Thomas Straubhaar
Thomas Straubhaar (* 2. August 1957 in Unterseen, Kanton Bern, Schweiz) ist ein Schweizer Ökonom. Er ist Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).
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Biographie [Bearbeiten]
Straubhaar schloss 1981 das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern mit dem Diplom ab. Von 1981 bis 1989 war er Assistent am dortigen Volkswirtschaftlichen Institut. 1983 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. pol. und 1986 die Habilitation. 1989/90 war er Lehrbeauftragter im Aufbaustudium Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Konstanz und von 1989 bis 1992 Lehrbeauftragter für Wirtschaftspolitik an der Universität Basel. 1991/92 war er außerdem als Stellvertreter am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg im Breisgau tätig.
1992 wurde Straubhaar als Professor für Volkswirtschaftslehre an die Universität der Bundeswehr Hamburg berufen. Seit 1999 ist er Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg und war zugleich Präsident des 2006 geschlossenen Hamburgischen Weltwirtschaftsarchivs (HWWA). Im Jahr 2005 wurde Straubhaar Direktor des damals neu gegründeten Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).
Straubhaar ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Initiator des Vereins Pro Bürgergeld. Er ist Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens von 625 Euro an Stelle der bisherigen Sozialsysteme.[1] Für den Arbeitsmarkt fordert er „weniger Macht für Kartelle, Verbände und Gewerkschaften“.[2] 2005 zählte Straubhaar zu den Initiatoren des Hamburger Appells. Außerdem hält er regelmäßig Vorlesungen an der HSBA Hamburg School of Business Administration.[3]
Von 2008 bis 2011 gehörte er dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration an.[4]
Positionen [Bearbeiten]
Im Mai 2012 sagte er in einem Interview:
„Was für die Eurozone gefährlich ist, sind zwei Dinge: Die stete Unsicherheit und dass irgendwo immer ein paar Euroländer drohen, Griechenland aus dem Euroraum zu werfen, obwohl sie im Grunde wissen, dass sie dazu keine Handhabe haben. Sollten sich die Griechen selbst dazu entscheiden, die Spielregeln zu brechen, dann wäre das ein Schrecken, aber ein Schrecken mit Ende. Damit stehen nicht automatisch die Stabilität der Eurozone und die Zukunft Deutschlands auf dem Spiel.“[5]
„[...] für den Euro hätten die Wahlergebnisse deshalb nicht besser ausfallen können, weil Frankreich jetzt die Chance auf Reformen hat und in Griechenland der Druck steigt, Klarheit über den weiteren Kurs zu schaffen.“[6]
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Leistungen/Gutachten/Grundeinkommen-Studie.pdf
- ↑ http://www.wirtschaftundschule.de/WUS/homepage/Aktuell/Neue_Materialien/Thomas_Straubhaar___Man_muss_nur_wollen_.html
- ↑ http://www.hsba.de
- ↑ http://www.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/136.html
- ↑ cicero.de: „Griechenland-Pleite gefährdet nicht die Eurozone“, abgerufen am 21. Mai 2012.
- ↑ cicero.de: „Griechenland-Pleite gefährdet nicht die Eurozone“, S. 2, abgerufen am 21. Mai 2012.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Thomas Straubhaar im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen über Straubhaar beim HWWI
- Interview (Juli 2011) - der Euro wird zur Haftungsgemeinschaft
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Straubhaar, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Ökonom und Präsident des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1957 |
| GEBURTSORT | Unterseen, Kanton Bern, Schweiz |