VR Bank Westthüringen

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Logo der Genossenschaftsbanken  VR Bank Westthüringen eG
Logo der VR Bank Westthüringen eG
Staat Deutschland
Sitz Obermarkt 17,

99974 Mühlhausen/Thür.

Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 820 640 38[1]
BIC GENO DEF1 MU2[1]
Verband Genossenschaftsverband
Website www.vrb-westthueringen.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 677,0 Mio. EUR
Einlagen 532,0 Mio. EUR
Kundenkredite 175,0 Mio. EUR
Mitarbeiter 154
Geschäftsstellen 16
Mitglieder 10.664
Leitung
Vorstand Thomas Diwo,
Ralf Schomburg
Aufsichtsrat Siegmar Zeng, Vorsitzender
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die VR Bank Westthüringen eG ist eine Genossenschaftsbank in der Region Westthüringen mit Hauptsitz in Mühlhausen/Thüringen. Mit 10.664 Mitgliedern und einer Jahresbilanzsumme von rund 677 Mio. EUR (Stand 31. Dezember 2013) ist sie eine der größten genossenschaftlichen Banken Thüringens.

Geschichte der Bank[Bearbeiten]

Am 17. November 1857 gründete sich in Gotha der Gewerbebankverein, der älteste Vorläufer der VR Bank Westthüringen eG. Seine Mitglieder waren gleichzeitig Kunden und Träger ihres Instituts. Sie hafteten solidarisch für alle Risiken des Geschäfts und verteilten die anfallenden Gewinne gerecht. Es galten die Prinzipien von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung.

Kaum drei Jahre nach der Gothaer Gründung fanden sich auch in Bad Langensalza 16 Bürger zusammen, um den nächsten Kreditverein zu initiieren, Mühlhausen folgte im Jahr 1862 mit der stattlichen Zahl von 230 eingetragenen Mitgliedern im ersten Geschäftsjahr.

Im Jahre 1890 entstand der Altengotterner Darlehnskassen-Verein als erstes Unternehmen in Westthüringen nach dem Modell der ländlichen Darlehenskassen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Aus ihm entwickelte sich später die Raiffeisenkasse Altengottern und nach dem Zweiten Weltkrieg die „Landwirtschaftliche Dorfgemeinschaft Altengottern und Umgebung eGmbH“ und letztendlich die Raiffeisenbank Mühlhausen. Sowohl die Gothaer Gewerbebank als auch die Vorschussvereine in Langensalza und Mühlhausen betrieben Ende des 19. Jahrhunderts schon längst nicht mehr nur Kreditgeschäfte. Von der Sparanlage bis zum Börsengeschäft konnten Kunden bei ihnen praktisch alle für Banken üblichen Dienstleistungen ordern.

Aus den Vereinen wurden Geschäftsbanken und damit die Vorläufer der späteren Volksbanken in Westthüringen. Die erste größere Fusion fand 1973 zwischen den Genossenschaftsbanken für Handwerk und Gewerbe Mühlhausen und Bad Langensalza statt.

Im Jahre 1997 vereinigten sich nach nunmehr mehreren Namensänderungen die Raiffeisenbank Mühlhausen eG, die Raiffeisenbank Bad Langensalza eG und die Volksbank Mühlhausen/Bad Langensalza eG zur VR Bank Mühlhausen/Bad Langensalza eG.

Seit dem Jahr 2000 steht die VR Bank Westthüringen eG, hervorgegangen aus der VR Bank Mühlhausen/Bad Langensalza eG und der Volksbank Gotha/Eisenach eG, ihren Mitgliedern und Kunden als einer der größten genossenschaftlichen Finanzdienstleister in Thüringen zur Verfügung.

Literatur[Bearbeiten]

  • VR Bank Westthüringen eG (Hrsg.) (2007): ProCent. Das Magazin der VR Bank Westthüringen eG. Sonderheft, Mai 2007

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Zahlen zum 31. Dezember 2013

51.2104710.45606Koordinaten: 51° 12′ 38″ N, 10° 27′ 22″ O