Zug (Eisenbahn)
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Museums-Straßenbahnzug aus L-Triebwagen 124 mit l-Beiwagen 1242 von DUEWAG vor dem Verkehrsmuseum in Frankfurt-Schwanheim
Ein Zug ist ein Verband von mehreren miteinander mit einer Kupplung verbundenen Schienenfahrzeugen, der mindestens ein Triebfahrzeug enthält. Auch ein einzelner Triebwagen und betrieblich nicht auftrennbare Triebzüge werden als Zug bezeichnet.
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Arten der Zugbildung [Bearbeiten]
Der ICE 3 ist ein Triebzug.
Hinsichtlich der Art der Fahrzeuge und ihrer Anordnung im Zug werden folgende Arten der Zugbildung unterschieden:
- Von einer Lokomotive beförderte, so genannte „lokbespannte“ Züge; die Lokomotive kann sich dabei an der Spitze des Wagenparks oder an anderer Stelle im Zug befinden. In jedem Fall muss aber der Zug von der Spitze, ggf. von einem Steuerwagen aus, gesteuert werden. In diesem Fall spricht man auch von einem Wendezug, da das Triebfahrzeug auch bei einem Fahrtrichtungswechsel seine Position im Zugverband behalten kann.
- Triebzüge, mit eigenem Antrieb versehene, im Regelbetrieb nicht trennbare Einheiten aus mehreren Fahrzeugen; diese werden je nach Funktion als Triebwagen/Triebkopf, Mittel- und Steuerwagen bezeichnet. Beispielsweise handelt es sich bei den ICE 1 der DB AG um Triebzüge, die von je einem Triebkopf an den Zugenden angetrieben und gesteuert werden; ebenso handelt es sich bei den ICE 2 um Triebzüge.
- Triebwagenzüge, bestehend aus einem oder mehreren Triebwagen oder Triebzügen, z.B. der ICE 3 mit seinem auf mehrere Wagen verteilten Antrieb.
Arten der Beförderung [Bearbeiten]
Unterschieden werden Züge auch nach der Art dessen, was sie transportieren:
- Personenzüge befördern Reisende.
- Güterzüge befördern Fracht.
- Gemischte Züge transportieren sowohl Reisende als auch Fracht.
- Lokzüge sind Züge, die ausschließlich aus einer oder mehreren Lokomotiven gebildet sind.
Position von Zugsteuerung/Antrieb [Bearbeiten]
Im Betrieb kommen folgende Antriebs- und Steuerkombinationen vor:
- Geschobene Züge, sie werden nicht von der Spitze aus gesteuert, das Triebfahrzeug befindet sich auch nicht an der Spitze, sondern an anderer Stelle im Zug. Zulässig ist diese Form nur u.a. in Arbeitszügen, auf Spitzkehren und beim Befahren von Eisenbahnfähren.
- Nachgeschobene Züge, sie werden von einem oder mehreren Triebfahrzeugen, sogenannten Schiebelokomotiven, vom Zugende her geschoben, müssen aber aus einem Führerraum an der Spitze – Triebfahrzeug oder Steuerwagen – gesteuert sein. Die Schiebelokomotive kann mit dem Zug gekuppelt oder auch nicht mit ihm verbunden sein, damit sie den Zug während der Fahrt verlassen und von der freien Strecke aus zum nächsten Einsatz zurückfahren kann.
- Wendezüge werden von der Spitze aus gesteuert, das Triebfahrzeug befindet sich auch bei Wechsel der Fahrtrichtung an der zuerst eingenommenen Position im Wagenverband. Am anderen Ende des Zuges befindet sich ein Steuerwagen.[1][2]
- Verschiedentlich werden Züge zusammengestellt, deren Triebfahrzeug sich zwischen zwei Wagenverbünden befindet. Sie haben an der Spitze und gelegentlich auch am anderen Ende (ähnlich dem Wendezug) einen Steuerwagen.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Anita Hausmann, Dirk H. Enders: Grundlagen des Bahnbetriebs, 2. Auflage, Bahn-Fachverlag, Heidelberg, Mainz, ISBN 978-3-9808002-4-2
- ↑ Grundwissen Bahn, 5. Auflage 2010, VERLAG EUROPA-LEHRMITTEL Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG 42781 Haan-Gruiten, ISBN 978-3-8085-7405-8; Seite 79
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Züge im Film (Spielfilme, „Rail Movies“ u. ä. Joachim Biemann, Version vom 24. August 2008, abgerufen 12. Februar 2009)