Schwedische Basketballnationalmannschaft

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Dieser Artikel beschreibt die schwedische Basketballnationalmannschaft der Herren. Für die Damenauswahl siehe Schwedische Basketballnationalmannschaft der Damen.
Schweden
Sverige
SchwedenSchweden
Verband Svenska BasketBoll Förbundet (SBBF)
FIBA-Mitglied seit 1952
FIBA-Weltranglistenplatz 65
Trainer Brad Dean
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen keine
Beste Ergebnisse
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1
Beste Ergebnisse 10. Platz (1980)
Kontinentale Meisterschaften
Meisterschaft Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 9
Beste Ergebnisse 12. Platz (1969, 1983)
Homepage Herrar Seniorer (schwedisch )
(Stand: 1. September 2013)

Die schwedische Basketballnationalmannschaft der Herren (schwedisch Sveriges herrlandslag i basket) repräsentiert Schweden bei internationalen Basketball-Länderspielen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die schwedische Basketballnationalmannschaft nahm erstmals an der Endrunde der Basketball-Europameisterschaft 1953 teil, in der sie jedoch alle sieben Spiele verlor und den letzten Platz belegte. Zwei Jahre später besiegte man in der eigenen ersten Begegnung Dänemark. Dies blieb der einzige Sieg bei dem Turnier, was aber zum drittletzten und 16. Platz noch vor der westdeutschen Nationalmannschaft reichte. In einem auf 16 Mannschaften beschränkten Teilnehmerfeld war in den folgenden beiden Austragungen nicht vertreten und erreichte dann erstmals wieder bei der EM 1961 die Endrunde, in der man in Belgrad in der Platzierungsrunde England besiegen konnte und den 18. und vorletzten Platz belegte. Vier Jahre später reichte es zwar zur Qualifikation für ein Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften, doch in der Endrunde 1965 in der Sowjetunion belegte man sieglos den letzten Platz. Weitere vier Jahre später war man bei der Endrunde 1969 in einem Teilnehmerfeld von zwölf Mannschaften vertreten. Zum Auftakt besiegte man überraschend Bulgarien, verlor aber alle restlichen Spiele und belegte erneut den letzten Platz in der Endrunde.

In den 1970er Jahren war die schwedische Auswahl bei keiner Endrunde einer Europameisterschaft vertreten. Nach dem Olympia-Boykott der meisten NATO-Staaten für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau rutschte man in das Teilnehmerfeld des olympischen Basketballwettbewerbs. Bei der einzigen Teilnahme an einer globalen Endrunde blieb man zwar in der Vorrunde erneut sieglos, doch in der Platzierungsrunde gelangen noch zwei Siege über Senegal und Indien. Der abschließende Sieg gegen Polen war ohne Bedeutung für das Klassement und so beendete Schweden das Turnier auf dem zehnten und drittletzten Platz. Bei der EM-Endrunde 1983 in Frankreich blieb man unter zwölf Teilnehmern komplett sieglos und belegte erneut den letzten Platz. Nachdem Ende der 1980er Jahre nur noch acht Mannschaften an der Endrunde teilnahmen, wurden bei der EM-Endrunde 1993 in Deutschland wieder 16 Mannschaften eingeladen. Für dieses Teilnehmerfeld konnte sich auch die schwedische Auswahl qualifizieren und besiegte im zweiten Gruppenspiel den späteren Vizeeuropameister Russland. Durch den schlechteren direkten Vergleich verpasste man jedoch den Sprung in die Zwischenrunde und wurde am Ende auf dem 14. und drittletzten Platz eingestuft. Zwei Jahre später wurde das Teilnehmerfeld bei der EM-Endrunde 1995 auf 14 Mannschaften reduziert. Man blieb in sechs Gruppenspielen sieglos und belegte den letzten Platz. Danach gelangen keine Qualifikationen mehr für eine Endrunde, bevor man bei der EM-Endrunde 2003 selbst als Gastgeber automatisch qualifiziert war. Doch auch vor heimischem Publikum blieb man in der Vorrunde sieglos und ließ im Klassement der 16 Teilnehmer gastfreundlich allen anderen Mannschaften den Vortritt.

Erst zur EM-Endrunde 2013 gelang erstmals nach 18 Jahren wieder die sportliche Qualifikation für eine auf 24 Mannschaften erweiterte Endrunde, nachdem man sich mit dem ersten schwedischen NBA-Spieler Jonas Jerebko in der Qualifikation nur der ungeschlagenen deutschen Nationalmannschaft den Vortritt lassen musste.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader Schweden bei der Europameisterschaft 2013
Spieler
Nr. Name Geburt Größe Info Einsätze Verein
Guards (PG, SG)
4 Ludvig Håkanson 22.03.1996 187 SpanienSpanien FC Barcelona
7 Dino Pita 20.09.1988 192 BelgienBelgien Lüttich Basket
9 Thomas Massamba 28.03.1985 185 BulgarienBulgarien Lukoil Akademik
10 Kenny Grant 16.03.1982 188 FrankreichFrankreich SLUC Nancy Basket
Forwards (SF, PF)
5 Jonathan Skjöldebrand 07.02.1986 204 IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv
8 Anton Gaddefors 04.11.1989 200 Sundsvall Dragons
11 Jonas Jerebko 02.03.1987 207 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Pistons
13 Erik Rush 21.06.1988 197 ItalienItalien Cimberio Varese
14 Jeffery Taylor 23.05.1989 203 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charlotte Bobcats
15 Viktor Gaddefors 08.10.1992 201 ItalienItalien Granarolo Bologna
Center (C)
6 Joakim Kjellbom 22.04.1979 213 Norrköping Dolphins
12 Brice Massamba 08.07.1988 207 TunesienTunesien Étoile sportive du Sahel
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brad Dean Cheftrainer
SchwedenSchweden Torbjörn Gehrke Trainerassistent
Legende
Abk. Bedeutung
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 1. September 2013

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler, die in der jüngeren Vergangenheit in der Nationalmannschaft spielten, sind:

Abschneiden bei internationalen Turnieren[Bearbeiten]

Olympische Sommerspiele[Bearbeiten]

  • 19361976 - nicht teilgenommen oder nicht qualifiziert
  • 1980 – 10. Platz
  • 19842012 - nicht teilgenommen oder nicht qualifiziert

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • bisher nicht qualifiziert

Europameisterschafts-Endrunden[Bearbeiten]

  • 1953 - 17. Platz
  • 1955 - 16. Platz
  • 1957 - nicht qualifiziert
  • 1959 - nicht qualifiziert
  • 1961 - 18. Platz
  • 1963 - nicht qualifiziert
  • 1965 - 16. Platz
  • 1967 - nicht qualifiziert
  • 1969 - 12. Platz
  • 1971 bis 1981 - nicht qualifiziert
  • 2015 - nicht qualifiziert

Weblinks[Bearbeiten]