt haben müssen. Ihre Häuser standen auf rund 25 Warften und auf dem etwa 2 Meter hohen Deich. Deren Lebensgrundlage bildeten Viehhaltung, Salzgewinnung aus Seetorf und Handel. Um ihre Siedlung herum bauten sie Getreide, vor allem Roggen, auf Wölbackern an. Das unter dem Meeresspiegel liegende Moorland, auf dem sie lebten, entwässerten sie durch die beiden von Andreas Busch fälschlich als Schleusen identifizierten Siele, die auch Peter Sax in seiner Chronik erwähnt.[9]

Die Legende über Rungholt[Bearbeiten]

Während das wirkliche Rungholt ein bäuerlicher Handelshafen an einem gut schiffbaren Fluss war und vornehmlich aus Grassoden-Häusern bestand, wurde der Reichtum Rungholts nach seinem Untergang in immer prunkvollere Beschreibungen gefasst. Es entstanden phantastische Vorstellungen über den Reichtum und die Größe der Stadt.

Die Legende, die erstmals im Kontext der Zweiten Großen Mandränke, der Burchardiflut von 1634, von Anton Heimreich überliefert wurde, deutet den Untergang Rungholts als göttliche Strafe für lasterhaftes Leben und respektloses Verhalten gegenüber der Kirche. So sollen übermütige Bauern bei einem abendlichen Trinkgelage einen Pfarrer genötigt haben, einem Schwein, das sie zuvor betrunken gemacht hatten, die Sterbesakramente zu gewähren. Nach Drohungen und Verhöhnungen konnte der Geistliche sich in die Kirche flüchten. In der folgenden Nacht warnte ihn ein Traum vor der kommenden Katastrophe. Er konnte die Insel noch rechtzeitig verlassen. Möglicherweise geht diese Geschichte auf eine Erzählung des Caesarius von Heisterbach zurück, der in seinem Dialogus miraculorum einen fast gleichlautenden Bericht bringt, wie Gottes Zorn über eine Sakramentsschändung zu einer Sturmflut führt. Caesarius bezog sich dabei auf die Erste Marcellusflut.[10]

Zu den Legenden um Rungholt zählt auch, dass bei ruhigem Wetter seine Glocken unter der Wasseroberfläche zu hören seien und dass die Stadt unversehrt alle sieben Jahre in der Johannisnacht aus der Erde auftauche. Ähnliche Legenden ranken sich auch um andere untergegangene Orte wie Vineta.

Ausstellung[Bearbeiten]

Im 2007 wiedereröffneten NordseeMuseum Husum nimmt der „Mythos Rungholt“ einen breiten Raum ein. Mehrere Themen, die sich auf das Meer beziehen, werden mit Bezug auf Rungholt abgehandelt.

Rezeption[Bearbeiten]

Der Dichter Detlev von Liliencron setzte in seiner Ballade Trutz, blanke Hans der Stadt ein poetisches Denkmal:

„Heut bin ich über Rungholt gefahren,
die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren …“

2001 entstand der Film Der Untergang von Rungholt von Victoria Schwartz und Rasmus Hirthe. Die Filmcollage erzählt die Geschichte Rungholts anlässlich eines Segeltörns dreier Personen, die sich auf die Suche nach Spuren des untergegangenen Rungholts machen.[11]

Der Hamburger Komponist Jakob Vinje wurde durch die Sage von Anton Heimreich zu dem Oratorium für Chor, Sprecher und Orchester Rungholt angeregt, das 2001 uraufgeführt wurde. Er verwendete dafür zudem Texte von Detlev von Liliencron, Rainer Maria Rilke, Theodor Storm, Heinrich Heine, Theodor Fontane und Wolfgang Borchert.

Eine Rungholt-Schule besteht in Husum; zwei im nordfriesischen Wattenmeer verkehrende Fährschiffe tragen den Namen Rungholt.

Juliane Werding thematisierte die Sage vom Untergang in ihrem Album Ruhe vor dem Sturm, Achim Reichel vertonte Liliencrons Ballade für sein Album Regenballade. Die nordfriesische Gruppe Godewind veröffentlichte 1989 mit De Glocken vun Rungholt ein plattdeutsches Lied über den untergegangenen Ort.

