Patsch (Tirol)

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Patsch
Wappen von Patsch
Patsch (Tirol) (Österreich)
Patsch (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 9,73 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 11° 25′ O47.20416666666711.415277777778998Koordinaten: 47° 12′ 15″ N, 11° 24′ 55″ O
Höhe: 998 m ü. A.
Einwohner: 965 (1. Jän. 2013)
Postleitzahl: 6082
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 03 38
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 22
6082 Patsch
Website: www.patsch.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Danler
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
6 Bürgerliste Patsch,
2 Für Patsch,
3 Patsch-Aktiv-ÖVP
Lage der Gemeinde Patsch im Bezirk Innsbruck Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Patsch (Tirol) im Bezirk Innsbruck Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Patsch von Südwesten
Patsch von Südwesten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Patsch ist eine Gemeinde mit 965 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten]

Patsch liegt auf der Mittelgebirgsterrasse am Eingang des Wipptals, am Fuß des Patscherkofel südlich von Innsbruck. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem an der alten Salzstraße liegenden Kirchdorf die Ortsteile Kehr, Rinnerhöfe, Sillwerk, Ruggschrein, Ahren und Bahnhof. Höchster Punkt der Gemeinde ist mit 2246 m der Patscherkofel. In Ruggschrein war früher eine Zollstätte der wichtigen von Hall in Tirol nach Matrei führenden Salzstraße.

Das Naturschutzgebiet Rosengarten ist durch mehrere nord-süd-orientierte Spazier- und Feldwege entlang der Terrassenstufen gut erschlossen, die von Patsch oder vom Grünwalder Hof ausgehen. Das Schutzgebiet gehört zu den Naherholungsgebieten im Einzugsbereich von Innsbruck. Eine Sehenswürdigkeit in diesem Gebiet ist die (allerdings schon zum Gemeindegebiet von Innsbruck gehörende) archäologische Fundstätte am Goldbichl.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Patsch besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Patsch gilt als das älteste Dorf des südlichen Mittelgebirges, viele Flurnamen weisen auf eine vorrömische Besiedlung hin. Patsch wurde um 1200 erstmals als Patsche und Pats urkundlich erwähnt. Im Frühmittelalter war der Ort Mittelpunkt einer Marktgenossenschaft und einer Mutterpfarre. 1256 wurde sie dem Stift Wilten einverleibt.

Der Bau der Brennerbahn 1864 bis 1867 brachte der Gemeinde durch Grundablösen einen Reichtum. Das 1903 unter Josef Riehl errichtete Kraftwerk Obere Sill, auf Patscher und Schönberger Gebiet gelegen, war damals das größte Kraftwerk der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist die unterhalb das Silltal überspannende Europabrücke.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt. [1] Andreas Danler wurde zum Bürgermeister und Florian Greier zum Vizebürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Bürgerliste Patsch 51,09 % 327 6
Für Patsch 21,41 % 137 2
Patsch-Aktiv-ÖVP 27,50 % 176 3

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Patsch

Die Pfarrkirche St. Donatus wurde nach einem Brand 1399, dem auch das Dorf zum Opfer fiel, 1479 im gotischen Stil errichtet und 1767 barockisiert. Das Wirtshaus Grünwalderhof an der Straße nach Igls wurde bereits um 1500 urkundlich erwähnt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Patsch lag schon in vorrömischer Zeit an einem bedeutenden Verkehrsweg. Hinweise, dass auch im Mittelalter dieser Verkehrsweg vor allem als Salzstraße von Hall nach Süden stark frequentiert war, fand man 1994 vor dem inzwischen abgerissenen alten Gasthof Altwirt bei Kanalbauarbeiten. Eine steingepflasterte Straße mit tiefen Spurrillen kam bei den Grabungsarbeiten zu Tage. Die Steine wurden nördlich der Patscher Volksschule wieder in der ursprünglichen Weise sichtbar verlegt. Beim „Zollerhof“ wurde Zoll eingehoben. Direkt an der alten Römerstraße gelegen war der Gasthof Bär schon im 12. Jahrhundert eine wichtige Handels- und Raststation für römische Kaufleute, wo sich im Jahre 1809 Andreas Hofer mehrmals mit Josef Speckbacher zu strategischen Sitzungen traf.

Patsch ist verkehrsmäßig über die Brennerautobahn A 13 mit einer Ausfahrt sowie vom südwestlichen Mittelgebirge mit einer Straße von Igls und von Ellbögen zu erreichen.

Der Bahnhof Patsch der Brennerbahn lag etwa 200 Meter unterhalb des Ortskerns in der Schlucht der Sill. Dieser wurde im Zuge der Brennerbahnsanierung im August 2012 nach Aufhebung des Denkmalschutzes abgerissen. Wichtiger für die öffentliche Verkehrserschließung sind Überlandbusse, die Patsch mit Innsbruck verbinden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Patsch, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. [1] tirol Unser Land