Sankt Johann bei Herberstein

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Sankt Johann bei Herberstein
Wappen von Sankt Johann bei Herberstein
Sankt Johann bei Herberstein (Österreich)
Sankt Johann bei Herberstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 2,82 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 15° 49′ O47.21083333333315.823611111111421Koordinaten: 47° 12′ 39″ N, 15° 49′ 25″ O
Höhe: 421 m ü. A.
Einwohner: 380 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8222
Vorwahl: 03113
Gemeindekennziffer: 6 22 43
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sankt Johann bei Herberstein 100
8222 Sankt Johann bei Herberstein
Website: www.st-johann-herberstein.at
Politik
Bürgermeister: Iris Klammler (ÖVP)
Gemeinderat: (2005)
(9 Mitglieder)
6 ÖVP, 2 SPÖ, 1 Die Grünen
Lage der Gemeinde Sankt Johann bei Herberstein im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Johann bei Herberstein im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Johann bei Herberstein mit 380 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) ist eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark (Österreich). Sie ist der einzige Ort an der mittleren Feistritz, der an beiden Ufern liegt. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie ab 2015 mit den Gemeinden Kaibing, Blaindorf, Siegersdorf bei Herberstein und Hirnsdorf zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Feistritztal führen. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Antrag dieser Gemeinden.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sankt Johann bei Herberstein liegt ca. 15 km südwestlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und 42 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Die Gemeinde wird von der Feistritz durchflossen und liegt am Ausgang des Feistitztales im oststeirischen Hügelland. Die Gemeinde umfasst 285 ha und wird von 350 Menschen bewohnt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Sankt Johann bei Herberstein nur aus einer gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stubenberg am See Stubenberg am See Stubenberg am See
Siegersdorf bei Herberstein Nachbargemeinden Tiefenbach bei Kaindorf
Hirnsdorf Hirnsdorf Kaibing

Geschichte[Bearbeiten]

St. Johann bei Herberstein wurde vor etwa 860 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Mit der Entwicklung des Ortes stark verbunden, war im Mittelalter die Grundherrschaft des deutschen Ordens, die Familie Herberstein - mit der auch die Ortsbezeichnung verknüpft ist.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 293
1880 305
1890 296
1900 277
1910 268
1923 263
1934 261
1939 248
1951 284
1961 254
1971 285
1981 305
1991 291
2001 350

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 138 63 6 133 61 6 111 51 5 128 60 6
SPÖ 55 25 2 48 22 2 44 20 2 46 22 2
Die Grünen St. Johann 25 11 1
Liste Sankt Johann 38 17 1 62 29 2 39 18 1
Wahlbeteiligung 82 % 83 % 90 % 98 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Iris Klammler (ÖVP), Vizebürgermeister ist Karl Kröpfl (ÖVP).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Sankt Johann bei Herberstein liegt an der Landesstraße von Kaibing nach Stubenberg am See. Die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf ist etwa zwei Kilometer entfernt. Die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist über die Anschlussstelle Sinabelkirchen (150) in ca. 16 km zu erreichen.

Die Gemeinde ist nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Umkreis von zehn Kilometern befindet sich kein Bahnhof.

Der Flughafen Graz ist ca. 45 km entfernt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In 14 Betrieben werden rund 60 Arbeitsplätze angeboten. Allein in den letzten drei Jahren konnten 30 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch die Vielfalt der Betriebe ergibt sich ein breites Angebot von Handwerk-, Handels-, Dienstleistungs- und Tourismusbetrieben.

Einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Landschaft leisten die vier Vollerwerbsbauern (zwei Weinbauern, ein Biobauer und ein Tierhaltungsbetrieb) sowie mehrere Nebenerwerbslandwirte.

Bildung[Bearbeiten]

In Sankt Johann bei Herberstein gibt es eine Volksschule, die auch von den umliegenden Gemeinden genutzt wird. Für die Erwachsenenbildung ist das Bildungs- und Erholungshaus „Haus der Frauen“ sehr aktiv, das im Pfarrhof untergebracht ist.

Kirche St. Johann

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Johann bei Herberstein

Vereine[Bearbeiten]

Das kulturelle und gesellschaftliche Zusammenleben im Ort wird wesentlich von den vielen Vereine und Institutionen geprägt (Freiwillige Feuerwehr, Blasmusik, ÖKB, Freizeitclub, Tennisclub, Kinderfreunde, Seniorenbund, Singkreis usw.). Der Jugend wird durch die Vielfalt der Vereine die Möglichkeit geboten, die Freizeit sinnvoll zu nutzen und sich in das Ortsleben einzubinden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Den markantesten Punkt des Ortes stellt die dem heiligen Johannes geweihte Ortspfarrkirche dar. Sie steht an der Stelle der ersten gemauerten Kirche im mittleren Feistritztal. Die heutige Kirche stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, wobei das Mauerwerk der bestehenden Kirche größtenteils weiter verwendet wurde. Im Jahre 1672 wurden die Kirche und das angrenzende Kloster geweiht, nach aus 1654 von Mönchen des Augustinerordens bezogen worden war. Besonders erwähnenswert sind die Fresken von Johann Cyriak Hackhofer, die in der Sakristei zu bestaunen sind. An der Kirche befindet sich auch eine bedeutende Sammlung von eingemauerten Römersteinen. Das ehemalige Kloster beherbergt heute das Erholungs- und Bildungszentrum „Haus der Frauen“ der Diözese Graz-Seckau.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Das Ortsbild wird von der Feistritz geprägt. Der Fluss zwängt sich durch die Herbersteinklamm, die im Natura 2000 Schutzgebiet liegt. Er ist Lebensader für den Ort und Lebens-, Erlebens- und Erholungsbereich für die Einwohner und Gäste. Gleichzeitig trägt der Fluss durch das Elektrizitätswerk mit seiner Holzstreichwehr zur umweltfreundlichen Energiegewinnung bei. Die Feistritzinsel mit ihren Steinsofas und dem Flusslehrpfad lädt viele Besucher zum Genießen der Flusslandschaft und Verweilen ein.

Sport[Bearbeiten]

Im Ort und auch in der Feistritz stehen zahlreiche Kneipp-Plätze zur Verfügung. Von der Pfarrkirche bis zu den Heiliges-Grab-Kapellen besteht ein Wanderweg, der auf einem Aussichtspunkt endet. Weitere Wanderwege führen zum Aussichtspunkt „Kranzerl“ mit Blick auf Schloss Herberstein, zur Geierwand mit Blick auf den Stubenbergsee und zum Kulm.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Johann bei Herberstein – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. Dezember 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Blaindorf, Kaibing, Sankt Johann bei Herberstein und Siegersdorf bei Herberstein, alle politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, und der Gemeinde Hirnsdorf, politischer Bezirk Weiz. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 26. Juni 2014. Nr. 73, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 1.