St. Pantaleon-Erla

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St. Pantaleon-Erla
Wappen von St. Pantaleon-Erla
St. Pantaleon-Erla (Österreich)
St. Pantaleon-Erla
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: St. Pantaleon
Fläche: 28,45 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 14° 34′ O48.19916666666714.571388888889242Koordinaten: 48° 11′ 57″ N, 14° 34′ 17″ O
Höhe: 242 m ü. A.
Einwohner: 2.533 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 89 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 4300, 4303, 4482
Vorwahl: 07435
Gemeindekennziffer: 3 05 29
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 13
4303 St. Pantaleon
Website: www.st-pantaleon-erla.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Bscheid (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
11
9
1
11 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg NiederösterreichLage der Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Pantaleon-Erla[1] (auch Sankt Pantaleon-Erla) ist eine Gemeinde mit 2533 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geographie[Bearbeiten]

St. Pantaleon-Erla liegt an der westlichen Grenze Niederösterreichs im Mostviertel östlich der Mündung des Ennskanals in die Donau. Die Gemeinde wurde 1971 aus den beiden zuvor selbständigen Haufendörfern gebildet. 27,37 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden, die auch gleichzeitige eigene Ortschaften sind, sind (Einwohnerzahlen laut Volkszählung 2001):

  • Erla (13,76 km², 832 Ew.)
  • St. Pantaleon (14,56 km², 1.705 Ew.)

Neben den beiden Hauptorten und den zwei Dörfer Klein Erla und Pyburg gibt es 13 kleinere Ortschaften wie Albing, Arthof, Marksee, Stein, Stögen, Wagram, Breitfeld, Dorf, Engelberg, Haslach, Öttl, Weinberg und Weingarten.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im Ortsteil Albing liegen die Reste eines römischen Legionslagers. St. Pantaleon hieß um 1200 bis nach 1400 Zwieselkirchen und war Sitz einer Herrschaft, während Erla seit dem 12. Jahrhundert Sitz eines Benediktinerinnenklosters war, das im Jahr 1583 aufgelöst wurde. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilten die Orte St. Pantaleon und Erla die wechselvolle Geschichte Österreichs. Am 1. Jänner 1971 vereinigten sich die beiden 1850 entstandenen politischen Gemeinden St. Pantaleon und Erla freiwillig zur Gemeinde "St. Pantaleon-Erla".

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.465 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 2.208 Einwohner, 1981 1.997 und im Jahr 1971 1.949 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,56 %
(-6,95 %p)
42,98 %
(+0,49 %p)
6,46 %
(n. k.)
2005

2010


Der Gemeinderat hat 21 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Rudolf Bscheid, Amtsleiter Ing. Lehenbauer-Bscheid.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 12 und die ÖVP 9 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ einen Sitz an die FPÖ, die in den Gemeinderat einzog.[2]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Pantaleon-Erla

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Enns-Brücke St. Pantaleon - Erla des Donauradwegs (längste Rundholzbrücke Mitteleuropas, ausgezeichnet mit dem Niederösterreichischen Holzbaupreis 2004)[3]
  • Schloss Erla (ehemaliges Kloster)
  • Pfarrkirche Erla (ehemalige Klosterkirche, erbaut 1121 bis 1138)
  • Pfarrkirche St. Pantaleon mit Krypta aus dem 12. Jahrhundert

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 68, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 84. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.185.

In St. Pantaleon sollte nach dem Kernkraftwerk Zwentendorf das zweite Kernkraftwerk in Österreich errichtet werden. Dieses Kraftwerk war als Wegbereiter eines „Ruhrgebiets an der Enns" geplant. Eine Raffinerie, ein Acrylwerk und andere Industrien sollten folgen. Mit dem Beschluss des "Atomsperrgesetzes" konnten diese Pläne nicht mehr realisiert werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Pantaleon-Erla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  3. BRÜCKE ST. PANTALEON - ERLA, Sonderpreis Öffentlicher Bau. Arbeitsgemeinschaft der niederösterreichischen Holzwirtschaft, abgerufen am 25. Oktober 2010..