Samuel F. B. Morse

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Samuel Finley Breese Morse
Signatur Samuel F. B. Morses

Samuel Finley Breese Morse (* 27. April 1791 in Charlestown, Massachusetts; † 2. April 1872 in New York) war ein US-amerikanischer Erfinder und Professor für Malerei, Plastik und Zeichenkunst. Morse entwickelte ab 1837 den ersten brauchbaren Schreibtelegrafen (Morseapparat) und gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Alfred Vail außerdem einen frühen Morsecode in der später als Land Line Code oder American Morse Code bezeichneten Form. Damit schuf Morse die praktischen Voraussetzungen für eine zuverlässige elektrische Telegrafie, wie sie wenig später auch zum Einsatz kam.

Leben als Maler[Bearbeiten]

Samuel Morse war der älteste Sohn des calvinistischen Geistlichen und Geographen Jedediah Morse. Nach dem Besuch der Phillips Academy in Andover, Massachusetts, absolvierte er das College von Yale (heute Yale University). Während er in Yale war, hörte er auch Vorlesungen über Elektrizität bei Benjamin Silliman sr. und Jeremiah Day. Er verdiente sich einen Teil der College-Gebühren durch das Malen von Miniaturen, die er für $5,- pro Stück verkaufte. Hier lernte er auch einige der besten und hellsten Köpfe in Amerika kennen, so z. B. John C. Calhoun, Washington Irving, und James Fenimore Cooper.[1] Er graduierte 1810 von Yale.

Bald nach der Graduierung von Yale machte er die Bekanntschaft von Washington Allston, einem Künstler der damals in Boston lebte und der nach England zurückkehren wollte. Allston war Morses Begabung durch das Gemälde „Landing of the Pilgrims“ [2] aufgefallen und er machte mit Samuels Vater einen Vertrag, in dem dieser die finanzielle Unterstützung seines Sohnes für drei Jahre zusicherte. Am 15. Juli 1811 segelten sie mit der “Lydia” nach England. Morse studierte nicht nur unter Allston, sondern auch unter John Singleton Copley und Benjamin West, der Leiter der Royal Academy of Arts war. Er blieb in enger Verbundenheit mit dem Maler Washington Allston, den er zeitlebens als Meister verehrte. Ende 1811 wurde er in die Royal Acadeny aufgenommen, wo er sofort der Neo-klassischen Kunst verfiel, hier besonders Michelangelo und Raphael. Er studierte und zeichnete die Anatomie nach Modellen und produzierte sein Meisterwerk: ein Tonmodell „The Dying Hercules“.[3] der in Pose und Muskulatur auf dem Laokoon basiert. Für die Skulptur erhielt er im Adelphi in London den Ersten Preis der Society of the Arts, eine Goldmedaille. [4] 1814 malte Morse sein letztes klassizistisches Bild "Das Urteil des Jupiters". 1815 kehrte er nach Amerika zurück.

Gemälde posthum 1900 von Daniel Huntington

Kümmerlich schlug sich Morse mit Bildnissen durch. Für ein Portrait erhielt er nur 15 Dollar. Weil der amerikanischen Kunstszene sowohl die Förderung durch Institutionen als auch die Unterstützung durch private Gönner fehlten, war Morse gezwungen seine grandiosen Pläne anzupassen und er erkannte bald, dass das Malen von Portraits das einzige gut verkäufliche Genre war. Nachdem er als reisender Portrait-Maler durch New Hampshire und Vermont gezogen war, lebte er für eine Weile in Charleston, South Carolina, und schließlich ließ er sich in New York City nieder. Für Morse jedoch veranschaulichte die Portraitmalerei den amerikanischen Materialismus. Wie Sir Joshua Reynolds sah er das historische Gemälde als höchsten Ausdruck der Kunst an. Er trat in die Fußstapfen seiner Landsleute Benjamin West und John Trumbull und modernisierte 1823 die Historische Darstellung für ein amerikanische Publikum, mit dem Gemälde „House of Representatives“. Darin sind individuelle Portraits von Dutzenden Kongressabgenordneten, Richter des Supreme Courts, Journalisten und Hausdiener enthalten, die an einer demokratischen Regierung beteiligt waren.

1825 erhielt Morse den Auftrag, den Freiheitshelden Lafayette zu portraitieren. Die besten Bildnismaler seiner Zeit hatten sich um diesen Auftrag beworben. Endlich hatte er Erfolg. Das Ganzfigurenbild des alternden Helden Lafayette zeigt ihn vor einem flammenden Abendhimmel. Das Bild bedeutet mit seinem romantischen Pathos und seiner eher nüchternen Zeichnung einen Höhepunkt der damaligen Portraitkunst in Amerika. Morse erhielt für das Bildnis 700 Dollar und außerdem die Hälfte des Verkaufserlöses eines Stiches, den Asher Durand nach diesem Bild angefertigt hatte. Die Nachricht vom Tod seiner Frau bedrückte ihn schwer, zumal sie ihn erst erreichte, als seine Frau bereits beigesetzt war.

Im Jahre 1825 war Morse Mitbegründer und im folgenden Jahr sogar Präsident der National Academy of Design in New York. Von diesem Amt trat er erst 1845 zurück. Hier hält er auch seine Vorlesungen über die Malerei, die erste 1826 “Lectures on the Affinity of Painting with the Other Fine Arts”

1829 segelt er nach Europa und bereiste England, Frankreich und Italien. Dabei besucht er Paris und das Musée du Louvre zum ersten Mal. Nach einer Italien-Reise kommt er zurück nach Paris und beginnt im September 1831 mit seinem Gemälde "Gallery of the Louvre", das er ein Jahr später mit dem "europäischen" Teil beendet und mit noch feuchter Leinwand im November 1832 zurückkehrt nach Amerika. Die Anordnung auf den Wänden besteht aus ca. 40 exquisiten Miniatur-Kopien der Werke von Raffael, Leonardo da Vinci, Tizian, Antonio da Correggio, Nicolas Poussin, Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Bartolomé Esteban Murillo sowie anderen Künstlern.[5] Von Februar bis August 1833 beendet er sein Gemälde und stellt es in New York und New Haven, Connecticut aus. In die Bildmitte hatte er sich selbst gestellt, der seine Tochter Susan scheinbar beim Kopieren hilft. Außerdem sind abgebildet: im Türrahmen C. James Fenimore Cooper, links in der Ecke dessen Frau Susan mit Tochter, vorne links im Bild F. Richard W. Habermas, Künstler und Zimmergenosse von Morse, sowie Horatio Greenough, Künstler und Mitbewohner. Rechts vorne vermutet man die Abbildung von Morses verstorbene Frau Lucretia Pickiring Walker. Die Ausstellungen finden Anklang bei den Kritikern, aber sie ist ein finanzieller Mißerfolg. Im August 1834 verkauft er die "Gallery of the Louvre" mitsamt Rahmen für $1,300,- an George Hyde Clark. Das Gemälde war an die Syracuse University in New York, ausgeliehen, die es 1884 kaufte. Nun erfüllte sich endlich Morses Wunsch, dass sein Gemälde zum Lernen amerikanischen Künstlern diente, die sich keine Europa-Reise leisten konnten. [6] (1982 wurde es von Daniel J. Terra erworben für die Terra Foundation for American Art collection)

Im gleichen Jahr wird er zum ersten Professor für Kunstgeschichte an der New Yorker Universität ernannt. [7] In dem neu errichteten Universitätsgebäude im neo-gotischen Stil am Washington Square East bezog Morse den Nordwest-Turm als Studio sowie 6 weitere Räume für seine Studenten, die sowohl praktischen als theoretischen Unterricht erhielten. Als unbezahltes Mitglied der Fakultät kassierte er Studiengebühren direkt von seinen Studenten. [8]

Auf der Rückreise im Herbst 1832 auf der SS "Sully" von Le Havre nach New York unterhielt Charles Thomas Jackson, der bei Claude Servais Mathias Pouillet in Paris studiert hatte, die Passagiere mit seinen elektrischen Geräten, wie einem Elektromagnet von Hippolyte Pixii und galvanische Zellen. Man erörterte, Elektrizität zum Signalisieren zu verwenden.

