Helmut-Schmidt-Universität

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Helmut-Schmidt-Universität
Universität der Bundeswehr Hamburg
— UniBw H —
Logo
Gründung 1972
Trägerschaft Bundesrepublik Deutschland
Ort Hamburg
Staat Deutschland
Präsident Wilfried Seidel
Studenten 2.638 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter 891 (31. Dez. 2011)
davon Professoren 90 (31. Dez. 2011)
Jahresetat 54,2 Mio. Euro (31. Dez. 2011)
Website www.hsu-hh.de
Lage in Hamburg
Hauptgebäude der Universität mit Universitätsbibliothek

Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) wurde auf Bestreben des damaligen Bundesministers der Verteidigung, Helmut Schmidt, im Jahre 1972 unter dem Namen „Hochschule der Bundeswehr Hamburg“ gegründet. Im Herbst 1973 wurde der akademische Lehrbetrieb aufgenommen. Sie ist eine von zwei Universitäten, die die Bundeswehr zur Ausbildung ihres Offiziernachwuchses eingerichtet hat.

Sie steht im Allgemeinen ausschließlich Offizieren und Offizieranwärtern der Bundeswehr zur Verfügung. Jedoch gibt es seit Aufnahme des Lehrbetriebs Kooperationsabkommen mit befreundeten Staaten, aufgrund derer einige ausgewählte Offiziere aus diesen Staaten an der HSU studieren.

Seit 2002 ist eine geringe Anzahl ziviler Studenten an der Universität eingeschrieben. Voraussetzung für ein Studium als Zivilist an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg ist ein Wirtschaftsstipendium. Die Stipendien werden in der Regel von wirtschaftsnahen Stiftungen vergeben – somit werden diese Studenten durch ihren zukünftigen Arbeitgeber, meist große Unternehmen, zumindest mittelbar finanziert. Die Ausbildungskosten betragen momentan 6000 Euro (Geisteswissenschaften), 8000 Euro (Wirtschaftswissenschaften) oder 10.000 Euro (Ingenieurwissenschaften) pro Studienjahr.

An der HSU/UniBw H erworbene akademische Grade und Titel entsprechen denen anderer staatlicher Hochschulen und werden wie diese anerkannt, da das Studium nach den Vorgaben des Hamburger Hochschulgesetzes stattfindet. Die Universität besitzt das Habilitations- und Promotionsrecht.

Fakultäten und Studiengänge[Bearbeiten]

An der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg gibt es, neben der an allen Universitäten üblichen Unterteilung zwischen den Bereichen Lehre und Verwaltung, noch eine weitere Gliederungsform. Dies wird durch die Doppelfunktion als Ausbildungsstätte und militärische Dienststelle der Studenten bedingt.

Präsident
Vizepräsident
Kanzler Fakultäten Leiter Studentenbereich
Verwaltung Dezernate ET MB GeiSo WiSo SFB A SFB B SFB C

Grobes Schema der Verwaltungs- und Führungsstruktur


Akademischer Bereich[Bearbeiten]

Der akademische Bereich nimmt die Aufgaben Lehre und Forschung wahr, hierzu wurden vier Fakultäten eingerichtet. Die Anzahl der Fakultätsinstitute ist so bemessen, dass die akademische Lehre in Kleingruppen ein Intensivstudium ermöglicht und gleichzeitig auch wissenschaftliche Forschung betrieben werden kann.

Anmerkungen:
1.) Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist aufgrund seiner Mischform keiner Fakultät zuzuordnen, jedoch hat sich die Federführung in der Fakultät für Elektrotechnik etabliert. Der Prüfungsausschuss setzt sich paritätisch aus Mitgliedern der 3 beteiligten Fachbereiche zusammen
2.) Das im Folgenden erwähnte „ISA-Modul” (ISA = Interdisziplinäre Studienanteile) ist in keiner Fakultät angesiedelt. Seine Lehrangebote werden aus allen Fakultäten gespeist. Sämtliche ISA-Lehrveranstaltungen werden von einem Wissenschaftlichen Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Hochschullehrern der vier Fakultäten koordiniert.

Studentenbereich[Bearbeiten]

Leutnantsbeförderung 2007
Abschreiten der Front Juni 2007 HSU

Die personelle Führung und Erziehung der studierenden Offiziere und Offizieranwärter übernimmt der Studentenbereich (SB). Leiter des Studentenbereichs ist ein Offizier im Dienstgrad Oberst oder Kapitän zur See. Zurzeit ist dies Oberst Lothar Dobschall.[2] Ihm unterstellt sind neben dem Stab die drei sogenannten „Studentenfachbereiche“ (SFB). Diese werden von einem Offizier im Dienstgrad Oberstleutnant oder Fregattenkapitän befehligt.

