MŠK Žilina

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MŠK Žilina
Logo
Basisdaten
Name MŠK Žilina, a.s.
Sitz Žilina, Slowakei
Gründung 20. Juni 1908
Farben gelb-grün
Präsident Slowakei Jozef Michalko
Website mskzilina.sk
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Slowakei Jaroslav Kentoš
Spielstätte Štadión pod Dubňom
Plätze 11.258
Liga Fortuna liga
2020/21 4. Platz
Heim
Auswärts

Der MŠK Žilina (offiziell MŠK Žilina, a.s.) ist ein Sport- und Fußballverein aus der slowakischen Stadt Žilina (deutsch Sillein). Der MŠK ist der erfolgreichste Fußballklub des Landes im neuen Jahrtausend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballklub wurde am 20. Juni 1908, damals unter dem ungarischen Namen Zsolnai Testgyakorlók Köre, gegründet. Žilina wurde zwischen den Weltkriegen zweimal slowakischer Meister – 1928 und 1929. Die Mannschaft war die elftbeste Mannschaft der Tschechoslowakei und spielte in 31 Spielzeiten in der ersten tschechoslowakischen Liga. In den Spielzeiten 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2006/07, 2009/10 2011/12 und 2016/17 war der MŠK Žilina slowakischer Meister. Außerdem erreichte Žilina 2010/11 als bisher letzte slowakische Mannschaft die Gruppenphase der UEFA Champions League.

Ende März 2020 meldete der schon länger finanziell angeschlagene Club, durch die Folgen der COVID-19-Pandemie, Insolvenz an. Der Traditionsverein ist das erste prominente Opfer der Coronakrise. Die Finanzstrategie ist auf den Erlös von Spielerverkäufen aufgebaut. Durch die Pandemie sind im Sommer des Jahres keine Einnahmen zu erwarten, erklärte der MŠK Žilina auf seiner Website. Die Spieler wollten sich bei Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht (bis zu 80 Prozent) von einem Vertreter der Spielergewerkschaft vertreten lassen. Dies wertete der Club in der aktuellen Krise als "unfair" und "existenzbedrohend". Der MŠK Žilina entschied sich dazu, sich von seinen Profis, besonders die mit den höher dotierten Verträgen, zu trennen. Dies bedeutet aber auch, das die Spieler den Verein in der kommenden Wechselperiode ablösefrei verlassen können. Um dies auf eine rechtlich einwandfreie Grundlage zu stellen, wurde zum 1. April 2020 ein Liquidator, entspricht einem deutschen Insolvenzverwalter, bestellt. Er wird sich um die weitere Abwicklung kümmern. Der Liquidator wird dabei u. a. das Vermögen des Clubs bewerten, aber auch neue Verträge mit jungen Spielern aushandeln. Der MŠK Žilina will seine Arbeit fortsetzen. "Ein insolventer Verein kann nach slowakischer Rechtslage seine Geschäfte weiterhin ausüben, einschließlich der Fortsetzung nationaler und internationaler Wettbewerbe", so der Verein. Der MŠK Žilina steht in der Saison 2019/20 nach der Hauptrunde, mit zehn Punkten Rückstand auf Slovan Bratislava, auf dem zweiten Platz. Die folgende Meisterrunde ist wegen der Pandemie ausgesetzt. Sollte die Saison fortgesetzt werden, so würde man diese mit einer Nachwuchsmannschaft zu Ende spielen.[1][2][3]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1961/62 Europapokal der Pokalsieger 2. Runde Königreich Griechenland Olympiakos Piräus 4:2 3:2 (A) 1:0 (H)
Viertelfinale Italien AC Florenz 3:4 3:2 (H) 0:2 (A)
1997 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Osterreich FK Austria Wien 3:1 3:1 (H)
Rumänien Rapid Bukarest 0:2 0:2 (A)
Frankreich Olympique Lyon 0:5 0:5 (H)
Polen Odra Wodzisław 0:0 0:0 (A)
1999 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Danemark Herfølge BK 4:0 2:0 (A) 2:0 (H)
2. Runde Frankreich FC Metz 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
2002/03 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Schweiz FC Basel 1:4 1:1 (H) 0:3 (A)
2003/04 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Israel Maccabi Tel Aviv 2:1 1:0 (H) 1:1 (A)
3. Qualifikationsrunde England FC Chelsea 0:5 0:2 (H) 0:3 (A)
2003/04 UEFA-Pokal 1. Runde Niederlande FC Utrecht 0:6 0:2 (A) 0:4 (H)
2004/05 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Rumänien Dinamo Bukarest 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)
2005/06 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Aserbaidschan FK Baku 3:2 0:1 (A) 3:1 (H)
2. Qualifikationsrunde Osterreich FK Austria Wien 3:4 1:2 (H) 2:2 (A)
2007/08 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Luxemburg F91 Düdelingen 7:5 2:1 (A) 5:4 (H)
2. Qualifikationsrunde Tschechien Slavia Prag 0:0
(3:4 i. E.)
0:0 (H) 0:0 n. V. (A)
2008/09 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Belarus MTZ-RIPA Minsk 3:2 2:2 (A) 1:0 (H)
2. Qualifikationsrunde Tschechien Slovan Liberec 4:2 2:1 (A) 2:1 (H)
1. Runde Bulgarien Lewski Sofia 2:1 1:1 (H) 1:0 (A)
Gruppenphase Deutschland Hamburger SV 1:2 1:2 (H)
Niederlande Ajax Amsterdam 0:1 0:1 (A)
Tschechien Slavia Prag 0:0 0:0 (H)
England Aston Villa 2:1 2:1 (A)
2009/10 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Moldau Republik FC Dacia Chișinău 3:0 2:0 (H) 1:0 (A)
3. Qualifikationsrunde Kroatien HNK Hajduk Split 2:1 1:1 (H) 1:0 (A)
Play-offs Serbien FK Partizan Belgrad 1:3 1:1 (A) 0:2 (H)
2010/11 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Malta FC Birkirkara 3:1 0:1 (A) 3:0 (H)
3. Qualifikationsrunde Bulgarien Litex Lowetsch 4:2 1:1 (A) 3:1 (H)
Play-offs Tschechien Sparta Prag 3:0 2:0 (A) 1:0 (H)
Gruppenphase England FC Chelsea 2:6 1:4 (H) 1:2 (A)
Russland Spartak Moskau 1:5 0:3 (A) 1:2 (H)
Frankreich Olympique Marseille 0:8 0:1 (A) 0:7 (H)
2011/12 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Island KR Reykjavík 2:3 0:3 (A) 2:0 (H)
2012/13 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Israel Hapoel Ironi Kirjat Schmona 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
2013/14 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Georgien Torpedo Kutaissi 6:3 3:0 (A) 3:3 (H)
2. Qualifikationsrunde Slowenien NK Olimpija Ljubljana (a)3:3(a) 1:3 (A) 2:0 (H)
3. Qualifikationsrunde Kroatien HNK Rijeka 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
2015/16 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Nordirland Glentoran FC 7:1 4:1 (H) 3:0 (A)
2. Qualifikationsrunde Moldau Republik FC Dacia Chișinău 6:3 2:1 (A) 4:2 (H)
3. Qualifikationsrunde Ukraine Worskla Poltawa (a)3:3(a) 2:0 (H) 1:3 n. V. (A)
Play-offs Spanien Athletic Bilbao (a)3:3(a) 3:2 (H) 0:1 (A)
2017/18 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Danemark FC Kopenhagen 3:4 1:3 (H) 2:1 (A)
2020/21 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Wales The New Saints FC 1:3 1:3 n. V. (A)
2021/22 UEFA Europa Conference League 1. Qualifikationsrunde Georgien FC Dila Gori 6:3 5:1 (H) 1:2 (A)
2. Qualifikationsrunde Zypern Republik Apollon Limassol 5:3 3:1 (A) 2:2 (H)
3. Qualifikationsrunde Kasachstan Tobyl Qostanai 6:0 1:0 (A) 5:0 (H)
Play-offs Tschechien FK Jablonec 1:8 1:5 (A) 0:3 (H)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 87 Spiele, 38 Siege, 15 Unentschieden, 34 Niederlagen, 118:127 Tore (Tordifferenz −9)

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: MŠK Žilina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MŠK Žilina, a.s. v likvidácii od 1. apríla 2020. In: mskzilina.sk. MŠK Žilina, 30. März 2020, abgerufen am 31. März 2020 (slowakisch).
  2. "Unsere Einnahmen werden gleich null sein": Zilina ist insolvent. In: kicker.de. 30. März 2020, abgerufen am 31. März 2020.
  3. Insolvenz wegen Corona: Traditionsverein ist pleite. In: weltfussball.de. 31. März 2020, abgerufen am 31. März 2020.