In einer historischen Kriminalserie taufte der Schriftsteller Derek Meister seinen Hauptdarsteller, einen feisten Lübecker Handelsherren der Hanse, Rungholt, da er ein Überlebender der Groten Mandränke ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Meier / Hans Joachim Kühn / Guus J. Borger: Der Küstenatlas. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer in Vergangenheit und Gegenwart; Boyens (Heide) 2013 (Bes. S. 74-85; 118-135). ISBN 978-3804213814
  • Hans-Harro Hansen: Vom Pflug zur Universitätsmedaille. Leben und Wirken von [Rungholtforscher] Andreas Busch (= Nordfriesische Lebensläufe Bd. 9). Nordfriisk Instituut, Bredstedt 2005, ISBN 3-88007-316-3.
  • Hans Peter Duerr: Rungholt. Die Suche nach einer versunkenen Stadt. Insel, Frankfurt a.M. 2005, ISBN 3-458-17274-2.
  • Hans-Herbert Henningsen: Rungholt – der Weg in die Katastrophe. Aufstieg, Blütezeit und Untergang eines bedeutenden mittelalterlichen Ortes in Nordfriesland. Band I. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2002, ISBN 3-88042-853-0.
  • Hans-Herbert Henningsen: Rungholt – der Weg in die Katastrophe. Band II. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2000, ISBN 3-88042-934-0.
  • Albert Panten, Hans Jochim Kühn: Rungholt – Sage und Wirklichkeit. In: Thomas Steensen (Hrsg.): Das große Nordfriesland-Buch. Ellert & Richter, Hamburg 2000, ISBN 3-89234-886-3, S. 152–161.
  • Jörn Hagemeister: Rungholt. Sage und Wirklichkeit. Lühr und Dircks, Sankt Peter-Ording 1980, ISBN 3-921416-10-8.
  • Andreas Busch: Neue Beobachtungen im Rungholt-Watt im Jahre 1935. Sonderdruck aus „Die Heimat“, Nr. 3, März 1936, Wachholtz, Neumünster.
  • Andreas Busch: Deicherhöhungen durch sechs Jahrhunderte, Rungholtforschung und Meeresspiegelanstieg. Sonderdruck aus „Die Heimat“, 70. Jhrg., Heft 6, Juni 1963, Wachholtz, Neumünster.
  • Rudolf Muuß: Rungholt. Ruinen unter der Friesenhallig. 1. Auflage, Westphal, Lübeck 1927.
  • Hans Heinrich Philippsen: Rungholt das Vineta Frieslands. 1922

Rezeption in Lyrik und Belletristik[Bearbeiten]

  • Helga Ramge (Hrsg.): Heut bin ich über Rungholt gefahren. Die schönsten Balladen aus Nord- und Ostfriesland. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2002, ISBN 3-88042-787-9.
  • Kari Köster-Lösche: Die letzten Tage von Rungholt. Historischer Roman. List, München 1997, ISBN 3-471-79347-X.

Zeitschriftenartikel[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Radiobeiträge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Trutz, Blanke Hans – Quellen und Volltexte
 Commons: Rungholt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Datierung der zweiten Marcellusflut und des Untergangs Rungholts wird in den Chroniken des 17. Jahrhunderts unterschiedlich gehandhabt. Während das Datum, der Marcellustag, überall übereinstimmend überliefert wird, wird als Jahr 1300, 1354 oder 1362 angegeben.
  2. Beide Urkunden befinden sich heute im Hamburger Staatsarchiv.
  3. Jörn Hagemeister: Rungholt. Sage und Wirklichkeit. Lühr und Dircks, Sankt Peter-Ording 1980, ISBN 3-921416-10-8, S. 48.
  4. nach: Rieken: "Nordsee ist Mordsee", S. 187
  5. Darstellung der Fundorte nach Andreas und Bahne Busch bei Dirk Meier / Hans Joachim Kühn / Guus J. Borger: Der Küstenatlas. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer in Vergangenheit und Gegenwart; Boyens (Heide) 2013; S. 119-133.
  6. Küstenatlas, S. 129f.
  7. ZDF-Terra X vom Sendung vom 19.09.2010
  8. Küstenatlas, S. 130.
  9. Küstenatlas, S. 131.
  10. Bernd Rieken: >NORDSEE IST MORDSEE< Sturmfluten und ihre Bedeutung für die Mentalitätsgeschichte der Friesen; Nordfriisk Instituut Band 187; Münster 2005; S. 199-203
  11. Rungholt – der Film, 2001
  12. Rungholt - Suche nach der versunkenen Stadt (2001) in der Internet Movie Database (englisch)
  13. prisma.de - Rungholt - Suche nach der versunkenen Stadt, Dokumentarspiel, Deutschland 2000, Regie: Wilfried Hauke, Buch: Wilfried Hauke. Abgerufen am 20. Juni 2014.
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Dieser Artikel wurde am 14. September 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.