Allertshofen

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Allertshofen
Gemeinde Modautal
Koordinaten: 49° 44′ 49″ N, 8° 42′ 59″ O
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 1,63 km²[1]
Einwohner: 285 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 64397
Vorwahl: 06167

Allertshofen ist ein Ortsteil der Gemeinde Modautal im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Allertshofen liegt im vorderen Odenwald am Wurzelbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wird im Jahre 1449 erstmals urkundlich genannt.[1] 1542 wird die Frankensteinische Mühle genannt und 1703 wird die Schneidemühle außerhalb des Dorfes in Richtung Hoxhohl erbaut. 1883/84 wird eine gemeinsame Schule für Allertshofen und Hoxhohl gebaut. Allertshofen lag im Gerichtsbezirk der Cent Ober-Ramstadt. Die Cent war in sogenannte „Reiswagen“ eingeteilt, denen jeweils ein Oberschultheiß vorstand, die dem Centgrafen unterstellt waren. Allertshofen gehörte zum „Brandauer Reiswagen“, dem auch noch die Orte Brandau, Neunkirchen, Hoxhohl, Herchenrod, Lützelbach, Ernsthofen, Neutsch, Klein-Bieberau und Webern angehörten. Die gesamte Cent Ober-Ramstadt war dem Amt Lichtenberg zugeteilt. Diese Einteilung bestand noch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.[3]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Allertshofen und Hoxhohl am 1. April 1971 durch freiwilligen Zusammenschluss die neue Gemeinde Modautal gebildet. Am 1. Januar 1977 kamen kraft Landesgesetz weitere Gemeinden hinzu.[4][5]

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte mit wechselnden Schreibweisen belegt:[1]

  • Allerczhoffen (1449)
  • Allertzhoffen (1485)
  • Allerzhoffen (1489)
  • Allertshofen (1662)

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Allertshofen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuständige Gerichtsbarkeit der ersten Instanz war:[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

  • 1600: 14 Gemeindsleute
  • 1629: 11 Hausgesesse
  • 1961: 154 evangelische (= 78,97 %), 28 katholische (= 14,36 %) Einwohner
Allertshofen: Einwohnerzahlen von 1829 bis 1970
Jahr  Einwohner
1829
  
174
1834
  
180
1840
  
195
1846
  
200
1852
  
202
1858
  
193
1864
  
204
1871
  
207
1875
  
208
1885
  
187
1895
  
169
1905
  
176
1910
  
193
1925
  
171
1939
  
145
1946
  
265
1950
  
244
1956
  
213
1961
  
195
1967
  
230
1970
  
242
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August: Kerb[7]
  • Oktober: Bauernmarkt[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Allertshofen, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 12. Juni 2018.
  2. Zahlen und Fakten In: Internetauftritt der Gemeinde Modautal. Abgerufen im November 2017.
  3. Ferdinand Dieffenbach: Das Großherzogthum Hessen in Vergangenheit und Gegenwart. Literarische Anstalt, Darmstadt 1877, S. 254 (online bei Google Books).
  4. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. II Nr. 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318 ff., §9 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  5. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 234 DNB 770396321
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Darmstädter Echo, Mittwoch, 3. August 2016, S. 14
  8. Darmstädter Echo, Dienstag, 9. Oktober 2018, S. 22