Timbaland

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Timbaland (* 10. März 1971 in Norfolk, Virginia als Timothy Zachary Mosley) ist ein US-amerikanischer Hip-Hop- und Contemporary-R&B-Musiker und Produzent, dessen Produktions- und Arrangement-Stil seit Ende der 1990er Jahre in diesen Genres sehr einflussreich ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

Mosley wuchs in Norfolk, Virginia, auf. Dort trat er solo als „DJ Tiny Tim“ und später mit seinen Jugendfreunden Missy Elliott und Melvin „Magoo“ Barcliff auf. Erste Produktionserfahrungen sammelte Mosley bei Elliotts Band Sista. Als Sista in das Künstler-Kollektiv Swing Mob aufgenommen wurde, integrierte dessen Chef DeVante Swing Mosley in sein Produzententeam. Swing gab Mosley den Künstlernamen „Timbaland“, angelehnt an die in der Hip-Hop-Szene beliebte Schuh-Marke Timberland.

Als sich Swing Mob 1995 auflöste, arbeiteten Elliott und Timbaland gemeinsam als Songwriter-/Produzententeam weiter. Den bis dahin größten Erfolg erzielte das Album One In A Million von Aaliyah (1996), für das das Duo neun Songs schrieb. Darüber hinaus produzierte Timbaland Ginuwines Debüt-Album Ginuwine… The Bachelor.

In Folge dessen wurde Timbaland zu einem der erfolg- und einflussreichsten Produzenten der späten 1990er Jahre. Er arbeitete unter anderem mit Destiny’s Child, Nicole Wray, Jay-Z und Nas zusammen, produzierte zwei Alben von Missy Elliott (Supa Dupa Fly und Da Real World) und das zweite Album von Ginuwine (100% Ginuwine) und veröffentlichte das erste „Timbaland & Magoo“-Album Welcome to Our World sowie sein erstes Solo-Album Tim’s Bio: Life from da Bassment, eigentlich eine Kompilation aus von Timbaland produzierten Songs verschiedener Künstler.

Auch nach der Jahrtausendwende produzierte Timbaland weiter erfolgreich Singles und Alben für diverse Künstler, darunter Aaliyah, Justin Timberlake, Bubba Sparxxx, Brandy und The Game. Die beiden Alben von Timbaland & Magoo, Indecent Proposal (2001) und Under Construction Part 2 (2003), waren allerdings kommerziell nur wenig erfolgreich.

2006 bildeten die international sehr erfolgreichen Alben Loose von Nelly Furtado und FutureSex/LoveSounds von Justin Timberlake, jeweils von Timbaland produziert, einen neuen Höhepunkt in Timbalands Karriere. Beide Alben sowie die zugehörigen Singles erreichten weltweit hohe Chartpositionen.

Im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Timbaland sein zweites Solo-Album Shock Value. Wie bereits das erste Album beinhaltete dieses eine Kollaboration mit diversen Künstlern wie Elton John, Nelly Furtado, The Hives und Missy Elliott. Erfolgreiche Projekte, unter anderem mit Madonna, OneRepublic und M. Pokora bescherten ihm weitere Nummer-eins-Positionen in den weltweiten Charts.

Shock Value II, das dritte Soloalbum von Timbaland, steht ganz im Zeichen seines Vorgängers. Wieder versammelte Timbaland für die Aufnahmen zahlreiche Künstler aus dem Pop und R'n'B-Bereich im Studio, darunter Keri Hilson, Katy Perry, Justin Timberlake und Brandy (unter dem Pseudonym Bran'Nu). Aus dem Rock-Bereich sind unter anderem Chad Kroeger (von Nickelback) und Chris Daughtry vertreten. Morning After Dark, die erste Single mit Nelly Furtado und SoShy, wurde am 27. November 2009 in Deutschland veröffentlicht und stieg auf Platz sechs der Charts ein. Timbalands neues Album Shock Value II erschien am 4. Dezember 2009 und platzierte sich eher im Mittelfeld der internationalen Album-Charts.

[Bearbeiten] Sonstiges

Timbaland ist Chef des Plattenlabels Mosley Music Group, bei dem unter anderem Nelly Furtado und sein Bruder Garland „Sebastian“ Mosley unter Vertrag stehen. Außerdem besitzt er ein eigenes Tonstudio in Virginia Beach.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte das Jahreseinkommen von Timbaland für 2006 auf 21 Millionen US-Dollar, womit er zu den Topverdienern im Hip-Hop-Genre gehört. Laut Forbes haben in diesem Jahr nur Jay-Z, 50 Cent und Diddy mehr verdient.[1]

Timbaland hat einen Gastauftritt in der US-amerikanischen Serie FlashForward als Teil der CIA.

2006 wurde die Melodie von Muhlis Akarsus Allah Allah Desem Gelsem von Timbaland für das Album Loose von Nelly Furtado verwendet. Der Song auf dem Album heißt Wait for You. Die Erben des türkischen Künstlers wollen Klage einreichen, da dieses Sampling ohne Genehmigung geschah.

[Bearbeiten] Diskografie

Hauptartikel: Timbaland/Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

Jahr Titel Chartpositionen [2] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1998 Tim’s Bio: Life from da Bassment 41
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 1998
2007 Shock Value 5
(41 Wo.)
1
(47 Wo.)
5
(58 Wo.)
2
(73 Wo.)
5
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. April 2007
Verkäufe: 4.000.000
[3]
2009 Shock Value II 15
(25 Wo.)
23
(19 Wo.)
5
(20 Wo.)
25
(28 Wo.)
36
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2009
Verkäufe: 1.000.000
[4]

[Bearbeiten] Singles

[Bearbeiten] Chartplatzierungen

Jahr Titel Chartpositionen [2] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1997 Up Jumps Da’ Boogie
Welcome to Our World
12
(20 Wo.)
(mit Magoo feat. Missy Elliott & Aaliyah)
Erstveröffentlichung: 23. September 1997
Verkäufe: 500.000
[5]
1998 Clock Strikes (Remix)
Welcome to Our World
37
(… Wo.)
(mit Magoo feat. Mad Skillz)
Here We Come
Life from da Bassment
92
(… Wo.)
(feat. Magoo, Missy Elliott & Darryl Pearson)
Erstveröffentlichung:1998
2003 Cop That Shit
Under Construction, Part II
82
(… Wo.)
22
(… Wo.)
95
(… Wo.)
(mit Magoo feat. Missy Elliott)
2007 Give It to Me
Shock Value
3
(27 Wo.)
3
(34 Wo.)
6
(49 Wo.)
1
(26 Wo.)
1
(26 Wo.)
(feat. Nelly Furtado & Justin Timberlake)
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2007
Verkäufe: 4.500.000
Release
Shock Value
91
(1 Wo.)
(feat. Justin Timberlake)
Erstveröffentlichung: 2007
The Way I Are
Shock Value
5
(34 Wo.)
4
(36 Wo.)
3
(48 Wo.)
1
(36 Wo.)
3
(38 Wo.)
(feat. Keri Hilson, D.O.E. & Sebastian)
Erstveröffentlichung: 9. Juli 2007
Verkäufe: 7.100.000
Apologize
Shock Value
1
(58 Wo.)
1
(35 Wo.)
1
(89 Wo.)
3
(42 Wo.)
2
(47 Wo.)
(Timbaland presents OneRepublic)
Erstveröffentlichung: 6. November 2007
Verkäufe: 11.000.000
Scream
Shock Value
9
(… Wo.)
18
(… Wo.)
45
(… Wo.)
12
(… Wo.)
(feat. Keri Hilson und Nicole Scherzinger)
Erstveröffentlichung: 11. Dezember 2007
Verkäufe: 500.000
2009 Morning After Dark
Shock Value II
6
(24 Wo.)
12
(21 Wo.)
20
(18 Wo.)
6
(14 Wo.)
61
(2 Wo.)
(feat. Nelly Furtado und SoShy)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2009
Verkäufe: 1.100.000
[6]
Say Something
Shock Value II
23
(20 Wo.)
(feat. Drake)
Erstveröffentlichung: 3. November 2009
Carry Out
Shock Value II
42
(… Wo.)
57
(… Wo.)
80
(… Wo.)
6
(… Wo.)
11
(… Wo.)
(feat. Justin Timberlake)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2009
Verkäufe: 2.000.000
[7]
2010 If We Ever Meet Again
Shock Value II
9
(17 Wo.)
10
(22 Wo.)
7
(23 Wo.)
3
(16 Wo.)
37
(18 Wo.)
(feat. Katy Perry)
Erstveröffentlichung: 15. Februar 2010
Verkäufe: 2.600.000
[8]
Undertow (Timbo Remix)
Shock Value II
100
(1 Wo.)
(feat. The Fray & Esthero)
Erstveröffentlichung: 2010
Marchin On
Shock Value II
6
(32 Wo.)
7
(23 Wo.)
37
(13 Wo.)
(feat. OneRepublic)
Erstveröffentlichung: 18. Juni 2010
Verkäufe: 300.000
2011 Pass At Me
Shock Value III
27
(6 Wo.)
40
(… Wo.)
(feat. Pitbull & David Guetta)
Erstveröffentlichung: 13. September 2011

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Timbaland einer der Topverdiener im Bereich HipHop Artikel bei RauteMusik.FM
  2. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  3. http://www.mediatraffic.de/albums-week13-2008.htm
  4. http://www.mediatraffic.de/albums-week04-2011.htm
  5. http://www.riaa.com/goldandplatinumdata.php?resultpage=1&table=SEARCH_RESULTS&action=&title=&artist=timbaland&format=&debutLP=&category=&sex=&releaseDate=&requestNo=&type=&level=&label=&company=&certificationDate=&awardDescription=&catalogNo=&aSex=&rec_id=&charField=&gold=&platinum=&multiPlat=&level2=&certDate=&album=&id=&after=&before=&startMonth=1&endMonth=1&startYear=1958&endYear=2007&sort=Artist&perPage=25
  6. http://www.mediatraffic.de/tracks-week09-2010.htm
  7. http://www.mediatraffic.de/tracks-week22-2010.htm
  8. http://www.mediatraffic.de/tracks-2010.htm
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