Sintfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage des Sintfeld in Deutschland

Das Sintfeld (auch Sindfeld) ist ein Hochplateau (bis 456,2 m ü. NN) in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Lage

Das Sintfeld liegt in Westfalen südlich von Paderborn. Es ist die südliche Teillandschaft der Paderborner Hochfläche und damit vom geologischen Aufbau her Teil der Westfälischen Bucht, als Landschaftsform betrachtet ist es Teil der deutschen Mittelgebirge.

Im Norden grenzt es an die Brenkener Bergplatte und das Blockfeld, im Nordosten an die Lichtenauer Bergebene, also die übrigen drei Teillandschaften der Paderborner Hochfläche. Den Osten und Südosten begrenzen das Eggegebirge als Teillandschaft des Weserberglands, den Süden das Diemelbergland als Teillandschaft des nordhessischen Berglands und den Südwesten das Almebergland als Teillandschaft des Sauerlands; jenseits bzw. südlich des Almeberglands befindet sich die Briloner Hochfläche.

Auf dem Sintfeld befindet sich der Windpark Sintfeld.

[Bearbeiten] Wasserscheide

Das Sintfeld ist ein Teil der Rhein-Weser-Wasserscheide. Dies bedeutet, dass alle Fließgewässer, welche die Hochfläche in nordwestlicher Richtung entwässern, über die Alme, Lippe in den Rhein fließen, während die nur kurzen Bäche, beispielsweise der Duhlbach, die in die entgegen gesetzte Richtung fließen, über die Diemel in die Weser münden.

[Bearbeiten] Gewässer

Zu den Gewässern auf dem oder am Rand des Sintfelds gehören: Fließgewässer:

  • Alme (nordwestlich angrenzend; Zufluss der Lippe)
  • Aabach (Zufluss der Afte)
  • Afte (Zufluss der Alme)
  • Diemel (südöstlich angrenzend; Zufluss der Weser)

Stillgewässer:

[Bearbeiten] Berge

Zum Sintfeld gehören diese es im Regelfall einrahmende Berge, Bergkuppen bzw. Bergsporne:

  • Karpkeberg (456,2 m; am Südrand)
  • Hoheloh (451 m; am Südostrand)
  • Hirseberg (433,6 m; am Südrand)
  • Königsberg (420,3 m; am Südrand)
  • Spreenberg (403,7 m; am Südrand)
  • Wallberg (386,2 m; am Südrand)
  • Eiler Berg (ca. 370 m; im Mittelteil)
  • Voßberg (383 m)
  • Hengler Berg (339,4 m; am Nordrand)
  • Mittelberg (326,0; am Nordostrand)
  • Böcker Berg (316,5; am Nordostrand)

[Bearbeiten] Ortschaften

Zu den Ortschaften auf dem oder am Rand des Sintfelds gehören:

[Bearbeiten] Geschichte

Auf dem Sintfeld fand 794 eine der größten Schlachten des Fränkischen Kriegs in Sachsen statt. Das Fränkische Heer setzte Panzerreiter ein und konnte die um ihre Freiheit kämpfenden Sachsen besiegen. Das Gefecht fand in der Spätphase der 30 Jahre dauernden Sachsenkriege Karls des Großen statt. Es war in dieser Zeit eines der entscheidenden Ereignisse, die zur Unterwerfung der Sachsen führten.

Der Kampf der Westsachsen und Friesen in den Jahren 793 und 794 richtete sich nach den Schilderungen Alkuins gegen die von den Franken eingeführte Zehntpflicht. Die christlichen Priester seien als Geldeintreiber Räubern gleich aufgetreten.

[Bearbeiten] Literatur

  • Gerhard Henkel: Die Wüstungen des Sintfeldes – Eine historisch-geographische Untersuchung zur Genese einer alten westfälischen Kulturlandschaft; Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte 15, Paderborn 1973

51.5019048.74649Koordinaten: 51° 30′ 6,9″ N, 8° 44′ 47,4″ O

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen