9½ Wochen

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Filmdaten
Deutscher Titel 9 ½ Wochen
Originaltitel 9½ Weeks
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Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Adrian Lyne
Drehbuch Sarah Kernochan,
Zalman King,
Patricia Louisianna Knop
Produktion Keith Barish,
Frank Konigsberg
Musik Jack Nitzsche
Kamera Peter Biziou
Schnitt Caroline Biggerstaff,
Ed Hansen,
Tom Rolf,
Mark Winitsky
Besetzung

9½ Wochen ist ein Film aus dem Jahre 1986 mit Mickey Rourke und Kim Basinger. Der Regisseur ist Adrian Lyne. Er basiert auf dem Buch 9 Wochen und drei Tage. Erinnerungen an eine Liebeserfahrung von Elizabeth McNeill. In den USA floppte der Film, spielte jedoch weltweit 100 Millionen Dollar ein.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In New York begegnet der reiche Börsenmakler John im Viertel China Town zufällig der Kunstgaleristin Elizabeth, die in SoHo arbeitet. Nach einem kurzen Flirt treffen sie kurze Zeit später im Greenwich Village wieder aufeinander, wo John ihr spontan ein teures Designertuch schenkt. Beide lernen sich kennen und lassen sich auf eine sexuelle Beziehung ein, in der sie immer neue, anregendere Spielarten bis hin zu solchen mit sadomasochistischer Natur praktizieren. Der dominante John testet dabei immer neue Grenzen aus, kann bzw. will sich aber nicht auf eine emotionale Beziehung einlassen. Als Elizabeth auf Wunsch und Anregung von John mit verbundenen Augen von einer Prostituierten verwöhnt werden soll, empfindet sie das als über ihre Grenzen gehend. Als John sich Elizabeth emotional öffnen will, ist es bereits zu spät. Elizabeth zieht die Notbremse und beendet die Beziehung, die sie seelisch stark belastet hat. Nach etwas mehr als neun Wochen verlässt sie ihren Liebhaber. John bleibt verzweifelt zurück.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Journalist Roger Ebert vergleicht in einem seiner Artikel 9½ Wochen mit Der letzte Tango in Paris. Ebert erwähnt die erotische Anspannung zwischen Kim Basinger und Mickey Rourke und lobt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Wie viele Filme mit explizit sexuellen Bildern riskiere auch 9½ Wochen, die Grenze zur Lächerlichkeit zu überschreiten. Das Faszinierende sei jedoch, dass er eine Frau zeige, die selbstbewusst entscheidet, was sie bereit ist zu tun und was nicht. Auch die Darsteller würden in ihren Rollen überzeugen.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde im Jahr 1986 in drei Kategorien für den Negativpreis Goldene Himbeere nominiert: Für Kim Basinger als schlechteste Darstellerin, für den schlechtesten Song I Do What I Do (von Jonathan Elias, John Taylor, Michael Des Barres) und für das schlechteste Drehbuch.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist der Film neben seinem erotischen Inhalt auch für seine asiatisch inspirierte Mode. So öffnet John einen Wandschrank, der eine Vielzahl identischer Hemden des Designerhauses Comme des Garçons enthält. Neben dieser Produktplatzierung machte der Film auch erneut die von Joe Cocker gesungene Version des Randy-Newman-Songs You Can Leave Your Hat On bekannt. Der Film wurde im Jahr 1997 mit 9½ Wochen in Paris fortgesetzt. Die Idee der im Film enthaltenen Liebesszene mit Lebensmitteln wurde in der Komödie Hot Shots! – Die Mutter aller Filme in etwas veränderter Form nochmals aufgegriffen. In Musikvideos von Sheena Easton zu Days Like This und Sarah Connors Version von Sexual Healing wird der Film zitiert. Im Jahr 2014 veröffentlichte das Produktionsstudio Adam & Eve den Film 9 1/2 Weeks: An Erotic XXX Parody, eine Pornoparodie auf den Originalfilm, mit Summer Brielle und James Deen in den Hauptrollen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.avclub.com/articles/another-9-12-weeks,18664/
  2. Chicago Sun-Times, 21. Februar 1986.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christine Deja: FrauenLust und Unterwerfung. Geschichte der O und Neun Wochen und drei Tage. Kore Edition, 1991, ISBN 3-926023-31-7.
  • Joe Bob Briggs: Profoundly Erotic: Sexy Movies that Changed History. Universe Publishing, 2005, ISBN 0-7893-1314-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]