1216

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1216
Ludwig VIII. in London, Darstellung aus La Toison d'or des Guillaume Fillastre, 15. oder 16. Jahrhundert
Der französische Kronprinz Ludwig landet mit einem Invasionsheer in England.
Krönung König Heinrichs III. von England, Darstellung aus dem 13. Jahrhundert
Heinrich III. wird
im Alter von neun Jahren
König von England.
1216 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 664/665 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1208/09
Buddhistische Zeitrechnung 1759/60 (südlicher Buddhismus); 1758/59 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr der Feuer-Ratte 丙子 (am Beginn des Jahres Holz-Schwein 乙亥)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 578/579 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 594/595
Islamischer Kalender 612/613 (Jahreswechsel 19./20. April)
Jüdischer Kalender 4976/77 (14./15. September)
Koptischer Kalender 932/933
Malayalam-Kalender 391/392
Seleukidische Ära Babylon: 1526/27 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1527/28 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1254
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1272/73 (Jahreswechsel April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wales um 1217

Im Frühjahr beruft Llywelyn ab Iorwerth, Fürst von Gwynedd, die walisischen Fürsten zu einer Versammlung nach Aberdyfi Castle in Ceredigion. Bei dieser Versammlung werden die verbliebenen Teile von Deheubarth unter den Nachfahren des 1197 verstorbenen Lord Rhys nach walisischem Recht aufgeteilt: so erhält Maelgwn ap Rhys den westlichen Teil des Reiches, Ceredigion südlich des River Aeron sowie Llanmyddyfri. Rhys Gryg erhält das Cantref Mawr in Ystrad Tywi sowie Cantref Bychan und Cydweli, während die Söhne von Gruffydd ap Rhys, Owain und Rhys Ieuanc, Ceredigion nördlich des Aeron erhalten. Im Gegenzug erkennen die Nachfahren von Lord Rhys die Oberherrschaft von Llywelyn ab Iorwerth an. Das Abkommen von Aberdyfi beendet nach fast 20 Jahren die Erbfolgekriege in Deheubarth.

Okzitanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühjahr: Der vom Vierten Laterankonzil abgesetzte Graf Raimund VI. von Toulouse widersetzt sich dem Konzilsbeschluss und landet mit seinem Sohn Raimund VII. in Marseille, um seine Besitztümer in Okzitanien zurückzuerobern. Er wird von der Bevölkerung mit Begeisterung begrüßt.
  • 8. März: Simon de Montfort, Anführer des Albigenserkreuzzugs, empfängt den Treueschwur der Stadt Toulouse. Anschließend reist er weiter nach Narbonne, wo er sich gewaltsam Zugang verschafft und sich mit Arnaud Amaury, dem päpstlichen Legaten des Kreuzzuges und Erzbischof von Narbonne, überwirft. Er verlässt die Stadt bald wieder und begibt sich nach Melun, um dort im April König Philipp II. von Frankreich als oberstem Lehensherren zu huldigen.
  • Seine Abwesenheit nutzen die beiden Raimunds zur Rückeroberung zahlreicher Städte, Beaucaire wird nach kurzer Belagerung erobert, daraufhin beginnt eine allgemeine Erhebung in der Markgrafschaft Provence gegen Simon de Montfort.
  • Juni: Simon de Montfort beginnt seinerseits mit der Belagerung von Beaucaire, die er am 15. August jedoch aufgeben muss.
  • September: In Toulouse kommt es zu einem Aufstand, woraufhin Montforts Männer die Stadt plündern.
  • 27. November: Papst Honorius III. weist die Kreuzfahrer an, die Burg von Foix wieder an Graf Raimund Roger von Foix herauszugeben.

Heiliges Römisches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Juli: König Friedrich II. verspricht in Straßburg bei Verhandlungen über die künftige Kaiserkrönung, dass er nach erfolgter Krönung das Königreich Sizilien seinem Sohn Heinrich übergeben und selbst auf die sizilische Königswürde verzichten werde. Er holt seinen Sohn Heinrich in den nordalpinen Teil des Reiches und überträgt ihm das Herzogtum Schwaben, später auch das Rektorat über Burgund.

Skandinavien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzfahrerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beunruhigt durch die Rüstungen des Theodoros I. Komnenos Dukas in Epirus marschiert der lateinische Kaiser Heinrich im Frühjahr nach Thessaloniki, um von dort aus einen Präventivschlag gegen Epirus zu führen. Bevor es dazu kommt, stirbt er am 11. Juni, vermutlich durch Gift. Da er keine Nachkommen hinterlässt, fällt die Wahl der Adeligen auf seinen Schwager Peter (Lateinisches Kaiserreich)|Peter von Courtenay, der sich von Frankreich aus umgehend auf den Weg nach Osten macht. Theodoros von Epirus erobert in der Zwischenzeit Makedonien und Thessalien. Der bulgarische Boljar Alexius Slaw wird zu seinem Vasallen.

Naher Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundliche Ersterwähnungen und Stadtrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dresden (slawisch: „Sumpfwald“) wird erstmals als Stadt genannt.
  • Grossaffoltern wird erstmals urkundlich erwähnt.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bulle Religiosam vitam

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todesdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben um 1216[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 1216 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien