Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED

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Das Logo der SED: Der Händedruck sollte die Einheit der Arbeiterbewegung und die Überwindung der Spaltung symbolisieren.

Die Vereinigung von KPD und SPD im Jahr 1946 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wird auch als Zwangsvereinigung von KPD und SPD bezeichnet, weil sie unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsbehörden zustandekam. Im Rahmen dieser Vereinigung wurden Sozialdemokraten, die sich widersetzten, in Lagern und Zuchthäusern inhaftiert oder sonstigem physischen oder psychischen Druck ausgesetzt.

Begriff[Bearbeiten]

Eine Zwangsvereinigung ist eine Vereinigung von souveränen Körperschaften (wie Staaten, Parteien, Kirchen und anderer Institutionen) gegen den Willen des Großteils der Mitglieder zumindest einer dieser Körperschaften.

Der Begriff Zwangsvereinigung der Kommunistischen und der Sozialdemokratischen Partei wurde 1946 von Gustav Dahrendorf geprägt.[1] In der offiziellen DDR-Geschichtsschreibung wurde immer behauptet, dass es sich bei der SED-Gründung um einen „freiwilligen Zusammenschluss“ gehandelt habe.[2] Aber auch westdeutsche Historiker haben den Begriff Zwangsvereinigung als zu einseitig abgelehnt. So wies Kurt Thomas Schmitz 1978 darauf hin, dass „die These der Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der SBZ nur bedingt der wirklichen Entwicklung entspricht“.[3] Siegfried Suckut resümierte in seinem Band „Parteien in der SBZ/DDR 1945–1952“ die westdeutsche Forschung bis 1990: „Fast alle [westdeutschen] Autoren gingen davon aus, daß es sowohl Formen massiven Zwanges, insbesondere durch die Besatzungsmacht, als auch freiwillige Bereitschaft unter den Sozialdemokraten im Osten gegeben habe. Viele sprachen aufgrund dieses Befundes von ‚Zwangsvereinigung‘, um deutlich zu machen, daß der Druck der Siegermacht das Entscheidende war, die Gründung der SED zu erreichen. Andere verwendeten den Terminus nicht, da er nicht die gesamte Motivationsbreite unter den Mitgliedern der SPD in der SBZ abdeckte, stimmten gleichwohl dieser Gewichtung zu“.[4]

Für Günther Heydemann ist die Kontroverse auch nach der Jahrtausendwende nicht zu Ende:

„Die Frage jedoch, ob und inwieweit es sich zwischen KPD und SPD um eine ‚Zwangsvereinigung‘ oder um einen freiwilligen Zusammenschluss – oder beides zusammen – handelte, ist bis heute umstritten geblieben. […] Insgesamt dürfte als gesichert gelten, dass der Begriff „Zwangsvereinigung“ dem historischen Tatbestand nicht völlig gerecht wird. Zweifellos schwand die sozialdemokratische Zustimmung auf der Ebene des Zentralausschusses und in einem Teil der Landesvorstände zunehmend, auf der lokalen und kommunalen Ebene und nicht zuletzt in vielen Betrieben blieb sie jedoch teilweise erhalten. Hier wurde die Vereinigung bisweilen sogar vorweggenommen, was einen nicht zu unterschätzenden Konformitätsdruck erzeugte.“[5]

Heinrich August Winkler schreibt 2002, „daß der Begriff «Zwangsvereinigung» der Wahrheit nahekommt“.[6] Auch Hermann Weber schrieb 2006:

„Bei einer generellen Beurteilung ist »Zwangsvereinigung« der richtige Begriff. Er macht klar, dass es für die Sozialdemokraten in der SBZ damals keine Alternative gab. Sie befanden sich in einer Zwangssituation, denn unter sowjetischer Besatzung hatten sie keine freie Entscheidung darüber, ob sie dort die SPD fortführen wollten oder nicht.“[7]

Nach Einschätzung von Ilko-Sascha Kowalczuk kam die Vereinigung letztlich nur durch den Druck zustande den von der sowjetischen Besatzungsmacht auf führende Sozialdemokraten ausgeübt wurde.[8]

Helga Grebing, Mitglied der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand schrieb 2007, dass der „Begriff Zwangsvereinigung […] in der Tat die Komplexität der Vorgänge, die die Einheitspartei hervorbrachten, nicht“ treffe. Nötig sei ihrer Meinung nach stattdessen eine konkrete Beschreibung dieser Vorgänge.[9] Zur Beschreibung dieser Vorgänge liegen seit der Öffnung russischer Archive eine Reihe von Monographien vor. Diese kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass bei der Vereinigung der beiden Parteien weder eine demokratische Willensbildung vorlag noch genuin deutsche Interessen im Mittelpunkt standen.[10]

„Die politischen Weichen für das Ende der Sozialdemokratie im Osten Deutschlands wurden im Januar 1946 in Moskau gestellt.“

Andreas Malycha/Peter Jochen Winters[11]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

In den Kreisen der Arbeiterparteien SPD und KPD bestanden verschiedene Deutungen der Gründe für den Aufstieg der Nationalsozialisten und deren Wahlerfolge. Während ein Teil der Sozialdemokraten an die verheerende Rolle der Kommunisten in der Endphase der Weimarer Republik dachten,[12] als die KPD die Sozialdemokraten als „Sozialfaschisten“ beschimpfte, glaubten andere, die Machtübernahme der Nationalsozialisten sei durch die Spaltung der Arbeiterbewegung in SPD und KPD infolge des Ersten Weltkrieges ermöglicht worden.

1945 gab es sowohl in der SPD als auch in der KPD Forderungen nach einer vereinigten Arbeiterpartei. Die Sowjetische Militäradministration (SMAD) war zunächst dagegen, weil sie davon ausging, dass sich die KPD unter ihrer Anleitung zur stärksten politischen Kraft in der sowjetisch besetzten Zone entwickeln würde. Das Ziel war die Übernahme des Herrschafts- und Gesellschaftssystems der Sowjetunion in Deutschland.

Die New York Times berichtete am 3. Juli 1945, dass Walter Ulbricht eine zukünftige Vereinigung von KPD und SPD ansprach.[13]

Im Laufe des Jahres 1945 sorgten die Repressalien der SMAD dafür, dass die Sozialdemokraten der Vereinigung ablehnender gegenüberstanden.[14] Der Ausgang der Wahlen im November 1945 in Ungarn und Österreich und hier besonders das dürftige Abschneiden der Kommunistischen Parteien machte ab November 1945 einen raschen Strategiewechsel der KPD notwendig.[15] Sowohl Stalin als auch Ulbricht erkannten die „Gefahr Österreich“[16] und leiteten noch im November 1945 eine forcierte Einheitskampagne ein, die den Führungsanspruch der KPD sichern sollte.

„In dieser Situation ging die KPD ab November 1945 dazu über, eine Entscheidung für die Einheitspartei zu erzwingen, indem sie sich massiv in die Auseinandersetzungen innerhalb der sozialdemokratischen Vorstände aller Ebenen einschaltete.“

Andreas Malycha/Peter Jochen Winters[17]

Seitdem waren es vorwiegend die Kommunisten, die auf eine schnelle Vereinigung drängten.[18]

Vorbereitung der Zwangsvereinigung[Bearbeiten]

Unter dem massiven Druck der sowjetischen Besatzungsmacht und der KPD-Führung, sowie mit der Unterstützung einiger führender Sozialdemokraten, wurden auf allen Ebenen der beiden Parteien Arbeitsgemeinschaften und Ausschüsse gebildet, deren erklärtes Ziel die organisatorische Vereinigung war. Anfang 1946 wurden in allen Ländern der sowjetischen Besatzungszone viele einheitsunwillige Sozialdemokraten verhaftet.[19] Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer schätze 1961, dass im Zuge der Vereinigungskampagne mindestens 20.000 Sozialdemokraten in der SBZ gemaßregelt, drangsaliert oder umgebracht wurden.[20]

Die am 1. März 1946 abgehaltene Funktionärskonferenz der SPD im Berliner Admiralspalast beschloss, eine Urabstimmung über die Vereinigung mit der KPD abzuhalten.[21] Am 14. März 1946 veröffentlichte der Zentralausschuss der SPD einen Aufruf zur Vereinigung von SPD und KPD.[22] Als es am 31. März 1946 zur Urabstimmung der Westberliner SPD-Abgeordneten kommen sollte, rief der Zentralausschuss zum Boykott auf. Immerhin 70 Prozent der Westberliner SPD-Mitglieder nahmen daran teil. In der zur Abstimmung gestellten Frage ging es nicht um die Bereitschaft zur Verschmelzung, sondern um eine sofortige Vereinigung. Darauf antworteten 82 Prozent der Anwesenden mit „Nein“. Weil viele Abgeordnete jedoch erklärten, für ein grundsätzliches Zusammengehen beider Parteien einzutreten, wurde eine zweite Frage gestellt: „Bist du für ein Bündnis, welches gemeinsame Arbeit sichert und den Bruderkampf ausschließt?“ Darauf antworteten 62 Prozent mit „Ja“.[23]

„Der Ausgang der Befragung in West-Berlin bedeutete indes nicht, daß sich der Zentralausschuß der deutlichen Willensbekundung beugte. Die Einheitsgegner in den Westsektoren wollten sich daher von ihm lösen und eine eigenständige Berliner SPD aufbauen.“[24]

SMAD und KPD versuchten, die Ablehnung zur sofortigen Vereinigung in den Westsektoren Berlins in einer Propagandakampagne als Niederlage darzustellen, indem sie die an der Abstimmung gehinderten SPD-Mitglieder des Ostsektors in ihre Berechnungen mit einbezogen. Statt der tatsächlichen 82 Prozent von Vereinigungsgegnern kamen sie auf nur 29,5 Prozent.

Vereinigungsparteitag[Bearbeiten]

Vereinigungsparteitag der KPD und der SPD zur SED, Händedruck zwischen Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl, 1. Reihe, 1. v. r.: Walter Ulbricht, 3. Reihe, 2. v. l.: Erich Honecker
Der symbolische Händedruck zwischen KPD und SPD wird in Szene gesetzt. Mit am Tisch neben Ulbricht (2. v. r.): Erich Gniffke.

Am 7. April 1946 konstituierten sich die sozialdemokratischen Vereinigungsgegner der Westsektoren in der Zehlendorfer Zinnowwaldschule auf einem SPD-Landesparteitag neu, woraufhin Karl Germer jr., Franz Neumann und Curt Swolinzky Vorsitzende wurden. Gleichfalls mit diesem Datum verband sich der Beschluss zur Vereinigung auf gemeinsamen Parteitagen der Länder und Provinzen der Sowjetischen Besatzungszone. Am 19./20. April beschlossen in Berlin der 15. KPD- sowie der 40. SPD-Parteitag die Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.

Am 21. und 22. April 1946 fand im Admiralspalast im sowjetisch besetzten Sektor von Berlin der Vereinigungskongress von SPD und KPD für die gesamte Sowjetische Besatzungszone statt. Dort wurde am 22. April sodann die Vereinigung zur SED vollzogen. Die über 1000 Delegierten wurden zu 47 Prozent von der KPD und zu 53 Prozent von der SPD benannt. 230 Delegierte kamen aus den Westzonen. Allerdings hatten die 103 Delegierten der SPD aus den Westzonen kein demokratisches Mandat. Die vorangegangenen Abstimmungen hatten in der SPD der Westzonen überall eine breite Ablehnung der Vereinigung ergeben.[25]

Der Parteitag beschloss einstimmig die Vereinigung. Die neue Partei wurde danach auf allen Ebenen paritätisch von zwei Repräsentanten geleitet. Ihre Vorsitzenden waren Wilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD), die Stellvertreter Walter Ulbricht und Max Fechner. Der Händedruck der beiden Vorsitzenden des Parteitags bildete in stilisierter Form das Logo der SED. In der Folgezeit des Vereinigungsparteitages konnten die einzelnen Parteimitglieder von SPD und KPD durch Unterschrift ihren Übertritt zur SED erklären.

Während es anfangs noch weitgehend Gleichberechtigung zwischen den beiden Parteihälften gab, spielten die Sozialdemokraten schon ab 1949 kaum noch eine Rolle, die paritätische Besetzung von Gremien wurde abgeschafft und die meisten einflussreichen Posten in der Partei und Mandate durch ehemalige KPD-Mitglieder besetzt. Vor allem zwischen 1948 und 1951 kam es zu Säuberungen und zu Inhaftierungen von selbstbewussten Sozialdemokraten.[26]

Sonderfall Berlin[Bearbeiten]

Parteihaus der SED in der Behrenstraße (Oktober 1946)

Durch das Viermächte-Besatzungsrecht hatte die Viersektorenstadt Berlin gegenüber der sie umgebenden Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) einen Sonderstatus, den die SPD zu einer Urabstimmung über die Vereinigung nutzte. Diese Abstimmung am 31. März 1946 wurde im sowjetischen Sektor unterdrückt, erbrachte in den Westsektoren jedoch eine überwältigende Ablehnung der sofortigen Vereinigung von 82 % der Teilnehmer.[27] Der Zusammenschluss von KPD und SPD zur SED betraf nur den sowjetischen Sektor von Berlin. Erst Ende Mai 1946 konnten sich die Alliierten über Groß-Berlin einigen: die Westalliierten erlaubten die SED in den Westsektoren, im Gegenzug ließ die SMAD die SPD auch im Ostteil wieder zu.[28] Das bedeutete aber nicht, dass die SPD im Ostsektor ungehindert politisch aktiv sein konnte.[29] Bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin im Oktober 1946,[30] bei der neben der SED auch die SPD antrat, errang die SPD bei einer Wahlbeteiligung von 92,3 % aller Wahlberechtigten einen Stimmenanteil von 48,7 % gegenüber der SED mit 19,8 %, die CDU errang als Mitbewerber 22,2 % und die LDP 9,3 %. Dies war die einzige freie Wahl in Gesamtberlin, weitere Wahlen fanden nicht mehr statt, sondern die Sowjetunion beziehungsweise die SED betrieben nunmehr die Spaltung der Stadt, die in der Nichtanerkennung des gewählten Oberbürgermeisters Ernst Reuter durch den sowjetischen Stadtkommandanten, der Sprengung der Stadtverordnetenversammlung durch die „Volksmassen“, dem Auszug des sowjetischen Stadtkommandanten aus der Alliierten Kommandantur und der Blockade West-Berlins offenkundig wurde.[31][32]

Die SPD existierte auch im Ostsektor weiter, wurde aber durch die „Nationale Front des demokratischen Deutschland“ an der Beteiligung bei den Wahlen gehindert, die Öffentlichkeitsarbeit wurde unterdrückt. Die Mitglieder beteiligten sich jedoch weiter an der Arbeit der Landespartei. So wurde z. B. der Friedrichshainer Kreisvorsitzende Kurt Neubauer 1952 zum Mitglied des Deutschen Bundestages gewählt, dem einzigen mit Wohnsitz im sowjetischen Machtbereich. Wenige Tage nach dem Mauerbau 1961 schloss die Partei ihre Büros in Ost-Berlin, ohne aber ihren Anspruch dort aufzugeben.

Die SED spielte in den Westsektoren bis zur Vereinigung 1990 zuerst als SED, später als SED-W und dann als SEW eine nur marginale Rolle. Ihre Einflussnahme auf die 68er-Bewegung blieb ohne nachhaltigen Erfolg.

Das Beispiel Thüringen[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu Berlin, wo Abstimmungsergebnisse eine mehrheitliche Ablehnung der Vereinigung dokumentieren, kam der Historiker Steffen Kachel in einer Lokalstudie am Beispiel Thüringen zu anderen Ergebnissen. In Berlin, wo die SPD bereits zu Weimarer Zeiten in der Preußischen Regierung vertreten und die KPD im Landtag in der Opposition aktiv war, existierte ein scharfes Konkurrenzverhältnis beider Parteien. In Thüringen jedoch dominierte Kooperation, es gab mehrfach Anläufe für gemeinsame Regierungsbildungen, wobei 1923 auch kurzfristig eine Koalition zustande kam. Diese Kooperationsbereitschaft habe sich im antifaschistischen Widerstand und auch nach 1945 fortgesetzt und sei erst durch die Stalinisierung der SED 1948 gebrochen worden.[33]

Mitgliederzahlen der Parteien[Bearbeiten]

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SED ab April 1946
Demonstration für die Vereinigung von KPD und SPD auf einer DDR-Briefmarke von 1966 zum 20. Jahrestag der SED-Gründung

In der SBZ (zuzüglich Groß-Berlin) hatten die beteiligten Parteien folgende Mitgliederzahlen:[34]

  • KPD, im April 1946: 624.000 Mitglieder
  • SPD, 31. März 1946: 695.400 Mitglieder
  • SED, im April 1946: 1.297.600 Mitglieder

Der Umstand, dass die SED nach der Vereinigung weniger Mitglieder aufwies als SPD und KPD in Summe, wird damit begründet, dass „eine große Zahl von Sozialdemokraten, mehrere Zehntausend, […] sich erst gar nicht in der Einheitspartei registrieren ließen“.[35]

Unter den SPD-Genossen war die Ablehnung der Fusion am stärksten in Groß-Berlin. Dort trat ein bedeutender Teil der Mitglieder nicht zur Einheitspartei über.[34]

  • KPD Berlin, im April 1946: 75.000 Mitglieder
  • SPD Berlin, 31. März 1946: 50.000 Mitglieder
  • SED Berlin, im April 1946: 99.000 Mitglieder

Nach der Vereinigung stieg die Anzahl der Mitglieder der SED deutlich an.

Folgen[Bearbeiten]

Die Neugründung einer Sozialdemokratischen Partei durch Vereinigungsgegner wurde in der SBZ durch die SMAD verhindert. Bei den Landtagswahlen 1946 verfehlten die vereinigten Arbeiterparteien eindeutig ihr Wahlziel: Trotz massiver Unterstützung durch die Besatzungsbehörden erzielte die SED in keinem Land die absolute Mehrheit. In Mecklenburg und in Thüringen verfehlten sie diese knapp, in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg wären bürgerliche Koalitionen von CDU und LDP möglich gewesen.[36] Noch enttäuschender war das Ergebnis in Groß-Berlin (siehe oben). Das Wahlsystem wurde bei den späteren Wahlen dahingehend geändert, dass nur noch Einheitslisten der Nationalen Front aufgestellt wurden, wodurch schon vor der Wahl feststand, welche Partei wie viele Mandate bekam.

Die SPD-Mitglieder, die der Zwangsvereinigung kritisch gegenüberstanden, mussten ihre Ämter aufgeben. Vielfach wurden sie politisch verfolgt oder zur Flucht veranlasst. Das Ostbüro der SPD organisierte bis zur Auflösung der Außenstelle in Berlin 1981 die politische Arbeit der verfolgten und geflüchteten Parteivorstände und -Mitglieder.

Erst 1989 gründete sich in der DDR wieder eine sozialdemokratische Partei, die SDP. Sie nahm an den ersten freien Wahlen zur Volkskammer 1990 teil und schloss sich später der West-SPD an.

Die West-SPD und die Zwangsvereinigung[Bearbeiten]

Die Diskussion über das Verhältnis der SPD zur KPD prägte auch im Westen die innerparteiliche Diskussion des Jahres 1945. Auch hier wurden in einigen Orten (z. B. in Hamburg, München, Braunschweig, Wiesbaden oder Elmshorn[37]) paritätische Arbeitsausschüsse mit dem Ziel einer engen Zusammenarbeit oder des Zusammenschlusses von KPD und SPD gebildet.[38]

Auch unter dem Eindruck der Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der SBZ entschieden sich jedoch die SPD-Organisationen in den anderen Besatzungszonen für ein eigenständiges Auftreten. So verabschiedete beispielsweise der Landesvorstand der hessischen SPD am 30. Dezember 1945 eine Entschließung, nach der die SPD mit einer eigenen Liste bei den Wahlen auftreten sollte. Auch die Parteikonferenz aller Landesvorstände der SPD der amerikanischen Zone am 6. Januar 1946 sprach sich mit 148 gegen 6 Stimmen gegen einen Zusammenschluss aus.[39] Der Zwangscharakter der Vereinigung in der SBZ wurde von der SPD im Westen deutlich hervorgehoben und die Unterdrückung der Sozialdemokraten in der „Zone“ angeprangert. So erklärte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Willy Knothe am 21. März 1947 für seine Partei: „In der gesamten Sowjetzone wurde die Sozialdemokratie wider ihren Willen gezwungen, ihre Selbstständigkeit aufzugeben. Ein Antrag auf Neuzulassung der Sozialdemokratie in der Ostzone kann unter den gegenwärtigen Umständen kaum gestellt werden. Die SED beherrscht in der Ostzone den gesamten staatlichen und polizeilichen Apparat.“[40]

Andere Beispiele für Zwangsvereinigungen[Bearbeiten]

In Ungarn erfolgte die Zwangsvereinigung von Kommunistischer und Sozialdemokratischer Partei zur Partei der Ungarischen Werktätigen im Mai 1948.

Ähnlich wie in der SBZ erfolgte im Dezember 1948 auch in der Volksrepublik Polen auf Druck Stalins eine Zwangsvereinigung der Parteien PPR und PPS zur PZPR (dt. PVAP abgekürzt). PPS-Politiker wurden Opfer massiver politischer Säuberungen; Gegner des neuen Regimes wurden aus Partei- und Regierungsämtern gedrängt (siehe hierzu auch: Parteien in Polen). Der Stalin-treue Bolesław Bierut entmachtete Władysław Gomułka und ließ ihn später internieren.

In der Tschechoslowakei wurden die Sozialdemokraten der Slowakei bereits 1944 und die Tschechoslowakische Sozialdemokratie (Československá sociální demokracie) am 27. Juni 1948 auf die KSČ zwangsweise verschmolzen.[41]

Gedenken[Bearbeiten]

Die Deutsche Post AG brachte 2008 (im Rahmen der Sammleredition „60 Deutsche Jahre“) eine Gedenkmedaille zum Vereinigungsparteitag heraus. Die Vorderseite zieren die Porträts Wilhelm Piecks und Otto Grotewohls. Der dazugehörige Text lautet: Neubeginn und Parteieneinheit. 21. April 1946. Die FAZ kritisierte dies als historische Geschmacklosigkeit.[42] Unter anderem die SPD Sachsen beschwerte sich bei der Deutschen Post.[43]

Die Post nahm die Medaille kurz darauf aus dem Programm.[44][45]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Benser u. a. (Hrsg.): Die Vereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. In Bildern und Dokumenten. Dietz Verlag Berlin, 1976.
  • Andreas Malycha: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands im Jahre 1945 Zur Rolle und Wirksamkeit des Zentralausschusses (ZA) im Ringen um antifaschistisch-demokratische Umgestaltungen in der Etappe der Aktionseinheit von KPD und SPD (Mai 1945 bis Dezember 1945). Berlin 1988 (Inst. für Marxismus-Leninismus beim ZK d. SED, Diss. A, 1988)
  • Bernd Faulenbach (Hrsg.): Sozialdemokraten und Kommunisten nach Nationalsozialismus und Krieg. Zur historischen Einordnung der Zwangsvereinigung. Klartext-Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-656-1.
  • Josef Gabert (Red.): Einheitsdrang oder Zwangsvereinigung? Die Sechziger-Konferenzen von KPD und SPD 1945 und 1946. Mit einer Einführung von Hans-Joachim Krusch und Andreas Malycha. Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung. Dietz Verlag Berlin, 1990, ISBN 3-320-01595-8.
  • Harold Hurwitz: Demokratie und Antikommunismus in Berlin nach 1945. Band 1: Die politische Kultur der Bevölkerung und der Neubeginn konservativer Politik. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1983, ISBN 3-8046-8618-4.
  • Steffen Kachel: Entscheidung für die SED 1946 – ein Verrat an sozialdemokratischen Idealen?, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft I/2004.
  • Steffen Kachel: Ein rot-roter Sonderweg? Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, Bd. 29). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2011, ISBN 978-3-412-20544-7.
  • Johannes Klotz (Hrsg.): Zwangsvereinigung? Zur Debatte über den Zusammenschluß von SPD und KPD 1946 in Ostdeutschland (= Distel-Hefte, Bd. 32). Distel-Verlag, Heilbronn 1996, ISBN 3-929348-15-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zwangsvereinigung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zwangsvereinigung der Kommunistischen und der Sozialdemokratischen Partei in der russischen Zone. Als Manuskript gedruckt: SPD Landesorganisation Hamburg, o. J. (1946)
  2. Hermann Weber: Die DDR 1945–1990. Oldenbourg, München 2006, S. 180; Jörg Klitscher: Zwangsvereinigung oder freiwilliger Zusammenschluss? Die Kontroverse um die Gründung der SED 1946. Diplomica Verlag, Hamburg 2009, S. 1 und passim.
  3. Kurt Thomas Schmitz: Deutsche Einheit und europäische Integration. Verlag Neue Gesellschaft, Bonn 1978, S. 36.
  4. Zit. nach Siegfried Suckut: Parteien in der SBZ/DDR 1945–1952. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2000, ISBN 3-89331-384-2.
  5. Günther Heydemann: Die Innenpolitik der DDR (= Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 66), Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2003, S. 72.
  6. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen, Bd. 2. Deutsche Geschichte vom „Dritten Reich“ bis zur Wiedervereinigung, C.H. Beck, München, 4. Aufl. 2002, S. 125).
  7. Hermann Weber: Demokraten im Unrechtsstaat. Das politische System der SBZ/DDR zwischen Zwangsvereinigung und „Nationaler Front“, in: Das politische System der SBZ/DDR zwischen Zwangsvereinigung und Nationaler Front, 2006, S. 26.
  8. Ilko-Sascha Kowalczuk: Die 101 wichtigsten Fragen. DDR. C.H. Beck, München 2009, S. 14.
  9. Helga Grebing: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung: von der Revolution 1848 bis ins 21. Jahrhundert. vorwärts buch, Berlin 2007, S. 137.
  10. Reiner Pommerin: Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED, Eine britische Analyse vom April 1946, IfZ, Jg. 36, 1988, S. 319–338; Harold Hurwitz: Zwangsvereinigung und Widerstand der Sozialdemokraten in der sowjetischen Besatzungszone und Berlin, 1990; Hans-Joachim Krusch, Andreas Malycha: Einheitsdrang oder Zwangsvereinigung. Die Sechziger-Konferenzen von KPD und SPD 1945 und 1946, 1990; Gerhard Wettig: Stalins Deutschland-Politik 1945–1949, 2002; Dierk Hoffmann: Otto Grotewohl, 2009, S. 195–257; Andreas Malycha: Geschichte der DDR. Auf dem Weg in die Diktatur (1945 bis 1949), in: Informationen zur politischen Bildung Nr. 312, 2011, S. 4–18, hier S. 9–10: „Die Einheitseuphorie in der Sozialdemokratie im Frühjahr 1945 war am Ende des Jahres bereits verflogen. Zwischenzeitlich hatten die meisten Sozialdemokraten erkannt, wie sehr die KPD von Moskauer Direktiven abhängig war und wie stark die Kommunisten durch die Militäradministration privilegiert wurden. So konnte die Gründung der SED nur durch eine allumfassende propagandistische Kampagne der KPD, in der die Gegner der Einheitspartei als ‚Feinde der Arbeiterklasse‘ diffamiert wurden, sowie durch die Anwendung physischer und psychischer Gewalt sowjetischer Besatzungsoffiziere gegen einheitsunwillige Sozialdemokraten vollzogen werden. Erich Gniffke, der im Auftrag der Berliner Führung die Stimmungslage an den Parteibasis erkundete, zeichnete am 10. Februar 1946 in einem Schreiben an Otto Grotewohl ein deprimierendes Bild über die Vorgänge in den Parteibezirken. ‚Überall‘, so vermerkte er in seiner Mitteilung, würden „die Genossen von den sowjetischen Kommandanten aus ihren Ämtern gedrängt, wenn sie sich gegen eine sofortige Verschmelzung der Parteien stellten. Alles in allem kann von demokratischer Willensbildung während der Gründungsphase der Partei nicht einmal im Ansatz die Rede sein.“
  11. Andreas Malycha/Peter Jochen Winters: Die SED. Geschichte einer deutschen Partei. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59231-7, S. 32.
  12. Hermann Weber: Kommunistische Bewegung und realsozalistischer Staat. Beiträge zum deutschen und internationalen Kommunismus, hrsg. von Werner Müller. Bund-Verlag, Köln 1988, S. 168.
  13. Ulbricht wird von der New York Times so zitiert (aus dem Amerikanischen übersetzt): „Worauf es ankommt, sind nicht nur gute Beziehungen der Parteiführer, sondern auch zwischen den beiden Organisationen quer durch das Reich, von der Oder bis zur Ruhr und von Mecklenburg bis Württemberg. Wir werden die Administration und die Besatzungsmächte um Erlaubnis bitten, Jugendkomitees aufzustellen, die die Deutsche Jugend in einem neuen Geist erziehen und anregen soll, dabei zu helfen, Deutschland vom Nazi-Dreck zu befreien und ein ordentliches, demokratisches Deutschland aufzubauen.“
  14. Hermann Weber: Kommunistische Bewegung und realsozalistischer Staat. Beiträge zum deutschen und internationalen Kommunismus, hrsg. von Werner Müller. Bund-Verlag, Köln 1988, S. 280.
  15. Andreas Malycha/Peter Jochen Winters: Die SED. Geschichte einer deutschen Partei. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59231-7, S. 28.
  16. Wortlaut Walter Ulbrichts siehe Mike Schmeitzner, Sowjetisierung oder Neutralität? Optionen sowjetischer Besatzungspolitik in Deutschland und Österreich 1945–1955. Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, ISBN 978-3-525-36906-7, S. 281 f., hier S. 283.
  17. Andreas Malycha/Peter Jochen Winters: Die SED. Geschichte einer deutschen Partei. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59231-7, S. 29.
  18. Gerhard Wettig, Die sowjetische Besatzungsmacht und der politische Handlungsspielraum in der der SBZ (1945–1949), S. 39–62, zur Vereinigung von KPD und SPD S. 47, in: Die DDR und der Westen. Transnationale Beziehungen 1949–1989, Ch. Links Verlag, 2001, ISBN 978-3-86153-244-6.
  19. „Die nunmehr frei zugänglichen zeitgenössischen Dokumente über die von örtlichen sowjetischen Kommandanturen gemaßregelten und inhaftierten Sozialdemokraten geben Aufschluss darüber, wie vielerorts erst psychischer Druck der Besatzungsoffiziere die Vereinigung möglich machte.“ Andreas Malycha: Der ewige Streit um die Zwangsvereinigung, Berliner Republik 2/2006 (online).
  20. Wilfried Loth: Stalins ungeliebtes Kind. Warum Moskau die DDR nicht wollte, Rowohlt Berlin, 1994, S. S. 51.
  21. „In der Versammlung sozialdemokratischer Funktionäre vom 1. März 1946, die auf Betreiben der KPD- und SPD-Spitze einberufen worden war, um die Einheitsfrage offensiv zu debattieren, in deren Verlauf dann jedoch die Entscheidungskompetenz des Zentralausschusses offen in Frage gestellt und ein mehrheitliches Votum für eine Urabstimmung abgegeben wurde, kam es für Grotewohl fast zum Debakel.“ Zit. nach Friederike Sattler, Bündnispolitik als politisch-organisatorisches Problem des zentralen Parteiapparates der KPD 1945/46, in: Manfred Wilke (Hrsg.): Anatomie der Parteizentrale, Akademie Verlag, 1998, ISBN 3-05-003220-0, S. 119–212, hier S. 198.
  22. Berliner SPD, Archiv
  23. Dietrich Staritz, Die Gründung der DDR. 2. Aufl. 1987, ISBN 3-423-04524-8, S. 123.
  24. Anjana Buckow, Zwischen Propaganda und Realpolitik: Die USA und der sowjetisch besetzte Teil Deutschlands 1945–1955, Franz Steiner Verlag, 2003, ISBN 3-515-08261-1, S. 192.
  25. Martin Broszat, Gerhard Braas, Hermann Weber: SBZ-Handbuch, München 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 481 ff.
  26. PDS: Halbherzige Entschuldigung für Zwangsvereinigung, Spiegel Online, 18. April 2001.
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format1946: Urabstimmung in den Westsektoren. In: Willy-Brandt-Haus. Abgerufen am 11. März 2008.
  28. Beschluss vom 31. Mai 1946 der Alliierten Stadtkommandantur: In allen vier Sektoren der ehemaligen Reichshauptstadt werden die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die neugegründete Sozialistische Einheitspartei Deutschlands zugelassen.
  29. Anjana Buckow, Zwischen Propaganda und Realpolitik: Die USA und der sowjetisch besetzte Teil Deutschlands 1945–1955, Franz Steiner Verlag, 2003, ISBN 3-515-08261-1, S. 196.
  30. Der Landeswahlleiter in Berlin: Wahlergebnisse zur Stadtverordnetenversammlung 1946
  31. Gerhard Kunze: Grenzerfahrungen: Kontakte und Verhandlungen zwischen dem Land Berlin und der DDR 1949–1989, Akademie Verlag, 1999, S. 16.
  32. Eckart Thurich: Die Deutschen und die Sieger, in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 232, hrsg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991.
  33. Ein rot-roter Sonderweg? Sozialdemokraten und Kommunisten in Thüringen 1919 bis 1949 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, Bd. 29), Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2011, ISBN 978-3-412-20544-7 sowie Steffen Kachel: Entscheidung für die SED 1946 – ein Verrat an sozialdemokratischen Idealen?, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft I/2004.
  34. a b Martin Broszat, Gerhard Braas, Hermann Weber: SBZ-Handbuch, München 1993, ISBN 3-486-55262-7.
  35. Martin Broszat, Gerhard Braas, Hermann Weber: SBZ-Handbuch, München 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 487.
  36. Martin Broszat, Hermann Weber, SBZ-Handbuch: Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949, Oldenbourg, München 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 418.
  37. Hier verbot die britische Militärregierung die Vereinigung.
  38. Zeitzeugenbericht über Einheitsbestrebungen in Karlsruhe
  39. Axel Ulrich: Für Frieden, Freiheit und demokratischen Sozialismus – Vor 50 Jahren: Wiedergründung der SPD in Hessen-Süd, SPD Bezirk Hessen-Süd, Frankfurt a.M. 1995, S. 27–30.
  40. SPD-Mitteilungsblatt vom 21. März 1947, S. 1, zitiert nach Gerhard Beier: SPD Hessen, Chronik 1945 bis 1988, Bonn 1989, ISBN 3-8012-0146-5, S. 70.
  41. Karl-Heinz Hajna: Die Landtagswahlen 1946 in der SBZ, Frankfurt a.M. 2000, ISBN 3-631-35950-0, S. 227 (Kapitel „Einschätzung der Wahl 1946 in der SBZ im Vergleich mit den Abstimmungen in den mitteleuropäischen Ländern“).
  42. Post gedenkt SED-Zwangsvereinigung mit Medaille, in: FAZ.NET, 18. November 2008.
  43. SED-Gedenkmedaille: Muster ohne Wertung, Frankfurter Rundschau vom 20. November 2008.
  44. „60 Deutsche Jahre“: Post zieht Sammlermünze zur SED aus dem Verkehr, in: Welt Online, 20. November 2008.
  45. SED-Gedenkmünze – Nippes mit Skandalgeschichte, in: Süddeutsche.de, 17. Mai 2010.