Etwa gleichzeitig begann er sich für chemische und elektrische Experimente zu interessieren. Aus Drahtresten, Blechabfällen und seiner Wanduhr baute er 1837 den ersten Morseapparat, den er am 4. September 1837 erstmals vorführte. Bei dieser Vorführung war Alfred Vail anwesend.

1837 wird er vom Kongress bei der Auftragsvergabe für das Ausmalen der Rotunde übergangen. Das hat Morse tief getroffen und im diesen Jahr malte er auch sein letztes Kunstwerk. [9].

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Bild Titel Jahr Größe/Material Ausstellung/Sammlung/Besitzer
Samuel Finley Breeze Morse 001.jpg Marienkapelle bei Subiaco 1830 21 × 27 cm, Öl auf Leinwand Art Museum, Worcester (Massachusetts)
Samuel Finley Breeze Morse 002.jpg Porträt der Mrs. Daniel de Saussure Bacot um 1830 76,2 × 62,9 cm, Öl auf Leinwand Metropolitan Museum of Art, New York

Leben als Erfinder[Bearbeiten]

Da Morse Professor für Malerei und Bildhauerei war, überrascht es nicht, dass sein erster Telegraf aus einer Staffelei entstand. Am Rahmen war ein Pendel mit einem Stift aufgehängt. Unterhalb des Pendels zog ein Uhrwerk einen aufgerollten Papierstreifen. Solange kein Strom durch den Elektromagneten floss, zeichnete der Stift einen geraden Strich. Sobald aber Strom floss, zog ein Magnet das Schreibpendel an und auf dem Papier entstand ein V-förmiger Zacken. Jeder Zacke stand für eine Zahl. Bei der ersten Vorführung stand auf dem Papierstreifen: „214-36-2-58-112-04-01837“. Das bedeutete gelungener Versuch mit Telegraph September 4. 1837.

Diese ersten Versuche sah der Student Alfred Vail, der ein technisch geschickter Mitarbeiter Morses wurde und seinen Vater überredete, 2.000 Dollar in die Entwicklungsarbeit zu investieren. Bereits am 23. September 1837 hatte er eine Partnerschaft mit Vail gebildet, die diesen verpflichtete, eine Reihe von Telegrafen-Instrumente auf eigene Kosten zu bauen und dafür Patente einzureichen. Als Gegenleistung wurden Vail von Morse ¼ der Anteile an den Einnahmen aus den Patenten in den Vereinigten Staaten und die Hälfte von denen im Ausland zugesichert. [10]

Morse merkte, dass seine sporadischen Versuche, mit Batterien, Magneten und Drähten zu arbeiten, ihm dem Verständnis der Elektrizität nicht viel näher brachten. Deshalb bat er einen Kollegen an der New York University um Hilfe, Professor Leonard D. Gale. Dieser war Professor in Chemie und vertraut mit der Arbeit von Joseph Henry, einem Pionier der Elektrizität in Princeton. Henry hatte eine entfernte Glocke zum Klingeln gebracht, indem er einen elektrischen Stromkreis öffnete und wieder schloss. Bereits 1831 hatte er einen Artikel veröffentlicht, der Morse unbekannt war, in dem er mit der Idee von einem elektrischen Telegrafen spielte. Gales Kenntnis von diesem Artikel und seine Hilfe sorgten nicht nur für die Beseitigung von Mängeln in dem System sondern zeigten Morse, wie er die Kraft des Signals verstärken und Entfernungsprobleme lösen konnte, mit einem Relais-System, das Joseph Henry erfunden hatte. Henrys Experimente, Gales Hilfe und Alfred Vails Geschicklichkeit waren die Schlüssel zu Morses Erfolg. [11]

Gesendet wurde mit einer Kontakttafel, in die kurze und lange Kupferplättchen eingesetzt waren. Strich man nun mit einem elektrisch leitenden Stift über die neben einem Buchstaben eingelassene Plättchen, so wurde ein kurzer oder langer Stromstoß in der Leitung induziert. Der Telegrafist am Sender musste also nicht unbedingt den Code auswendig lernen. Dieses System wurde am 6. Januar 1838 von Morse und Vail mit Erfolg öffentlich vorgeführt.[12]

Unter Vails Einfluss gab Morse den Zahlencode auf. Auf dem Papierstreifen standen jetzt kurze und lange Pendelablenkungen. Ohne die verbindenden Linien war dies schon der spätere, aus Punkten und Strichen zusammengesetzte Morsecode.

Nach fünfjähriger Experimentierphase konnte Morse seinen Apparat patentieren lassen. Das United States Patent Office erteilte ihm am 20. Juni 1840 die Urkunde.

Zur gleichen Zeit suchte der US-amerikanische Kongress nach einem geeigneten System der optischen Telegrafie. Die Kongressabgeordneten schienen nicht gewillt, die erforderliche Summe von $30.000.- zu bewilligen. Sie begegneten Zweifel und sogar Feindseligkeiten. Lediglich der Vorsitzende des Handelskomitees, Francis Ormond Jonathan ("Fog") Smith aus Maine, hatte die riesigen Möglichkeiten des Telegrafen sofort erkannt. Er bereitete eine Gesetzesvorlage vor, obwohl er wusste, dass diese kaum Chancen hatte zu der Zeit. Er äußerte den Wunsch, Partner in Morses Unternehmen zu werden, obwohl das Interessenkonflikt mit seinem Mandat war. Morse war einverstanden, denn er erkannte, dass er einen Förderer brauchte, der mit den Intrigen von Washington vertraut war – und ein weitere Quelle an Bargeld. Vail und Gale waren aus den gleichen Gründen einverstanden. Smith sollte rechtlichen Beistand liefern und für Morse und sich eine 3monatige Europareise finanzieren, um Patentrechte in Europa zu erwerben. Sie unterzeichneten am 2. März 1838 eine entsprechende Vereinbarung. Morse blieb natürlich der Haupt-Anteilseigner. Smiths Anteil war 5/16 und der von Alfred und George reduzierten sich auf 3/16. Nichtsdestoweniger fuhr Alfred nach Speedwell, um zwei Instrumente für Morses Europareise herzustellen.[13]

Erinnerungsplakette an erstes Morsetelegramm

In dieser Situation reiste Morse nach Europa, um dort Unterstützung zu finden, hatte dort aber auch keinen Erfolg. Zumindest aber konnte er die europäischen Konkurrenzsysteme studieren. Nach der Rückkehr wurde der Apparat so umgebaut, dass der Stift in der Ruhestellung das Papier nicht mehr berührte. Erst wenn der Elektromagnet den Stift anzog, markierte er – je nach der Dauer des Stromflusses – einen Punkt oder einen Strich auf dem Papierstreifen. Jahrzehnte später entdeckte Morses Mitarbeiter Alfred Vail, dass sich die Zeichen auch akustisch entziffern ließen und nicht unbedingt auf einen Papierstreifen aufgezeichnet werden mussten.

1839 trifft Morse in Paris Louis Daguerre, den Erfinder der Daguerreotypie und veröffentlicht die erste amerikanische Beschreibung von diesem photographischen Prozess. Morse wird einer der ersten Amerikaner, der eine Daguerreotype-Aufnahme machen kann.[14] Er eröffnet zusammen mit John William Draper ein Photo-Studio in New York und unterrichtet einige Schüler, darunter auch den künftigen Fotografen des Bürgerkrieges, Mathew Brady. [15]

Im Oktober 1842 experimentiert Morse mit Übertragungen unter Wasser. Zwei Meilen Kabel werden zwischen The Battery und Governor's Island im Hafen von New York versenkt und erfolgreich Signale gesendet.

Am 3. März 1843 bewilligte der Kongress 30.000 US-Dollar für den Bau der 60 km langen Telegrafenleitung von Baltimore, Maryland, nach Washington D. C. Mit dem Bau wird einige Monate später begonnen. Alfred Vail ist wieder dabei. F. O. J. Smith hat die Mitarbeit von Ezra Cornell gewinnen können, der eine Maschinen konstruierte, die einen Graben aushebt für das in Bleirohren zu verlegenden Kabel. Morse hatte sich diese angesehen und ihrem Einsatz zugestimmt. Cornell fungierte als Morses „Assistent“ und erhielt dafür $1,000 im Jahr. Im Oktober 1843 begann Cornell, die Telegrafenkabel zu verlegen. [16] Schon bald musste er feststellen, dass die Isolierung der Drähte defekt war. F. O. J. Smith hatte den schadhaften Draht beschafft. Morse ordnete den sofortigen Stopp der Arbeiten an. Cornell baute wiederum eine Maschine, welche den Draht aus den Rohren zog und ihn neu isolierte. Cornell verbrachte den Winter in Washington und las Bücher über Elektrizität und Magnetismus in der der Bücherei des Patentbüros und der Library of Congress. Sein Lesen überzeugte ihn, dass die unterirdische Verlegung unbrauchbar war und dass die Drähte oberirdisch an Pfosten mit Glas-Isolatoren befestigt werden sollten. Morse stimmte zu. [17]

Samuel Morse 1866
Morses Grabmal in Brooklyn

Im Frühjahr 1844 begannen sie mit dem Bau der oberirdisch an Telegrafenmasten geführten Leitungen. Über diese Leitung telegrafierte Samuel Morse am 24. Mai 1844 die erste elektronische Nachricht mittels seines Morsealphabets. Der Inhalt der Nachricht lautete: „What hath God wrought?“ (Was hat Gott bewirkt?) (Num 23,23 EU). Samuel Morse sendete vom Zimmer des Supreme Court im Kapitol und Alfred Vail bestätigte den Empfang vom Bahnhof in Baltimore.

Im Frühjahr 1845 wählt Morse Amos Kendall, den früheren Postmaster-General, zu seinem Agenten. Vail und Gale stimmen zu und nehmen ihn ebenfalls. Im Mai gründen Kendall und F.O.J. Smith die „Magnetic Telegraph Company“ und dehnen die Telegrafenlinie von Baltimore nach Philadelphia und weiter nach New York aus.

1847 erwarb Morse in der Town of Poughkeepsie im Hudson Valley den Landsitz Locust Grove,den der Architekt Alexander Jackson Davis entworfen hatte [18] und den er bis an sein Lebensende als Sommerresidenz nutzte. [19]

Später beteiligte sich Morse bei Cyrus W. Field an der Tiefsee-Telegrafie der Atlantic Cable Company.

Samuel Morse wurde auf dem Green-Wood Cemetery begraben.[20]

Familie[Bearbeiten]

Am 29. September 1818 heiratet Morse Lucretia Pickering Walker in Concord, New Hampshire. Sie hatten 3 gemeinsame Kinder: 2 September 1819 Susan Walker Morse, am 7. März 1823 Charles Walker Morse und am 7. Januar 1825 Edward James Finley Morse. Sie starb am 7. Februar 1825 mit 26 Jahren nach der Geburt des dritten Kindes. Die Kinder wuchsen bei Verwandten auf.

Am 9 June 1826 starb sein Vater Jedidiah und am 28. Mai 1828 seine Mutter Elizabeth Ann Finley Breese.

Am 10. August 1848 heiratete Morse Sarah Elizabeth Griswold, in Utica, New York. Sie war 26 Jahre alt und von Geburt an taub. Sie war zwei Jahre jünger als seine Tochter Susan. Sie hatten 4 weitere Kinder: 25. Juli 1849 Samuel Arthur Breese Morse, 8. April 1851 Cornelia (Leila) Livingston Morse, 31. Januar 1853 Goodrich William Morse, sowie 29. März 1857 Edward Morse Lind.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Morse wurde mit Ehrungen aus aller Welt überschüttet: 1848 zeichnete ihn seine alma mater, Yale College, mit der Ehrendoktorwürde aus und danach wurde er zum Mitglied fast aller amerikanischen Wissenschafts- und Kunstakademien ernannt.

Von europäischen Regierungen und Wissenschafts- und Kunst-Gesellschaften hat er mehr Ehrungen erfahren als jemals ein Amerikaner vor ihm. 1848 erhielt er vom Sultan der Türkei den Diamanten-Orden "Nishaun Iftioha". Gold Medaillen für wissenschaftliche Verdiense folgten vom König von Preußen, dem König von Württemberg und dem Kaiser von Österreich. Das Geschenk der preussischen Königs war in einer massiv goldenen Schnupftabakdose eingelassen.

1856 erhielt Morse von Kaiser Napoleon III das Kreuz des Ritters der Ehrenlegion. 1857 erhielt er vom König von Dänemark den Orden “Knight of Dannebrog” und 1858 sandte ihm die Königin von Spanien den Orden "Cross of Knight Commander of the order of Isabella the Catholic"1859 kamen die Vertreter verschiedener europäischer Mächte in Paris zusammen, um auf Veranlassung von Kaiser Napoleon III darüber zu beraten, wie sie am besten gemeinsam ihre Dankbarkeit gegenüber Professor Morse zum Ausdruck bringen könnten. Beteiligt waren Frankreich, Rußland, Schweden, Belgien, Holland, Österreich, Sardinien, Toskana, Turkei, und der Heilige Stuhl (Vatikan). Sie verständigten sich darauf, Professor Morse im Namen ihrer vereinten Regierung die Summe von 400,000 francs zukommen zu lassen als Honorar und persönliche Anerkennung seiner Arbeiten.

1856 gaben die Telegrafie-Gesellschaften von Großbritannien ein Bankett zu Ehren Morses in London, dem William Fothergill Cooke vorstand, der selbst ein angesehener Erfinder eines Telegraphie-System war.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Samuel Finley Breese Morse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biography Samuel F. B. Morse (1791-1872) in The Encyclopedia
  2. Landing of the Pilgrims
  3. Sculpture of “The Dying Hercules” at Yale University Art Gallery
  4. Medal for the Model of the Dying Hercules
  5. Gallery of the Louvre – Interactive painting animation by Taylor Walsh
  6. Gallery of the Louvre – Interactive painting animation by Taylor Walsh
  7. New York University - Samuel F. B. Morse the painter
  8. New York University - History
  9. The Rotunda of the U.S. Capitol was painted in the true fresco technique by Constantino Brumidi in 1865
  10. Wortlaut des Vertrages vom 23. September zwischen Morse und Vail. Vail war 30 und Morse 46 Jahre alt.
  11. Samuel F. B. Morse papers homepage
  12. ganeshas-projekt.de: Nachrichtentechnik, abgerufen am 5. Januar 2010.
  13. Invention of the Telegraph
  14. Morse in “The Daguerreian Society”
  15. Samuel Morse Photograph by Mathew Brady
  16. Ezra Cornell 1843/44
  17. Zeichnung der Telegrafen-Pfosten The Samuel F. B. Morse Papers at the Library of Congress. Bound volume---10 June-21 October 1844 (Series: General Correspondence and Related Documents)
  18. Samuel F. B. Morse House, Poughkeepsie, New York (perspective and plan) by Alexander Jackson Davis 1851
  19. The Samuel F.B. Morse Historic Site
  20. Samuel F. B. Morse in der Datenbank von Find a Grave