1. FC Mönchengladbach

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1. FC Mönchengladbach
Vereinswappen des 1. FC Mönchengladbach
Basisdaten
Name 1. Fußballclub Mönchen­gladbach 1894 e. V.
Sitz Mönchengladbach
Gründung 4. April 1894
Farben blau-gelb
Präsident Uwe Röhrhoff
Website www.1fcmg.de
Erste Mannschaft
Trainer Markus Horsch
Stadion Ernst-Reuter-Kampfbahn
Plätze 4000
Liga Landesliga Niederrhein 1
2016/17 10. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. FC Mönchengladbach 1894 e. V. ist ein Sportverein aus Mönchengladbach. Er ist der älteste noch bestehende Fußballverein im Westdeutschen Fußballverband. Die erste Fußballmannschaft spielte in der Saison 2015/16 in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein auf. Umgangssprachlich wird der 1. FC Mönchengladbach auch als Fine-Heäre-Klub (hochdeutsch: Feine-Herren-Klub) bezeichnet.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. FC Mönchengladbach entstand im Jahre 1950 durch die Fusion des SC München-Gladbach mit Eintracht München-Gladbach.

Die Stammvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: SC München-Gladbach

Der SC München-Gladbach wurde am 4. April 1894 durch den Sportlehrer H. C. Heesch als Mönchengladbacher FC 94 gegründet. In den Jahren 1905 und 1908 wurden die Gladbacher jeweils Westdeutscher Vizemeister, bevor 1909 nach einem 3:2-Sieg über Preußen Duisburg die Westdeutschen Fußballmeisterschaft gewonnen und der größte Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht wurde. Die Spiele wurden zu dieser Zeit auf der 20.000 Zuschauer fassenden Kampfbahn am alten Wasserturm ausgetragen.[2] Nach Ende des Ersten Weltkriegs erfolgte die Umbenennung in SC München-Gladbach. Im Jahr 1933 fusionierte der SC nach politischer Anordnung mit dem Stadtrivalen Borussia, die jedoch noch im selben Jahr wieder rückgängig gemacht wurde.

Hauptartikel: Eintracht München-Gladbach

Fusionspartner Eintracht wurde am 15. September 1901 gegründet und spielte in den 1910er und 1920er Jahren mit unterschiedlichem Erfolg in der höchsten Spielklasse. 1938 verpasste die Eintracht in der Aufstiegsrunde gegen Westende Hamborn den möglichen Aufstieg in die seinerzeit erstklassige Gauliga Niederrhein. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielten beide Vereine in der Bezirksklasse und kamen dort nicht mehr über Mittelmaß hinaus. Daraufhin kam es im Jahre 1950 zur Fusion beider Clubs. 1957 wurde durch die Stadt zwischen Luisen- und Hügelstraße die Ernst-Reuter-Kampfbahn errichtet, welche bis heute als Spielstätte dient.[2]

Nach der Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleich in der ersten Saison nach der Fusion schaffte der neue Verein den Aufstieg in die Landesliga, der seinerzeit höchsten Amateurliga am Niederrhein.[3] Platz sieben in der Saison 1952/53 wurden zum sportlichen Höhepunkt der Mannschaft, die drei Jahre später die Qualifikation zur neu geschaffenen Verbandsliga Niederrhein verpasste.[4] Anfang der 1960er Jahre brach für den 1. FC eine neue Erfolgsära an, die zwei dritte Plätze in den Jahren 1961 und 1962 mit sich brachte. Im Jahre 1963 spielte die Mannschaft lange um den Aufstieg mit und beendete die Saison punktgleich mit Bayer 05 Uerdingen. Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg gewann Uerdingen mit 4:1.[5]

Der verpasste Aufstieg sollte ein Rückschlag für die Gladbacher werden, die 1965 in die Bezirksklasse absteigen mussten. Zwei Jahre später geland der Wiederaufstieg in die Landesliga, wo der Verein nicht mehr über Mittelfeldplatzierungen hinauskam. Im Jahre 1975 folgte der erneute Abstieg, ehe der 1. FC zwei Jahre später den Wiederaufstieg schaffte. Es folgte eine jahrzehntelange Landesligaära. Kurios verlief die Saison 1992/93, in der der Verein mit zwei Mannschaften in der Landesliga vertreten war. Im Jahre 2007 stieg der 1. FC aus der Landesliga ab und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Zurück in der Landesliga entwickelten sich die Gladbacher zu einer Spitzenmannschaft und wurden in den Jahren 2011 und 2014 jeweils Vizemeister hinter dem SV Hilden-Nord bzw. dem VfR Krefeld-Fischeln. Schließlich gelang im Jahre 2015 aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem 1. FC Kleve der Aufstieg in die Oberliga Niederrhein. Die Gladbacher brauchten am letzten Spieltag einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz, während Kleve spielfrei war. Gegen Union Nettetal gewannen die Westender 3:0. Am Ende der Saison 2015/16 stieg der Verein wieder ab.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A-Jugendmannschaft des Vereins wurde im Jahre 2014 Niederrheinmeister und schaffte den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga West, wo sie auf Anhieb Siebter wurde.[6] In der folgenden Saison 2015/16 stieg die Mannschaft als Vorletzter ab. Ebenfalls 2016 stieg die B-Jugend in die U-17-Bundesliga auf. Die zweite Herrenmannschaft tritt seit dem Aufstieg im Jahre 2012 in der Bezirksliga an. Die Frauenmannschaft spielt ebenfalls in der Bezirksliga.

Bekannte Vereinsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereint bei Sport und Spaß, ob 30 oder 85 Jahre. In: rp-online.de. 12. Mai 2013, abgerufen am 9. Dezember 2014.
  2. a b 1. FC Mönchengladbach 1894 e.V. (Hrsg.): 120 Jahre 1.FC (PDF; 3,6 Mb). o.J., abgerufen am 30. März 2014.
  3. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1945–1952. Hövelhof 2011, S. 200.
  4. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1958–1963. Hövelhof 2013, S. 32.
  5. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952–1958. Hövelhof 2012, S. 131, 179, 235.
  6. magi: 1. FC: Jugend mit Borussia auf Augenhöhe. Westdeutsche Zeitung, abgerufen am 16. Januar 2015.
  7. Hein, Dirk: Aus der Tiefe des Raumes. WAZ NewMedia GmbH & Co. KG, 14. September 2008, abgerufen am 30. März 2012.
  8. Murphy, Martin: Aufstieg hält den neuen Gerresheimer-Chef am Boden. Handelsblatt GmbH, 21. Juni 2010, abgerufen am 30. März 2012.