Acker-Filzkraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
 

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie im Abschnitt „Pflanzen“ zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Acker-Filzkraut
Acker-Filzkraut (Filago arvensis)

Acker-Filzkraut (Filago arvensis)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Filzkräuter (Filago)
Art: Acker-Filzkraut
Wissenschaftlicher Name
Filago arvensis
L.

Das Acker-Filzkraut (Filago arvensis)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Filzkräuter (Filago) in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration aus Sturm

Das Acker-Filzkraut wächst als krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 35 Zentimetern erreicht. Der aufrechte Stängel ist von der Mitte an traubig bis rispig verzweigt und weiß-filzig behaart.[1] Die Laubblätter sind länglich-lanzettlich mit einer Länge von 10 bis 20 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 4 Millimetern.[1]

Die drei bis zwölf 4 bis 5 Millimeter langen Blütenkörbe werden nicht von Tragblättern überragt. Alle Hüllblätter sind stumpflich, nicht gekielt, bis zur Spitze dicht wollig filzig behaart und zur Fruchtzeit sternförmig ausgebreitet.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Acker-Filzkrautes erstreckt sich in Europa nordwärts bis Schweden und Finnland; weiter über Nordafrika, Vorderasien bis Zentralasien und bis zum Altaigebirge.

In Mitteleuropa tritt es in den Sandgebieten östlich der Elbe und in denen der Mittelgebirge selten auf, ebenso am Alpenfuß und in den tieferen Lagen der zentral- und südalpinen Täler. Es steigt auf bis zu einer Höhenlage von 1000 Metern.

Das Acker-Filzkraut gedeiht am besten auf kalkarmen, nährsalzhaltigen, steinig-grusigen oder sandigen Böden. Es besiedelt Wege, Brachen und Äcker.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Filago arvensis erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.[2][3][4] Synonyme für Filago arvensis sind: Filago lagopus (Stephan ex Willd.) Parl., Gnaphalium arvense (L.) Willd., Gnaphalium lagopus Stephan ex Willd., Logfia arvensis (L.) Holub, Oglifa arvensis (L.) Cass., Oglifa lagopus (Stephan ex Willd.) Chrtek & Holub.[3] Das Artepitheton arvensis bedeutet „auf Äckern wachsend“.

Das Acker-Filzkraut ist Typusart der Untergattung Oglifa.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 95. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  •  Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi, Arno Wörz (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 6: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Asteridae): Valerianaceae bis Asteraceae, Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1996, ISBN 3-8001-3343-1.
  •  Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Band 4: Nachtschattengewächse bis Korbblütengewächse, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Filago arvensis L., Acker-Filzkraut. In: FloraWeb.de.
  2. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 856 online.
  3. a b Filago arvensis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 19. Mai 2015.
  4. Filago arvensis im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 19. Mai 2015.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Acker-Filzkraut (Filago arvensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien