Tüßling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Tüßling
Tüßling
Deutschlandkarte, Position des Marktes Tüßling hervorgehoben
48.212512.598888888889407Koordinaten: 48° 13′ N, 12° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 407 m ü. NN
Fläche: 19,57 km²
Einwohner:

3.187 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84577
Vorwahl: 08633
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 133
Marktgliederung: 33 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 2
84577 Tüßling
Webpräsenz: www.tuessling.de
Erster Bürgermeister: Heinrich Hollinger (SPD)
Lage des Marktes Tüßling im Landkreis Altötting
Burghausen Emmerting Burgkirchen an der Alz Kastl (Oberbayern) Haiming (Oberbayern) Mehring (Oberbayern) Marktl Neuötting Altötting Feichten an der Alz Winhöring Tüßling Töging am Inn Teising Pleiskirchen Garching an der Alz Unterneukirchen Tyrlaching Stammham (am Inn) Reischach Perach Kirchweidach Halsbach Erlbach (Oberbayern) Landkreis Rottal-Inn Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Tüßling ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Tüßling hat 33 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Mörmoosen, Tüßling und Unterburgkirchen

Das Rathaus von Tüßling

[Bearbeiten] Geschichte

Zwischen 711 und 728 wurde Tüßling als „Tuzzlingen“ zum ersten Mal in einem Salzburger Güterverzeichnis genannt. 1377 bzw. 1379 wurde der Ort zum Markt erhoben. Der Markt gehörte den Grafen von Haslang-Hohenkammer. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern (Landgerichtsbezirk Mörmoosen) und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tüßling war. Tüßling besaß zwar das Marktrecht, konnte jedoch wegen der Hofmarksherrschaft nur geringe Teile davon durchsetzen. 1804 wurde das Landgericht Mörmoosen aufgelöst. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Am 1. Januar 1900 wurde die Gemeinde Tüßling (Vormarkt) nach Tüßling eingemeindet. Am 1. Oktober 1970 kam die bis dahin selbstständige Gemeinde Mörmoosen hinzu. Am 1. Oktober 1971 folgten Teile der ehemaligen Gemeinde Unterburgkirchen.[3] 1978 wurden die Verwaltungen der Gemeinde Tüßling und der Gemeinde Teising zur Verwaltungsgemeinschaft Tüßling zusammengelegt. Diese Verwaltungsgemeinschaft wurde auf Bestreben der Gemeinde Teising Ende der 1990er-Jahre wieder aufgelöst.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Heinrich Hollinger (SPD).

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Marktkirche St. Georg

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Tüßling: Das Schloss wurde 1581 bis 1583 im Auftrag von Johann Veit Graf von Törring erbaut, trotz Brandschäden 1712 und barocker Einbauten hat es im Äußeren seinen Charakter unverändert. Es ist heute im Besitz der Familie von Pfuel.
  • Die Marktkirche St. Georg wurde 1724 erbaut und im 19. und 20. Jahrhundert verändert.
  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Rupertus in Burgkirchen am Wald stammt aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts und hat eine Barockausstattung sowie einen romanischen Taufstein.
  • In Heiligenstatt befindet sich die spätgotische und später barockisierte Wallfahrtskirche Unschuldige Kinder.

[Bearbeiten] Religion

Die katholische Pfarrei im Gemeindegebiet hat ihren Sitz in Burgkirchen am Wald. Tüßling liegt an der Strecke des Radpilgerweges "Benediktweg", der im August 2005 eröffnet wurde.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1165 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 175 T€.

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 178 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 902. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 970 ha. Davon waren 695 ha Ackerfläche.

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 75 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 22 Lehrern und 357 Schülern

[Bearbeiten] Brauchtum

Weithin bekannt ist der Tüßlinger Georgiritt. Auch der Tüsslinger Fasching mit seinem jährlichen Faschingsumzug am Faschingsdienstag ist ein Publikumsmagnet.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111128/175528&attr=OBJ&val=142
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 416

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Tüßling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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