Hansa Rostock

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F.C. Hansa Rostock
Wappen des F.C. Hansa Rostock
Voller Name Fußballclub Hansa Rostock e. V.
Ort Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
Gegründet 28. Dezember 1965
Vereinsfarben weiß-blau
Stadion DKB-Arena (1. Mannschaft)
Volksstadion (2. Mannschaft)
Plätze 29.000 (1. Mannschaft)
08.000 (2. Mannschaft)
Vorstand Michael Dahlmann (Vorsitz)
Rainer Friedrich
Uwe Vester
Trainer Peter Vollmann (1. Mannschaft)
Robert Roelofsen (2. Mannschaft)
Homepage www.fc-hansa.de
Liga 3. Liga (1. Mannschaft)
Oberliga Nordost (2. Mannschaft)
2013/14 13. Platz (1. Mannschaft)
04. Platz (2. Mannschaft)
Heim
Auswärts

Der F.C. Hansa Rostock ist ein deutscher Fußballverein aus Rostock mit rund 9200 Mitgliedern.[1] Gegründet wurde der F.C. Hansa als Fußballclub am 28. Dezember 1965 mit der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem am 11. November 1954 gegründeten SC Empor Rostock.

Seine größten Erfolge verbuchte der F.C. Hansa 1990/91 mit dem Gewinn der unter der Bezeichnung NOFV‑Oberliga letztmals ausgespielten Meisterschaft sowie des 1991 unter der Bezeichnung NOFV‑Pokal letztmals ausgetragenen Pokalfinals der Deutschen Demokratischen Republik. Nachfolgend entwickelte sich Hansa mit zwölf Bundesligateilnahmen zur erfolgreichsten Mannschaft der ehemaligen DDR im wiedervereinigten Deutschland. 2012 stieg der dem Mecklenburg-Vorpommerschen Fußballverband angehörige Verein zum zweiten Mal nach 2010 aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga ab.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge als Empor Rostock[Bearbeiten]

1954 – Die Gründung Empor Rostocks[Bearbeiten]

1954 wurden im Rahmen der Leistungssportförderung in den meisten Bezirken der DDR so genannte Sportclubs gegründet, die anders als die breitensportorientierten Betriebssportgemeinschaften zu leistungssportlichen Zentren ihrer jeweiligen Region und ihrer zentralen Sportvereinigung werden sollten. In Rostock, der größten DDR-Stadt nördlich Berlins, wurde am 11. November 1954 der anfangs noch als „SK Empor Rostock“ bezeichnete SC Empor Rostock mit Sektionen für sieben Sportarten gegründet. Mit dem Fischkombinat Rostock als Trägerbetrieb war er das designierte Leistungszentrum der Sportvereinigung Empor, welche die Sportgemeinschaften mit Trägerbetrieben aus dem Bereich Handel und Versorgungswirtschaft umfasste. Das am 27. Juni 1954 eröffnete Ostseestadion war weitgehend fertiggestellt, im Gegensatz zum Feldhandball konnte jedoch keine höherklassige Fußballmannschaft aus den Sportgemeinschaften der Umgebung zusammengestellt werden.[2]

Auch weil der Norden der DDR seit dem Abstieg Motor Wismars in der Saison 1951/52 in der DDR-Oberliga nicht mehr vertreten war und in der bereits begonnenen Saison 1954/55 überwiegend sächsische Mannschaften um die Meisterschaft spielten, beschloss die DDR-Sportführung, die Mannschaft der sächsischen BSG Empor Lauter noch während der Saison nach Rostock zu delegieren.[3] Bereits 1953 war Vorwärts Leipzig in einem ähnlichen Vorhaben nach Berlin delegiert worden. Während die Fachzeitschrift Neue Fußballwoche den Umzug Empor Lauters nach Rostock in einer Sonderausgabe 1991 mit dem späteren Gewerkschaftsbund-Vorsitzenden Harry Tisch in Verbindung brachte, gilt als eigentlicher Initiator des Umzugs Karl Mewis,[3] der zu diesem Zeitpunkt erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Rostock war.

Empor Lauter gehörte wie Empor Rostock der Sportvereinigung Empor an und war zum Zeitpunkt des Umzugs mit 10:6 Punkten aktueller Tabellenführer der Oberliga. In Lauter verfügte die Mannschaft jedoch über keine auf Dauer wettbewerbsfähige Infrastruktur und konkurrierte mit weiteren Erstligisten in näherer Umgebung. Das Punktspiel des neunten Spieltages gegen Motor Zwickau wurde abgesetzt, um den Umzug der Mannschaft nach Rostock zu ermöglichen. Einige Lauterer Spieler wechselten jedoch zu Motor Zwickau, in niederklassige Ligen oder beendeten ihre Karrieren, wobei drei Spieler erst unter dem Eindruck wütender Proteste seitens der Lauterer Einwohnerschaft auf den bereits zugesagten Ortswechsel verzichteten, so dass zwölf Spieler mit Trainer Oswald Pfau nach Rostock wechselten.[4] Während die Rostocker Spieler in der Folgezeit bei Auswärtsspielen insbesondere gegen sächsische Mannschaften mitunter als „Verräter“ beschimpft wurden,[5] führte der Umzug in Lauter zu lang anhaltenden Ressentiments, die sich zunächst in der Ausgrenzung von Angehörigen der delegierten Spieler äußerten.[4]

Empor Rostock gehörte zwar zu den als Sportclub besonders geförderten Sportgemeinschaften; mit den Sportvereinigungen Motor, Turbine oder Dynamo konnte die vergleichsweise kleine Sportvereinigung Empor jedoch nicht konkurrieren. So wurde in den Anfangsjahren des Clubs der Fußballkader hauptsächlich mit jungen Talenten aus dem Norden der DDR aufgefüllt: Neben dem direkten Rostocker Umfeld waren insbesondere die TSG Wismar und Einheit Greifswald bis in die 1970er Jahre Delegierungsschwerpunkte. Nur wenige etablierte Oberligaspieler wurden in dieser Zeit an die Ostseeküste delegiert.

1954 bis 1965 – Der „ewige Zweite“[Bearbeiten]

Am elften Spieltag, der am 14. November 1954 ausgetragen wurde, absolvierte die Oberliga-Mannschaft Rostocks ihr erstes Punktspiel vor 17.000 Zuschauern[6] im noch nicht komplett fertiggestellten Ostseestadion gegen Chemie Karl-Marx-Stadt (0:0). Bis zum Saisonende rutschte die kurzfristig mit weiteren Spielern der Region verstärkte Mannschaft auf den neunten Rang der DDR-Oberliga ab, erreichte aber das Finale des FDGB-Pokals. Gegen Wismut Karl-Marx-Stadt unterlag die Rostocker Mannschaft im Leipziger Bruno-Plache-Stadion mit 2:3 nach Verlängerung.

Nachdem Empor Rostock in der Übergangsrunde 1955 noch den zweiten Platz belegt und mit Gerhard Schaller erstmals einen Spieler zur Nationalmannschaft der DDR geschickt hatte,[7] stieg die Mannschaft in der Saison 1956 als Tabellenletzter in die zweitklassige Liga ab. Dabei hatte Rostock zunächst unter Willi Möhring, dann unter Erich Dietel nur zwei Hinrunden-Siege erzielt und zuletzt unter Lothar Wiesner, dem Kurt Zapf als Spielertrainer zur Seite stand, gegen den Abstieg gespielt. Unter Heinz Krügel erreichte Rostock jedoch 1957 den sofortigen Wiederaufstieg und zusätzlich den zweiten Einzug ins FDGB-Pokalfinale, welches gegen Lok Leipzig (1:2) trotz zwischenzeitlicher Führung erneut in der Verlängerung verloren ging.

In der Folgezeit etablierte sich Empor Rostock in der Oberliga und erreichte unter Trainer Walter Fritzsch 1960 abermals das FDGB-Pokalfinale, verlor jedoch gegen Motor Jena (2:3) zum nunmehr dritten Mal in der Verlängerung, obwohl Rostock noch in der 63. Minute mit 2:0 in Führung gegangen war. 1961/62 wurde die Rostocker Mannschaft Vize-Meister der Oberliga, nachdem sie am letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand den Tabellenführer Vorwärts Berlin empfangen hatte und mit 1:3 vor 30.000 Zuschauern im Ostseestadion unterlag. Dennoch wurde die Mannschaft in einer Umfrage der Zeitung Junge Welt zur Mannschaft des Jahres 1961 gewählt,[8] während Rostocks Arthur Bialas mit 23 Toren Torschützenkönig der Oberliga wurde.

1962/63 wurde Empor Rostock mit sechs Punkten Rückstand auf Motor Jena und 1963/64 mit zwei Punkten Rückstand auf Chemie Leipzig erneut Vize-Meister, woraufhin der Mannschaft fortan der Ruf des „ewigen Zweiten“ anhaftete.[8] 1964/65 nahmen mit Wolfgang Barthels, Jürgen Heinsch, Herbert Pankau und Klaus-Dieter Seehaus vier Rostocker Spieler an den Olympischen Sommerspielen 1964 teil und erreichten mit der zum vorerst letzten Mal gesamtdeutschen Mannschaft die Bronze-Medaille, mit Empor Rostock aber nur den fünften Rang in der Oberliga. Trainer Fritzsch hatte zum April 1965 sein Amt niedergelegt, ihm folgte Kurt Zapf als Interims- und ab Juli 1965 Gerhard Gläser als Cheftrainer.

Der F.C. Hansa Rostock[Bearbeiten]

1965 bis 1973 – Die Anfangsjahre[Bearbeiten]

Am 28. Dezember 1965 um 18:32 Uhr[9] wurde mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde die Rostocker Fußballabteilung aus dem Gesamtverein Empor gelöst und der F.C. Hansa Rostock als reiner Fußballclub gegründet. Diese von der Sportführung der DDR veranlasste Ausgliederung war Teil der Bestrebungen des Verbandes, Leistungszentren speziell für den Fußball zu etablieren, der damit eine Sonderstellung im Leistungssportsystem der DDR einnehmen sollte. Bereits am 22. Dezember 1965 war der 1. FC Magdeburg als erster Fußballclub gegründet worden; die Gründungen der Fußballclubs aus Berlin, Chemnitz, Erfurt, Halle und Leipzig folgten im Januar 1966. Trägerbetrieb des F.C. Hansa wurde das Kombinat Seeverkehr und Hafenwirtschaft, so dass die Rostocker Staatsamateure unter anderem als Buchhalter im Überseehafen Rostock angestellt wurden.[10] Erster Vorsitzender des F.C. Hansa wurde Heinz Neukirchen.

In der Rückrunde der Saison 1965/66 absolvierte die Mannschaft ihre ersten Spiele als F.C. Hansa Rostock und belegte schließlich den vierten Platz der Abschlusstabelle. 1966/67 belegte die Mannschaft lediglich den zehnten Rang, obwohl in derselben Saison der nunmehr vierte Einzug ins FDGB-Pokalfinale gelang, welches mit 0:3 gegen Motor Zwickau erstmals schon in der regulären Spielzeit verloren ging.

Mannschaftsfoto des F.C. Hansa 1969/70

Zu Beginn der Saison 1967/68 ließ die DDR-Sportführung die ASG Vorwärts Rostock nach Stralsund delegieren, auch weil diese, zu diesem Zeitpunkt in der zweitklassigen Liga spielend, als Konkurrenz für den F.C. Hansa angesehen wurde.[11] Am Saisonende wurde Rostocks Gerd Kostmann mit 15 erzielten Toren Torschützenkönig und Hansa mit fünf Punkten Rückstand auf Carl Zeiss Jena zum nunmehr vierten Mal Vize-Meister der Oberliga, wodurch erstmals der Messepokal als Vorläufer des heutigen UEFA-Pokals erreicht wurde. Dort setzte sich Rostock in der ersten Runde gegen den OGC Nizza durch und schied in der zweiten Runde aufgrund der Auswärtstorregel gegen den AC Florenz aus. Der vierte Platz 1968/69 bedeutete für Hansa die erneute Qualifikationen zum Messepokal und für Kostmann mit 18 erzielten Toren den erneuten Gewinn der Torjägerkrone, Trainer Gläser allerdings war im Mai 1969 wegen ausbleibender Titelgewinne zunächst durch seinen Vorgänger Wiesner ersetzt worden, dem ab Juli 1969 Horst Saß im Amt nachfolgte.

Saß, mit der Integration von jungen Spielern wie Joachim Streich und Gerd Kische um die Verjüngung der Mannschaft bemüht, belegte mit Hansa 1969/70 nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt den zwölften Rang der Oberliga. Im Messepokal konnte zwar nach Panionios Athen in der ersten Runde im Hinspiel der zweiten Runde Inter Mailand mit 2:1 bezwungen werden, nach einer 3:0-Niederlage im Rückspiel schied Rostock jedoch erneut aus dem Wettbewerb aus. Nach drei weiteren Saisons mit Abschlussplatzierungen in der unteren Tabellenhälfte von 1970/71 bis 1972/73 verließ Saß den F.C. Hansa. Bei den Olympischen Sommerspielen 1972 hatten Rostocks Joachim Streich und Dieter Schneider Bronze mit der Nationalmannschaft erreicht.

1973 bis 1990 – Die Rostocker „Fahrstuhlmannschaft“[Bearbeiten]

Unter Heinz Werner erreichte Rostock mit einem siebten Platz 1973/74 wieder die obere Tabellenhälfte, geriet in der Folgesaison 1974/75 jedoch in die Abstiegsränge. Bei der Heimniederlage gegen Carl Zeiss Jena am 8. März 1975 wurde Werner noch während des Spiels durch den Parteifunktionär Harry Tisch aus seinem Amt entlassen.[12] Helmut Hergesell, zwei Jahre zuvor noch als Spieler für Hansa tätig, übernahm das Traineramt, konnte aber den zweiten Abstieg Rostocks in die zweitklassige DDR-Liga nicht verhindern. Während Joachim Streich daraufhin nach Magdeburg wechselte und dort zum Rekordspieler der DDR avancierte, verblieb Gerd Kische in Rostock. Beide waren bei der Weltmeisterschaft 1974 für die Nationalmannschaft der DDR angetreten, Kische auch beim Spiel gegen die bundesdeutsche Auswahl. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 sollte Kische zudem das olympische Fußballturnier gewinnen.

Die Leistungsunterschiede zwischen der hauptsächlich aus Betriebssportgemeinschaften bestehenden DDR-Liga und der zum größten Teil aus Fußballclubs bestehenden Oberliga begünstigten den wiederholten Auf- und Abstieg des nunmehr Fahrstuhlmannschaft gewordenen Teams aus Rostock.[11] So blieb Hansa in der DDR-Liga 1975/76 ohne Niederlage, belegte in der Oberligasaison 1976/77 aber mit einem Punkt Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze den letzten Tabellenplatz. Der Wiederaufstieg 1977/78 gelang trotz zweier Niederlagen erneut als Tabellenführer, wobei mit einem 10:0 gegen die BSG Motor Wolgast der höchste Pflichtspielsieg der Vereinsgeschichte erspielt wurde. Die enttäuschenden Ergebnisse in der Oberliga-Saison 1978/79 hatten daraufhin die Ablösung des Trainers Hergesell durch seinen einstigen Mitspieler Jürgen Heinsch im Dezember 1978 zur Folge, was den Wiederabstieg zum Saisonende aber nicht mehr verhinderte. Als neuer Trainer folgte ab Juli 1979 Harry Nippert auf Heinsch, unter dem Hansa in der Ligasaison 1979/80 erneut ohne Niederlage und mit einem weiteren 10:0-Sieg, diesmal über die BSG Kernkraftwerk Greifswald, umgehend wieder aufstieg und sich in der folgenden Saison 1980/81 mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge schließlich in der Oberliga halten konnte.

Vier weitere Saisons blieb Hansa Rostock von 1981/82 bis 1984/85 unter dem erneut als Trainer fungierenden Jürgen Heinsch mit Abschlussplatzierungen in der unteren Tabellenhälfte in der Oberliga, bis 1985/86 der abermalige Abstieg in die Liga unter Trainer Claus Kreul folgte. Rostocks junger Nationalspieler Thomas Doll wechselte daraufhin zum DDR-Rekordmeister BFC Dynamo, während die älteren Axel Schulz und Rainer Jarohs in Rostock verblieben. Neben dem sofortigen Wiederaufstieg gelang in der Folgesaison 1986/87 unter Trainer Werner Voigt auch der erneute Einzug ins FDGB-Pokalfinale, in dem Rostock mit einer 1:4-Niederlage gegen Lok Leipzig zum nunmehr fünften Mal nur den zweiten Platz erreichte. Nachdem die Rostocker Mannschaft in der Saison 1987/88 mit zwei Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen noch um den Klassenerhalt gespielt hatte, qualifizierte sie sich durch den vierten Rang der Saison 1988/89 zum ersten Mal für den offiziellen UEFA-Pokal, in dem die Mannschaft jedoch bereits in der ersten Runde gegen Baník Ostrava ausschied.

Mannschaftsfoto des F.C. Hansa 1989/90

Nachdem Rostocks Axel Kruse während eines Spiels in Kopenhagen noch im Juli 1989 nach West-Deutschland geflüchtet war, bewirkte die sich abzeichnende Deutsche Wiedervereinigung während der Saison 1989/90, in der Hansa den sechsten Tabellenplatz belegte, eine weitgehende Liberalisierung des Sports.[13] So wurden die bislang offiziell bei den Trägerbetrieben der Sportgemeinschaften beschäftigten Spieler mit Spielerverträgen an die Sportgemeinschaften gebunden und damit nicht mehr als Amateure deklariert, während ihnen gleichzeitig gestattet wurde, ihre sportlichen Arbeitgeber ohne Zustimmung der Sportführung zu wählen. Beim Übergang zu einem marktwirtschaftlich agierenden Fußballverein erhielt Rostock infolge eines im Januar 1990 abgeschlossenen Kooperationsvertrags Unterstützung durch den SV Werder Bremen,[14] während die Liquidität des F.C. Hansa zunächst durch eine nachträgliche Ablösezahlung der Berliner Hertha für Axel Kruse abgesichert werden konnte.[15] Im Gegensatz zu anderen Sportgemeinschaften der DDR-Oberliga vermied es Hansa daraufhin zunächst, Spieler an die finanzstarken Vereine West-Deutschlands zu verkaufen, was auch durch die anfänglich mit 6000 Deutsche Mark (etwa 3000 Euro) monatlich vergleichsweise hoch dotierten Spielerverträge gelang.[16]

1990 bis 1995 – Zwischen Meisterschaft und Zweitklassigkeit[Bearbeiten]

Die letzte Saison der DDR-Oberliga 1990/91 wurde mit dem Beitritt des ostdeutschen Fußball-Verbands zum westdeutschen Fußball-Bund in NOFV-Oberliga umbenannt und galt als Qualifikation zum gesamtdeutschen Ligensystem. Hierfür verpflichtete Rostock den bislang nur in West-Deutschland aktiven Trainer Uwe Reinders und mit dem US-amerikanischen Nationalspieler Paul Caligiuri den ersten ausländischen Spieler in Diensten des F.C. Hansa.[17] Am 2. August 1990 wurde der F.C. Hansa offiziell zum gemeinnützigen eingetragenen Verein und versuchte den Wegfall des bisherigen Trägerbetriebs insbesondere mit dem ersten Sponsorenvertrag der Clubchronik zu kompensieren, der mit dem Klebstoffhersteller Uhu abgeschlossen wurde. Die Rostocker Mannschaft gewann daraufhin zunächst die Herbstmeisterschaft mit 20 Punkten, so dass in der Rückrunde weitere 15 Punkte den Gewinn der letzten ostdeutschen Meisterschaft im Mai 1991 bedeuteten. Rostock hatte sich damit für den Europapokal der Landesmeister und neben Dynamo Dresden als zweitem ostdeutschen Team für die Bundesliga qualifiziert. Im am 2. Juni 1991 letztmals ausgetragenen Finale des FDGB-Pokals 1990/91, der analog zum Ligensystem in NOFV-Pokal umbenannt worden war, gewann Rostock zudem in der sechsten Finalteilnahme erstmals den Wettbewerb, nachdem der Eisenhüttenstädter FC mit 1:0 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark besiegt werden konnte. Der Stellenwert beider Titel war seit der Wiedervereinigung jedoch gesunken, so dass auch das Pokalfinale vor nur rund 4.800 Zuschauern stattfand.

Zu Beginn der Saison 1991/92 verließ schließlich mit Henri Fuchs der erste Rostocker Leistungsträger den Verein in Richtung eines west-deutschen Konkurrenten, was Hansa zunächst durch die Verpflichtung osteuropäischer Spieler zu kompensieren versuchte. Als letzter Meister der DDR in der Saisonvorbereitung am DFB-Supercup teilnehmend, schied Rostock im Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern als amtierendem Meister der Bundesliga aus, wobei Rostocks Kapitän Juri Schlünz als erster Spieler in der Geschichte des deutschen Fußballbundes mit der neu eingeführten gelb-roten Karte vom Platz gestellt wurde. Die Bundesligasaison hingegen begann für Hansa durch ein 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg mit der Tabellenführung. Im Anschluss verlor die zu Saisonbeginn noch unterschätzte Rostocker Mannschaft jedoch mehr und mehr Spiele und fand sich zum Saisonende im Abstiegskampf wieder. Zwar hatte Trainer Reinders seiner Entlassung in der Winterpause trotz Differenzen mit dem Vereinspräsident Gerd Kische noch entgegenwirken können, zum März 1992 wurde er aber doch durch Erich Rutemöller ersetzt. Am letzten Spieltag besiegte Hansa Eintracht Frankfurt mit 2:1 und entschied damit die deutsche Meisterschaft zu Ungunsten der Frankfurter, der Abstieg der Rostocker in die 2. Bundesliga konnte hierdurch jedoch nicht verhindert werden. Im Europapokal der Landesmeister war Rostock bereits in der ersten Runde am späteren Pokalsieger FC Barcelona gescheitert, obgleich Hansa nach der 0:3-Niederlage im Camp Nou das Rückspiel im heimischen Ostseestadion mit 1:0 gewinnen konnte.

Für die Zweitligasaison 1992/93 plante die Vereinsführung den sofortigen Wiederaufstieg, musste jedoch den Abgang von vier Leistungsträgern hinnehmen, die aufgrund der angespannten finanziellen Lage durch Bundesliga-unerfahrene Spieler wie Timo Lange und Marco Zallmann ersetzt wurden, von denen insbesondere Lange zum Rekord-Spieler Hansas in der Nachwendezeit werden sollte. In der Hinrunde belegte Hansa daraufhin zumeist Aufstiegsränge, fiel dann aber auf den sechsten Tabellenplatz zurück. Horst Hrubesch ersetzte deshalb noch in der Winterpause den in Frage gestellten Trainer Rutemöller, rutschte mit der Mannschaft bis zum Saisonende aber noch weiter ab und belegte schließlich nur den elften Platz der 2. Bundesliga. Zur Folgesaison 1993/94 unter dem zum nunmehr dritten Mal als Trainer engagierten Jürgen Heinsch verfehlte Hansa den Aufstieg mit dem achten Tabellenplatz erneut.

Für die Zweitligasaison 1994/95 verpflichtete der Verein Frank Pagelsdorf als Trainer. Während langjährige Leistungsträger wie Juri Schlünz ihre Karrieren beendeten, kam unter anderem Stefan Beinlich vom englischen Verein Aston Villa nach Rostock. Obwohl die Mannschaft ohne Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet war, erreichte sie den sicheren Aufstieg bereits am drittletzten Spieltag und belegte zum Saisonende den ersten Tabellenplatz. Mit dem gleichzeitigen Abstieg Dynamo Dresdens aus der ersten Liga wurde Hansa daraufhin über mehrere Jahre als einziger Vertreter der ehemaligen DDR-Oberliga in der Bundesliga zum „Leuchtturm des Ostens“.[18]

1995 bis 2005 – Rostock in der Bundesliga[Bearbeiten]

Überraschend belegte der Aufsteiger aus Rostock in der Hinrunde der Bundesligasaison 1995/96 zwischenzeitlich den dritten Tabellenrang, fiel bis zum Saisonende aber auf den sechsten Rang zurück und verzichtete auf die damit erreichte Teilnahme am UI-Cup. Dabei war es im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zu Ausschreitungen gekommen, in deren Folge Hansa unter anderem mit einer Platzsperre belegt wurde, so dass das Heimspiel am 28. Oktober 1995 statt im 25.500 Zuschauer fassenden Ostseestadion im Berliner Olympiastadion vor 58.492 Zuschauern ausgetragen wurde, was für Hansa einen neuen Zuschauerrekord bedeutete.[19]

Zum Beginn der Saison 1996/97 gab Rostock René Schneider an Borussia Dortmund ab, der als erster Hansa-Spieler 1995 einen Einsatz in der gesamtdeutschen Nationalelf absolviert und bei der Europameisterschaft 1996 zum Kader des Titelträgers gezählt hatte. Die hieraus resultierende Defensiv-Schwäche konnte erst zur Winterpause beigelegt werden, in der auch ein Aufsichtsrat als den Vereinsvorstand kontrollierendes Gremium eingerichtet wurde. Schließlich wurde mit dem 15. Platz zum Saisonende der erneute Abstieg vermieden. Für die Saison 1997/98 verpflichtete Rostock Ewald Lienen als neuen Trainer, belegte im gesamten Saisonverlauf durchgehend mindestens den siebten Platz und wurde zum Saisonende erneut Sechster der Bundesliga. In einer von der Fachzeitschrift kicker durchgeführten Umfrage unter 200 Bundesligaspielern belegte Hansa daraufhin den ersten Platz in der Kategorie „schönster Fußball“.[20] Beim DFB-Hallenpokal im Januar 1998 hatte die Mannschaft unter Lienen mit einem 4:3 im Endspiel gegen den FC Schalke 04 bereits den ersten gesamtdeutschen Titel des F.C. Hansa gewonnen.

Zu Beginn der Saison 1998/99 nahm Rostock dann am UI-Cup teil, scheiterte dort jedoch bereits am ersten Gegner, dem VSC Debrecen aus Ungarn. Die Mannschaft hatte erneut mehrere Leistungsträger abgegeben und belegte in der Bundesliga zunächst fast ausnahmslos Abstiegsplätze, bis Lienen im März 1999 vom Traineramt entbunden und durch seinen bisherigen Co-Trainer Andreas Zachhuber ersetzt wurde, unter dessen Regie der Klassenerhalt durch den 3:2-Siegtreffer von Sławomir Majak in der 83. Minute gegen den VfL Bochum am letzten Spieltag gesichert wurde. Dabei galt das Saisonfinale 1998/99 als eines der dramatischsten in der Geschichte der Bundesliga.[20] Im folgenden DFB-Pokal 1999/00 erreichte der Verein unter Zachhuber mit der Halbfinalteilnahme die beste Platzierung der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb.

In vier weiteren Saisons mit Abschlussplatzierungen zwischen dem 12. und 15. Rang von 1999/2000 bis 2002/03 spielte Hansa unter den Trainern Zachhuber, Friedhelm Funkel und Armin Veh gegen den Abstieg in die 2. Bundesliga. Dabei gab der Verein unter anderem 1999/2000 mit Oliver Neuville und Marko Rehmer seine deutschen Nationalspieler ab, um durch Ablösesummen einen Teil der Etats bestreiten zu können.[21] Im Gegenzug verpflichtete Hansa zwischen 1998 und 2004 insgesamt sieben schwedische und drei dänische Spieler, wodurch bei Heimspielen zwischenzeitlich bis zu 2.000 schwedische Fans ins Ostseestadion kamen.[21]

In der Saison 2003/04 erreichte Hansa unter Trainer Juri Schlünz den neunten Rang und damit die dritte Qualifikation zum UI-Cup, verzichtete aber zum zweiten Mal auf die Teilnahme. Martin Max hatte in 33 Spielen 20 Tore für Hansa erzielt und damit einen neuen Vereinsrekord in der Bundesliga aufgestellt,[22] beendete jedoch im Anschluss an die Saison vorzeitig seine Karriere. Zu Beginn der Saison 2004/05 nahm Hansa daraufhin erstmals am DFB-Ligapokal teil, schied aber bereits in der ersten Runde gegen Leverkusen aus. Im Folgenden verlor Rostock die ersten acht Heimspiele in der Bundesliga, womit ein seit 1965 bestehender Negativ-Rekord des SC Tasmania 1900 Berlin eingestellt wurde,[23] und erreichte in der gesamten Hinrunde nur elf Punkte. Dabei hatte die 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV im November 2004 den Rücktritt des Trainers Schlünz zur Folge. Unter dessen Nachfolger Jörg Berger stieg Hansa mit insgesamt 18 Niederlagen in 34 Spielen nach zehnjähriger Erstligazugehörigkeit als Tabellensiebzehnter in die 2. Bundesliga ab.

2005 bis 2011 – Vom Bundes- zum Drittligisten[Bearbeiten]

Zur Saison 2005/06 strebte Hansa den sofortigen Wiederaufstieg an und ersetzte nach zwei Auftaktniederlagen Trainer Berger durch den zum F.C. Hansa zurückkehrenden Frank Pagelsdorf, der mit der Mannschaft schließlich den zehnten Platz in der Abschlusstabelle belegte. In der Saison 2006/07 blieb Hansa bis zum 18. Spieltag ohne Niederlage, stellte damit einen neuen Vereinsrekord für die 2. Bundesliga auf und erreichte als Zweitplatzierter den Aufstieg in die Bundesliga.

Rostock stieg 2007/08 jedoch umgehend wieder aus der höchsten Spielklasse ab, obgleich der Verein durch die Veräußerung der Namensrechte am Ostseestadion, nun DKB-Arena, zusätzliche Liquidität gewinnen konnte. Auch in der folgenden Zweitliga-Saison 2008/09 blieb Hansa hinter den Erwartungen zurück, weshalb Trainer Pagelsdorf im November 2008 beurlaubt wurde. Unter dessen Nachfolger Dieter Eilts geriet Hansa allerdings in Abstiegsgefahr, bis nach erneutem Trainerwechsel zu Andreas Zachhuber im März 2009 der Verbleib in der zweiten Liga am letzten Spieltag erreicht wurde. In der Spielzeit 2009/10 geriet Hansa abermals in Abstiegsgefahr und ersetzte im Februar 2010 Trainer Zachhuber durch dessen bisherigen Co-Trainer Thomas Finck, auf den aufgrund Fincks fehlender Trainerlizenz aber bereits im März der vormalige Co- und Torwarttrainer Marco Kostmann folgte. Trotz dieser Trainerwechsel belegte Hansa am Saisonende den 16. Tabellenplatz und verlor auch die folgenden Relegationsspiele um den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse gegen den FC Ingolstadt 04, wodurch Rostock in die 3. Liga abstieg und somit erstmals in der Vereinsgeschichte drittklassig wurde.

Für die Spielzeit 2010/11 verpflichtete Hansa Peter Vollmann als neuen Trainer, dem von den 27 Spielern der Vorsaison lediglich zehn auch in der dritten Liga zur Verfügung standen. Dennoch erreichte die neu formierte Mannschaft die Herbstmeisterschaft ihrer Spielklasse sowie am viertletzten Spieltag auch den sicheren Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Da sich die Drittligisten nicht automatisch für den DFB-Pokal qualifizieren, nahm die Lizenzmannschaft erstmals auch am Landespokal Mecklenburg-Vorpommern teil, den sie als höchstklassigster Teilnehmer erwartungsgemäß gewann.

Seit 2011 – Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten]

In der Zweitligasaison 2011/12 erzielte die Rostocker Mannschaft lediglich einen Sieg während der Hinrunde, woraufhin Trainer Vollmann durch Wolfgang Wolf ersetzt wurde. Trotz dieses Trainerwechsels stand Hansa bereits am vorletzten Spieltag als Absteiger in die 3. Liga fest. Dabei hatte sich die finanzielle Situation des Vereins zum Jahresbeginn 2012 so weit zugespitzt, dass diesem die Insolvenz drohte. Anfang Mai 2012 stimmte die Rostocker Bürgerschaft daraufhin für ein Maßnahmenpaket,[24] das in Verbindung mit weiteren Erlässen durch das Finanzamt Rostock und weitere Gläubiger das Fortbestehen des Vereins sicherte.[25]

Zu Beginn der Drittligaspielzeit 2012/13 blieb Hansa hinter den eigenen Erwartungen zurück, weshalb Trainer Wolf Anfang September 2012 durch Marc Fascher ersetzt wurde, unter dem die Mannschaft jedoch erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt erreichte und die Saison schließlich als Tabellenzwölfter beendete. Zugleich wurde auch über die abermalige Teilnahme am Landespokal die Qualifikation zum DFB-Pokal der Folgesaison angestrebt; durch eine 0:3-Finalniederlage gegen Neustrelitz misslang dieses Vorhaben jedoch, so dass Hansa in der Spielzeit 2013/14 erstmals in der Vereinsgeschichte nicht am nationalen Pokalwettbewerb teilnahm.

Als Nachfolger des scheidenden Marc Fascher wurde daraufhin Andreas Bergmann als Trainer für die Saison 2013/14 vorgestellt, unter dem sich die Mannschaft am Ende der Hinrunde auf dem dritten Rang wiederfand. Nach der Winterpause fiel Hansa aber ins Mittelfeld der Tabelle zurück, so dass das Ausscheiden im Halbfinale des Landespokals gegen den Fünftligisten 1. FC Neubrandenburg Anfang April 2014 zu Bergmanns Beurlaubung führte. In der Folge übernahm Robert Roelofsen interimistisch das Traineramt, dem zwei Wochen später Dirk Lottner nachfolgte. Zum Saisonende belegte Hansa schließlich mit dem 13. Rang die schlechteste Platzierung der Vereinsgeschichte.

Für die Saison 2014/15 stellte Hansa den nach Rostock zurückkehrenden Peter Vollmann als neuen Cheftrainer vor.

Frauenfußball[Bearbeiten]

1991 trat die in der Regionalliga der Frauen spielende Fußballabteilung der BSG Post Rostock dem F.C. Hansa Rostock bei und gewann in den folgenden zwei Spielzeiten jeweils den Landespokal Mecklenburg-Vorpommern. Bereits 1993 wechselte die Abteilung weiter zum Polizei SV Rostock, für den sie 1995/96 kurzzeitig in der Frauen-Bundesliga antrat. 2005 schloss sich die Abteilung dem SV Hafen Rostock 61 an.[26]

Jugendfußball[Bearbeiten]

Der F.C. Hansa bezeichnet sich selbst als „Ausbildungsverein“,[27] bei dem Jugendspieler auch über die zweite Mannschaft vermehrt zu Profisportlern gefördert werden sollen.

Nach der Delegierung Empor Lauters nach Rostock wurde zum Aufbau einer Jugendabteilung 1955 zunächst die B-Jugend der BSG Einheit Rostock dem SC Empor Rostock angeschlossen. Weitere Jugendspieler wurden aus Betriebssportgemeinschaften der Region gewonnen sowie 18 von 250 Bewerbern eines Vorspielens im April 1955 in die Jugendmannschaften aufgenommen.[28] In den Jugendwettbewerben der DDR konnten daraufhin unter anderem in der Altersklasse Schüler (C-Jugend) 1967, in der Altersklasse Jugend (B-Jugend) 1970, 1978 und 1990 sowie in der Altersklasse Junioren (A-Jugend) 1968, 1973 und 1980 die jeweilige Meisterschaft gewonnen werden. Über die Jugendmannschaften gelangten Spieler wie Jürgen Decker, Jürgen Heinsch, Rainer Jarohs, Heiko März, Dieter Schneider und Axel Schulz in den Oberligakader Rostocks.

Zu den größten Erfolgen der Jugendabteilung seit der Wiedervereinigung zählt der Gewinn der deutschen Vize-Meisterschaft der B-Jugendlichen 2005 und der A-Jugendlichen 2013 sowie die Meisterschaft der A-Jugendlichen 2010. Zusätzlich gehören mehrere Siegesserien im Landespokal zu den Erfolgen der Jugendmannschaften. Dabei gelangten Spieler wie Kai Bülow und Tim Sebastian aus der Rostocker Jugend zum Profifußball. Mit Carsten Jancker und Toni Kroos erreichten weitere Rostocker Jugendspieler ihr Bundesliga-Debüt bei anderen Vereinen und wurden Nationalspieler. Der erste Rostocker Spieler, der mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet wurde, war Felix Kroos.

Die Jugendarbeit des F.C. Hansa wird durch Kooperationen mit den als Eliteschule des Fußballs ausgezeichneten CJD Jugenddorf-Christophorusschule und Heinrich-Schütz-Realschule, dem Ostseegymnasium und der BCAW Bildungscenter GmbH sowie mehreren lokalen Fußballvereinen wie dem FC Eintracht Schwerin, dem 1. FC Neubrandenburg und dem Rostocker FC unterstützt. Im vereinseigenen Jugendinternat finden 25 Spieler Unterkunft. Das Nachwuchsleistungszentrum des F.C. Hansa wurde von DFB und DFL im Jahr 2007 zunächst mit zwei von drei möglichen Sternen ausgezeichnet und erhielt bei einer erneuten Prüfung im Jahr 2011 aufgrund seiner besonderen Effektivität und Durchlässigkeit einen zusätzlichen dritten Stern.[29]

In der Spielzeit 2012/13 unterhält der F.C. Hansa je zwei Jugendmannschaften der Altersklassen F- bis C-Jugend, von denen jeweils eine am Spielbetrieb der nächsthöheren Altersklasse teilnimmt, sowie zwei Mannschaften der Altersklasse B- und eine Mannschaft der Altersklasse A-Jugend. Sowohl in der U-17-Bundesliga als auch in der U-19-Bundesliga gehörten Hansas Jugendmannschaften zu den Gründungsmitgliedern, die U-17-Mannschaft stieg allerdings in der Saison 2010/11 aus der Bundesliga ab.

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft Hansas fungiert insbesondere als Förderkader für Jungspieler, die sich hierüber für die erste Mannschaft empfehlen können.

Die Zweitvertretung des SC Empor Rostock wurde 1961 gegründet und stieg innerhalb von zwei Jahren aus der Kreisklasse in die zu diesem Zeitpunkt drittklassige Bezirksliga auf. Nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft in der Saison 1966/67 profitierte die inzwischen in den F.C. Hansa Rostock ausgegliederte Mannschaft vom Beschluss des DDR-Fußballverbandes, den Reservemannschaften der Oberligateams künftig den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga zu ermöglichen. Zusammen mit dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt gehörte Hansa daraufhin zu den ersten Clubs, deren Reservemannschaften 1967/68 an der DDR-Liga teilnahmen. Um dies zu erreichen, hatte die Hansa-Clubleitung extra Torjäger Gerd Kostmann aus der ersten in die zweite Mannschaft beordert, in der dieser mit 24 Toren Torschützenkönig der Bezirksliga geworden war und so maßgeblich zum Aufstieg beigetragen hatte. In der DDR-Liga belegte die Reservemannschaft daraufhin in acht Spielzeiten zumeist einstellige Tabellenplätze, bis sie in der Saison 1974/75 wegen des Abstiegs der Oberligamannschaft in die DDR-Liga zwangsweise ebenfalls abstieg. Die folgende Bezirksliga-Spielzeit beendete die Reserve als Meister ihrer Bezirksliga-Staffel, wurde dann aber mehrfach zwischen der Bezirksliga und der Nachwuchsoberliga umgruppiert, die zwischen 1976 und 1983 für die Reservemannschaften der Oberligisten existierte. 1986/87 bedeutete die erneute Meisterschaft der nun wieder in einer Staffel ausgespielten Bezirksliga den erneuten Aufstieg der Reservemannschaft in die DDR-Liga. In der Saison 1987/88 stieg diese jedoch als Tabellenletzter umgehend wieder ab.

Auch am FDGB-Pokal nahm Hansas zweites Team mehrfach teil und erzielte in 31 Pokalspielen 16 Siege bei zwölf Niederlagen und drei Unentschieden, schied jedoch bei jeder Teilnahme vorzeitig aus dem Wettbewerb aus. Zwischenzeitlich existierte zudem eine dritte Mannschaft, welche 1970 an der ersten Runde des FDGB-Pokals teilnahm.

Durch die deutsche Wiedervereinigung wurde Rostocks zweite Mannschaft 1991/92 in die Landesliga Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert und stieg in die Oberliga Nordost auf. Mit dem nicht erreichten Wiederaufstieg der ersten Mannschaft 1993 wurden die Spieler der zweiten Mannschaft jedoch aus finanziellen Gründen entlassen.[30] so dass an ihrer Stelle die A-Jugendmannschaft des F.C. Hansa an der Oberliga-Spielzeit 1993/94 teilnahm und als Tabellenfünfzehnter in die Landesliga abstieg. Zwei Jahre später gelang in der Spielzeit 1995/96 der Wiederaufstieg, dem 1996/97 der umgehende Aufstieg in die Regionalliga Nordost als dritthöchster deutscher Spielklasse folgte. Aus dieser stieg die Mannschaft 1997/98 jedoch direkt wieder ab, woraufhin aufgrund der für einen Verbleib in der Regionalliga nötigen Aufwendungen auf den mit den Oberliga-Meisterschaften 1999/2000 und 2004/05 möglichen Aufstieg verzichtet wurde.[31]

In der Saison 2007/08 wurde unter Trainer Thomas Finck erneut der Aufstieg in die Regionalliga als im Zuge der Ligenreform 2008 vierthöchsten deutschen Spielklasse anvisiert, der schließlich als Tabellenzweiter erreicht wurde. In der Regionalliga-Spielzeit 2008/09 belegte die Mannschaft daraufhin zunächst den zehnten Platz der Abschlusstabelle und konnte auch in der Folgesaison 2009/10 als Tabellenzwölfter den Klassenerhalt erreichen, wurde im Sommer 2010 aber aufgrund des Abstiegs der Lizenzmannschaft aus finanziellen Gründen in die Oberliga Nordost zurückgezogen.[32] Ein möglicher Wiederaufstieg der Reservemannschaft wurde erst in der Saison 2011/12 angestrebt, um an der dann infolge einer Spielklassenreform in fünf Staffeln ausgetragenen Regionalliga teilzunehmen. Durch den gleichzeitigen Abstieg der Lizenzmannschaft in die 3. Liga verlor die Reservemannschaft jedoch das Recht zur Teilnahme an der Regionalliga.

Die zweite Mannschaft repräsentierte den F.C. Hansa Rostock auch im Mecklenburg-Vorpommern-Pokal und gewann diesen 1997/98, 2004/05 und 2005/06. Im damit erreichten DFB-Pokal schied das Team jeweils in der ersten Runde mit insgesamt 1:15 Toren gegen den MSV Duisburg, den 1. FSV Mainz 05 und den FC Schalke 04 aus. Da die Reservemannschaften der Lizenzvereine ab Sommer 2008 ihre Teilnahmeberechtigung am DFB-Pokal verloren, verzichtet der F.C. Hansa seit 2007 auf weitere Landespokal-Teilnahmen der Reservemannschaft.

Vereinsstruktur[Bearbeiten]

Organigramm des F.C. Hansa Rostock

Der F.C. Hansa Rostock besteht seit dem 2. August 1990 als gemeinnütziger Verein, der unter Nummer 223 im Vereinsregister des Amtsgerichts Rostock eingetragen ist.[33][16]

Entsprechend der Satzung[34] obliegt die Geschäftsführung des Vereins dem Vorstand, welcher aus einem Vorsitzenden und mindestens drei bis maximal sechs weiteren Mitgliedern besteht. Dabei wird der Vorstand für jeweils vier Jahre vom Aufsichtsrat gewählt, der seinerseits aus einem Vorsitzenden sowie zwischen vier und sechs weiteren Mitgliedern besteht und durch die Mitgliederversammlung ebenfalls für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Weiterhin bestehen unter anderem zwei Ausschüsse für den Nachwuchsbereich und das Schiedsrichterwesen, ein Wahlausschuss, der die Mitgliederversammlung organisiert, ein Ältestenrat zur Wahrung und Förderung der Vereinstradition sowie ein Vorstandsgremium für den Amateurbereich.