  • Studentenfachbereich A
    • Ingenieurwissenschaften
  • Studentenfachbereich B
    • Pädagogik, Geschichte
  • Studentenfachbereich C
    • Politik- und Wirtschaftswissenschaften

Zumeist nach Jahrgängen sortiert, hat ein Studentenfachbereich derzeit 6 (SFB A und B) oder 8(C) Studentenfachbereichsgruppen (SFBG), geleitet von einem Hauptmann oder Kapitänleutnant. Im Zuge der Ausbildungsumstellung im Heer und der damit verbundenen höheren Studentenzahl in den Jahren 2007 und 2008 wurden für den Zeitraum von 2007 bis 2011 je Studentenfachbereich zwei weitere Gruppenleiter eingesetzt, wodurch sich die Anzahl von 4 auf derzeit 6, bzw. von 6 auf 8 für SFB C, erhöhte. Die Betreuungsdichte liegt momentan bei rund 140-180 studierenden Offizieren / Offizieranwärtern je Gruppenleiter. Neben der administrativen Führung der Soldaten obliegt dem Studentenbereich die militärische Aus- und Fortbildung zur Aufrechterhaltung des erforderlichen Ausbildungsstandes.

Leiter Studentenbereich ab 2004
Dienstgrad/ Name Amtszeit
Oberst Cord Friedrich Schwier bis 2004
Oberst Ingo Feder 2004–2006
Oberst Axel Schmidt 2006–2009
Oberst Uwe Hartmann 2009–2013
Oberst Lothar Dobschall seit 2013

Verglichen mit einer herkömmlichen militärischen Führungsstruktur ist der Studentenbereich etwa einem Regiment vergleichbar, die einzelnen Fachbereiche einem Bataillon und die Gruppen der Ebene der Kompanien.

Studienablauf[Bearbeiten]

Das Studienjahr an der HSU/UniBw H beginnt grundsätzlich zum 1. Oktober eines Jahres. In der Regel werden die Offiziere und Offizieranwärter bereits in der Woche vor dem 1. Oktober an die Universität versetzt. Hier findet zunächst eine Orientierungswoche statt, in der sich die Soldatinnen und Soldaten in ihren Unterkünften einrichten und erste Informationen zum Studium an der HSU/UniBw H von den älteren Kommilitonen erhalten.

Im Gegensatz zur in Deutschland eigentlich grundsätzlich praktizierten Semesterstruktur ist ein Studienjahr an der HSU/UniBw H in Trimester eingeteilt, was dementsprechend heißt, dass nicht in Winter-/Sommersemestern, sondern in Herbst-/Winter-/Frühjahrstrimestern, demnach in drei je dreimonatigen Studienblöcken pro Jahr, gerechnet wird. Das Sommerquartal (01.07.-30.09.) ist vorlesungsfrei. Hier sind vorgeschriebene Praktika abzuleisten und der Jahresurlaub zu nehmen.

Prüfungen werden grundsätzlich am Ende eines jeden Vorlesungstrimesters geschrieben und behandeln den im vergangenen Vierteljahr behandelten Stoff. In wenigen Fällen kommt es vor, dass am Trimesterende die Lehrinhalte von mehreren Trimestern abgeprüft werden. Zum Zwecke der Prüfung können ab Mitte Dezember, Ende März und Ende Juni jeweils ein bis zwei Wochen lehrveranstaltungsfrei gehalten werden.

Aufgrund der kurzen Prüfungsvorbereitungszeit und der Prüfweise „en bloc” ist es bei den Studierenden, vor allem bei denen der Ingenieurwissenschaften, sehr gefürchtet, Nachprüfungen in den nächsten Prüfungsblock mitzunehmen, da sich dadurch eine kaum zu beherrschende „Bugwelle” aus immer mehr zu schreibenden Prüfungen aufbauen kann.

Die Regelstudienzeit beträgt bis zum Master-Abschluss (Regelstudienziel) vier Jahre. Ein Bachelor-Abschluss kann in drei Jahren erworben werden. Die Höchststudiendauer beträgt vier Jahre, das heißt spätestens am 30. September des 4. Studienjahres muss die Abschlussarbeit für das Master-Studium endgültig eingereicht sein. Eine Verlängerung der Studienzeit über vier Jahre hinaus ist nur mit Einverständnis des Personalamtes der Bundeswehr möglich und auch nur, wenn dem Soldaten von Seiten der Universität beschieden wird, dass in absehbarer Zeit mit dem Studienerfolg zu rechnen ist.

Nach Abschluss des Studiums, das heißt mit Abgabe der Abschlussarbeit, gilt das Studium offiziell als abgeschlossen und der Offizier wird, je nach Stellenlage, Urlaubsanspruch und Lehrgangsplanung, relativ zügig in die Truppe oder Flotte zurückversetzt.

Die Aushändigung der Abschlusszeugnisse erfolgt regelmäßig Mitte Oktober im feierlichen Rahmen. Im Rahmen der Abschlussfeier wird an die Jahrgangsbesten eines jeden Studiengangs der vom Hamburger Kaufmann Johann Max Böttcher gestiftete Böttcher-Preis verliehen.

Einige studierte Offiziere kehren als Wissenschaftliche Mitarbeiter oder Doktoranden an ihre Alma Mater zurück.

Zentrale Einrichtungen[Bearbeiten]

Eingang Helmut-Schmidt-Universität

Die Universität unterhält einige zentrale Einrichtungen. Hierzu gehören unter anderem das Rechenzentrum, das Sprachenzentrum, das Medienzentrum und das Zentrum für technologiegestützte Bildung (ZTB). Eine weitere zentrale Einrichtung ist die Universitätsbibliothek der Helmut-Schmidt-Universität. Sie gehört laut dem Bibliotheksranking Bibliotheksindex (BIX) seit Jahren zu den besten Bibliotheken in Deutschland. Die Bibliothek hat die vorrangige Aufgabe, die akademische Lehre und die Forschung an der HSU/UniBw H zu unterstützen, ist aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit frei zugänglich.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Präsidenten
Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Thomas Ellwein 1974 1976
H. G. Wäßerling 1977 1977
Horst Sanmann 1977 1984
Horst Homuth 1984 1991
Gerhard Strunk 1991 1998
Hans-Georg Schultz-Gerstein 1998 2004
Hans Christoph Zeidler 2004 2010
Wilfried Seidel 2010

Am 11. Juni 1970 gab Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt (SPD) einen Erlass zur Bildung einer Kommission zur Neuordnung der Ausbildung und Bildung in der Bundeswehr unter Vorsitz von Thomas Ellwein heraus. Die berufene Kommission legte am 17. Mai 1971 dem Bundesverteidigungsminister Schmidt das Gutachten vor. Es sah vor, dass Offizieranwärter mit einer Verpflichtungszeit von mindestens zwölf Jahren künftig ein dreijähriges Studium an einer Hochschule der Bundeswehr erhalten sollen. Am 29. Juni 1972 stimmte das Bundeskabinett der Einrichtung von Hochschulen der Bundeswehr zu. Die Bundesregierung schloss dementsprechend am 3. Oktober 1972 ein Abkommen mit der Freien und Hansestadt Hamburg und der Bundesregierung über die Einrichtung einer wissenschaftlichen Hochschule für die Ausbildung von Soldaten der Bundeswehr. Am 16. Oktober 1972 und am 2. Januar 1973 folgten die Erlasse der Gründungsausschüsse für die Hochschulen der Bundeswehr in Hamburg und München. Am 14. Februar und am 4. April 1973 stimmte der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages den Errichtungen zweier Hochschulen zu. Am 5. und 11. Juli 1973 erteilte Bundesverteidigungsminister Georg Leber den Befehl zur Errichtung der Hochschule in München und zur Hochschule in Hamburg. Der Lehr- und Forschungsbetrieb an den beiden Hochschulen erfolgte zum 1. Oktober 1973 und am 30. September 1976 verließen die ersten Absolventen die Hochschulen.

Umbenennung[Bearbeiten]

Wappen der Universität der Bundeswehr Hamburg vor der Umbenennung.

Im Dezember 2003 wurde die „Universität der Bundeswehr Hamburg” nach Beschluss durch ihren Akademischen Senat und Genehmigung durch den Bundesminister der Verteidigung in „Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg” umbenannt. Damit sollten die Verdienste des damaligen Bundesverteidigungsministers Helmut Schmidt gewürdigt werden, der sich Anfang der 1970er Jahre für die wissenschaftliche Ausbildung von Offizieren eingesetzt hatte. Im Zuge der Umbenennung wurde ihm gleichzeitig die Ehrendoktorwürde verliehen, eine an den Bundeswehruniversitäten sehr seltene Auszeichnung.

Schwerpunkte in der Forschung[Bearbeiten]

Im Fachbereich Maschinenbau liegt einer der Forschungsschwerpunkte auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik. Sieben Professuren arbeiten gemeinsam an Projekten aus diesem Bereich, der

  • Akustik
  • Antriebe
  • CAE-Methoden
  • Fahrwerk
  • Produktionstechnik und
  • Simulatoren

umfasst. So wird zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Industrie an der Entwicklung eines hybriden Antriebssystems für Flurförderzeuge geforscht.

Am Fachbereich Elektrotechnik wird u. a. auf Gebieten der Nachrichtentechnik geforscht, hier beschäftigt man sich zum Beispiel eingehend mit

  • Audiocodierungen,
  • drahtlosen Übertragungssystemen,
  • Videoerkennungssystemen.

Der Fachbereich Pädagogik legt seine Schwerpunkte auf das Gebiet der Berufs- und Betriebspädagogik, die Erwachsenenbildung sowie auf Geschichte. Die Einführung eines bundesweit einheitlichen Deutschen Qualifikationsrahmens im Kontext des Europäischen Qualifikationsrahmens ist maßgeblich auf die Mitarbeit der Professur für Berufs- und Betriebspädagogik in der Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch Fachberatung und wissenschaftliche Unterstützung zurückzuführen.

Im Fachbereich Wirtschafts- und Organisationswissenschaften liegen Schwerpunkte der Forschungsbestrebungen u. a. auf dem Gebiet der Logistik, der Betriebs- und der Volkswirtschaftslehre sowie der Politikwissenschaft. Auch Gender-Themen werden seit Jahren untersucht.

Persönlichkeiten und Alumni[Bearbeiten]

  • Helmut Schmidt (* 1918); Verteidigungsminister und Bundeskanzler a. D., Hanseat, Namensgeber und Ehrendoktor der Universität
  • Oberst d. R. Johann Max Böttcher; Hamburger Kaufmann und Ehrensenator der HSU, Stifter des Böttcher-Preises für die Studienbesten jedes Jahrgangs und langjähriger Förderer der Universität
  • Ingo Schultz (* 1975); Hauptmann der Heeresfliegertruppe, Dipl.-Ing. der Elektrotechnik, Vizeweltmeister und Europameister im 400-Meter-Lauf

Campus und Studentenleben[Bearbeiten]

Unterbringung[Bearbeiten]

Der Campus der HSU/UniBw H im Bezirk Wandsbek gliedert sich aktuell in drei Bereiche. Der Studienbetrieb befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Douaumont-Kaserne am Holstenhofweg in Hamburg-Jenfeld. Hier befinden sich die Hochschulleitung und -verwaltung, sämtliche Institute und Fakultäten, der Hörsaal- und Laborbereich sowie die Zentralen Einrichtungen; weiterhin Sporteinrichtungen, die Mensa und der Stab des Studentenbereichs. Studierende der Ingenieurwissenschaften sind hier ebenfalls in zehn, zum großen Teil modern eingerichteten Unterkunftsgebäuden untergebracht. Südlich der BAB 24, auf dem Gelände der ehemaligen Hanseaten-Kaserne in der Stoltenstraße in Horn, befinden sich die Unterkünfte für die Studierenden der Fakultäten für Geistes- und Sozialwissenschaften sowie für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und außerdem der Sanitätsbereich.

Ein dritter – kurzfristig aufgebauter – Wohnbereich befindet sich seit 2007 an der nahe gelegenen Jenfelder Allee und sollte nach ursprünglicher Planung nach einem Aufwuchs für den Studentenjahrgang 2008 bis Ende 2010 genutzt werden. Nach mehrfacher Verlängerung wird er jedoch bis voraussichtlich Ende 2017Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren vollständig genutzt werden. Weiterhin wurden von 2007 bis Ende 2010 Wohnungen des freien Wohnungsmarktes angemietet, um die bestehende „Studentenüberlast“ abzufedern. Die außergewöhnlich starken Studierendenjahrgänge 2007 und 2008 waren durch eine Veränderung der Ausbildung der Offiziere des Heeres, die die Masse der Studenten stellen, bedingt. Jedem Studierenden steht nach Möglichkeit ein Einzelzimmer mit einer Größe zwischen 14 und 20 m² zur Verfügung, zum großen Teil mit integrierter Nasszelle/Toilette. In der Phase der Studentenüberlast waren aber auch kurzzeitige Doppelbelegungen in entsprechend großen Zimmern unvermeidbar. Aktuell beträgt die Zahl der Unterkunftsplätze 1.911. Gekocht wird in den zum großen Teil modern eingerichteten Gemeinschaftsküchen, hier findet auch das soziale Leben zwischen Studium und Hamburger Nachtleben statt. Eine weitere Anlaufstelle für Studierende und Universitätsangehörige ist das gegenüber dem Campus gelegene Casino, die Offizierheimgesellschaft der HSU e.V.

Finanzierung[Bearbeiten]

Während des Studiums werden die studentischen Soldaten entsprechend ihres Dienstgrades und ihres Dienstalters gegebenenfalls zuzüglich Orts- und Familienzuschläge besoldet. Eine Unterkunftspauschale ist für das Zimmer im Wohnheim zu entrichten, diese entfällt, wenn der Student eine private Wohnung außerhalb des Universitätsgeländes bezieht und zu einem „Heimschläfer” wird.

Freizeitbetätigung und Nachtleben[Bearbeiten]

Aufgrund des im Vergleich zu öffentlichen Hochschulen sehr engen Studienplans ist es für die Studierenden oftmals nicht einfach, Freizeitbetätigungen nachzugehen. Im Laufe der Jahre haben sich jedoch sehr viele Interessengemeinschaften gebildet, welche in Vereinsatmosphäre Freizeitbeschäftigungen ermöglichen, ohne dass diese mit dem Studienplan kollidieren.

Eine große Festivität im Studentenjahr stellt die so genannte TAF (Trimesteranfangsfeier) dar. Diese Feier findet jährlich zur Begrüßung des neuen Studentenjahrganges statt. Sie wird von den Mitgliedern des Studentischen Konvents veranstaltet und erfreut sich seit Jahren recht großer Beliebtheit. Der Studentische Konvent ist die Studierendenvertretung an der HSU/UniBw H. Die TAF bietet den Ersttrimestern die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und den älteren Trimestern den Austausch der Erlebnisse aus der zurückliegenden vorlesungsfreien Zeit.

Weitere Veranstaltungen werden in den jeweiligen Fakultäten veranstaltet. Dazu gehören:

  • WI-Party (letztes Oktoberwochenende, ausgerichtet vom ältesten Wirtschaftsingenieurjahrgang, und mit max. 900 Gästen die größte geschlossene Feierlichkeit an der HSU/UniBw H)
  • Päd-Fete (Mitte bis Ende Juni, ein Open-air, das im Douaumontbereich, der Heimstätte der Studenten aus den technischen Bereichen, stattfindet und von den Studenten der Bildungs- und Erziehungswissenschaften durchgeführt wird)

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Regel bedingt ein Studium an der Helmut-Schmidt-Universität eine mindestens zwölfjährige Verpflichtungszeit in der Laufbahn der Offiziere der Bundeswehr. Seit dem Einstellungsjahr 2008 beträgt die Verpflichtungszeit mindestens dreizehn Jahre, um den speziellen zeitlichen Anforderungen der Bachelor/Master-Studiengänge gerecht zu werden. Um in diese Laufbahn übernommen zu werden, ist ein ca. dreitägiges Auswahlverfahren am Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr (ACFüKrBw) in Köln zu bestehen. Je nachdem, für welche Teilstreitkraft und Truppengattung man sich bewirbt, durchläuft man die jeweils vorgesehene militärische Ausbildung, bevor eine Versetzung an die Universitäten der Bundeswehr erfolgt. Der akademische Ausbildungsabschnitt ist seit 1973 ein fester Bestandteil der Offizierausbildung.

Als schulische Voraussetzung ist eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung notwendig, die im Geltungsbereich des Landeshochschulgesetzes der Freien und Hansestadt Hamburg anerkannt ist.

Zukunft[Bearbeiten]

Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr sollen die Universitäten der Bundeswehr weiterentwickelt werden. An die HSU soll ein Referat für wissenschaftlichen Grundsatz, Beratung und Weiterentwicklung angesiedelt werden, welches Teil des Kompetenzzentrums für Bildung, Qualifizierung und Zertifizierung sein wird. Die Einführung neuer Studiengänge wird vorbereitet oder ist geplant. Dazu zählen Psychologie, Rechtswissenschaften sowie Verwaltungswissenschaften (Public Administration Management). Auch ist die Öffnung des Studiums für andere Personengruppen angedacht. Als Postgraduierten-Studium wird der Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit vorbereitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66–113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Grußwort des Leiter Studentenbereich

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helmut-Schmidt-Universität – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

53.5678510.10719Koordinaten: 53° 34′ 4,3″ N, 10° 6′ 25,9″ O