SV Halle

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SV Halle
Vereinslogo
Name Sportverein Halle e.V.
Vereinsfarben grün-weiß
Gegründet 30. Juni 1958
Vereinssitz Kreuzvorwerk 22
06120 Halle/Saale
Mitglieder 3.451 (1. Januar 2006)
Abteilungen 9
Vorsitzender Christoph Bergner (Präsident)
Homepage www.sv-halle.de

Der Sportverein Halle ist ein Sportverein aus Halle an der Saale. In der "Ara der Deutschen Demokratischen Republik firmierte der Verein als Chemie Halle. Der Sportverein betreibt dieser Tage Basketball, Boxen, Judo, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Rehabilitations- und Behindertensport, Rhythmische Sportgymnastik, Ringen, Rudern, Schwimmen, Triathlon, Turnen, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen an.

Der Verein stellte viele Olympiasieger und Weltmeister, wie die vierfache Goldmedaillengewinnerin von 1976 Kornelia Ender und den dreifachen Ruderweltmeister der Jahrtausendwende Andreas Hajek. Die Basketballmannschaft gewann zu DDR-Zeiten fünf Landesmeisterschaften der Herren und zehn der Frauen. Die heutige Frauenmannschaft spielt unter dem Namen Halle Lions in der Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo des SC Chemie Halle
Vereinslogo bis ca. 2008

Der Verein wurde am 30. Juni 1958 als Sportclub Chemie Halle gegründet. Er ging aus dem Zusammenschluss der Vereine SC Wissenschaft Halle und SC Chemie Halle-Leuna (siehe auch Turbine Halle) hervor. Von seiner Gründung bis 1989 stand ausschließlich der Leistungssportgedanke im Vordergrund. Zahlreiche talentierte Sportler der DDR wurden zu Leistungsstützpunkten wie Berlin, Leipzig, Dresden delegiert - so auch zum SC Chemie Halle. Bereits in den ersten elf Jahren gewannen Sportler des SC Chemie Halle bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften 1 Gold-, 6 Silber- und 15 Bronzemedaillen. Zwischen 1969 und 1989 ging die Entwicklung steil aufwärts. Das Ergebnis waren 56 Gold-, 55 Silber- und 53 Bronzemedaillen bei Olympia, WM und EM.

1966 wurde die erfolgreiche Sektion Fußball (1962 FDGB-Pokalsieger) ausgegliedert und existierte als eigenständiger Verein unter dem Namen HFC Chemie weiter.

Die gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR im Spätherbst 1989 gingen auch am SC Chemie Halle nicht spurlos vorüber. Mit der Gründung des Sportverein Halle am 20. Juli 1990 entwickelte sich aus einem leistungssportlich orientierten Verein mit rund 700 Sportlern und über 200 hauptamtlichen Trainern und Funktionären ein ehrenamtlich geführter Großverein mit 4000 Mitgliedern. Die Umstrukturierung wirkte sich nicht negativ auf die Erfolge aus. Von 1990 bis 2004 wurden bei Olympia, WM und EM 27 Gold-, 13 Silber- und 20 Bronzemedaillen erkämpft.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympiasieger[Bearbeiten]

Weltmeister[Bearbeiten]

im Junioren-Bereich

im Senioren-Bereich

  • Roland Opitz: 2006 im Modernen Fünfkampf (Mannschaftswertung)

Europameister[Bearbeiten]

im Junioren-Bereich

im Senioren-Bereich

DDR-Meister und -Pokalsieger (bis 1990) bzw. Deutsche Meister (ab 1991)[Bearbeiten]

Aerobic[Bearbeiten]

Mannschaft

  • 1998, 2003

Basketball[Bearbeiten]

1962, 1963, 1964, 1970, 1972 bei den Herren; 1960, 1961, 1964, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1974 bis 1989 bei den Damen[1]

Bowling[Bearbeiten]

1959 bis 1962 und 1964 bis 1966 Mannschaftsmeister der Herren; 1965 bei den Damen mit der Mannschaft.

Boxen[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

1962 Pokalsieger

Judo[Bearbeiten]

Kegeln (Asphalt)[Bearbeiten]

1964 bis 1966 mit der Damen-Mannschaft; bei den Herren 1961 im Paarkampf.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Bei den Herren

Bei den Damen

Mannschaft

  • 1960, 1961, 1963 im Cross der Herren

Rhythmische Sportgymnastik[Bearbeiten]

Bianca Dittrich bei den DDR-Meisterschaften 1982 in Eisenhüttenstadt

Ringen[Bearbeiten]

  • 1958, 1959, 1966, 1967 mit der Mannschaft

Rudern[Bearbeiten]

und weitere Titel in Rudergemeinschaften (ab Vierer)

Schach[Bearbeiten]

Im Jahr 1964 wurde der damalige SC Chemie Halle DDR-Mannschaftsmeister der Herren und 1959 bis 1964 Mannschaftsmeister der Damen.

Schwimmen[Bearbeiten]

Siehe: SV Halle Schwimmen

Tennis[Bearbeiten]

Bei den Herren:

  • Zanger: 1961 (Doppel); 1963 (Doppel Halle)
  • Luttropp: 1965 (Doppel); 1964 (Doppel Halle)

Bei den Damen:

  • E. Johannes: 1958 bis 1964 (Einzel); 1959 bis 1965 (Doppel); 1959 bis 1961, 1963 bis 1965 (Gemischtes Doppel)
  • Lindner: 1961, 1962 (Doppel)
  • Vahley: 1963, 1964 (Doppel); 1962 (Gemischtes Doppel)
  • H. Riede: 1965, 1966 (Einzel); 1965, 1966 (Doppel); 1966 (Gemischtes Doppel)

1958, 1960 bis 1962 mit der Mannschaft

Triathlon[Bearbeiten]

Turnen[Bearbeiten]

Volleyball[Bearbeiten]

Bei den Frauen:

Wasserspringen[Bearbeiten]

  • Rolf Sperling: 1958 bis 1965 (Turm)
  • Falk Hoffmann: 1969 bis 1964, 1966, 1976 bis 1982 (Kunst); 1971 bis 1974, 1977 bis 1980 (Turm); 1969 bis 1973, 1975, 1976, 1978 bis 1980, 1982 (Kunst 3 m Halle); 1970 (Kunst 1 m Halle); 1976, 1978, 1980 (Turm Halle)
  • Steffen Haage: 1985, 1986, 1988 (Turm); 1986 bis 1988 (Turm Halle)
  • Andreas Wels: 1998 (Kunst 1 m); 1998, 2000, 2001, 2003, 2004 (Kunst 3 m); 2000-2004 (Synchron 3 m); 2001, 2004 (Kunst 3 m Halle); 2001, 2002, 2004 (Synchron 3 m Halle)
  • Benjamin Langer: 1998 (Kunst 1 m); 1998 (Kunst 3 m); 1998 (Kunst Kombination); 1998 (Synchron 3 m)
  • Attila Kantor: 1998 (Synchron 3 m)

Basketball[Bearbeiten]

Die Basketballabteilung des SV Halle errang fünf DDR-Meisterschaften der Herren und zwei DDR-Meisterschaften der Damen. Nach der Wende gelang es den Basketball-Damen, sich in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga zu etablieren. In der Saison 2007/08 erreichten sie den 6. Platz in der Bundesliga und qualifizierten sich für die Play-Offs.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Basketball - Alle Meister der DDR. auf: sporthelden.de