Anna Veith

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anna Veith Ski Alpin

Austrian Sportspeople of the Year 2014 winners 12 Anna Fenninger.jpg

Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 18. Juni 1989
Geburtsort Hallein, Österreich
Größe 166[1] cm
Gewicht 60[2]–64[1] kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein Skiclub Hypo Hallein
Trainer Mainhard Tatschl
Nationalkader seit 2008
Status nicht aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 3 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 4 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
European Youth
Olympic Festival
0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Sotschi 2014 Super-G
0Silber0 Sotschi 2014 Riesenslalom
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 Garmisch-Partenk. 2011 Super-Kombination
0Silber0 Garmisch-Partenk. 2011 Mannschaft
0Bronze0 Schladming 2013 Riesenslalom
0Gold0 Vail/Beaver Creek 2015 Super-G
0Gold0 Vail/Beaver Creek 2015 Riesenslalom
0Silber0 Vail/Beaver Creek 2015 Abfahrt
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Québec 2006 Super-G
0Gold0 Québec 2006 Kombination
0Silber0 Québec 2006 Abfahrt
0Gold0 Formigal 2008 Kombination
0Gold0 Formigal 2008 Riesenslalom
0Silber0 Formigal 2008 Super-G
0Bronze0 Garmisch-Partenk. 2009 Super-G
European Youth Olympic FestivalVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 Monthey 2005 Slalom
0Bronze0 Monthey 2005 Super-G
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 11. November 2006
 Weltcupsiege 14
 Gesamtweltcup 1. (2013/14, 2014/15)
 Abfahrtsweltcup 2. (2013/14, 2014/15)
 Super-G-Weltcup 2. (2013/14, 2014/15)
 Riesenslalomweltcup 1. (2013/14, 2014/15)
 Slalomweltcup 39. (2008/09)
 Kombinationsweltcup 1. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 5 3
 Super-G 2 10 8
 Riesenslalom 11 3 1
 Super-Kombination 1 0 0
letzte Änderung: 10. April 2017

Anna Veith (* 18. Juni 1989 in Hallein als Anna Fenninger) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie fährt in allen Disziplinen, gehört seit 2008 der Nationalmannschaft des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) an und ist Mitglied des Skiclubs Hypo Hallein. Ihre bisher größten Erfolge sind der Gewinn des Gesamtweltcups in den Saisonen 2013/14 und 2014/15, der Olympiasieg im Super-G bei den Olympischen Winterspielen 2014 sowie drei Weltmeistertitel.

Seit ihrer Hochzeit mit dem ehemaligen Snowboarder Manuel Veith im April 2016 trägt sie dessen Nachnamen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge und Europacuperfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fenninger besuchte die Volksschule in ihrem Heimatort Adnet im Bundesland Salzburg und anschließend die Skihauptschule in Bad Gastein sowie die Skihotelfachschule in Bad Hofgastein. Sie gewann von 2002 bis 2004 sechs österreichische Schülermeistertitel[3] und siegte 2004 im Riesenslalom und im Super-G des Whistler Cups sowie im Slalom des Trofeo Topolino, den beiden bedeutendsten internationalen Kinderskirennen. Nach Erreichen des Alterslimits bestritt Fenninger im Dezember 2004 ihre ersten FIS-Rennen. Im nächsten Monat gewann sie zwei Bronzemedaillen beim European Youth Olympic Festival 2005 in Slalom und Super-G. Im Februar 2005 folgte der österreichische Jugendmeistertitel (Altersklasse Jugend I) im Riesenslalom[4] und der erste Sieg in einem FIS-Rennen bei einem Riesenslalom in Lackenhof.

Fenninger wurde 2005 in den Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgenommen und kam ab dem Winter 2005/2006 im Europacup zum Einsatz. Sie stand bereits in ihrem zweiten Europacuprennen erstmals auf dem Podest und feierte im Jänner 2006 ihre ersten Siege in den Riesenslaloms von Turnau und La Plagne. Mit insgesamt vier Siegen und weiteren fünf Podestplätzen sicherte sie sich in ihrer ersten Europacupsaison den Gesamtsieg, den Sieg in der Riesenslalomwertung und den dritten Platz im Slalomklassement. Auch bei ihrer ersten Juniorenweltmeisterschaft 2006 im kanadischen Québec konnte sie mit zwei Goldmedaillen im Super-G und der Kombination sowie einer Silbermedaille in der Abfahrt große Erfolge verbuchen, zudem wurde sie in ihrer Altersklasse erneut Österreichische Jugendmeisterin, diesmal im Super-G.[4]

Ihren Gesamtsieg im Europacup konnte Fenninger in der Saison 2006/2007 wiederholen. Sie gewann je drei Super-Gs und Riesenslaloms, womit sie neben der Gesamt- auch die Super-G-Wertung gewann und Zweite im Riesenslalom-Klassement wurde. Im selben Winter kam die damals 17-Jährige zu ihren ersten Einsätzen im Weltcup, vorwiegend in Slalom und Riesenslalom. Sie konnte sich nur in einem Rennen für den zweiten Durchgang qualifizieren und gewann am 21. Jänner 2007 mit Platz 16 im Riesenslalom von Cortina d’Ampezzo ihre ersten Weltcuppunkte. Am 2. März desselben Jahres kam sie in der Abfahrt der Weltcup-Superkombination in Tarvis schwer zu Sturz, weshalb sie die Saison vorzeitig beenden musste und unter anderem die Junioren-WM 2007 versäumte.

In der Europacupsaison 2007/2008 gewann Fenninger drei Rennen, wurde Dritte der Gesamtwertung, Erste der Kombinationswertung und Zweite der Super-G-Wertung. Im Weltcup bestritt die Allrounderin in jenem Winter Rennen in allen Disziplinen außer der Abfahrt und erreichte ihr erstes Spitzenresultat am 22. Dezember 2007 mit Platz 4 in der Super-Kombination von St. Anton am Arlberg. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2008 gewann sie wie schon zwei Jahre zuvor zwei Gold- und eine Silbermedaille: Sie siegte im Riesenslalom und der Kombination und wurde Zweite im Super-G.

Weltcuperfolge und Weltmeistertitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2008/2009 gehört Fenninger der österreichischen Nationalmannschaft an. Sie bestritt in diesem Winter nur noch vier Europacuprennen und konzentriert sich seitdem ausschließlich auf den Weltcup. Neben der Super-Kombination waren der Super-G und die Abfahrt nun Fenningers stärkste Disziplinen, in denen sie Anschluss an die Weltspitze fand. Sie erreichte in ihrer ersten Weltcupabfahrt am 5. Dezember 2008 in Lake Louise als Achte ihr zweites Top-10-Ergebnis und stand am 26. Jänner 2009 mit Platz 2 im Super-G von Cortina d’Ampezzo erstmals in einem Weltcuprennen auf dem Siegerpodest. Insgesamt fuhr sie in der Saison 2008/2009 in sechs Weltcuprennen unter die besten Zehn, womit sie in der Weltcup-Gesamtwertung den 20. Rang belegte. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère erreichte Fenninger den 4. Platz im Super-G sowie Rang 7 in der Super-Kombination; in der Abfahrt schied sie jedoch aus. Bei der im nächsten Monat in Garmisch-Partenkirchen ausgetragenen Junioren-WM 2009 gewann sie die Bronzemedaille im Super-G.

Im Winter 2009/2010 stagnierten Fenningers Leistungen. Sie fuhr in drei Weltcuprennen unter die besten Zehn und blieb bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver mit zwei 16. Plätzen in Super-G und Super-Kombination weit hinter ihren WM-Ergebnissen des Vorjahres. In der Weltcupsaison 2010/2011 konnte sich Fenninger vor allem in der Abfahrt deutlich verbessern. Neben ihrem ersten Podestplatz in dieser Disziplin, dem 3. Rang in Altenmarkt-Zauchensee am 8. Jänner 2011, fuhr sie weitere fünf Mal unter die besten Zehn, womit sie Sechste im Abfahrtsweltcup wurde. Im Super-G konnte sie sich ebenfalls steigern. Mit einem 3. Platz in Cortina d’Ampezzo und weiteren drei Top-10-Ergebnissen wurde sie Siebte im Disziplinenweltcup. Ihren bis dahin größten Erfolg feierte sie am 11. Februar 2011 bei der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in der Super-Kombination. Im Mannschaftswettbewerb gewann sie eine Silbermedaille. Zu Saisonende wurde sie Österreichische Staatsmeisterin 2011 im Super-G. Bei der Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres 2011 wurde sie als „Aufsteigerin des Jahres“ ausgezeichnet.

In der Saison 2011/2012 konnte Fenninger auch im Riesenslalom zu den Weltbesten aufschließen. Nach ihren ersten beiden Top-10-Platzierungen in dieser Disziplin zu Beginn des Winters sowie zwei Podestplätzen im Super-G Anfang Dezember gewann sie am 28. Dezember 2011 mit dem Riesenslalom in Lienz ihr erstes Weltcuprennen. Insgesamt holte Fenninger in dieser Saison sechs Podestplätze (2 × Riesenslalom, 4 × Super-G) und wurde mit 994 Punkten Fünfte und damit beste Österreicherin in der Weltcup-Gesamtwertung.

Mit einem Riesenslalomsieg und fünf weiteren Podestplätzen in drei verschiedenen Disziplinen im Verlaufe der Saison 2012/2013 gehörte Fenninger zu den aussichtsreichsten Medaillenkandidatinnen bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming. Nachdem sie im Super-G und in der Super-Kombination ausgeschieden und in der Abfahrt lediglich Elfte geworden war, gewann sie die Bronzemedaille im Riesenslalom. Am 3. März 2013 folgte in Garmisch-Partenkirchen der erste Sieg in einem Weltcup-Super-G.

Olympiasieg und Weltcup-Gesamtsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2013/14 gewann sie nach einigen Podestplätzen im Super-G bereits zum dritten Mal an einem 28. Dezember einen Riesenslalom, wieder in Lienz. Dadurch ging sie bereits mit großen Erwartungen zu den Olympischen Spielen in Sotschi. Während es mit Platz 8 in der Super-Kombination und dem Ausfall in der Abfahrt noch nicht nach Wunsch lief, feierte sie am 15. Februar 2014 den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere: Sie wurde Olympiasiegerin im Super-G. Drei Tage später gewann sie mit Silber im Riesenslalom eine weitere Medaille. Von diesen Erfolgen beflügelt erzielte sie in den drei darauffolgenden Weltcuprennen 280 Punkte (in der Abfahrt von Crans Montana wurde sie Zweite, die beiden Riesenslaloms von Åre gewann sie) und konnte damit in der Weltcup-Gesamtwertung die bis dahin führende Maria Höfl-Riesch überholen, welche aber tags darauf im Slalom von Åre die Führung zurückerobern konnte.

Für das Weltcupfinale in Lenzerheide wurde ein spannendes Duell der beiden erwartet, das aber für Höfl-Riesch bereits am ersten Tag in der Abfahrt mit einem schweren Sturz ein abruptes Ende fand – die dabei erlittenen Verletzungen machten ihr das Antreten bei den folgenden Rennen nicht mehr möglich.[5]

Für Fenninger reichte der 6. Platz in der Abfahrt, um die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung zu übernehmen, und mit einem zweiten Platz im Super-G konnte sie sich am 13. März 2014 durch einen Vorsprung von 215 Punkten auf die verbliebene Konkurrentin Lara Gut vor den beiden letzten Rennen den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung sichern.[6] Nach ihrem Sieg im abschließenden Riesenslalom gewann sie die große Kugel mit einem Vorsprung von 191 Punkten auf Maria Höfl-Riesch und 270 Punkten auf die drittplatzierte Lara Gut.

Doppel-Weltmeistertitel und zweiter Gesamtweltcupsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fenninger begann die Saison 2014/15 so, wie sie die vorhergehende beendet hatte: mit einem Sieg. Sie gewann ex aequo mit Mikaela Shiffrin den Riesentorlauf von Sölden. Dadurch feierte sie ihren fünften Erfolg in dieser Disziplin in Serie, was bei den Damen zuletzt Anja Pärson genau 10 Jahre früher gelungen war. Es folgten mehrere zweite Plätze bei Weltcuprennen, ehe sich Fenninger bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek im Super-G und im Riesenslalom jeweils die Goldmedaille sicherte. In der Abfahrt gewann sie Silber.

Nach der WM startete Fenninger wie schon im Vorjahr eine Siegesserie und gewann den Riesenslalom von Maribor und die alpine Kombination von Bansko, wobei Letzteres ihren ersten Sieg in dieser Disziplin im Weltcup bedeutete. In Bansko siegte sie auch im Super-G. Nach zwei Podestplätzen in Abfahrt und Super-G in Garmisch-Partenkirchen gewann sie eine Woche später auch den Riesenslalom von Åre, überholte mit ihrem neunten Podestplatz im Weltcup in Serie ihre schärfste Konkurrentin Tina Maze in der Gesamtwertung und setzte sich an die Spitze. Dabei war sie bereits als Höchststand mit 370 Punkten zurückgelegen.[7] Das Weltcupfinale wurde zum offenen Schlagabtausch zwischen Maze und Fenninger: Maze wurde in der Abfahrt Vierte und machte damit 18 Punkte auf Fenninger, die das Rennen auf Rang 8 beendet hatte, gut. Im Super-G siegte Lindsey Vonn vor Fenninger und Maze. Nach dem Slalom, bei dem auch Fenninger gestartet war, jedoch punktelos blieb, ging Maze mit 18 Punkten in der Gesamtwertung wieder in Führung. Beim letzten Rennen der Saison, dem Riesenslalom von Méribel siegte schließlich die Salzburgerin vor ihrer Teamkollegin Eva-Maria Brem und Tina Maze. Fenninger gewann damit zum zweiten mal in Folge den Riesenslalomweltcup vor Brem sowie den Gesamtweltcup mit 22 Punkten Vorsprung auf die Slowenin Maze.

Streit mit dem ÖSV, Saisonausfall und neues Management[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Jänner 2015 wurden erstmals Gerüchte öffentlich, dass Fenninger an einem Nationenwechsel interessiert sei. Sowohl der ÖSV als auch Fenninger selbst dementierten dies sofort. Fenninger sagte, sie sei „mit Herz und Seele Österreicherin“ und sicherte dem ÖSV sogar schriftlich ihre Loyalität zu.[8] Grund für Spekulationen dieser Art war, dass ihr Management mit Sponsoren verhandelte, die für ÖSV-Partner Konkurrenzunternehmen darstellten, darunter der deutsche Automobilhersteller Mercedes.[9]

Mitte Mai 2015 gelangte eine private, von Fenninger selbst verfasste und an den ÖSV gerichtete E-Mail an die Öffentlichkeit, in der sie dem Verband ihren Rücktritt androhte. Hintergrund war die Tatsache, dass der ÖSV Anna Fenninger bereits des Öfteren dazu drängen wollte, sich von ihrem Manager, dem Deutschen Klaus Kärcher, zu trennen und das Management stattdessen dem ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel zu überlassen. Neben der Beendigung dieser Querelen forderte Fenninger klare Angaben zur Finanzierung ihres Konditionstrainers sowie eine bessere sportliche Behandlung, ähnlich jener, wie sie ihr ebenfalls erfolgreicher Kollege Marcel Hirscher erfährt.[10][11] Nach mehreren Versuchen, die Wogen zu glätten, verkündeten die Konfliktparteien im Juni eine Einigung.[12] Wenig später gab Fenninger die Trennung von ihrem Manager Klaus Kärcher bekannt.[13]

Am 21. Oktober 2015, drei Tage vor Saisonbeginn, stürzte Fenninger beim Training in Sölden schwer. Sie zog sich dabei einen Kreuzband- und einen Innenbandriss zu, hinzu kam ein Riss der Patellasehne im rechten Knie. Somit fiel sie die gesamte Saison 2015/16 aus.[14]

Seit Jänner 2016 wird Fenninger vom ehemaligen Tennisprofi Florian Krumrey gemanagt.[15] Im März 2016 wurde sie für einen Laureus Award als Weltsportlerin des Jahres nominiert.[16]

Am 16. April 2016 heiratete sie ihren langjährigen Lebensgefährten, den ehemaligen Snowboarder Manuel Veith, dessen Nachnamen sie annahm.[17] Ende Oktober 2016 gab Anna Veith die Veröffentlichung ihres ersten Buchs „Zwischenzeit“ bekannt, das sich mit ihrer bisherigen Karriere und insbesondere den Erfahrungen ihrer Verletzungszeit beschäftigt.[18][19]

