Zeillern

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Zeillern
Wappen von Zeillern
Zeillern (Österreich)
Zeillern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 21,46 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 14° 48′ O48.129914.8081290Koordinaten: 48° 7′ 48″ N, 14° 48′ 29″ O
Höhe: 290 m ü. A.
Einwohner: 1.806 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 84 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3311, 3312, 3362
Vorwahl: 07472
Gemeindekennziffer: 3 05 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 31
3311 Zeillern
Website: www.zeillern.gv.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Pallinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
16
3
16 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Zeillern im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg NiederösterreichLage der Gemeinde Zeillern im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schloss-Seminar-Hotel Zeillern

Zeillern ist eine österreichische Marktgemeinde mit 1806 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Zeillern liegt im Herzen des Mostviertels in Niederösterreich. 15,41 Prozent der Fläche der Marktgemeinde sind bewaldet.

Die Marktgemeinde Zeillern besteht nur aus der gleichnamigen Katastralgemeinde.

Sie umfasst zahlreiche Ortsteile: Destelberg, Dorf, Edla, Engersdorf, Flachsberg, Friedlmühle, Gebetsberg, Groschopf, Hickersberg, Hörsdorf, Kirchholz, Kleinberg, Lemberg, Ludwigsdorf, Luppenberg, Oberzeillern, Pyhra, Rabenleiten, Reinthal, Reitzberg, Rosenfeld, Salzgrub, Schörghof) sowie mehrere benannte Einzelhöfe (Am Steg, Dirnberg, Gatterbauer, Graben, Humpelhof, Kobl, Königshof, Krenberg, Limberg, Maischberg, Melbing, Mühlbrunn, Oberdona, Obere Grub, Obere Hub, Obernleiten, Pauleiten, Preinesberg, Reith, Rohra, Untere Grub, Untere Hub, Wieser, Wingersleiten.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Bereits 791, zu Beginn der Awarenkriege, schenkte Karl der Große dem baierischen Kloster Niederaltaich den Ort Zeillern. Das Kloster errichtete hier ein Missionszentrum für das neue Baierische Ostland. Diese Schenkung wurde im Jahr 863 von König Ludwig dem Deutschen bestätigt.[1] Im österreichischen Kernland Niederösterreichs liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.650 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1.579 Einwohner, 1981 1.568 und im Jahr 1971 1.505 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Friedrich Pallinger, Amtsleiter Wolfgang Ladner.

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 16, SPÖ 3, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss Zeillern: im Schloss befindet sich heute ein Hotel und ein Seminarzentrum [1]
  • Pfarrkirche Zeillern: dreischiffige, gotische Hallenkirche mit romanischen Bauteilen; Turm mit steilem Walmdach, Langhaus mit steilem Satteldach; geweiht dem Hl. Jakob dem Älteren.
  • Für die Gestaltung des Platzes zwischen der Pfarrkirche, dem Schloss und der Schlossinsel mit einem sogenannten roten Teppich mit der Architektin Caren Ohrhallinger [2] erhielt die Marktgemeinde 2012 den Niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerungspreis.[2]
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zeillern

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 38, nach der Erhebung 1999 gab es 116 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Erwerbstätige am Wohnort waren nach der Volkszählung 2001 795 Personen. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,03 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es am Ort 14 Arbeitslose.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zeillern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Krawarik: Siedlungsgeschichte Österreichs: Siedlungsanfänge, Siedlungstypen, Siedlungsgenese, Verlag Lit, 2006, S. 126f
  2. NÖ-Dorf- & Stadterneuerungspreis für Zeillern im Mostviertel noe-news.at, 21. Jänner 2012