Mit dem Verein verbunden sind zwei Unternehmen, deren Geschäftsfeld insbesondere im Betrieb der DKB-Arena besteht. Dies sind die am 3. November 1998 ins Handelsregister des Amtsgerichts Rostock aufgenommene „Ostseestadion GmbH & Co. KG“, die insbesondere den Stadionbetrieb und den Vertrieb von Merchandiseartikeln organisiert, sowie die am 17. August 1998 ins Handelsregister eingetragene „Ostsee-Stadion Verwaltungs GmbH“, der als Komplementär des erstgenannten Unternehmens auch dessen Geschäftsführung obliegt. Dabei ist der Verein mit einer Einlage in Höhe von 5 Millionen DM einziger Kommanditist der Ostseestadion GmbH & Co. KG und tritt auch bei der Ostsee-Stadion Verwaltungs GmbH als einziger Gesellschafter auf, so dass Hansa sämtliche Anteile an beiden Unternehmen besitzt.[33]

Vereinsführung[Bearbeiten]

Von 1954 bis 1965 Teil des SC Empor Rostock wurde der heutige F.C. Hansa während dieser Zeit von Rudi Reichmann als Leiter der Sektion Fußball geführt, welcher als damaliges DTSB-Bezirksvorstandsmitglied[4] ebenso wie die Fußballmannschaft der BSG Empor Lauter aus Sachsen nach Rostock delegiert worden war. Während diesem vereinzelt auch ehrenamtliche Funktionäre unterstellt waren, oblagen einschneidende Entscheidungen jedoch der Führung des Sportclubs, des DFV oder des DTSB, wobei diese politische Einflussnahme im sportlichen System der Deutschen Demokratischen Republik noch bis zur Zeit der politischen Wende praktiziert werden sollte.[35]

Mit der Ausgliederung des F.C. Hansa aus dem SC Empor wurde ab 1965 Heinz Neukirchen ehrenamtlicher Vorsitzender des nunmehr eigenständigen Fußballclubs, was der verbreiteten Praxis entsprach den Vorsitzenden des jeweiligen Club-Trägerbetriebs auch zum Vorsitzenden des Clubs zu ernennen.[35] 1967 wurde die mittlerweile zwölf Personen umfassende Vereinsführung nochmals umstrukturiert und der bislang unter Neukirchen als Technischer Leiter fungierende Ernst-Moritz Pahnke übernahm den Clubvorsitz, wurde jedoch 1973 wegen ausgebliebener Titelgewinne von seinem Amt entbunden. An seiner Stelle setzte der einflussreiche Partei-Funktionär Harry Tisch seinen bis dahin persönlichen Referenten Jochen Timmermann als Vorsitzenden des F.C. Hansa ein und nahm auch in weiteren Bereichen großen Einfluss auf den Fußballclub.[12] Hansa konnte in der Folge jedoch nicht mehr an die Vize-Meisterschaften der Vorjahre anknüpfen, so dass Timmermann als Vorsitzender ohne Rückhalt blieb[36] und ab 1975 durch Rudi Alms ersetzt wurde, welcher seinerseits nach zwei Jahren von Ulli Stoll ersetzt wurde. 1986 wurde schließlich Robert Pischke als Vorsitzender der mittlerweile auf 22 Mitglieder angewachsenen Clubführung[14] gemeinsam mit Trainer Werner Voigt vom BFC Dynamo nach Rostock delegiert.

Nachdem Hansa im Zuge der politischen Wende zum eingetragenen Verein geworden war, stand dem Verein zunächst weiterhin Robert Pischke vor, firmierte nun aber als amtierender Vereinspräsident; als sein amtierender Vize-Präsident wurde der im Rahmen einer Kooperation mit Werder Bremen[37] an der Ostsee verweilende Dieter Ernst eingesetzt. Auch wegen der massiven Kritik des vormaligen Hansa-Spielers Gerd Kische an diesem Kooperationsvertrag und an der Personalie Ernst,[38] verzichtete Pischke auf eine offizielle Kandidatur bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1991, so dass dort Kische selbst zum Vize-Präsidenten und Wolfgang Zöllick, zuvor stellvertretender Oberbürgerbürgermeister der Stadt Rostock, zum Vereinspräsidenten gewählt wurden. Bereits für Juni 1991 war allerdings eine Mitgliederversammlung angesetzt worden, bei der schließlich Kische selbst zum Vereinspräsidenten gewählt wurde. Nachdem dieser sich jedoch mit mehreren Vereins-Funktionären und Trainern überworfen und teilweise deren Rücktritt bewirkt hatte, gab er schließlich dem daraus resultierenden Druck der Vereinsmitglieder nach und trat 1993 seinerseits von seinem Amt zurück.[39] Für Kisches Weiterbeschäftigung im Verein wurde jedoch der Posten eines Managers eingeführt, den er noch bis 1995 bekleidete.

Nach der Amtszeit des Rostocker Unternehmers Gernot Böttrich als Vereinspräsident zwischen 1993 und 1994, amtierte zum Jahresende 1995 der einstige DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel als Präsident, als dieses Amt formell abgeschafft und die Vereinsführung in Aufsichtsrat und Vorstand unterteilt wurde.[40] Zunächst wurde Horst Klinkmann Aufsichtsratsvorsitzender, während Diestel amtierender Vorstandsvorsitzender blieb, bis er 1997 durch Eckhardt Rehberg ersetzt wurde, auf den 2001 Manfred Wimmer folgte. 2006 übernahm schließlich Dirk Grabow den Vorstandsvorsitz, während Klinkmann erst ab November 2008 nicht mehr als Aufsichtsrat kandidierte und ihm somit Adalbert Skambraks im Amt nachfolgte. Dieser trat aber schon wenige Monate später im März 2009 zurück und gab das Amt an Hans-Ulrich Gienke weiter. Im März 2010 entband dieser schließlich Grabow vom Vorstandsvorsitz, nachdem Hansa Gefahr lief erstmals in die dritte Spielklasse abzusteigen, woraufhin der bisherige Marketingleiter Dirk Hempel diesen Posten übernahm.

Mit dem Abstieg in die dritte Spielklasse im Sommer 2010 kam es zu einem kompletten Umbruch in Hansas Vorstand, dem im folgenden Bernd Hofmann vorsaß. Dieser blieb auch in der Zweitliga-Spielzeit 2011/12 sowie nach dem erneuten Abstieg in die dritte Spielklasse im Amt, jedoch wurde Holger Stein im April 2012 als Nachfolger Gienkes übergangsweise Vorsitzender des Aufsichtsrats. Auf der Mitgliederversammlung im November 2012 wurde dann ein neuer Aufsichtsrat gewählt, dessen Vorsitz Thomas Abrokat übernahm. Bald darauf traten im Dezember 2012 sowohl der Vorstandsvorsitzende Hofmann als auch Finanzvorstand Sigrid Keler und Marketingvorstand Peter Zeggel von ihren Posten zurück. Seit Januar 2013 ist nunmehr Michael Dahlmann Vorstandsvorsitzender.

Spielstätten[Bearbeiten]

Das Ostseestadion beim Spiel von Empor Rostock gegen Motor Dessau, 13. Juni 1957
Das Ostseestadion im Jahr 2005. Am 2. Juli 2007 wurde es in DKB-Arena umbenannt.

Heimspielstätte des F.C. Hansa Rostock ist die DKB-Arena, welche bereits 1954 unter dem Namen Ostseestadion errichtet wurde und nach mehreren Umbauten und einer Umbenennung nun von der vereinseigenen „Ostseestadion GmbH & Co. KG“ betrieben wird, welche auch das Erbbaurecht am entsprechenden Grundstück besitzt.[33] Für die Nutzung der Arena sowie auch für die Nutzung der auf demselben Grundstück liegenden Trainingsflächen zahlt der F.C. Hansa eine von der Spielklasse des Vereins abhängige Miete an die Ostseestadion GmbH & Co. KG.[33]

Dabei wurde das Ostseestadion ursprünglich zwischen 1953 und 1956 mit Hilfe des Nationalen Aufbauwerks errichtet, aber bereits am 27. Juli 1954 im noch unfertigen Zustand eröffnet, so dass es Empor Rostock beziehungsweise später Hansa Rostock ab dem 14. November 1954 als Heimspielstätte diente. Da es zunächst als allgemeines Sportstadion konzipiert worden war, wurde es in der Anfangsphase aber auch für Feldhandballspiele genutzt und diente zudem als Austragungsort der Leichtathletikmeisterschaften der DDR. Nach mehreren Umbauten fasste das anfänglich für 18.000 Zuschauer ausgelegte Ostseestadion schließlich 25.500 Zuschauer, bis es zwischen April 2000 und Juli 2001 mit finanzieller Unterstützung der Stadt Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern komplett erneuert wurde. Dabei entstand durch Aufwendungen in Höhe von 55 Millionen DM (rund 28,1 Millionen Euro)[41] ein reines Fußballstadion mit einer Kapazität von bis zu 29.000 Zuschauern, in dem am 4. August 2001 das erste Heimspiel des F.C. Hansa stattfand.

Am 2. Juli 2007 wurden die Namensrechte am Ostseestadion bis zum 30. Juni 2017 an die Deutsche Kreditbank veräußert, woraufhin dieses in DKB-Arena umbenannt wurde.[33] Für die Zeit nach 2017 besteht ein Vertrag zwischen der Ostseestadion GmbH & Co. KG und Infront Sports & Media zur weiteren Vermarktung des Stadionnamens bis ins Jahr 2026.[33] Seit Januar 2011 werden zudem die Dächer der DKB-Arena verpachtet, auf denen das Hamburger Unternehmen „Paribus northenergy“ eine Solaranlage in Betrieb nahm.[42]

Vor Errichtung des Ostseestadions war Rostocks größte Sportanlage das Volksstadion, das zwischen 1923 und 1928 erbaut wurde und zwischenzeitlich bis zu 20.000 Zuschauern Platz geboten haben soll. Mit Ausnahme der Partien in den Regionalliga-Spielzeiten 2008/09 und 2009/10, welche in der DKB-Arena bestritten wurden, dient das Volksstadion mit einem Fassungsvermögen von 8.000 Stehplätzen vor allem der zweiten Mannschaft Rostocks als Heimspielstätte.[43] Auch die Jugend-Bundesligamannschaften des F.C. Hansa tragen ihre Spiele teilweise im Volksstadion aus, weichen gelegentlich aber auf das Rostocker Leichtathletikstadion oder Spielstätten in Orten des Rostocker Umlandes aus.

Als Stadionzeitung erscheint 2011/12 nach mehrfachen Umbenennungen und Herausgeberwechseln die von der Ostseestadion GmbH herausgegebene Kogge, für die zweite Mannschaft erscheint mit dem A-Team seit 1997 eine eigene Stadionzeitung.

Vereinsgelände[Bearbeiten]

Das Vereinsgelände des F.C. Hansa besteht im Wesentlichen auf zwei mehrere Flurstücke umfassenden Arealen in Rostock, an denen der Verein Erbbaurechte besitzt. Dies sind einerseits ein 36.981  umfassendes Gelände in direkter Nähe zur DKB-Arena zwischen Kopernikusstraße und Trotzenburger Weg im Hansaviertel, sowie andererseits ein 11.324 m² umfassendes Gelände an der Maxim-Gorki-Straße in Evershagen,[33] welches allerdings 2012 im Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Verhinderung der Insolvenz des Vereins an die Stadt Rostock veräußert werden soll.[24] Während das erstgenannte Gelände die Geschäftsstelle des Vereins, das Jugendinternat sowie zwei Rasenplätze umfasst, besteht das zweitgenannte Areal aus einer Sportanlage mit einem Kunstrasenplatz inklusive Laufbahn sowie einer Kugelstoßanlage. Zusätzliche Trainingsflächen bestehen auf dem Gelände der DKB-Arena, wo der Verein drei Rasen-, einen Kunstrasen- und einen Tennisplatz von der Ostseestadion GmbH & Co. KG angemietet hat.[33]

Finanzen[Bearbeiten]

Im sportlichen System der DDR war Empor Rostock zunächst dem Fischkombinat Rostock als Trägerbetrieb unterstellt, während die gleiche Funktion für Hansa Rostock durch das Kombinat Seeverkehr und Hafenwirtschaft wahrgenommen wurde. Im Zuge der Wiedervereinigung entfielen die Trägerbetriebe der Oberliga-Clubs, so dass diese erstmals eigenständig wirtschaften mussten. Hansa schloss daraufhin zur Saison 1990/91 mit dem Klebstoffhersteller Uhu den ersten Sponsorenvertrag der Clubchronik ab, im Folgenden sollte sich der Verein im vergleichsweise strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern jedoch mit Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche konfrontiert sehen.[44] So wurde der zur Bundesliga-Saison 1991/92 mit dem Baukonzern Elbo abgeschlossene Sponsorenvertrag durch die Zerschlagung des einstigen DDR-Großkonzerns durch das Bundeskartellamt obsolet und der in der Zweitliga-Saison 1992/93 gültige Vertrag mit dem Unternehmen BioWolf endete mit der Insolvenz BioWolfs,[45] Daraufhin entließ Hansa aus finanziellen Gründen die Spieler der Zweitvertretung, welche durch Jugendspieler aufgefüllt wurde, und gliederte die erst zwei Jahre zuvor beigetretene Frauen-Fußball-Abteilung gänzlich aus dem Verein aus. Während andere ehemalige Oberligisten wie Dynamo Dresden und VfB Leipzig aufgrund finanzieller Engpässe bald Punktabzüge und Zwangsabstiege hinnehmen mussten, konnte Hansa sich jedoch nach und nach wirtschaftlich stabilisieren, was erst durch das verstärkte Engagement zahlreicher Nebensponsoren möglich wurde.

Dem sportlichen Aufstieg in die Bundesliga 1994/95 folgte schließlich eine Periode, in welcher der F.C. Hansa seinen Etat zum Teil auch durch Spieler-Verkäufe bestreiten konnte,[21] wobei vor allem René Schneider, Oliver Neuville und Victor Agali zu nennen sind. Teils gab der Verein in dieser Zeit jedoch auch selbst Millionenbeträge für Neuverpflichtungen aus, wie beispielsweise für Rade Prica als teuerstem Spieler-Kauf der Vereinsgeschichte.[46]

Ab 2002 blieben ertragreiche Spielerverkäufe jedoch aus, so dass der Abstieg aus der Bundesliga 2004/05 gleichzeitig eine hohe Verschuldung des Vereins über die nächsten Jahre hinweg einläutete. So hatte der Verein nach einem in der Abstiegssaison erwirtschafteten Verlust von 430.000 Euro während der Saison 2005/06 ein Minus von 1,4 Millionen Euro verbucht und im Aufstiegsjahr 2006/07 abermals etwa 1,2 Millionen Euro Verlust bilanziert.[47] Die erneute Teilnahme an der höchsten deutschen Spielklasse 2007/08 nutzte Hansa daraufhin zwar, um bei einem Etat von 27,6 Millionen Euro einen Gewinn 3,2 Millionen Euro zu erwirtschaften,[48] doch schon in der folgenden Zweitliga-Spielzeit 2008/09, die der Verein mit einem Etat von 17 Millionen Euro bestritt,[49] wurde ein erneuter Verlust von 1,46 Millionen Euro verbucht, womit sich das Vereinsvermögen auf 111.585 Euro verringerte.[50] Durch die Saison 2009/10, für die Hansa einen Etat von 15 Millionen Euro einplante,[51] verringerte sich das bilanzielle Vereinsvermögen schließlich weiter auf nun –4,43 Millionen Euro, nachdem Hansa einen Verlust von 4,54 Millionen Euro erzielte. Hiervon entfielen allein 4,25 Millionen Euro auf eine Rückstellung, die Hansa im Hinblick auf eine Steuernachzahlung für die Geschäftsjahre 1999 bis 2001 bilanzieren musste, welche Anfang 2012 dann auch gerichtlich bestätigt wurde und weitgehende Auswirkungen hatte (siehe unten). Aufgrund einer positiven Fortführungsprognose lag zunächst aber noch keine Überschuldung vor.[33][50] Insgesamt lasteten zu diesem Zeitpunkt rund 9 Millionen Euro Verbindlichkeiten auf dem Verein, der bis zum Jahr 2025 zusätzliche 20,5 Millionen Euro aus Krediten für den Neubau des Ostseestadions zurückzahlen muss.[52]

Auch deshalb hatte Hansa unterdessen neue Wege zur Sicherung der Liquidität beschritten und bereits am 2. Juli 2007 die Namensrechte am Ostseestadion für 1,5 Millionen Euro jährlich[53] an die Deutsche Kreditbank veräußert. 2009 kam ein bis 2026 gültiger Vertrag mit Infront Sports & Media hinzu, der weitgehende Werbe- und Vermarktungsrechte an Infront übertrug.[33] 2010 resultierte daraus eine Zusammenarbeit mit Veolia Umweltservice als neuem Hauptsponsor für die Spielzeiten 2010/11 und 2011/12[54] – die aufgrund von andauernden Fanausschreitungen jedoch nicht über das Jahr 2012 hinaus verlängert wurde[55] – sowie 2011 ein Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Sportartikelhersteller Nike als neuem Ausrüster des F.C. Hansa.[56] Durch die Verpachtung der Dächer der DKB-Arena zum Zwecke des Betriebs einer Solaranlage generiert Hansa seit Januar 2011 zudem einen zusätzlichen sechsstelligen Betrag im Jahr.[57] Dabei bestritt der Verein die Drittliga-Saison 2010/11 mit einem Gesamtetat von 8,9 Millionen Euro[50] und erwirtschaftete einen Verlust von etwa 590.000 Euro.[58]

Zuletzt gab Hansa schließlich im Juli 2011 eine Anleihe heraus, die bei einem Nennbetrag von 5 Millionen Euro bis zu 4,7 Millionen Euro in die Vereinskasse spülen und anschließend mit einer Laufzeit bis 2017 mit fünf bis sieben Prozent verzinst werden sollte.[33] Bis zum November 2011 erbrachte die Anleihe durch rund 500 Zeichnungen aber nur ein Volumen von etwa 300.000 Euro.[58] Dabei plante Hansa die Zweitliga-Saison 2011/12 mit einem Etat von 13,2 Millionen Euro zu bestreiten.[59]

Im Frühjahr 2012 hatte sich die finanzielle Situation des Vereins schließlich soweit zugespitzt, dass dieser unmittelbar vor der Insolvenz stand. Das Fortbestehen des F.C. Hansa sollte daraufhin durch ein vier Punkte umfassendes Maßnahmenpaket gesichert werden, welches die Erstellung eines tragfähigen Sanierungskonzeptes, einen Verzicht aller Gläubiger auf rund 39 Prozent ihrer Forderungen sowie die Veräußerung eines Teils des Vereinsgeländes an die Stadt Rostock und eine einmalige Zahlung der Stadt Rostock an den Verein vorsah.[60] Am 9. Mai 2012 stimmte die Rostocker Bürgerschaft daraufhin für den Teilerlass der Steuerschulden in Höhe von 680.000 Euro, eine einmalige Zuwendung in Höhe von 750.000 Euro sowie für den Ankauf des Sportgeländes in Evershagen für 530.000 Euro.[24] Nachfolgend kündigten auch die weiteren Gläubiger des Vereins an, auf Teile ihrer Forderungen zu verzichten. Für das Finanzamt Rostock bedeutet dies einen Steuererlass von rund 1,2 Millionen Euro sowie für die Deutsche Kreditbank etwa 2 Millionen Euro und die OstseeSparkasse rund 343.000 Euro Schuldenerlass.[25] Insgesamt umfasst das Maßnahmenpaket somit ein Volumen von etwa 5,5 Millionen Euro.[25]

Die zweite Mannschaft des F.C. Hansa führt mit der wHolz GmbH einen eigenen Trikotsponsor, welcher als Caterer unter anderem in der Rostocker DKB-Arena und dem Glücksgas-Stadion von Dynamo Dresden tätig ist; der Nachwuchsbereich wird insbesondere durch die Stadtwerke Rostock AG gesponsert.

Vereinssymbole[Bearbeiten]

Als Teil des SC Empor Rostock führte die Fußballmannschaft zunächst das Emblem der Sportvereinigung Empor, welches bald durch auf Rostock verweisende Schriftzüge erweitert und schließlich durch auf dem Rostocker Stadtwappen basierende Embleme abgelöst wurde. Mit der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Empor suchte die Sportführung 1965 nach den zukünftigen Symbolen des neuen Fußballclubs, woraufhin in 126 Einsendungen die Namens- und Emblem-Vorschläge Hansa und Kogge, die auf die Geschichte Rostocks als Hansestadt verweisen, am häufigsten genannt und schließlich umgesetzt wurden.[9] Dabei wurde das Vereinswappen im Januar 1966 als Auftragsarbeit vom Rostocker Künstler Karl-Heinz Kuhn entworfen, der für die Ausgestaltung der stilisierten Kogge auf die Farben und den Greif des Rostocker Stadtwappens zurückgriff. Die Bedeutung der Punkte in der Abkürzung „F.C.“ im Vereinsnamen ist unklar. Möglicherweise soll damit an den Traditionsclub Rostocker F.C. von 1895 erinnert werden,[9][61] welcher 1996 neu gegründet wurde. Bis in die 1990er Jahre war für den F.C. Hansa allerdings die Schreibweise ohne Punkte üblich.

Vereinshymne ist seit 1995 das Lied „FC Hansa, Wir lieben Dich total“ der Rockband Puhdys, das die „Oberliga-Hymne“ Klaus Leschinskis ablöste.[62] Daneben gilt auch Thomas Selendts und Jan Friedbergs „Hansa Forever“ als Vereinslied.[63]

Neben der zum Sinnbild des Vereins gewordenen Kogge existiert kein offizielles Vereinsmaskottchen. Als Identifikationsmaßnahme führte Hansa Rostock zwar 1993 eine Umfrage nach dem zukünftigen Maskottchen des Vereins durch, wobei sich ein „Rollo“ genannter Wikinger unter anderem gegen den Mecklenburgischen Stier durchsetzte und aufeinanderfolgend von zwei Hansa-Anhängern verkörpert wurde. Nachdem beide durch einen Schlaganfall beziehungsweise einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren, wurde Rollo als Vereinsmaskottchen jedoch wieder abgeschafft.[64]

Anhängerschaft[Bearbeiten]

Einer 2007 veröffentlichten, repräsentativen Umfrage des Sportpromotoren Sportfive zufolge besaß Hansa Rostock mit 1,97 Millionen Fans deutschlandweit die siebtgrößte Fanbasis der deutschen Profivereine.[65] In den Neuen Bundesländern war Hansa einer 2008 veröffentlichten, repräsentativen Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse nach der beliebteste Profiverein noch vor dem FC Bayern München und in Gesamtdeutschland beliebtester ostdeutscher Profiverein vor Energie Cottbus.[66] 2009 lag der Bekanntheitsgrad des Vereins einer weiteren Studie Sportfives zufolge deutschlandweit bei 79 Prozent.[67]

Fanszene[Bearbeiten]

Obwohl erst wenige Tage zuvor nach Rostock delegiert, besuchten das erste Heimspiel der Fußballmannschaft im damit ausverkauften Ostseestadion am 14. November 1954 bereits 17.000 Zuschauer.[6] In der Folge etablierte sich, auch mit dem Fehlen anderer Oberligisten in näherer Umgebung und den anfänglichen Erfolgen des SC Empor begründet, eine größere Anhängerschaft, die sich zum Teil in Fangruppen organisierte, welche zunächst jedoch nur geduldet wurden,[68] so dass Fanartikel erst ab der Saison 1974/75 verkauft wurden.[64] Bis zu 5.000 Anhänger[69] begleiteten die Rostocker Oberliga-Mannschaft zu Auswärtsspielen, obgleich diese die weitesten Anfahrten der überwiegend im Süden der Deutschen Demokratischen Republik angesiedelten Oberligisten in Kauf nehmen musste.[70]

Mit der sich abzeichnenden Deutschen Wiedervereinigung wurde auch die Anhängerschaft des F.C. Hansa zunehmend politisch und wandte sich im Stadion teils in Sprechchören gegen die DDR-Regierung.[71] Zu einem Auswärtsspiel im UEFA-Pokal im September 1989 fuhren daraufhin zwar 4.000 Rostocker Fans mit Sonderzügen nach Ostrau, einzelne Waggons wurden aber noch in Prag kontrolliert und der gesamte Zug am Zielort schließlich zur direkten Umkehr gezwungen.[71]

Nach erfolgter Wiedervereinigung richtete der Verein 1991 den ersten Fan-Treffpunkt des F.C. Hansa ein und stellte zu diesem Zweck ein Gebäude am Volksstadion Rostock zur Verfügung,[68] in dem sich nachfolgend das Hansa Fanprojekt etablierte, welches seit 1995 Vereinsstatus besitzt und als Dachverband der Hansa-Fanclubs fungieren sollte.[72] Dabei wurden auch regionale Unterteilungen des Projektes vorgenommen, um die Aktivitäten der über 170 Fanclubs zu koordinieren, die neben Deutschland insbesondere in Skandinavien und Polen, aber beispielsweise auch in China existierten.[68] Neben der Organisation von Fanturnieren und Auswärtsfahrten gehörte der Vertrieb vereinzelter Merchandise-Artikel zum Aufgabengebiet des Fanprojekt, welches auch das periodisch erscheinende Magazin Fanprojekt live herausgab. 2009 beendete der Verein jedoch die Zusammenarbeit mit dem Hansa Fanprojekt, dessen Aufgaben zum Zwecke der engeren Bindung an den Verein zukünftig von der 2006 gegründeten Abteilung Fanbetreuung wahrgenommen werden sollen.[73]

Bereits ab 1993 geriet Rostocks Fanszene insbesondere im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Spielen gegen den späteren Rivalen FC St. Pauli in negative Schlagzeilen, die zum Ende 1990er Jahre zwar nachließen, doch unter anderem durch Ausschreitungen am Bahnhof von Stendal im Februar 2006, beim Auswärtsspiel in Essen im Februar 2007 sowie bei der Aufstiegsfeier in Rostock im selben Jahr geriet der F.C. Hansa erneut in den Fokus der Medien.[74] Der Verein bezifferte den ihm dadurch entstandenen Schaden auf 400.000 Euro.[75] Im selben Jahr gingen Schätzungen von rund 500 gewaltbereiten Personen innerhalb der Anhängerschaft Rostocks aus.[76] Daraufhin stellte der F.C. Hansa unter anderem im Februar 2007 die Zusammenarbeit mit dem Fanclub Suptras Rostock ein[77] und begrüßte die im Herbst 2007 erfolgte Gründung des unabhängigen Vereins Fanszene Rostock,[74] welcher präventiv auf die eigenen Fans einwirken soll.

Trotz dieser und anderer Maßnahmen kam es im Folgenden zu weiteren Ausschreitungen, so etwa in der Saison 2009/10 in den Heimspielen gegen Ahlen und St. Pauli sowie am letzten Spieltag in Düsseldorf, wo es zudem zum illegalen Einsatz von Pyrotechnik gekommen war.[78] Nachfolgend wurde bei Auswärtsspielen während der Spielzeit 2010/11 wiederholt verbotene Pyrotechnik von Rostocker Anhängern eingesetzt, wobei insbesondere das Auswärtsspiel in Dresden im Oktober 2010 den Verein dazu veranlasste, noch vor einem gleichlautenden Urteil des DFB-Sportgerichts den Verzicht auf Gästefans in den nächsten zwei Auswärtsspielen zu erklären.[79] Im Vorfeld der Zweitliga-Spielzeit 2011/12 wurden daraufhin 16 der bevorstehenden 34 Spiele als Risikospiele eingestuft, darunter insbesondere die Duelle gegen ostdeutsche Mannschaften sowie den FC St. Pauli. Dabei gingen Schätzungen vor der Saison von nur noch 150 gewaltbereiten Personen in Hansas Fanszene aus,[80] was im Vergleich zu 2007 einen Rückgang der gewaltbereiten Anhänger um 70 Prozent bedeutete. Dennoch geriet Rostocks Fanszene weiterhin durch den Einsatz von Pyrotechnik in Negativschlagzeilen, die im November 2011 ihren vorläufigen Höhepunkt fanden, als im Heimspiel gegen den FC St. Pauli Feuerwerkskörper in den Block der Hamburger Fans geschossen wurden. Daraufhin wurde Hansa Rostock vom DFB-Sportgericht dazu verteilt, das bevorstehende Heimspiel gegen Dynamo Dresden im Dezember 2011 als Geisterspiel auszutragen.[81]

Ebenfalls im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bei Spielen gegen den FC St. Pauli, aber auch beispielsweise durch die rassistische Beschimpfung Gerald Asamoahs bei einem Spiel in Rostock 2006, werden Teilen der Rostocker Fanszene auch rechtsradikale Tendenzen nachgesagt.[74] Im Sommer 2010 verweigerten jedoch rund 150 Rostocker Fans Udo Pastörs, dem Fraktionsvorsitzenden der NPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, sowie seinen 15 Begleitern den Zugang zum Fanblock, als diese dem Heimspiel gegen die TuS Koblenz beiwohnen wollten.[82] Auch der Verein selbst engagiert sich inzwischen verstärkt gegen Rechtsextremismus. Seit dem Jahr 2010 ist er Unterstützer der Kampagne Kein Ort für Neonazis, um sich gegen die NPD in Mecklenburg-Vorpommern stark zu machen.[83]

Rivalitäten[Bearbeiten]

Rivalitäten aus der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik, wie zum DDR-Rekordmeister BFC Dynamo oder zu Lokalrivalen wie Schiffahrt/Hafen Rostock, verloren spätestens seit der Wiedervereinigung wegen der niedrigeren Spielklassen dieser Vereine stetig an Bedeutung. Dagegen wurden insbesondere zu Erstligazeiten trotz teilweise großen Entfernungen zwischen den jeweiligen Städten Spiele gegen den Hamburger SV gelegentlich als Nord-Derby, gegen Hertha BSC als Nordost-Derby und Spiele gegen ehemalige DDR-Mannschaften generell als Ost-Derby bezeichnet. Dabei entwickelte sich ab 2000 eine starke Rivalität gegenüber Energie Cottbus als dem nach Rostock erfolgreichsten Ost-Verein in der Nachwendezeit, wodurch Aufeinandertreffen beider Vereine teils als Risiko-Partien eingestuft wurden.[84] Bereits seit 1993 besteht zudem eine Rivalität gegenüber dem FC St. Pauli, nachdem es beim Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Rostock zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war.[74] Mit den Stuttgarter Kickers bestand hingegen während der einzigen gemeinsamen Bundesligasaison 1991/92 eine Fanfreundschaft.[85]

Energie Cottbus[Bearbeiten]

Obgleich Hansa Rostock und Energie Cottbus bereits zu Zeiten der DDR-Oberliga vereinzelt gegeneinander angetreten waren, entwickelte sich die Rivalität beider Vereine erst mit dem Aufstieg Cottbus' in die Bundesliga zur Spielzeit 2000/01. Denn während Cottbus nur in sechs Spielzeiten an der Oberliga teilnahm, gehörte Rostock dieser Spielklasse in über 30 Spielzeiten an, so dass es nur selten zum direkten Aufeinandertreffen beider Mannschaften kam. In den insgesamt zehn Oberliga-Begegnungen zwischen 1973 und 1991 konnte Cottbus einen Sieg sowie drei Unentschieden jeweils auf heimischem Platz verbuchen, verlor in Rostock aber alle fünf Spiele. Die Begegnungen beider Mannschaften in den weiteren Wettbewerben konnte Rostock noch deutlicher für sich entscheiden. So gelang Hansa in der Aufstiegsrunde 1979/80 unter anderem durch zwei Siege über Cottbus der Aufstieg in die Oberliga, während Cottbus selbiger verwehrt blieb, und bei zwei Aufeinandertreffen im FDGB-Pokal 1979/80 und 1987/88 setzte sich jeweils Rostock auf heimischem Platz durch.

Mit der Deutschen Wiedervereinigung vergrößerte sich der Klassenunterschied zunächst, als Rostock in die gesamtdeutsche Bundesliga, Cottbus jedoch nur in die drittklassige Oberliga eingegliedert wurde. Ab 1995 wurde Hansa gar zum einzigen Vertreter der ehemaligen DDR-Oberliga in der Bundesliga, bis Cottbus schließlich 2000 in die Bundesliga aufstieg, so dass erstmals wieder Ost-Derbys in der höchsten Spielklasse stattfanden. Cottbus' Abstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2003 entschied vorläufig die Frage, welcher Verein nun die „Nummer Eins im Osten“ sei, nachdem beide Teams zuvor in sechs Partien je zweimal gesiegt hatten, wobei es vereinzelt auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen der Fanlager gekommen war.[76] Doch nachdem Rostock 2005 ebenfalls abgestiegen war, trafen beide Vereine in der zweiten Liga erneut aufeinander, wobei Cottbus vier Punkte für den Aufstieg in die Bundesliga erspielen konnte, während Rostock diesen erst 2007 erreichte. Bis zu Rostocks Wiederabstieg im Sommer 2008 kam es daraufhin zu zwei Begegnungen der Vereine in Deutschlands höchster Spielklasse, die jeweils von der Heimmannschaft gewonnen wurden. Durch den Cottbuser Abstieg im Sommer 2009 verlagerten sich die Ost-Derbys erneut in die 2. Bundesliga, der mit Union Berlin zudem noch ein dritter ehemaliger DDR-Oberligist angehörte, bis Hansa im Sommer 2010 als einziger dieser drei Vereine in die 3. Liga abstieg. In der Saison 2011/12 trafen diese drei Vereine erneut in der 2. Bundesliga aufeinander, wobei mit Erzgebirge Aue und Mitaufsteiger Dynamo Dresden zudem noch zwei weitere Verein aus den neuen Bundesländern in der Liga vertreten waren. Dabei belegte Hansa erneut den letzten Platz unter den Ost-Vereinen.

FC St. Pauli[Bearbeiten]

Mit dem FC St. Pauli besteht eine starke Rivalität, seit es während des am 13. März 1993 ausgetragenen Zweitliga-Spiels beider Mannschaften in Rostock zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Kurz nach den rechtsradikal motivierten Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen stattfindend wurde dieses Spiel Anlass für Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und den als linkspolitisch aktiv geltenden Fans des FC St. Pauli. Rund 400 Neonazis und Hooligans versuchten während des Spiels, den Block der Gästefans zu stürmen, wobei sich beide Seiten auch Wurfgeschossen bedienten. Die eingreifenden Ordnungskräfte setzten schließlich Wasserwerfer ein, bis sie die Situation durch eine Vielzahl von Festnahmen unter Kontrolle brachten, so dass lediglich zwölf Personen verletzt wurden.[74] Seither gelten Partien beider Vereine gegeneinander als risikoträchtig und zogen teils auch gewaltbereite Personen an, die keinem der beiden Fanlager angehörten.[86] Eine mediale Umsetzung fanden die Ereignisse zudem im Fernsehfilm Schicksalsspiel.

Die gleiche Spielansetzung nutzten gewaltbereite Zuschauer dementsprechend im September 1995 zum erneuten Einsatz von Wurfgeschossen und Rauchbomben, die auch Spieler St. Paulis gesundheitlich beeinträchtigten.[74] Schon im Sommer 1995 waren beide Mannschaften nach drei gemeinsamen Jahren in der 2. Bundesliga in die höchste Spielklasse aufgestiegen, wobei Rostock in sechs Aufeinandertreffen vier Siege und zwei Niederlagen hatte verbuchen können. In der ersten Liga spielten beide Vereine noch zwei weitere Jahre gegeneinander, bevor St. Paulis Abstieg 1997 das vorläufige Ende der brisanten Partien bedeutete. Die kurzfristige Rückkehr St. Paulis in die erste Liga 2001 nutzte Rostock, um die Siege Nummer vier und fünf in nunmehr sechs Bundesliga-Begegnungen einzufahren, von denen St. Pauli lediglich eine gewann.

Erst als Rostock 2008 in die 2. Bundesliga abgestiegen war, kam es am 26. September 2008 erneut zum Aufeinandertreffen der Vereine, das abermals von gewalttätigen Ausschreitungen überschattet wurde. Dabei bewarfen sich noch vor dem Spiel rivalisierende Fangruppen gegenseitig mit Wurfgeschossen. Nach Polizei-Angaben versuchten zudem rund 500 Fans im Anschluss an die Partie die Polizei-Blockaden zu durchbrechen, die die Fanlager voneinander trennen sollten, woraufhin die Ordnungskräfte Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. Die Polizei bilanzierte schließlich 15 Verletzte, darunter sechs Polizisten, und 52 Festnahmen.[87] Das Rückspiel auf St. Pauli am 6. März 2009 wurde daraufhin vom bis dahin größten Polizei-Einsatz bei einem Zweitliga-Spiel in Hamburg begleitet. Dieser richtete sich vor und während der Partie insbesondere gegen gewaltbereite Rostocker, die mit dem Gebrauch von Wurfgeschossen und Rauchbomben auf sich aufmerksam machten, artete nach dem Spiel aber zu einer Straßenschlacht zwischen rund 1000 Autonomen und St.-Pauli-Anhängern sowie der Polizei aus.[88]

In der Spielzeit 2009/10 kam es daraufhin zu erneuten Auseinandersetzungen beim Spiel in Rostock, weshalb für das Rückspiel auf St. Pauli ein Kontingent von lediglich 500 Sitzplatzkarten für Hansafans vorgesehen wurde. Die Vereinsführung des F.C. Hansa entschied daraufhin, als Protest gegen diese Restriktion die Karten gar nicht erst in den Verkauf zu geben.[89] In der Saison 2011/12 trafen beide Vereine erneut in der 2. Bundesliga aufeinander, nachdem Rostock zuvor ein Jahr in der dritten Liga gespielt hatte. Nachdem im Rostocker Heimspiel im November 2011 Feuerwerkskörper aus dem Rostocker Block in den Block der Hamburger Fans geschossen worden waren,[81] verfügte die Hamburger Polizei für das Rückspiel auf St. Pauli, dass keine Karten an Gästefans verkauft werden dürften. Eine gerichtliche Anfechtung dieser Verfügung durch den FC St. Pauli blieb erfolglos. Eine daraufhin organisierte Demonstration der Rostocker Fanszene am Spieltag in Hamburg wurde allerdings gerichtlich zugelassen und schließlich auch friedlich durchgeführt.[90]

Namen und Zahlen[Bearbeiten]

Aktuelle Mannschaften[Bearbeiten]

Erste Mannschaft[Bearbeiten]

Trikots 2014/15
Heimtrikot
Auswärtstrikot
Ausweichtrikot

Trainer der Mannschaft in der Saison 2014/15 der 3. Liga ist Peter Vollmann, dem Uwe Ehlers als Co- und Stefan Karow als Torwart-Trainer assistieren.

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Jörg Hahnel Deutscher
20 Fabian Künnemann Deutscher
22 Johannes Brinkies Deutscher
27 Robin Schröder Deutscher
02 Markus Gröger Deutscher
03 Steven Ruprecht Deutscher
04 Tommy Grupe Deutscher
05 Denis-Danso Weidlich Deutscher
06 Aykut Erdogan Deutscher
07 Shervin Radjabali-Fardi Deutscher
15 Christian Stuff (C)Kapitän der Mannschaft Deutscher
18 Jovan Vidović Slowene
24 Lukas Pägelow Deutscher
25 Sebastian Pelzer Deutscher
08 David Blacha Pole
09 Julian Jakobs Deutscher
11 Christian Bickel Deutscher
14 Max Christiansen Deutscher
16 Martin Pett Deutscher
17 Manfred Starke Namibier
19 Sascha Schünemann Deutscher
23 Robin Krauße Deutscher
26 Dennis Srbeny Deutscher
31 Kai Schwertfeger Deutscher
10 Mustafa Kučuković Deutscher
21 Halil Savran Deutscher
38 Marcel Ziemer Deutscher

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

Trainer der Mannschaft in der Saison 2014/15 der Oberliga Nordost ist Robert Roelofsen, dem Martin Pohl als Co-Trainer assistiert.

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
22 Tobias Werk Deutscher
02 Ivo Studzinski Deutscher
03 Florian Esdorf Deutscher
05 Eric Birkholz Deutscher
07 Maurice Eusterfeldhaus Deutscher
14 Jakob Lüdtke Deutscher
18 Niklas Tille Deutscher
0 Tim Hermann Deutscher
04 Milad Faqiryar Afghane
08 Berk Coskun Türke
10 Michael Borchert Deutscher
16 Joshua Gebissa Deutscher
20 Paul Kant Deutscher
0 Hannes Burmeister Deutscher
0 Christian März Deutscher
09 Can Kalkavan (C)Kapitän der Mannschaft Deutscher
11 Nico Matern Deutscher
13 Robert Grube Deutscher


Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Dies ist eine Aufzählung von Spielern, die beim F.C. Hansa oder dessen Vorgänger SC Empor herausragende Leistungen vollbrachten und teilweise Nationalspieler ihrer jeweiligen Heimatländer waren. Angegeben sind zusätzlich der Zeitraum sowie die Anzahl der Einsätze und Tore für die erste Mannschaft im Ligabetrieb bis inklusive 2013/14.[91]

Spieler Zeitraum Spiele (Tore) Bemerkungen
Alms, Gernot 1980–1994 298 (12) Alms gewann mit Hansa das Double 1990/91 und erreichte den Aufstieg aus der DDR-Liga 1986/87. Mit 298 Spielen belegt er Rang sieben der Spieler mit den meisten Ligaeinsätzen für Hansa.
Arvidsson, Magnus 1999–2006 181 (32) Der schwedische Nationalspieler ist mit 27 Bundesliga-Toren der erfolgreichste Stürmer des F.C. Hansa in der höchsten deutschen Spielklasse und mit 181 Einsätzen der meisteingesetzte ausländische Spieler des F.C. Hansa.
Barthels, Wolfgang 1959–1969 221 (45) Der gebürtige Magdeburger kam noch als Jugendlicher zum F.C. Hansa und absolvierte in dessen Diensten 221 Einsätze in der Oberliga sowie zwei Länderspiele für die DDR, wobei er das 100. Tor in der Geschichte der DDR-Auswahl erzielte.
Beinlich, Stefan 1994–1997
2006–2008
138 (35) Beinlich galt als Führungsspieler in den Aufstiegssaisons 1994/95 sowie 2006/07 und übernahm später den Manager-Posten des Vereins in der 3. Liga.
Bialas, Arthur 1954–1962 167 (93) Arthur Bialas kam mit seinem Bruder Franz aus Lauter nach Rostock, wo er mit 93 Toren Zweitplatzierter der ewigen Torschützenliste des Vereins sowie 1962 Torschützenkönig der DDR-Oberliga wurde. 1961 absolvierte er sein einziges Länderspiel für die DDR.
Decker, Jürgen 1964–1973
1974–1979
211 (31) Mit einem Jahr Unterbrechung spielte Decker 15 Jahre für Rostock, absolvierte 211 Einsätze und war nach seiner aktiven Karriere Co-Trainer von Uwe Reinders in der Meisterschaftssaison 1990/91.
Dowe, Jens 1987–1994
1997–1999
197 (30) Der gebürtige Rostocker gewann mit Hansa das Double 1990/91 und absolvierte in zehn Jahren Vereinszugehörigkeit 197 Einsätze für Rostock, mit denen er auch Anteil am Aufstieg aus der DDR-Liga 1986/87 hatte.
Drews, Werner 1959–1970 268 (58) Der zweifache DDR-Nationalspieler Drews steht mit 268 Einsätzen auf Rang neun der Spieler mit den meisten Einsätzen und mit 58 Toren auf Rang fünf der Spieler mit den meisten Toren für Rostock.
Heinsch, Jürgen 1958–1971 176 0(0) Als Torhüter absolvierte Heinsch 176 Einsätze für Rostock sowie sieben Einsätze in der Nationalmannschaft der DDR. Nach seiner aktiven Karriere war er mehrfach als (Interims-)Trainer für Hansa tätig.
Hergesell, Helmut 1963–1972 200 (17) Hergesell absolvierte in zehn Jahren Vereinszugehörigkeit 200 Einsätze für Rostock und war nach seiner aktiven Karriere zunächst als Jugend-Trainer, dann als Cheftrainer der ersten Mannschaft und zuletzt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim F.C. Hansa tätig.
Jarohs, Rainer 1975–1990 362 (166) Jarohs ist mit 166 erzielten Toren der erfolgreichste Torschütze der Vereinsgeschichte und absolvierte mit 362 Einsätzen die zweitmeisten Spiele der Vereinschronik. Dreifach lief Jarohs auch für die Auswahl der DDR auf, bevor er nach seiner aktiven Karriere zwischenzeitlich als Vizepräsident des F.C. Hansa tätig war.
Kische, Gerd 1970–1981 248 (23) Der Rechtsverteidiger Kische absolvierte 248 Einsätze für Hansa und erhielt mit 63 Länderspielen die meisten Berufungen zur DDR-Auswahl aller Hansa-Spieler. Nach seiner aktiven Karriere war Kische erst als Vizepräsident, dann als Präsident und später als Manager des F.C. Hansa tätig.
Kleiminger, Heino 1956–1969 191 (62) Der vierfache DDR-Auswahlspieler Kleiminger erzielte in 191 Einsätzen mit 62 Toren die viertmeisten Tore der Rostocker Vereinschronik.
Kostmann, Gerd 1964–1971 089 (43) Kostmann wurde in Diensten des F.C. Hansa 1967/68 und 1968/69 Torschützenkönig der DDR-Oberliga, bevor er nach seiner aktiven Karriere als Amateur- und Nachwuchskoordinator im Verein tätig war.
Lange, Timo 1992–2004 275 (31) In zwölf Jahren Vereinszugehörigkeit absolvierte Lange 165 Einsätze in der Bundesliga und ist damit Rekordspieler Hansas in dieser. Nach seiner aktiven Karriere wurde Lange zunächst Trainer der Hansa-Amateure und im Anschluss Co-Trainer der ersten Mannschaft.
Lantz, Marcus 1999–2005 164 0(6) Der schwedische Nationalspieler Lantz absolvierte in Diensten des F.C. Hansa 164 Spiele in der Bundesliga und ist damit der Hansa-Spieler mit den zweitmeisten Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse.
Littmann, Norbert 1978–1988 221 0(9) Mit 221 Einsätzen für Hansa hatte Littmann Anteil an den Wiederaufstiegen in die Oberliga in der Saison 1979/80 und der Saison 1986/87.
März, Heiko 1983–1998 344 (27) Mit 344 Einsätzen belegt März den fünften Platz der Spieler mit den meisten Einsätzen für Hansa und gewann mit dem Verein des Double 1990/91. 1989 kam er zu seinem einzigen Einsatz im Dress der DDR-Auswahlmannschaft.
Mischinger, Michael 1973–1986 258 (27) Mischinger absolvierte in 13 Jahren beim F.C. Hansa 258 Einsätze. Obwohl nie in der Nationalmannschaft der DDR eingesetzt spielte er elfmal für deren Olympiaauswahl.
Pankau, Herbert 1960–1971 257 (30) Mit 30 Toren in 257 Einsätzen während seiner elf Jahre beim F.C. Hansa empfahl sich Pankau auch für die Auswahl der DDR, für die er von 1962 bis 1967 24-mal auflief.
Radtke, Christian 1970–1975
1978–1985
220 (30) In zwölf Jahren Vereinszugehörigkeit absolvierte Radtke 220 Partien für Rostock, in denen er 30 Tore erzielen konnte.
Rydlewicz, René 2000–2008 199 (26) Rydlewicz absolvierte in Diensten des F.C. Hansa 199 Einsätze und war in der Saison 2007/08 der letzte aktive Fußballspieler der Bundesliga, der auch schon in der DDR-Oberliga gespielt hatte.
Schlünz, Juri 1979–1994 356 (77) Mit 77 Toren in 356 Einsätzen ist Schlünz der Spieler mit den drittmeisten Toren und den drittmeisten Einsätzen für Hansa. In der Meisterschaftssaison 1990/91 war Schlünz auch Mannschaftskapitän, bevor er nach seiner aktiven Karriere als Jugend-, Co- und Cheftrainer sowie schließlich als Manager des F.C. Hansa tätig war.
Schneider, Dieter 1968–1986 349 0(0) Mit 349 Einsätzen in 18 Jahren Vereinszugehörigkeit absolvierte Torhüter Schneider die viertmeisten Einsätze der Vereinschronik und empfahl sich auch für die Auswahl der DDR, für die er drei Einsätze absolvierte.
Schober, Mathias 2001–2007 191 0(0) Schober ist mit 123 Bundesligaeinsätzen der Torhüter mit den meisten Spielen in Diensten des F.C. Hansa in der höchsten deutschen Spielklasse.
Schulz, Axel 1977–1993 321 (51) Mit 321 Einsätzen und 51 Toren gilt Schulz als der Spieler mit den siebtmeisten Toren und den sechstmeisten Einsätzen für Hansa. 1990/91 gewann er mit Rostock das Double und arbeitete nach seiner aktiven Karriere als Pressesprecher weiter im Verein.
Seehaus, Klaus Dieter 1961–1974 261 0(4) Seehaus empfahl sich mit 261 Einsätzen in 13 Jahren bei Hansa für die Auswahlmannschaft der DDR, für die er zehn Spiele absolvierte.
Streich, Joachim 1969–1975 141 (58) Mit 58 Toren in 141 Einsätzen belegt Streich Rang fünf der vereinsinternen Torjägerliste des F.C. Hansa. Nach dem Abstieg Rostocks 1974/75 wechselte Streich zum 1. FC Magdeburg, in dessen Diensten er zum Rekordspieler der DDR-Oberliga und der DDR-Nationalmannschaft wurde.
Uteß, Jürgen 1976–1988 265 (23) Mit 265 Einsätzen belegt Uteß den zehnten Rang der Spieler mit den meisten Einsätzen für Rostock und absolvierte 1982 sein einziges Länderspiel für die DDR-Auswahl.
Weilandt, Hilmar 1986–2002 365 (17) Mit 365 Spielen ist Weilandt der Spieler mit den meisten Einsätzen für den F.C. Hansa und hatte Anteil am Aufstieg aus der DDR-Liga 1986/87 und aus der 2.  Bundesliga 1994/95. 1990/91 gewann er mit Hansa das Double und absolvierte zwei Einsätze für die Nationalmannschaft der DDR.
Zallmann, Marco 1992–2001 201 0(9) Als Leistungsträger der Saison 1994/95 war Zallmann am Aufstieg Hansas in die Bundesliga beteiligt, in der er mit 112 Einsätzen die zehntmeisten Spiele der Rostocker Vereinschronik absolvierte.
Zapf, Kurt 1954–1967 242 0(4) Mit 242 Einsätzen für Rostock empfahl sich Zapf auch für vier Einsätze im Dress der DDR-Nationalmannschaft. Nach seiner aktiven Karriere war Zapf unter anderem Cheftrainer in Rostock.

Ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Dies ist eine Aufzählung jener Trainer, die seit 1954 beim F.C. Hansa oder dessen Vorgänger SC Empor tätig waren. Angegeben ist zusätzlich der Zeitraum ihrer Tätigkeit für Rostock sowie ihre Bilanz mit Rostock in allen Pflichtspielen (Siege – Remis – Niederlagen) bis inklusive 2013/14.[92]

Trainer Zeitraum Bilanz Bemerkungen
Berger, Jörg 2004–2005 5–7–12 Den bereits unter seinem Vorgänger Schlünz abgezeichneten Abstieg in die 2. Bundesliga konnte Berger 2005 nicht mehr verhindern. Nach zwei Niederlagen zu Beginn der folgenden Zweitliga-Saison wurde er vom Traineramt entbunden.
Bergmann, Andreas 2013–2014 16–8–13 Als Nachfolger Faschers führte Bergmann die Mannschaft in der Hinrunde der Saison 2013/14 auf die Aufstiegsplätze der 3. Liga. Als Hansa in der Rückrunde ins Mittelfeld der Tabelle zurückfiel, wurde er im April 2014 unmittelbar nach dem Ausscheiden aus dem Landespokal von seinen Aufgaben entbunden.
Dietel, Erich 1956 4–3–11 Dietel vermochte die Rostocker Mannschaft binnen fünf Monaten Tätigkeit nicht aus der Abstiegszone der Oberliga zu führen, woraufhin er vorzeitig ersetzt wurde.
Eilts, Dieter 2008–2009 1–2–8 Als Nachfolger Pagelsdorfs sollte Eilts den F.C. Hansa in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga führen. Wenige Monate später wurde er im Frühjahr 2009 bereits wieder entlassen, da Rostock stattdessen in Abstiegsgefahr geraten war.
Fascher, Marc 2012–2013 13–8–14 Fascher übernahm das Traineramt von Wolfgang Wolf in der 3. Liga, spielte dort jedoch gegen den Abstieg und verfehlte auch im Landespokal die Qualifikation zum DFB-Pokal. Sein Vertrag wurde daraufhin nicht verlängert.
Finck, Thomas 2010 0–2–2 Finck übernahm das Traineramt im Februar 2010, nachdem er zuvor bereits Trainer verschiedener Jugendmannschaften und der zweiten Mannschaft, sowie seit 2009 Co-Trainer der Lizenzmannschaft unter Andreas Zachhuber gewesen war. Da er allerdings erst im Besitz der A-Lizenz war, wurde ihm nur eine Interimstätigkeit bis zum 15. März 2010 gestattet, weshalb das Amt des Cheftrainers an Marco Kostmann überging.
Fritzsch, Walter 1959–1965 92–40–54 Unter Fritzsch entwickelte sich Rostock zu einer Spitzenmannschaft der DDR, erreichte 1960 das FDGB-Pokalfinale und wurde von 1962 bis 1964 dreifach in Folge Vize-Meister. Die vergleichsweise erfolglose Spielzeit 1964/65 beendete Fritzschs Engagement in Rostock; mit Dynamo Dresden gewann er später zahlreiche Titel.
Funkel, Friedhelm 2000–2001 14–10–22 Bei Funkels Amtsantritt lag Rostock auf einem Abstiegsplatz der Bundesliga, bereits drei Spieltage vor Saisonende wurde jedoch der Klassenerhalt sichergestellt. Wenige Monate später wurde Funkel nach enttäuschenden Ergebnissen zu Beginn der Spielzeit 2001/02 wieder entlassen.
Gläser, Gerhard 1965–1969 55–28–37 Gläser, kurz zuvor noch als DFV-Auswahltrainer tätig gewesen, konnte mit der Rostocker Mannschaft zunächst nicht an die Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen, woraufhin Mannschaft und Trainer als „elf Flaschen und Gläser“ verspottet wurden. Dennoch gelang 1967 der Einzug ins FDGB-Pokalfinale und 1968 der Gewinn der Vize-Meisterschaft der DDR. In der Folgesaison 1968/69 wurde Gläser ersetzt, als sich das erneute Verfehlen des Meistertitels abzeichnete.
Heinsch, Jürgen 1978–1979
1981–1985
1993–1994
57–42–49 Zuvor selbst Spieler und Co-Trainer in Rostock, konnte Heinsch den sich bereits unter Hergesell abzeichnenden Abstieg aus der Oberliga 1979 nicht mehr abwenden. Nachdem er in der Folge als Assistenztrainer unter Nippert fungierte, kehrte er 1981 auf den Trainerstuhl zurück und etablierte die Mannschaft im Mittelfeld der Oberliga. 1984/85 geriet Rostock erneut in Abstiegsgefahr, weshalb Heinsch abgelöst wurde. Seine dritte Trainerstation ab 1993 endete nach dem Verfehlen des Wiederaufstiegs in die Bundesliga nach einem Jahr.
Hergesell, Helmut 1975–1978 59–27–32 Hergesell, zuvor als Spieler und Jugendtrainer für Hansa aktiv gewesen, folge Werner im Amt nach, konnte den Abstieg aus der Oberliga jedoch nicht mehr verhindern. Rostock wurde daraufhin zur Fahrstuhlmannschaft: Dem umgehenden Wiederaufstieg 1976 folge der erneute Abstieg in der Saison 1976/77 und der abermalige Aufstieg 1978. Der erfolglose Saisonbeginn 1978/79 hatte jedoch die Ablösung Hergesells zur Folge.
Hrubesch, Horst 1993 7–4–10 Als Nachfolger Rutemöllers sollte Hrubesch Rostock zum Aufstieg in die Bundesliga führen, seine Bilanz fiel jedoch noch enttäuschender aus als die seines Vorgängers, weshalb er nach sechsmonatiger Amtszeit zurücktrat.
Kostmann, Marco 2010 3–1–6 Zuvor Torwarttrainer unter Zachhuber und Co-Trainer unter Finck, übernahm Kostmann das Traineramt am 15. März 2010, da Finck nicht die erforderliche Trainerlizenz besaß, über die Kostmann dagegen verfügte. Unter Kostmann stieg Rostock schließlich in die 3. Liga ab.
Kreul, Claus 1985–1986 10–7–15 Unter Kreul, zuvor beim 1. FC Magdeburg FDGB-Pokal-Sieger, stieg die Rostocker Mannschaft erneut aus der Oberliga ab, was das Ende seines Engagements in Rostock nach einem Jahr bedeutete.
Krügel, Heinz 1957–1958 34–13–15 Unter Krügel gelang Rostock der Wiederaufstieg 1957, die Finalteilnahme im FDGB-Pokal im gleichen Jahr und die Etablierung in der Oberliga 1958, woraufhin Krügel zum DFV-Auswahltrainer berufen wurde.
Lienen, Ewald 1997–1999 18–18–23 Als Nachfolger Pagelsdorfs führte Lienen Rostock 1998 auf den sechsten Platz der Bundesliga und erreichte mit dem DFB-Hallenpokal-Sieg den ersten gesamtdeutschen Titel des Vereins. In der Folgesaison geriet Hansa in Abstiegsgefahr, weshalb Lienen im Frühjahr 1999 durch seinen bisherigen Co-Trainer ersetzt wurde.
Lottner, Dirk 2014 1-2-1 Da Interimstrainer Roelofsen keine A-Lizenz besaß, betreute Lottner nach der Entlassung Bergmanns die letzten vier Saisonspiele, um sich für eine Weiteranstellung zu empfehlen. Nach der Saison wurde er durch den zurückgekehrten Peter Vollmann ersetzt.
Möhring, Willi 1956 0–2–3 Möhring übernahm das Traineramt nach Pfaus Berufung zum DFV, wurde seinerseits aber schon nach wenigen Monaten ersetzt, nachdem Rostock in der Oberliga in Abstiegsgefahr geraten war.
Nippert, Harry 1979–1981 43–13–22 Unter Nippert gelang Rostock nach dem Wiederaufstieg 1980 auch der Klassenerhalt in der Oberliga 1981. Im Anschluss kehrte er nach Berlin zurück, um den 1. FC Union zu trainieren.
Pagelsdorf, Frank 1994–1997
2005–2008
90–54–83 1994 für den Neuaufbau der in der 2. Bundesliga spielenden Mannschaft verpflichtet, erreichte Pagelsdorf bereits 1995 den Aufstieg in die Bundesliga und belegte dort 1996 mit Rostock den sechsten Rang. 1997 verließ er den Verein, nachdem er als bis heute einziger Hansa-Trainer seit der Wiedervereinigung seinen Vertrag erfüllt hatte. 2005 kehrte er zum nun wieder in der 2. Bundesliga spielenden F.C. Hansa zurück und führte diesen 2007 erneut in die Bundesliga. Nach dem umgehenden Wiederabstieg 2008 und den enttäuschenden Ergebnissen zu Beginn der Spielzeit 2008/09 wurde er jedoch von seinem Amt entbunden.
Pfau, Oswald 1954–1955 18–5–12 Gemeinsam mit der Oberligamannschaft wurde Pfau 1954 aus Lauter nach Rostock delegiert. Nach Erreichen des zweiten Platzes mit Rostock in der Übergangsrunde 1955 wurde Pfau DFV-Auswahltrainer, flüchtete jedoch kurz darauf nach West-Deutschland.
Reinders, Uwe 1990–1992 28–18–18 Der zuvor ausschließlich in West-Deutschland tätige Reinders sollte Rostocks Eingliederung in die zukünftig gesamtdeutsche Bundesliga sicherstellen. Schließlich gelang der Rostocker Mannschaft unter Reinders nicht nur die Qualifikation zur Bundesliga, sondern auch der Gewinn der Meisterschaft sowie des Pokalfinals 1991. In der folgenden Bundesliga-Spielzeit geriet Rostock aber in Abstiegsgefahr, so dass Reinders noch während der Saison beurlaubt wurde.
Roelofsen, Robert 2014 0-0-2 Roelofsen übernahm als Interimstrainer, aufgrund fehlender A-Lizenz wurde er nach zwei Niederlagen durch Dirk Lottner ersetzt.
Rutemöller, Erich 1992 13–11–14 Den sich bereits unter Reinders abzeichnenden Abstieg 1992 konnte Rutemöller nicht mehr verhindern. Als Rostock in der Folgesaison auch den anvisierten Wiederaufstieg zu verfehlen drohte, wurde Rutemöller seinerseits nach nur neunmonatiger Amtszeit vom Traineramt entbunden.
Saß, Horst 1969–1973 41–30–53 Als studierter Sportpädagoge sollte Saß nicht nur wissenschaftliche Methodik in Rostock etablieren, sondern auch die Mannschaft verjüngen, deren Leistungsträger fast ausschließlich ältere Spieler darstellten. Bis zu Saß' Ablösung 1973 konnte Rostock jedoch nicht mehr an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und spielte teils sogar gegen den Abstieg aus der Oberliga.
Schlünz, Juri 2000
2001–2002
2003–2004
2008
19–9–22 Als langjähriger Co-Trainer des Vereins war Schlünz nach den Demissionen seiner Cheftrainer mehrfach als Interimstrainer der Hanseaten tätig, bevor er 2003 selbst Cheftrainer wurde und den anfangs abstiegsbedrohten Verein bis auf den neunten Tabellenrang der Bundesliga führte. In der Folgesaison bedeutete eine Serie von sechs Heimniederlagen jedoch das vorläufige Ende seiner Trainertätigkeit in Rostock. 2008 fungierte er erneut als Interimstrainer des Vereins.
Veh, Armin 2002–2003 19–13–30 Als Nachfolger Funkels stellte Veh den Klassenerhalt Rostocks in der Bundesliga sowohl 2002 als auch 2003 sicher, trat nach einer Niederlagenserie zu Beginn der folgenden Saison aber zurück.
Vollmann, Peter 2010–2011
2014–
30–14–18 Vollmann übernahm das Traineramt nach Rostocks Abstieg in die dritte Spielklasse im Sommer 2010 und führte den Verein zum direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. In dieser wurde er nach lediglich einem Sieg während der Hinrunde im Dezember 2011 beurlaubt. Im Sommer 2014 kehrte Vollmann nach Rostock zurück.
Voigt, Werner 1986–1990 66–29–35 Unter Voigt gelang 1987 nicht nur der Wiederaufstieg, sondern auch der Einzug ins FDGB-Pokalfinale sowie der Klassenerhalt in der Oberliga 1988. 1989 führte Voigt die Mannschaft erstmals seit 1974 wieder in die obere Hälfte der Oberliga-Tabelle, mit der sich abzeichnenden Deutschen Wiedervereinigung genügte er den Ansprüchen der Vereinsführung jedoch nicht mehr und wurde durch den West-Deutschen Trainer Reinders ersetzt.
Werner, Heinz 1973–1975 18–9–23 Unter Werner, zuvor als Assistenztrainer unter Saß für Rostock tätig gewesen, etablierte sich Rostock 1974 zwar im Mittelfeld der Oberliga, geriet 1975 aber erneut in Abstiegsgefahr. Bei der sich abzeichnenden Heimniederlage gegen Carl Zeiss Jena am 8. März 1975 wurde Werner deshalb noch während des Spiels vom Traineramt entbunden.
Wiesner, Lothar 1956
1969
4–2–2 Unter Wiesner, unterstützt durch den Spielertrainer Zapf, erfolgte 1956 der bereits unter ihren Vorgängern abgezeichnete Abstieg aus der Oberliga. Nach Gläsers Weggang im Mai 1969 fungierte Wiesner kurzzeitig erneut als Trainer in Rostock.
Wolf, Wolfgang 2011–2012 6–7–13 Als Nachfolger Vollmanns sollte Wolf den Verein vor dem Wiederabstieg in die 3. Liga bewahren, was ihm aber nicht gelang. Als die Mannschaft zu Beginn der folgenden Drittligasaison hinter den Erwartungen zurückblieb, wurde Wolf nach nur neun Monaten Tätigkeit vom Traineramt entbunden.
Zachhuber, Andreas 1999–2000
2009–2010
30–27–33 Zuvor Co-Trainer unter Lienen übernahm Zachhuber die abstiegsbedrohte Mannschaft im Frühjahr 1999 und stellte den Klassenverbleib in der Bundesliga am letzten Spieltag sicher. Dies gelang auch in der Folgesaison, doch bedeuteten drei Auftaktniederlagen in der Saison 2000/01 das vorläufige Ende seiner Trainertätigkeit in Rostock. 2009 kehrte er zum nun in der 2. Bundesliga abstiegsbedrohten Verein zurück und hielt mit diesem erneut die Klasse. Als Hansa in der Folgesaison erneut in Abstiegsgefahr geriet, wurde Zachhuber durch seinen bisherigen Co-Trainer Finck ersetzt.
Zapf, Kurt 1965 2–0–2 Nach Fritzschs Weggang im April 1965 fungierte Zapf, der 1956 schon Wiesner als Spielertrainer assistiert hatte, bis zum Saisonende als Interimstrainer.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]


Erfolge[Bearbeiten]

Titel Weitere Erfolge
Erste Mannschaft
NOFV-Oberliga-Meister: 1990/91 DDR-Oberliga: 2. Platz (1955), 1961/62, 1962/63, 1963/64, 1967/68
NOFV-Pokal-Sieger: 1990/91 FDGB-Pokal: 2. Platz 1954/55, 1957, 1960, 1966/67, 1986/87
DFB-Hallen-Pokal-Sieger: 1998 Bundesliga: 6. Platz 1995/96, 1997/98
Mecklenburg-Vorpommern-Pokal-Sieger: 2010/11 DFB-Pokal: Halbfinale 1999/2000
Zweite Mannschaft
Mecklenburg-Vorpommern-Pokal-Sieger: 1997/98, 2004/05, 2005/06
Frauen
Mecklenburg-Vorpommern-Pokal-Sieger: 1991/92, 1992/93
Jugend
DDR-Meister:
  • Junioren: 1967/68, 1972/73, 1979/80
  • Jugend: 1969/70, 1977/78, 1989/90
  • Schüler: 1966/67
DDR-Meisterschaft:
  • Junioren: 2. Platz 1969/70, 1978/79
  • Jugend: 2. Platz 1957, 1972/73, 1974/75, 1976/77, 1978/79
  • Schüler: 2. Platz 1962/63, 1977/78, 1987/88, 1988/89
Deutscher Meister: Deutsche Meisterschaft:
NOFV-Vereinspokal-Sieger:
  • B-Jugend: 2004, 2010
DFB-Junioren-Vereinspokal:
Mecklenburg-Vorpommern-Pokal-Sieger:
  • A-Jugend: 1992/93, 1993/94, 1998/99, 1999/2000, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14
  • B-Jugend: 1991/92, 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: F.C. Hansa Rostock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Mitgliedschaft. Abgerufen am 5. Juli 2014.
  2. Robert Rosentreter, Günter Simon: Immer hart am Wind. 40 Jahre F.C. Hansa Rostock. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-504-5, S. 12
  3. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 15
  4. a b c Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 18
  5. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 21
  6. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 20
  7. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 48
  8. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 27
  9. a b c Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 41
  10. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 43
  11. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 50
  12. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 40
  13. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 56
  14. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 146
  15. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 147
  16. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 57
  17. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 69
  18. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 89
  19. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 93
  20. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 103
  21. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZeit.de: Abstieg Ost. Abgerufen am 3. September 2008.
  22. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 117
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWelt.de: Feng-Shui und neues Personal. Abgerufen am 3. September 2008.
  24. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Rostocker Bürgerschaft sagt JA zum FCH! Abgerufen am 9. Mai 2012.
  25. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLN.de: Rostock sagt Ja zum FCH. Abgerufen am 10. Mai 2011.
  26. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 142–143
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Ostseezeitung vom 27. März 2007: Hansa-Manager in der Zwickmühle. Abgerufen am 3. September 2008.
  28. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 130
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Dritter Stern: Nachwuchsakademie erhält erstklassige Zertifizierung. Abgerufen am 20. Februar 2012.
  30. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 134
  31. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 136
  32. FC-Hansa.de: Rostock meldet zweite Mannschaft für die Oberliga - neu: Saisonrückblick, abgerufen am 27. November 2010
  33. a b c d e f g h i j k Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Wertpapierprospekt. Abgerufen am 20. Juli 2011 (PDF; 7,6 MB).
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Satzung des F.C. Hansa Rostock e. V. Abgerufen am 20. Juli 2011 (PDF; 557 kB).
  35. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 144
  36. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 145
  37. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 149
  38. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 150
  39. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 151
  40. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 153
  41. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWelt.de: Hansas neuer Stolz entsteht. Abgerufen am 3. September 2008.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatOstsee-Zeitung.de: Solaranlage auf DKB-Arena fertig. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Regionalliga-Aufstieg bedeutet auch Umzug in die DKB-Arena. Abgerufen am 3. September 2008.
  44. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 189
  45. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 190
  46. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKicker.de: Rade Prica winkt ein neuer Vertrag. Abgerufen am 3. September 2008.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSpiegel.de: Rostock mit finanziellem Minus, Fankurven in Italien gesperrt. Abgerufen am 20. März 2009.
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKicker.de: Skambraks neuer Hansa-Chef. Abgerufen am 30. November 2008.
  49. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: F.C. Hansa erhält Lizenz für das Spieljahr 2008/2009. Abgerufen am 3. September 2008.
  50. a b c NNN.de: 2,64 Millionen Mehrverschuldung, abgerufen am 27. November 2010
  51. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: nordkurier.de vom 21. April 2009: Zweitliga-Planungen bei Hansa mit 15 Millionen. Abgerufen am 24. Mai 2009.
  52. FC-Hansa.de: NNN vom 19. Mai 2010: Hansa - ein Sanierungsfall, abgerufen am 27. November 2010
  53. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWelt.de: Hansa Rostock startet mit Billigkader in die Bundesliga. Abgerufen am 3. September 2008.
  54. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Veolia Umweltservice neuer Hauptsponsor des F.C. Hansa Rostock. Abgerufen am 26. März 2010.
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  56. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: NIKE wird neuer Ausrüster des F.C. Hansa Rostock. Abgerufen am 29. Juli 2011.
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  58. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: 'Das Glas ist halbvoll' - Die Mitgliederversammlung 2011. Abgerufen am 10. Mai 2011.
  59. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: F.C. Hansa Rostock reicht Lizenzunterlagen fristgerecht ein. Abgerufen am 13. Juli 2011.
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  62. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 192
  63. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 209
  64. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 162
  65. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format11Freunde.com: Marktstudie: Köln mischt die Bundesliga auf. Archiviert vom Original am Juli 2011, abgerufen am 20. März 2009.
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  68. a b c Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 157
  69. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 158
  70. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 160
  71. a b Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 164
  72. Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 161
  73. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Schaffung eines offenen Fanhauses für alle Fans geplant. Abgerufen am 20. Februar 2009.
  74. a b c d e f Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSpiegel.de: Rostock, wir haben ein Problem. Abgerufen am 3. September 2008.
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  76. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTagesspiegel.de: Kampf um die Nummer eins. Abgerufen am 6. Dezember 2010.
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  79. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: Maßnahmenplan nach Vorkommnissen in Dresden. Abgerufen am 28. Oktober 2010.
  80. Ostsee-Zeitung.de: Hansa: Die brisanteste Saison aller Zeiten, abgerufen am 20. Juni 2011
  81. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKicker.de: Geisterspiel an der Ostsee. Abgerufen am 11. Dezember 2011.
  82. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSVZ.de: Strafanzeige nach Pastörs-Zwischenfall. Abgerufen am 21. August 2010.
  83. F.C. Hansa Rostock unterstützt Kampagne „Kein Ort für Neonazis“
  84. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFaz.net: Hansas Problem: die Fans. Abgerufen am 6. Dezember 2010.
  85. FC-Hansa.de, 20. Juli 2012: Nach 18 Jahren – Hansa empfängt die „Freunde“ aus Stuttgart, abgerufen am 21. Juli 2012
  86. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFC-Hansa.de: DFL äußert sich zum Bericht der Ostsee-Zeitung. Abgerufen am 29. Oktober 2009.
  87. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSpiegel.de: Ausschreitungen in Rostock: "Leute mit einer halben Gehirnzelle". Abgerufen am 20. Februar 2009.
  88. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAbendblatt.de: Schwere Krawalle rund ums St.-Pauli-Spiel. Abgerufen am 6. Dezember 2010.
  89. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFocus.de: Rostock protestiert gegen personalisierte Tickets. Abgerufen am 20. Mai 2010.
  90. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTaz.de: Fans hielten Frieden. Abgerufen am 20. Mai 2010.
  91. Daten bis inklusive 2004/05 nach Robert Rosentreter, Günter Simon, S. 230–234, ab 2005/05 nach fussballdaten.de und weltfussball.de
  92. Daten bis inklusive 1990/91 nach Die Kogge – offizielle Stadionzeitung Ausgabe 17. Mai 2009, ab 1991/92 nach fussballdaten.de und weltfussball.de
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Dieser Artikel wurde am 30. März 2009 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.