Abgebrochenes Comeback[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Dezember 2016 gab Veith ihr Comeback im Alpinen Skiweltcup beim Riesenslalom am Semmering (ein Ersatzrennen für Courchevel), wo sie es aber mit Rang 49 nicht in den zweiten Durchgang schaffte. Beim zweiten Riesenslalom, dem Original-Rennen am selben Ort, fuhr sie am nächsten Tag auf Rang 25. Im Super-G von Cortina d’Ampezzo am 29. Jänner 2017 erreichte sie mit einem dritten Platz eher überraschend ihre erste Podestplatzierung nach der Verletzung.[20] Bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz schied Veith im Super-G aus, während sie im Riesenslalom auf den 22. Platz fuhr; auf den Start in der Abfahrt verzichtete sie. In der Woche nach der Weltmeisterschaft, am 24. Februar 2017, gab sie das vorzeitige Ende der Saison bekannt. Als Grund nannte sie eine chronische Entzündung der Patellasehne im linken Knie, die einen operativen Eingriff erforderlich mache.[21]

Engagement für die Geparden-Rettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Veith unterstützt die Non-Profit-Organisation Cheetah Conservation Fund (CCF), die sich um den Erhalt des Lebensraumes der Geparden in Afrika kümmert und sich bemüht, durch aufwendige Schulungsprogramme auf die Situation der unmittelbar vom Aussterben bedrohten Tierart aufmerksam zu machen. Ihr Helm hat (abgesehen vom Logo des Kopfsponsors) die Zeichnung eines Gepardfells, und sie hat als Botschafterin dieser Organisation mehrere Videos und Fotos von sich im Geparden-Look veröffentlichen lassen,[22][23] um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Tiere vom Aussterben bedroht sind.

Seit dem Jahr 2013 ist Anna Veith auch im österreichischen Artenschutzverein Build an Ark engagiert, um den Schutz der Geparden zu einem nachhaltigen und langfristigen Projekt zu machen. Die Zusammenarbeit einer Spitzensportlerin mit einem Artenschutzverein unter dem Motto „Spitzensport meets Artenschutz“ bietet die Möglichkeit, eine breite Öffentlichkeit für das Thema der Bedrohung der Geparden zu sensibilisieren.[24]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination CityEvent
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2006/07 108. 15 40. 15
2007/08 60. 83 32. 29 52. 4 14. 50
2008/09 20. 338 21. 84 15. 126 52. 5 39. 22 7. 101
2009/10 26. 260 26. 65 13. 135 6. 60
2010/11 12. 555 6. 268 7. 142 33. 34 9. 81 5. 30
2011/12 5. 994 19. 107 3. 369 4. 442 54. 5 8. 56 9. 15
2012/13 3. 1029 8. 209 3. 304 2. 480 13. 36
2013/14 1. 1371 2. 464 2. 357 1. 518 8. 32
2014/15 1. 1553 2. 399 2. 512 1. 542 1. 100
2015/16 verletzungsbedingt keine Ergebnisse
2016/17 74. 78 45. 12 26. 60 48. 6

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veith errang bisher 44 Podestplätze, davon 14 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
28. Dezember 2011 Lienz Österreich Riesenslalom
28. Dezember 2012 Semmering Österreich Riesenslalom
3. März 2013 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Super-G
9. März 2013 Ofterschwang Deutschland Riesenslalom
28. Dezember 2013 Lienz Österreich Riesenslalom
6. März 2014 Åre Schweden Riesenslalom
7. März 2014 Åre Schweden Riesenslalom
16. März 2014 Lenzerheide Schweiz Riesenslalom
25. Oktober 2014 * Sölden Österreich Riesenslalom
21. Februar 2015 Maribor Slowenien Riesenslalom
1. März 2015 Bansko Bulgarien Super-Kombination
2. März 2015 Bansko Bulgarien Super-G
13. März 2015 Åre Schweden Riesenslalom
22. März 2015 Méribel Frankreich Riesenslalom

* zeitgleich mit Mikaela Shiffrin

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disziplinenwertungen:

25 Podestplätze, davon 14 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
21. Jänner 2006 Turnau Österreich Riesenslalom
30. Jänner 2006 La Plagne Frankreich Riesenslalom
12. Februar 2006 Roccaraso Italien Riesenslalom
20. Februar 2006 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Riesenslalom
20. Dezember 2006 Kaunertal Österreich Riesenslalom
21. Dezember 2006 Kaunertal Österreich Riesenslalom
16. Jänner 2007 St. Moritz Schweiz Super-G
17. Jänner 2007 St. Moritz Schweiz Super-G
5. Februar 2007 Abetone Italien Riesenslalom
15. Februar 2007 Sella Nevea Italien Super-G
9. November 2007 Bottrop Deutschland Indoor-Slalom
10. März 2008 Les Orres Frankreich Super-G
13. März 2008 Claviere Italien Riesenslalom
28. Jänner 2009 Götschen-Bischofswiesen Deutschland Slalom

Junioren-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Fenninger mit der Trophäe für Österreichs Sportlerin des Jahres 2014

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Veith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anna Veith in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  2. Jörg Köhle: Ösis schwärmen für diese Schneeleopardin. In: tz. 8. Februar 2013. Abgerufen am 13. Januar 2014.
  3. Medaillengewinne von Anna Fenninger bei österreichischen Schülermeisterschaften. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 3. August 2012.
  4. a b Medaillengewinne von Anna Fenninger bei österreichischen Jugendmeisterschaften. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 3. August 2012.
  5. Wolfgang Wiederstein: Ski alpin: Saisonende für Höfl-Riesch, Fenninger vor Gesamtsieg. In: Die Presse. 13. März 2014, abgerufen am 13. März 2014.
  6. „Das erleben zu dürfen ist unglaublich“. In: ORF. 13. März 2014, abgerufen am 13. März 2014.
  7. ski Austria. Offizielle Zeitschrift des Österreichischen Skiverbandes, Ausgabe 7-2014/15, Seite 8.
  8. Fenninger beruhigt: Nationenwechsel steht nicht zur Diskussion. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  9. Um Fenninger bahnt sich „Millionen-Krach“ an. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  10. Fenninger droht mit Rücktritt. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  11. „Anna will Behandlung wie Hirscher“. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  12. Einigung zwischen Fenninger und ÖSV. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  13. Anna Fenninger trennt sich von Manager Kärcher. Abgerufen am 4. November 2016.
  14. Kreuzbandriss: Saison-Aus für Fenninger nach Sturz in Sölden. Tiroler Tageszeitung, 21. Oktober 2015, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  15. Fenninger: Neustart mit Wulff-Manager. Abgerufen am 4. November 2016.
  16. Laureus World Sportswoman of the Year 2015 nominees. Laureus Awards, 2. März 2016, abgerufen am 2. März 2016 (englisch).
  17. Überraschungshochzeit: Anna Fenninger hat geheiratet und heißt jetzt Veith. Kleine Zeitung, 16. April 2016, abgerufen am 16. April 2016.
  18. Anna Veith spricht über ihr „Baby“. Abgerufen am 4. November 2016.
  19. Anna Veith: „Prägendste Zeit meines Lebens“. Abgerufen am 4. November 2016.
  20. Veith: "Kann jetzt gelassener in die WM starten". Kurier, 30. Januar 2017, abgerufen am 24. Februar 2017.
  21. Knie-OP – Anna Veith beendet die Saison vorzeitig. skionline.ch, 24. Februar 2017, abgerufen am 24. Februar 2017.
  22. Super-G gold medalist Anna Fenninger wants to help cheetahs (Video). 15. Februar 2014, abgerufen am 16. März 2014.
  23. Anna Fenninger im Skiweltcup. TV Interview: „Geparden und ich haben viel gemeinsam!“ 15. Juni 2014, abgerufen am 16. März 2014.
  24. Anna Fenninger featuring Build an Ark. Archiviert vom Original am 17. Oktober 2014, abgerufen am 24. Juni 2016.
  25. Ergebnis Österreichische Meisterschaft 2014 Super Kombination.
  26. Anna Fenninger für "Sportswoman of the year" nominiert. Abgerufen am 4. November 2016.
  27. Djokovic ist „Europas Sportler des Jahres“ - Fenninger und Hirscher in Top 10. Abgerufen am 4. November 2016.
  28. Kanzleramtsminister Ostermayer überreicht Anna Veith das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. OTS-Meldung vom 11. Mai 2016, abgerufen am 11. Mai 2016.