Wallace Beery

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wallace Beery

Wallace Beery (* 1. April 1885 in Kansas City, Missouri; † 15. April 1949 in Beverly Hills) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Für seinen Auftritt in Der Champ wurde er 1932 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Karriere[Bearbeiten]

Wallace Beery folgte seinem älteren Bruder Noah um 1900 ebenfalls in die Unterhaltungsbranche. Über Auftritte im Vaudeville kam er zu Beginn der 1910er Jahren an den Broadway. 1913 folgten erste Filmauftritte für die Produktionsfirma Essanay. Wallace Beery spielte in den 1920er Jahren, unter Vertrag bei Paramount, häufig Schurken und Gangster, so 1929 in Chinatown Nights, einem der letzten Stummfilme des Studios, in dem er Florence Vidor in sexuelle Abhängigkeit und Drogensucht führt. Mit Beginn des Tonfilm wechselte Beery auf Veranlassung von Irving Thalberg zu Metro-Goldwyn-Mayer. Mit drei großen Erfolgen wurde er 1930 zu einem der wichtigsten männlichen Star des Studios. In Hölle hinter Gittern war Beery als Anführer einer Gefangenenrevolte zu sehen. Make Way For a Sailor erlaubte ihm, neben John Gilbert und einem dressierten Seehund sein komisches Talent zu zeigen und endlich Die fremde Mutter. Der Film wurde zu einem der größten finanziellen Erfolge des Jahres und war die erste Zusammenarbeit mit Marie Dressler.

In den folgenden Jahren war Wallace Beery gelegentlich in zwielichtigen Rollen eingesetzt, so als Gangster in The Secret Six an der Seite von Jean Harlow und Clark Gable oder als vom Bankrott bedrohter Industrieller in Menschen im Hotel. Für seinen Auftritt in Der Champ gewann Wallace Beery den Oscar als bester Hauptdarsteller. Mit Jackie Coogan, der in dem Film seinen Sohn spielte, war Beery bis 1936 noch in drei weiteren Filmen zu sehen, darunter The Bowery und Die Schatzinsel. Die Karriere von Wallace Beery erreichte 1933 ihren Höhepunkt mit Auftritten in Dinner um acht, einer Komödie mit All-Star Cast, und Tugboat Annie, wieder mit Marie Dressler als Partnerin. Der Schauspieler übernahm 1934 die Hauptrolle als Pancho Villa in der kontrovers aufgenommen Filmbiografie Schrei der Gehetzten. Nach seinem Auftritt in Abenteuer im Gelben Meer mit Jean Harlow und Clark Gable als Co-Stars ebbte seine Popularität langsam ab und Beery fand sich zunehmen in B-Filmen wieder. 1939 kam Sergeant Madden in den Verleih, bei dem Josef von Sternberg führte. Der Regisseur bekam die Produktion übergeben, nachdem sich seine Mitwirkung an I Take This Woman mit Hedy Lamarr als einer von vielen Fehlstarts des Films erwiesen hatte. In den Vierzigern erlebte Beery einen erneuten Karriereaufschwung und bildete mit Marjorie Main ein beliebtes Leinwandpaar. Zu diesem Zeitpunkt war der Schauspieler häufig neben Kinderstars wie Margaret O'Brien und Elizabeth Taylor zu sehen. Einer seiner letzten Filmrollen war 1948 das Filmmusical Wirbel um Judy neben Jane Powell, Elizabeth Taylor und Carmen Miranda. Wallace Beery war der Onkel von Noah Beery Jr..

Der Schauspieler ging zwei Ehen ein. Seine erste Ehefrau war Gloria Swanson, die er 1916 heiratete. Die Ehe war nach Aussagen von Swanson geprägt von häuslicher Gewalt und endete 1919 in Scheidung. Seine zweite Ehe, die er 1924 schloss und aus der eine Tochter hervorging, endete 1939 ebenfalls mit einer Scheidung.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1932: Menschen im Hotel (Grand Hotel)
  • 1932: Ring frei für die Liebe (Flesh)
  • 1933: Tugboat Annie
  • 1933: Dinner um acht (Dinner at Eight)
  • 1933: The Bowery
  • 1934: Die Schatzinsel (Treasure Island)
  • 1934: Schrei der Gehetzten (Viva Villa!)
  • 1935: Abenteuer im Gelben Meer (China Seas)
  • 1935: O’Shaughnessy’s Boy
  • 1935: Ah, Wilderness
  • 1937: Slave Ship
  • 1938: Stablemates
  • 1939: Stand Up and Fight
  • 1939: Sergeant Madden
  • 1940: 20 Mule Team
  • 1940: Wyoming
  • 1943: Salute to the Marines
  • 1944: Rationing
  • 1945: This Man’s Navy
  • 1946: Bad Bascomb
  • 1947: The Mighty McGurk
  • 1948: Alias a Gentleman
  • 1948: Wirbel um Judy (A Date with Judy)
  • 1949: Big Jack

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallace Beery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien