Västerås SK

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Västerås SK FK
Vereinswappen
Voller Name Västerås Sportklubb Fotbollklubb
Gegründet 29. Januar 1904
Vereinsfarben grün - weiß
Stadion Swedbank Park
Plätze 7.000
Trainer Kalle Granath
Homepage www.vskfotboll.nu
Liga Superettan
2010 1. Platz (Division 1 Norra, Aufstieg)
Heim
Auswärts

Västerås SK (Västerås Sportklubb) ist ein Schwedischer Sportklub aus Västerås. Gründungsdatum ist der 29. Januar 1904. Die Vereinsfarben sind grün und weiß, der Vereinsname wird in der Presse häufig mit VSK abgekürzt.

Västerås SK FK[Bearbeiten]

Västerås SK FK ist die Fußballabteilung vom Västerås SK. Die erste Mannschaft gehörte lange zu den Stammkräften der zweiten schwedischen Liga, die heute Superettan heißt und spielte in den vier Saisons 1955/56, 1956/57, 1978 und 1997 in der ersten schwedischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten 50 Jahre[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 29. Januar 1904 auf den Aufruf jugendlicher Arbeiter hin gegründet. Das Wappen entwarf wenig später der damals erst 18-jährige Karl Emil "Keo" Ohlsson, der sich als technischer Zeichner bei den ASEA-Werken (heute ABB) in der Arbeiterstadt Västerås verdingte. Zuvor benutzte der Verein einen fünfzackigen Stern als Logo. Das weiße „Doppel-T“ im Vereinswappen ist die vereinfachte Übernahme des Ave-Maria-Monogramms (aus den Buchstaben A und M zusammengesetzt) aus dem Stadtwappen von Västerås.

Die erste ernstzunehmende Fußballmannschaft des VSK bestand vor allem aus Bandyspielern, die im Sommer auf Fußball umstiegen. 1928 konnte schließlich erstmals nach zahlreichen Anläufen der große Stadtrivale Västerås IK besiegt werden, der 1924 zu den Gründungsmitgliedern der ersten Schwedischen Liga, der Allsvenskan, gehörte. 1954 gelang dem VSK dann selbst der Aufstieg in die Allsvenskan, während der Västerås IK nur noch unterklassig spielte und sich in den 1960ern letztmals aus der zweiten Liga verabschiedete. Heute arbeitet der VIK in der Jugendarbeit mit dem VSK zusammen. Mit dem VSK, dem VIK und dem IFK Västerås stritten sich in Västerås über Jahrzehnte drei stets mäßig erfolgreiche Fußballteams auf Augenhöhe um die Gunst der Fans, Sponsoren und Talente. Ähnlich wie in Uppsala waren die Bandyteams, vor allem das des VSK, in Västerås stets bedeutender. Das erklärt teilweise, weshalb diese beiden Städte, die den Einwohnerzahlen nach Rang vier und fünf in Schweden belegen, keine adäquat erfolgreichen Fußballvereine vorzuweisen haben.

Etablierung als Profimannschaft[Bearbeiten]

Das erste Tor für den VSK in der Allsvenskan schoß 1955 beim 2:2 gegen Norrby IF Borås Ove Dansson. Nach zwei Saisons war der VSK 1957 wieder zweitklassig, wurde kurz darauf in die dritte Liga durchgereicht.

1975 übernahm Lennart „Liston“ Söderberg das Traineramt in Västerås und führte den Klub aus den Tiefen der dritten Liga bereits 1977 wieder in die Allsvenskan, wo jedoch der direkte Wiederabstieg folgte. Erster Nationalspieler aus den Reihen des VSK war 1979 Stig Frederiksson, der bei der 0:2-Niederlage Schwedens gegen die UdSSR in Tiflis debütierte. Söderberg leitete die bisher längste Phase des VSK im Profigeschäft ein, bis 2005 verbrachte der Verein lediglich zwei Spielzeiten unterhalb der zweiten Liga. 1980 verließ Söderberg den VSK, kehrte jedoch 1985 für ein einjähriges Zwischenspiel zurück.

1995 übernahm Söderberg erneut die Geschicke beim VSK. Mit seinem autoritären Führungsstil gelang es ihm, die Mannschaft zur Saison 1997 ein zweites Mal in die Allsvenskan zu führen. Doch bereits nach wenigen Spieltagen wurde der Coach wieder entlassen. Unter [Bo Petersson] gelang noch die Qualifikation für die Relegation, doch konnten sich die Grün-Weißen nicht gegen den BK Häcken durchsetzen.

2004 übernahm Söderberg ein weiteres und letztes Mal den Trainerposten beim VSK, führte das Team auf den achten Platz der Superettan – und beendete seine Karriere. 2005 stieg Västerås dann unter dem Spielertrainer Peter Markstedt in die Drittklassigkeit ab.

Jüngste Entwicklung[Bearbeiten]

Nach fünf Saisons gelang unter Trainer Kalle Granath 2010 der Wiederaufstieg in die Superettan zur Saison 2011 – und damit ins Profigeschäft. Co-Trainer Granaths und später Acars und somit Spielertrainer wurde 2010 Stefan Bärlin. Der technisch versierte offensive Mittelfeldspieler war spätestens seit der Saison 2004, in der er mit 23 Toren Torschützenkönig der Superettan wurde, Liebling der Fans in Västerås. Er kehrte 2008 nach drei Jahren in Norwegen zurück zu seinem Stammklub VSK. Neben dem ebenfalls torgefährlich im offensiven Mittelfeld agierenden Nachwuchsspieler Filip Tronêt gehörte er zu den landesweit bekannten Profilen des VSK. Nach dem Umzug in die neue Arena, dem Wiederaufstieg in die Superettan und der Vertragsverlängerung mit dem ambitionierten und von der Konkurrenz umworbenen Trainer Granath machte sich im Umfeld des Vereins vor der Saison 2011 die Hoffnung breit, dass die Fußballabteilung nun wieder an seine lange konstante Geschichte im Profigeschäft anknüpfen könnte. Doch nach einem enttäuschenden Saisonstart, in dem das Team ohne den Langzeitverletzten Tronêt kaum Torgefährlichkeit ausstrahlte, wurde Trainer Granath am 23. Juni 2011 entlassen. Das Team hatte aus 13 Spielen nur neun Punkte mitgenommen und die letzten vier Spiele vor der Entlassung allesamt verloren. Granaths Nachfolger wurde Erik Acar, der bis dahin die Damenmannschaft von Gideonsbergs IF trainiert hatte. Stefan Bärlin wurde als Assistenztrainer weiterbeschäftigt, ihm zur Seite gestellt wurde der ehemalige VSK-Spieler und -Trainer Peter Markstedt. Das Team konnte den direkten Wiederabstieg trotz immer besserer Ergebnisse nicht verhindern. Als Gründe hierfür wurden der Abgang zentraler Spieler während der Saison und die eklatanten Heimschwäche benannt (der VSK holte vor eigenem Publikum nur 14 Zähler, genau so viele wie auswärts). Nach der Saison verließ Stefan Bärlin, der zunächst ins Management gewechselt war, den Verein.

Stadion[Bearbeiten]

Seit dem 27. April 2008 ist der Neubau Swedbank Park Austragungsort der Heimspiele der Grün-Weißen. Das reine Fußballstadion liegt im zwei Kilometer nördlich der Innenstadt von Västerås gelegenen Rocklunda IP Freizeitpark, der größten zusammenhängenden Sportanlage Schwedens. Es wird von der Stadt Västerås betrieben. Gespielt wird im Swedbank Park auf beheizbarem Kunstrasen (Spielfeldgröße 68 mal 105 Meter), der wie die gesamte Arena den Richtlinien von FIFA und UEFA entspricht. Neben dem Västerås SK FK spielen auch der Drittligist Syrianska IF Kerburan Västerås, die Damenmannschaft von BK30 und der IFK Västerås in dem Stadion. Der bisherige Publikumsrekord liegt bei 6441 Besuchern, die das Stadtderby zwischen Syrianska IF Kerburan und dem VSK am 5. September 2010 in der dritthöchsten schwedischen Spielklasse sehen wollten. Die maximale Kapazität des Stadions liegt bei 7000 Zuschauern, davon sind 4126 Sitzplätze[1].

Bis 2008 trug der Verein seine Heimspiele im Arosvallen, einem Leichtathletikstadion direkt am Hochschulgelände aus. Das Stadion fasst 10.000 Zuschauer und verfügt über eine kleine Tribüne mit Sitzplätzen. Das ursprüngliche Baujahr ist 1932. Es wurde im Laufe der Jahre modernisiert. 14.208 Zuschauer bilden seit 1956 den Zuschauerrekord im Spiel gegen Sandvikens IF.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Västerås SK Bandy[Bearbeiten]

Der Västerås Sportklubb Bandyklubb ist der Bandyverein von Västerås SK. Er trägt seine Heimspiele im Rocklunda IP (Rocklunda Bandystadion) aus.

Erfolge[Bearbeiten]

Die Herrenmannschaft von Västerås SK Bandy spielte in seiner Geschichte 35 Finalspiele um die schwedische Meisterschaft und wurde insgesamt 18 Mal schwedischer Meister.

Schwedischer Meister: 1923-24, 1926, 1942-43, 1948, 1950, 1960, 1973, 1989-90, 1993-94, 1996, 1998-99, 2001, 2009

Sieger World-Cup: 1987, 1989, 1994, 1997, 2000

Europapokal: 1990, 1993, 1994, 1996, 1998

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rocklunda.com/artikel.asp?strukturId=13