Steffen Menze
| Steffen Menze | ||
Steffen Menze im Juni 2011 |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 28. Januar 1969 | |
| Geburtsort | Plauen, DDR | |
| Größe | 189 cm | |
| Position | Abwehr / Mittelfeld | |
| Vereine in der Jugend | ||
–1987 |
BSG Stahl Eisenhüttenstadt FC Vorwärts Frankfurt |
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| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1987–1989 1989–1990 1990–1991 1991 1991–1992 1992–1993 1993–1994 1994–1996 1996 1997–1998 1998–2003 2003–2004 |
FC Vorwärts Frankfurt II FC Vorwärts Frankfurt Eisenhüttenstädter FC Stahl Siófoki Bányász SE FC St. Pauli 1. FC Pforzheim VfR Pforzheim Hannover 96 Eintracht Frankfurt FSV Zwickau 1. FC Union Berlin Kickers Offenbach |
9 (?) 10 (3) 8 (0) 3 (0) 34 (2) 31 (3) 40 (3) 10 (1) 52 (4) 149 (37) 13 (2) |
| Stationen als Trainer | ||
| 2004–2006 2006 2006–2007 2008–2009 2009 2009–2010 2012 |
Kickers Offenbach II Kickers Offenbach (interim) SV Waldhof Mannheim Kickers Offenbach II Kickers Offenbach (Co-Trainer) Kickers Offenbach Dynamo Dresden (interim) |
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| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Steffen Menze (* 28. Januar 1969 in Plauen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der seine sportliche Laufbahn als Trainer fortsetzte und heute als Sportdirektor bei Dynamo Dresden tätig ist.
Inhaltsverzeichnis |
Spielerkarriere [Bearbeiten]
Menze spielte zunächst in den Nachwuchsabteilungen der BSG Stahl Eisenhüttenstadt und des FC Vorwärts Frankfurt (FCV). In der Saison 1987/1988 gehörte er zum Kader der zweiten Mannschaft des FCV, die in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Von den 34 Punktspielen bestritt Menze als Mittelfeldspieler 21 Partien, in denen er fünf Tore erzielte. Durch den Abstieg der ersten Mannschaft aus der DDR-Oberliga nach der Saison 1987/88 wurde der FCV II in die Bezirksliga zurückgestuft. In den folgenden Spielzeiten gehörte Menze weiterhin zum Aufgebot der zweiten Mannschaft, mit der er nun in der Drittklassigkeit spielte. Lediglich in der Saison 1989/90 bestritt er mit der ersten Mannschaft neun Punktspiele in der DDR-Liga.
Im Sommer 1990 kehrte er nach Eisenhüttenstadt zurück, wo sich seine ehemalige Betriebssportgemeinschaft (BSG) kurz zuvor in den Fußballclub Stahl umstrukturiert hatte und die zweite Oberligasaison in Angriff nahm. Es dauerte jedoch bis zum 16. März 1991, bis er sein erstes Oberligaspiel bestreiten konnte. In der Begegnung FC Stahl - FC Sachsen Leipzig (3:0) wurde er als Mittelfeldspieler eingesetzt. Auf dieser Position spielte er in der Saison 1990/91 zehnmal in der Oberliga und erzielte dabei drei Tore. Außerdem stand er mit seiner Mannschaft als linker Mittelfeldspieler im letzten Pokalfinale der DDR, das mit 0:1 gegen Meister Hansa Rostock verloren wurde.
Danach folgte er dem Ruf von Eduard Geyer und wechselte nach Ungarn zu Siófoki Bányász SE. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Vereins blieb er dort nur eine halbe Saison und wechselte in der Winterpause 1991/1992 in die 2. Bundesliga zum FC St. Pauli. In der Rückrunde wurde er aber nur dreimal für die Hamburger eingesetzt. Daraufhin ging er nach Pforzheim, wo er nacheinander für die Oberligisten 1. FC und den VfR spielte. 1994 wurde er als Abwehrspieler zu Hannover 96 transferiert. In der 2. Bundesliga bestritt er für die Niedersachsen 40 Spiele (3 Tore) und nach dem Abstieg 1996 wechselte er zu Eintracht Frankfurt. Nachdem er dort weitere zehn Zweitligapartien (ein Tor) absolvierte, holte ihn Gerd Schädlich im darauffolgenden Winter zum FSV Zwickau. Bei den Westsachsen wurde er auch wieder als Mittelfeldspieler eingesetzt. Er blieb bis zum Abstieg 1997/98 und wechselte dann in die Regionalliga zum 1. FC Union Berlin.
In der Wuhlheide wurde Menze zum Führungsspieler, Mannschaftskapitän, Torjäger (30 Tore in 90 Regionalligaspielen) und Publikumsliebling. Er war aber auch die tragische Figur der Aufstiegsrelegation in der Saison 1999/2000, als er im Elfmeterschießen gegen den VfL Osnabrück seinen Elfmeter vergab. Daraufhin entwickelte sich bei den Union-Fans das geflügelte Wort „Menze ist schuld“, wenn irgendetwas schief lief. Im Folgejahr gelang Union mit Menze der Aufstieg in die 2. Bundesliga sowie der Einzug ins DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04. Zum Abschluss seiner Spielerkarriere ging er 2003 für ein Jahr zu Kickers Offenbach.
Steffen Menze bekam während seiner Zeit bei Union den Spitznamen Achim wegen der Namensähnlichkeit zu Entertainer Achim Mentzel. Letzterer verfasste zur gleichen Zeit einen Fansong über den Verein.
Trainerlaufbahn [Bearbeiten]
Nach dem Karriereende rückte er in den Trainerstab der Offenbacher auf und betreute die II. Mannschaft des OFC bis 2006. Nach der Entlassung von Hans-Jürgen Boysen fungierte er für zwei Tage als Interimstrainer der Zweitligamannschaft, bevor Wolfgang Frank verpflichtet wurde. Ab der Saison 2006/07 trainierte er den Traditionsverein SV Waldhof Mannheim in der Oberliga Baden-Württemberg, wurde im September 2007 aber wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen. In der Saison 2008/09 stand Menze wieder bei Kickers Offenbach unter Vertrag zuerst als Trainer der II. Mannschaft und ab Januar 2009 als Co-Trainer der ersten Mannschaft. Nach dem Rücktritt von Trainer Boysen im Oktober 2009 übernahm Menze das Team als verantwortlicher Übungsleiter. Aufgrund ausbleibender sportlicher Erfolge wurde die Zusammenarbeit am 8. Februar 2010 beendet.
Am 9. März 2011 wurde Menze als neuer Sportdirektor bei Dynamo Dresden vorgestellt.[1] Bereits im Mai 2011 konnte er mit seinem neuen Team nach den Relegationsspielen gegen den VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern. Am 9. Dezember 2012 übernahm Menze nach der Beurlaubung von Cheftrainer Ralf Loose dessen Amt interimistisch.[2]
Privates [Bearbeiten]
Menze absolvierte neben seiner Spielerkarriere eine kaufmännische Ausbildung sowie eine Weiterbildung zum Sportfachwirt.[3] Er ist verheiratet und hat einen Sohn.
Statistik [Bearbeiten]
- Pokalfinalist mit Stahl Eisenhüttenstadt (1991) und Union Berlin (2001)
- 4 UEFA-Cup-Einsätze für Union Berlin (2001)
- 10 DDR-Oberligaspiele (3 Tore) für Stahl Eisenhüttenstadt
- 164 Zweitligaspiele (15 Tore) für St. Pauli, Hannover 96, Eintracht Frankfurt, den FSV Zwickau und Union Berlin
- 103 Regionalligaspiele (32 Tore) für Union Berlin und Kickers Offenbach
Literatur [Bearbeiten]
- Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3
- Baingo/Horn: Geschichte der DDR-Oberliga. Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-428-3
- Uwe Nuttelmann: DDR-Oberliga. Eigenverlag 2007, ISBN 978-3-930814-33-6
Weblinks [Bearbeiten]
- Steffen Menze in der Datenbank von fussballdaten.de
- Steffen Menze in der Datenbank von Weltfussball.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Steffen Menze wird Sportlicher Leiter der SGD. dynamo-dresden.de. 9. März 2011. Abgerufen am 18. Juni 2011.
- ↑ Die SG Dynamo Dresden beurlaubt Ralf Loose. dynamo-dresden.de. 9. Dezember 2012. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
- ↑ Steffen Menze – der neue Sportchef von Dynamo ist ein Sachse
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menze, Steffen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1969 |
| GEBURTSORT | Plauen, DDR |