David Guetta

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Guetta bei den Much Music Video Awards

David Guetta [daˌviːd gɛˈta] (* 7. November 1967 in Paris, Frankreich als Pierre David Guetta)[1] ist ein französischer House-DJ und Musikproduzent.

Karriere

Musikalische Anfänge und Leben

David Guetta begann im Alter von 16 Jahren als Mixer und DJ in Pariser Discotheken zu arbeiten. Nach der Veröffentlichung einiger Mix-CDs Ende der 1980er-Jahre wurde er zunächst Besitzer eines Nachtclubs in der französischen Hauptstadt. 1992 heiratete David Guetta Cathy Guetta, geb. Bardan. 1994 veröffentlichte er die Single Up & Away auf Dance Pool. Nach eher kleineren Erfolgen verschwand Guetta vorerst aus der Dance-Szene. Anfang der 2000er Jahre begann er ein Comeback.

2002–2008: Erste Erfolge

2002 erschien sein Debütalbum Just a Little More Love, auf dem einige Titel in Zusammenarbeit mit Chris Willis entstanden. Mit den Singleauskoppelungen Just a Little More Love und Love Don’t Let Me Go schaffte Guetta seinen internationalen Durchbruch. 2004 erschien sein zweites Studioalbum Guetta Blaster. 2005 hatte er mit The World Is Mine einen Hit, der durch die Clubs ging. Seine erfolgreichste Single ist eine Mischung aus seinem 2002er Hit Love Don’t Let Me Go und dem Tocadisco Remix von The Eggs Walking Away. Dieser Mix war 2006 einer der größten Hits in den Clubs Europas.

Danach folgten Love Is Gone, Baby When The Lights, Delirious, Tomorrow Can Wait und Everytime We Touch, alle auf dem Album Pop Life zu finden. Des Weiteren betreibt er zusammen mit Joachim Garraud das Musiklabel Gum Records, ein Sublabel von Virgin Music in Frankreich. Sein Album Pop Life wurde im Sommer 2007 veröffentlicht. 2007 wurde Guetta bei den World Music Awards in London mit dem Preis des besten Discjockeys der Welt ausgezeichnet.

In der Nacht vom 5. Juli 2008 trat er gemeinsam mit seiner Frau Cathy, Tiësto, Joachim Garraud, Martin Solveig und Carl Cox vor 40.000 Zuschauern im Stade de France auf. Dies war das erste Mal, dass ein solches Event in dieser Größenordnung in Frankreich stattfand. Als Vorbild diente die Veranstaltung Sensation White, bei welcher Guetta schon mehrmals als DJ teilnahm. Die zweite Ausgabe dieses Events fand am 4. Juli 2009 erneut im Stade de France statt. Neben Guetta spielten Armin van Buuren, Sven Väth, Axwell sowie Steve Angello. Auf der Abschlusskundgebung der Loveparade 2008 in Dortmund spielte Guetta außerdem ein DJ-Set.

Im Juli 2008 erschien ein neues Album F*** Me I’m Famous – International. F*** Me I’m Famous steht auch für eine der bekanntesten House-Partys in Europa, die von vielen Veranstaltern unter ähnlichen Namen kopiert werden. Seit April 2009 hat David Guetta seine eigene Radiosendung beim Internetradio RauteMusik.FM. Zusammen mit dem Frankfurter Label BigCityBeats strahlt der Sender die Show jeden Samstagabend um 21 Uhr aus. Außerdem ist er seit Januar 2009 jeden Samstag mit seiner Sendung F*** me I’m Famous auf dem italienischen Radiosender m2o zu hören.

2009–2010: One Love

David Guetta brachte im August 2009 sein neues Album One Love heraus. Auf dem neuen Album finden sich erstmals Kooperationen mit Hip-Hop- und R&B-Künstlern wie Akon, Kelly Rowland, Ne-Yo, Will.i.am, Kid Cudi, Estelle. Es übertraf alle Erwartungen und stieg sowohl in seiner Heimat als auch in fast allen anderen Ländern in die Top 10. Es wurde weltweit über drei Millionen Mal verkauft und erreichte in Deutschland drei Mal Gold.[2]

Als erste Single aus dem Album wurde When Love Takes Over mit Kelly Rowland veröffentlicht. Die Single verkaufte sich weltweit über 3.700.000 Mal und wurde sein erster Nummer-Eins-Hit im Vereinigten Königreich. In Deutschland erreichte das Lied Goldstatus.[2] Die zweite Single Sexy Bitch mit Akon wurde am 7. August 2009 veröffentlicht. Mit ihr landete David Guetta seinen ersten Nummer-Eins-Hit in Deutschland, Sexy Bitch erhielt Platinstatus.[2] Es war außerdem sein erster Top 5 Hit in den USA, und mit 6.400.000 Verkäufen war es einer der erfolgreichsten Titel des Jahres weltweit. 2009 wurde er vom britischen DJ Mag zum drittbesten DJ der Welt gewählt und war damit bestplatzierter House DJ. Dritte Single wurde Memories mit dem Hip-Hop-Star Kid Cudi. Sie wurde weltweit 1,4 Millionen verkauft und erlangte in Deutschland Goldstatus.[2]Die vierte und letzte Singleauskopplung One Love wurde am 23. November 2009 veröffentlicht. Im April 2010 erschien die Vorabsingle Gettin’ over You mit Fergie, Chris Willis und LMFAO für sein Deluxe Album zu One Love : One More Love. Der Song befand sich bereits nur mit Chris Willis auf One Love. Vor der Veröffentlichung der zweiten Single schrieb er zusammen mit Flo Rida den Titelsong für Step Up 3D. Im November erschien dann Who’s That Chick feat. Rihanna: 2,7 Millionen Verkäufe weltweit und Gold in Deutschland.[2] 2010 stieg er bis auf Platz 2 in den DJ-Mag Charts.

2011–2012: Nothing but the Beat

Seit dem 5. März 2011 legt er jeden Samstag mit Radioshow auf Radio 105 auf. Als David Guetta nach seinem fünften Album gefragt wurde, sagte er, dass es im September 2011 erscheinen wird. Sein neuer Sound ist inspiriert von Rockbands wie Coldplay und Kings of Leon, sagte er außerdem.[3] Am 25. März 2011 gab Guetta sein erstes Interview über sein fünftes Album. Es gab Songs mit früheren Features wie Akon und will.i.am sowie mit mehreren neuen. Unter den Songs auf dem Album ist Little Bad Girl mit Ludacris und Taio Cruz. Ein weiterer Song aus dem Album ist Where Them Girls At mit Flo Rida und Nicki Minaj.[4] Where Them Girls At ist die erste Single des Albums und erschien 2011 weltweit am 2. Mai, nachdem eine unvollendete Version online durchgesickert war. Der Song stieg sofort überall in die Charts ein, in Deutschland auf Platz 5.[5] Am 20. Juli wurde das Video zu Where Them Girls At veröffentlicht. Am 27. Juni erschien in Deutschland der Song Little Bad Girl.[6] Die erste Promo-Single Titanium mit Sia erschien am 5. August. Als zweite Promo-Single erschien Lunar (mit Afrojack) am 15. August. Night of Your Life mit Jennifer Hudson erschien als dritte Promo-Single am 22. August.

Nothing but the Beat wurde in Deutschland am 26. August veröffentlicht und fünf Wochen später stand es an der Spitze der Charts. Die dritte Single Without You mit Usher wurde mit Platz 4 sein erfolgreichster Song in den USA. Zusätzlich zu dem Album feierte am 17. September 2011 der gleichnamige Film von Huse Monfaradi im Pariser Theatersaal Rex seine Weltpremiere. Er ist eine Dokumentation von David Guettas Leben und seinem Aufstieg vom unbekannten House-DJ zum prominenten Musik-Produzenten und DJ. Am 22. März 2012 erschien der Film kostenlos auf iTunes und schoss an die Spitze der Podcast-Charts in Ländern wie den USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Am 21. Oktober stieß er Armin van Buuren vom Thron der weltweiten DJ Mag Top 100 Liste und stand damit auf Platz 1.[7] Außerdem wurde er mit Sunshine und Nothing but the Beat zweimal für die Grammys 2012 nominiert. An Silvester trat Guetta vor knapp zwei Millionen Feiernden in Rio de Janeiro auf. Nach der Veröffentlichung der beiden ebenfalls kommerziell erfolgreichen Singles Titanium und Turn Me On erschien im März seine erste rein elektronische Single vom Album: The Alphabeat. Im April gründete Guetta das Musiklabel Jack Back Records, bei dem am 12. April mit Metropolis von Nicky Romero die erste Singleauskopplung erschienen ist. Unter dem Namen Jack Back veröffentlichte er auch eine Remixversion von Wild Ones von Flo Rida unter dem Titel Wild One Two, die ein Nummer-eins-Dancehit in den USA wurde.[8]

2012–2013: Nothing But the Beat 2.0

Am 7. September 2012 erschien seine dritte EP Nothing But the Beat 2.0.[9] Auf ihr befinden sich neben den Songs des ursprünglichen Albums noch sechs weitere Titel. Am 24. August erschien die Singleauskopplung She Wolf (Falling to Pieces). Wie schon bei Titanium, so übernahm die australische Sängerin Sia auch bei diesem Lied den Gesangspart.

She Wolf (Falling to Pieces) erreichte gute Chartplatzierungen wie zum Beispiel in Deutschland und Österreich Platz drei der Charts. Als achte Single wurde im November 2012 Just One Last Time zusammen mit Taped Rai ausgekoppelt. Außerdem schrieb und produzierte David Guetta zusammen mit Nicky Romero den Song Right Now für Rihannas Album Unapologetic. Er erschien im Mai 2013 als Single.

Mit dem Song Play Hard, zu dem Ne-Yo und Akon den Gesang beisteuerten, erschien die letzte und neunte Single aus Nothing But the Beat[10] am 15. März 2013.[11] Als Höchstplatzierung in den Charts blieb aber in vielen Ländern die Position nach der Veröffentlichung von Nothing But the Beat 2.0 stehen, wo der Song durch zahlreiche Downloads bereits in die Charts eingestiegen war.

Seit 2013: Neues Studioalbum

Mitte des Jahres 2013 verbreitete sich ein neuer Titel im Internet, der vom schwedischen Sänger John Martin gesungen wurde. Bekannt ist der Track unter dem Namen Love a Little Louder. Es erschien des Weiteren ein Bild auf dem Guetta und Martin im Studio zu sehen sind, jedoch wurden Interpreten und Songtitel bisher nicht offiziell bestätigt.[12]

Gemeinsam mit dem DJ-Duo Glowinthedark und dem Sänger Harrison veröffentlichte Guetta im Juli 2013 das Lied Ain’t A Party. Dies war zum einen eine Auskopplung seiner Fuck Me I'm Famous Compilations-Reihe, sowie auch eine Ankündigung seines fünften Studioalbums, das im Jahr 2014 erscheinen soll. Der Titel konnte nicht an den Erfolg seiner vorherigen Singles anschließen und erreichte lediglich Top-100 Platzierungen in wenigen Ländern. Mit dem US-amerikanischen Sänger Mikky Ekko nahm er das Lied One Voice auf. Während Ende 2013 das Musikvideo erschien, wurde der Titel bisher noch nicht als Single veröffentlicht. Ein Releasedate wurde ebenfalls nicht bekanntgegeben. Gründe dafür sind nicht bekannt.

Als offizielle zweite Vorab-Single erschien am 20. Januar 2014 der Track Shot Me Down mit Skylar Grey als Sängerin. Die Strophen des Songs sind ein Cover des Liedes Bang Bang (My Baby Shot Me Down) von Cher, das in der Version von Nancy Sinatra durch Tarantinos Kultfilm Kill Bill Vol. 1 Berühmtheit erlangt hatte.[13]

Am 1. August 2014 erschien David Guettas neue Single Lovers on the Sun in Deutschland. Diese wurde von Sam Martin gesungen und zusammen mit Avicii produziert[14] und erreichte auf Anhieb die Nummer 1 der deutschen Singlecharts.[15] Es ist die zweite Nr.1-Single Guettas in Deutschland.

Diskografie

Hauptartikel: David Guetta/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[16] Anmerkungen
DE AT CH UK US FR
2002 Just a Little More Love 17
(18 Wo.)
6
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2002
Verkäufe: + 250.000[17]
2004 Guetta Blaster 45
(12 Wo.)
11
(69 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2004
Verkäufe: + 50.000
2007 Pop Life 31
(11 Wo.)
8
(43 Wo.)
44
(1 Wo.)
2
(76 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2007
Verkäufe: + 130.000
2009 One Love 2
(102 Wo.)
3
(107 Wo.)
2
(104 Wo.)
2
(68 Wo.)
70
(10 Wo.)
1
(138 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 2009
Verkäufe: + 3.000.000[18]
2011 Nothing but the Beat 1
(81 Wo.)
1
(80 Wo.)
1
(110 Wo.)
2
(99 Wo.)
5
(74 Wo.)
1
(94 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 2011
Verkäufe: + 3.000.000[19]

Auszeichnungen

  • MTV EMA
    • 2012: für Bester Electronic-Act
  • NRJ Music Awards
    • 2010: für Internationales Album des Jahres (One Love)
    • 2011: für Hit des Jahres (Club Can’t Handle Me, mit Flo Rida)
    • 2011: für NRJ-Ehrenpreis
  • DJ Awards
    • 2007: für Best Ibiza Night
    • 2007: für Bester internationaler DJ
    • 2008: für Bester House-DJ

Nominierungen:

  • MTV EMA
    • 2008: für Bester französischer Act
    • 2011: für Bester französischer Act
    • 2011: für Bester Künstler
  • Echo
    • 2010: für Bester internationaler Künstler Rock/Pop
    • 2011: für Bester internationaler Künstler Rock/Pop
  • World Music Awards
    • 2007: für Best verkaufender DJ
    • 2010: für Bester DJ
    • 2010: für Beste Single (Sexy Bitch)
    • 2010: für Beste Single (When Love Takes Over)
  • DJ Awards
    • 2006: für Bester House-DJ
    • 2009: für Bester House-DJ

Quellen

  1. David Jeffries: David Guetta: Biography. allmusic. 2008. Abgerufen am 29 December 2009.
  2. a b c d e Gold-/Platin-Datenbank Deutschland (Suchfunktion benutzen)
  3. Artikel auf Daily Star
  4. Video zu Where Them Girls At auf MyVideo
  5. David Guetta auf Germancharts
  6. Little Bad Girl auf Musicload
  7. Guetta in den DJ-Mag Top 100
  8. US-Dancecharts vom 5. Mai 2012 (Top 10)
  9. Nothing But the Beat 2.0. bei Amazon
  10. https://twitter.com/davidguetta/status/307880621370376193
  11. http://www.amazon.de/Play-Hard-feat-Ne-Yo-Akon/dp/B00BV56NA4/ref=dm_att_trk7
  12. Guetta und Martin im Studio
  13. Mr. Probz Is Coming - David Guetta Is Back auf germanchartblog.blogspot.com am 21. Februar 2014
  14. https://itunes.apple.com/de/album/lovers-on-sun-feat.-sam-martin/id891899940
  15. Pressemitteilung zur Kalenderwoche 33 auf musikmarkt.de vom 12. August 2014
  16. Chartquellen: DE AT CH UK1 UK2 US FR
  17. Verkaufszahlen von Just a Little More Love
  18. Verkaufszahlen von One Love
  19. [1]

Weblinks

 Commons: David Guetta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien