Freiburgische Verkehrsbetriebe
| Freiburgische Verkehrsbetriebe AG (Transports publics fribourgeois SA) |
|
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Freiburg |
| Webpräsenz | www.tpf.ch |
| Linien | |
| Eisenbahn | 5 |
| Bus | 65 |
| Sonstige Linien | Standseilbahn |
| Statistik | |
| Haltestellen | 708 |
Die Freiburgische Verkehrsbetriebe AG[1], französisch Transports publics fribourgeois SA[1] (tpf[2]), sind die öffentlichen Verkehrsbetriebe des zweisprachigen Kantons Freiburg in der Schweiz. Sie entstanden rückwirkend per 1. Januar 2000 durch die Fusion der Chemins de fer fribourgeois Gruyère–Fribourg–Morat (GFM) mit den Verkehrsbetrieben Freiburg, französisch Transports en commun de Fribourg SA[3] (TF). Sie betreiben Normalspurbahnlinien, Schmalspurbahnlinien, Trolleybuslinien, Autobuslinien sowie eine Standseilbahn in der Stadt Freiburg und im Kanton Freiburg sowie angrenzenden Gebieten.
Gemäss Fusionsvertrag vom 10. Juli 2000 übernahm die GFM die TF mit Aktiven und Passiven gegen die Ausgabe neuer Aktien an die bisherigen Aktionäre der TF. Im Zuge dieser so genannten Absorptionsfusion gab sich die GFM den neuen Namen Transports publics fribourgeois SA/Freiburgische Verkehrsbetriebe AG.
Die TF war am 12. Januar 1897 als Société des tramways de Fribourg gegründet worden und war die Betreibergesellschaft der am 27. Juli selben Jahres eröffneten Strassenbahn Freiburg im Üechtland. 1927 wurde eine Gemeinschaftsdirektion mit FMA und CEG, die später zur GFM fusionierten, eingerichtet. Bis 1936 wurde das Streckennetz erweitert, aber 1949 wurde die erste Trolleybuslinie eröffnet und 1951 begann die Umstellung von Tram auf Trolleybus und Autobus. 1965 fuhr das letzte Tram und das Unternehmen wurde zur Société des transports en commun de Fribourg et environs. Erst 1966 wurde ein eigener Autobusbetrieb aufgezogen, davor wurde jeweils die GFM beauftragt. 1970 wurde die TF mit dem Betrieb der Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre in der Stadt Freiburg beauftragt und mit Fusionsvertrag vom 23. Dezember 1977 wurde die Société du Funiculaire Neuveville-St-Pierre, à Fribourg S.A. in die TF integriert.[4]
Ende 2006 initiierten die Freiburgischen Verkehrsbetriebe den neuen Tarifverbund Frimobil.
Inhaltsverzeichnis |
Bahnbetrieb [Bearbeiten]
Geschichte [Bearbeiten]
siehe Chemins de fer fribourgeois Gruyère–Fribourg–Morat (GFM)
Rollmaterial Normalspur [Bearbeiten]
Triebwagen
- ABDe 2/4 155 (1931/46 umgebaut aus Gleichstromtriebwagen FMA BCFe 4/4 5), ausrangiert 2000. Heute Bahnmuseum Kallnach
- ABe 4/4 161–167, 161–165 1965/66 umgebaut zu ABDe 4/4 (1946–48), noch vorhanden Xe 537 161 (94 85 7537 161-2), alle anderen abgebrochen
- ABDe 4/4 171 (1966), 1983 an MThB, 2004 an Travys; 537 175 ex Thurbo 536 613, 2006 abgebrochen; 537 176 2006 ex Thurbo 536 611
- RBDe 567 171–173 (1983)
- RBDe 567 181–182 (1991), TRN RBDe 567 316 langfristig gemietet
- RABe 527 191–198 (2011, 4 Stück)
- Ae 417 191–192, 2006 verkauft
Arbeitsfahrzeuge
- Tm 2/2 82 (1964)
- Tm 2/2 83 (1960)
- Tm 3/3 84 (1963) Rangierdienst Bulle
- Ee 2/2 91 (1960) Rangierdienst Bulle
Trolleybus- und Autobusbetrieb [Bearbeiten]
Das Liniennetz ist unterteilt in ein Regionalnetz und in ein Stadtnetz in Freiburg:
Regionalnetz [Bearbeiten]
Das Regionalnetz umfasst fünf Teilbereiche:
| Linien-Nr. | Name | Region |
|---|---|---|
| 100–199 | Nordost | Sensebezirk (ohne Bösingen, Wünnewil-Flamatt und Ueberstorf), Bourguillon, Marly und Schwarzenburg |
| 200–299 | Südost | Marly, Ependes, Treyvaux, Le Mouret und der östliche Teil des Greyerzbezirks |
| 300–399 | Zentrum | südöstlicher Teil des Saanebezirks (Matran, Avry, Lentigny, bis Vuisternens-en-Ogoz) und die Strecke nach Bulle |
| 400–499 | Südwest | Glanebezirk, Vivisbachbezirk und der westliche Teil des Greyerzbezirks (inkl. Bulle, Vevey) |
| 500–599 | Nordwest | Broyebezirk, Seebezirk und nordöstlicher Teil des Saanebezirks (Chésopelloz, Osses, Givisiez, Belfaux etc.) |
Die Liniennummern sind auch im nationalen Kursbuch in der Region 20 zu finden, beispielsweise erscheint die Linie 120 als Fahrplanfeld 20.120.
Stadtnetz [Bearbeiten]
Das Stadtnetz umfasst drei Trolleybuslinien, sieben Autobuslinien und eine Standseilbahn (Wasserballastbahn). Neben der Stadt Freiburg werden auch die Agglomerationsgemeinden Villars-sur-Glâne, Marly, Granges-Paccot (Agy, Portes-de-Fribourg), Givisiez (Mont-Carmel, La Faye), Matran, Rosé, Corminboeuf und Chésopelloz von Stadtbussen bedient. Auf der Linie 1 können ausschliesslich Duo-Busse eingesetzt werden, die im Stadtzentrum elektrisch und auf den nicht-elektrifizierten Aussenästen im Dieselbetrieb fahren.
| Nr. | Verkehrsmittel | Strecke |
|---|---|---|
| 1 | Duo-Bus | Marly - Portes-de-Fribourg |
| 2 | Trolleybus | Les Dailles - Schönberg |
| 3 | Trolleybus | Jura - Pérolles |
| 4 | Autobus | Auge - Bahnhof |
| 5 | Autobus | Villars Sud/Cormanon - Torry |
| 6 | Autobus | Guintzet - Musy |
| 7 | Autobus | Cliniques - Bahnhof |
| 8 | Autobus | Chésopelloz - Bahnhof |
| 9 | Autobus | La Faye (Givisiez) - Bahnhof |
| 11 | Autobus | Rosé - Bahnhof |
| F | Seilbahn | Neuveville - St-Pierre (Funiculaire) |
Literatur [Bearbeiten]
- Roland Ruffieux, Jean-Pierre Dorand: Die TF: 100 Jahre Geschichte in Text und Bilder. ohne Verlag, Freiburg 1997. (Zweisprachig: Französisch und Deutsch)
- Tramclub Freiburg (Hrsg.): Ein Jahrhundert öffentlicher Verkehr in Freiburg. ohne Verlag, Freiburg 1997, ISBN 2-9700147-0-X. (Zweisprachig: Französisch und Deutsch)
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Handelsregistereintrag, abgerufen am 28. November 2011
- ↑ Vom Unternehmen selbst klein geschrieben, demgegenüber erscheint die Abkürzung in Fahrplänen und Tarifen auf nationaler Ebene grossgeschrieben, siehe z.B. öffentliche Fahrplanpublikation.
- ↑ Endzustand des Handelsregistereintrags der TF, gültig ab 1998
- ↑ Sébastien Jacobi: Fribourg en Tram. Eigenverlag Sébastien Jacobi, Neuchâtel 1985