Adnet

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Österreich; zur französischen Pianistin und Malerin siehe Françoise Adnet.
Adnet
Wappen von Adnet
Adnet (Österreich)
Adnet
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 29,94 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 13° 8′ O47.69666666666713.130277777778484Koordinaten: 47° 41′ 48″ N, 13° 7′ 49″ O
Höhe: 484 m ü. A.
Einwohner: 3.484 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 116 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5421
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Adnet 18
5421 Adnet
Website: www.adnet.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Auer (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Adnet im Bezirk Hallein
Abtenau Adnet Annaberg-Lungötz Bad Vigaun Golling an der Salzach Hallein Krispl Kuchl Oberalm Puch bei Hallein Rußbach am Paß Gschütt Sankt Koloman Scheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Adnet im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Adnet von Waidach aus gesehen
Adnet von Waidach aus gesehen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Adnet ist eine Gemeinde mit 3484 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Salzburger Land im Bezirk Hallein in Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Umgebung von Hallein im Tennengau im Salzburger Land.

Der höchste Punkt in der Gemeinde liegt unter der Jägernase (ein Berghang des Schlenkens) mit ca. 1501 m ü. A.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Adnet (1410)
  • Riedl (149)
  • Spumberg (247)
  • Waidach (815)
  • Wimberg (850)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Adnet I, Spumberg und Wimberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Puch bei Hallein Ebenau (Bez. Sbg.-Umgebung) Faistenau (Bez. Sbg.-Umgebung)
Oberalm Nachbargemeinden Krispl
Hallein Bad Vigaun

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist: In goldenem Schild zwischen drei rotmarmornen Rundsteinen ein rotbewehrter schwarzer Löwe, in der Rechten einen schwarzen Steinmetzhammer an rotem Stiel haltend.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1028
1880 1061
1890 1116
1900 1171
1910 1591
1923 1336
1934 1376
1939 1432
1951 1653
1961 1815
1971 2230
1981 2598
1991 2927
2001 3324

Herkunft aus dem keltischen (Atanate, Atanat, Attnat). Der Name bedeutet Sumpf (am Wasser gelegen).

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Adnet erfolgte 741 in der Übergabeurkunde des bayrischen Herzogs Odilo an die Maximilianszelle in Bischofshofen.

1758 wurde die erste Schule im Mesnerhaus eröffnet. 1856 wurde Adnet eine eigenständige Pfarre. 1890 kam es zu einem großen Brand in Adnet bei dem die Kirche, 6 Häuser und 14 Nebengebäude vernichtet wurden. Es wurde ein Schaden von 100.000 Gulden verursacht. Obwohl die barocke Einrichtung der Kirche nicht komplett zerstört war, entschloss man sich, die Kirche komplett im neugotischen Stil wiederaufzubauen.

1909-1914 wurde das Wiestalkraftwerk in Adnet gebaut. Dadurch entstanden viele neue Arbeitsplätze und Adnet wurde an das Stromnetz angeschlossen. Nach 1945 wurde Adnet zu einer Wohngemeinde und die Anzahl der Einwohner verdoppelte sich.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Adnet

Marmorsteinbrüche und Museum[Bearbeiten]

Der Adneter Marmor ist eigentlich kein echter Marmor, sondern ein dichter, schleif- und polierfähiger Kalkstein. Schon die Römer bauten ab dem 2. Jahrhundert Adneter Marmor ab. Dieser Kalkstein kommt in einer großen Farbpalette vor und aus ihm wurden vor allem im Mittelalter eine Reihe von Kunstwerken geschaffen. In der Neuzeit wurde er auch nach Übersee geliefert. Bedeutende Arbeiten aus Adneter Marmor finden sich vor allem in Österreich im Parlamentsgebäude in Wien, auf der Festung Hohensalzburg, in der Stiftskirche zu St. Peter in Salzburg, des Weiteren auch in Deutschland, Tschechien und Polen.

Früher hatten viele Adneter Bauern ihren eigenen Steinbruch, heutzutage wird nur noch wenig Marmor abgebaut. Insgesamt gibt es etwa 10–20 Steinbrüche (einige davon relativ versteckt im Wald); heute wird nur noch in knapp 5 Steinbrüchen Marmor abgebaut.

  • Marmormuseum Adnet: gegründet 1992, Ausstellung in den Schauräumen (ca. 100 m²) und im Museumsgarten; Schwerpunkte des Museums sind: Marmorgewinnung, Marmortypen und Fossilien aus Adnet, Bearbeitung und Verwendung bei Bauwerken und Denkmälern seit der Römerzeit.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adnet – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011