SMS Augusta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SMS Augusta
SMS-Augusta.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge PreußenPreußen (Kriegsflagge) Preußen
Norddeutscher BundNorddeutscher Bund (Kriegsflagge) Norddeutscher Bund
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
andere Schiffsnamen
  • Yeddo
Schiffstyp Korvette
Klasse Augusta-Klasse
Bauwerft L’Arman Frères, Bordeaux
Stapellauf 1864
Indienststellung 4. Juli 1864
Verbleib Anfang Juni 1885 gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
81,5 m (Lüa)
75,2 m (KWL)
Breite 11,1 m
Tiefgang max. 5,62 m
Verdrängung Konstruktion: 1.827 t
Maximal: 2.272 t
 
Besatzung 230
Maschine
Maschine 4 Kofferkessel
2-Zyl.-Dampfmaschine
indizierte
Leistung
Vorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
1.300 PS (956 kW)
Geschwindigkeit max. 13,5 kn (25 km/h)
Propeller 2 zweiflügelig ⌀ 4,28 m
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Segelfläche 1600 m²
Bewaffnung
  • 8 × 24-Pfünder Geschütz
  • 6 × 12-Pfünder Geschütz

ab 1872:

  • 4 × Rk 15,0 cm L/22 (440 Schuss)
  • 6 × Rk 12,0 cm L/23 (660 Schuss)
  • 1 × Rk 8,0 cm L/23

Die SMS Augusta war eine Korvette (sogenannte Glattdeckskorvette) der Preußischen Marine, die bei der Reichsgründung 1871 in die Kaiserliche Marine übernommen wurde. 1884 wurde sie als Kreuzerkorvette umklassifiziert. Sie sank 1885 in einem Zyklon.

Lebenslauf und Verbleib[Bearbeiten]

Die preußische Kriegskorvette Augusta, 1864.

Die Konföderierten Staaten hatten für den Einsatz im Sezessionskrieg bei L’Arman Frères in Bordeaux zwei Schiffe bestellt. Die Schiffe wurden unter den (scheinbar japanischen) Namen Yeddo und Osakka gebaut. Der tatsächliche Name der späteren Augusta wäre Mississippi gewesen. Die Ablieferung wurde durch das persönliche Eingreifen Kaiser Napoleons III. unterbunden, der eine Verwicklung Frankreichs in den Krieg vermeiden wollte.

Nachdem die Abgabe an den Auftraggeber nicht mehr möglich war, wurde die Schiffe während des Deutsch-Dänischen Krieges am 13. Mai 1864 vom Königreich Preußen angekauft, trafen jedoch erst im Juli 1864 und damit nach Kriegsende in der Nordsee ein und blieben bis zum Frühjahr 1865 im Dienst, um die Besatzungen einzuweisen.

  • 1867–1869: Aufenthalt in den Westindischen Gewässern und vor der Nordamerikanischen Küste.
  • 1871: während des Deutsch-Französischen Krieges Handelskrieg vor der westfranzösichen Küste. Dabei wurden drei Schiffe aufgebracht.
  • 1874–1876: stationär in den westindischen Gewässern.
  • 1877–1878: Reise nach Samoa.
  • 1885: Reise mit der Ablösung für die im Pazifik eingesetzten Schiffe nach Australien. Während dieser Reise unter ihrem letzten Kommandant, Kapitän Falkow von Gloeden am 3. Juni 1885 im Golf von Aden in einem Zyklon gesunken.
Die preußische Kriegskorvette Augusta, Gironde, 1870 (Alexander Kircher)

Literatur[Bearbeiten]

  • Victor Valois. Aus den Erlebnissen eines alten Seeoffiziers. Potsdam [1907]

Weblinks[Bearbeiten]