Asdorf

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Asdorf
Asdorfer Bach, im Oberlauf Weibe
Die Asdorf zwischen Oberasdorf und Niederfischbach

Die Asdorf zwischen Oberasdorf und Niederfischbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 27218
Lage Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz; Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Sieg → Rhein → Nordsee
Ursprung als Weibe im äußersten Norden der Gemarkung Freudenbergs, Südfuß des 457 m hohen Löffelbergs an der Nahtstelle des Siegerlandes zur Oberbigge-Hochfläche
50° 55′ 33″ N, 7° 51′ 48″ O
Quellhöhe ca. 425 m ü. NHN[1]
Mündung Bei Kirchen in die SiegKoordinaten: 50° 48′ 32″ N, 7° 52′ 40″ O
50° 48′ 32″ N, 7° 52′ 40″ O
Mündungshöhe ca. 189 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 236 m
Sohlgefälle ca. 11 ‰
Länge 20,7 km[2]
Einzugsgebiet 77,834 km²[2]
Linke Nebenflüsse Wending, Fischbach, Otterbach, Fillbach, Wäschbach, Wehbach
Rechte Nebenflüsse Gambach, Pittersche, Hüttenseifen, Löcherbach, Seifen
Kleinstädte Freudenberg
Gemeinden Niederfischbach
Einwohner im Einzugsgebiet ca. 20.000
Die Asdorf westlich des Asdorfer Weihers

Die Asdorf westlich des Asdorfer Weihers

Die Asdorf (auch: Asdorfer Bach), im Oberlauf Weibe genannt, ist ein knapp 21 km langer, in der Hauptsache von Norden nach Süden verlaufender, rechter Nebenfluss der Sieg im Siegerland in den Gemarkungen Freudenberg (Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen) sowie Niederfischbach und Kirchen (Sieg) (beide Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz).

Naturräumliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Asdorf ist der westlichste und damit letzte rechtsseitige Nebenfluss der Sieg im naturräumlichen Siegerland, das nach Westen vom Mittelsieg-Bergland abgelöst wird. Sein Oberlauf liegt im Naturraum Freudenberger Bergland, das Tal seines Unterlaufs wird zum Giebelwald gezählt, wobei der letztgenannte Höhenzug im engeren Sinne von der Asdorf, ihrem linken Nebenfluss Fischbach und dessen Zufluss Heisberg nach Westen bis Norden begrenzt wird.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weibe entspringt am Südfuß des 457 m hohen Löffelbergs an der Nahtstelle des Siegerlandes zur sich nördlich anschließenden Oberbigge-Hochfläche. Der Bach durchfließt den nördlichen Freudenberger Ortsteil Büschergrund, wo ihm die Wending nach 2,8 km aus dem 22,7 ha großen Naturschutzgebiet Wending- und Peimbachtal von links zufließt, die nur 200 m zuvor den Büscher Weiher durchflossen hat.[3]

Nach dem Zufließen des zuvor den Gambacher Weiher durchflossen habenden Gambachs von rechts passiert die Weibe die Kernstadt Freudenbergs.

Mittellauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Stadt und unmittelbar an der Ortsgrenze zu Niederfischbach fließt ihr von rechts die Plittersche unmittelbar unterhalb deren Asdorfer Weiher zu, wodurch der Asdorfer Bach nach rund 7,4 km seinen eigentlichen Namen erhält.

Die Asdorf fließt von nun an etwa zwei Kilometer unmittelbar an der Orts- und Bundeslandgrenze entlang, wobei das rechtsseitige und damit rheinland-pfälzische Oberasdorf passiert wird, bis ihr von links und damit Osten der Fischbach zufließt. Nunmehr flankiert der Bach bis zu seiner Mündung den Giebelwald im Gegenuhrzeigersinn.

Der fortan ganz in Rheinland-Pfalz verlaufende Fluss passiert Niederfischbach, wo ihm im Ortskern der Otterbach von links, also aus dem Giebelwald, zufließt, etwas unterhalb der Fillbach. Im Ortsteil Fischbacherhütte mündet von rechts die Hüttenseifen im sich nahtlos anschließenden Eicherhof von links der Wäschbach. Bereits hier hat die Asdorf ihre Richtung nach Süden gewendet.

Unterlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterlauf der Asdorf wird zum Naturraum des Giebelwaldes gerechnet. Bald nach Eicherhof mündet von rechts der Löcherbach, dessen Mündungslauf auf Karten als Winnersbach bezeichnet wird. Die Gemarkung Kirchens wird erreicht und schließlich der Ortsteil Wehbach. Hier münden von links Wehbach und Seifen in die Asdorf.

Im Kernstadtgebiet Kirchens erreicht die Asdorf schließlich das Niederschelden-Betzdorfer Siegtal, wo sie später in die Sieg mündet.[2][4]

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bäche im Flusssystem der Asdorf sind erwähnenswert (in Klammern je Zuflusseite, Länge und Einzugsgebiet): [2][5]

  • (l) Wending (2,8 km, 2,6 km²) - knapp unterhalb von dessen Büscher Weiher, Naturschutzgebiet Wending- und Peimbachtal
  • (r) Gambach (3,4 km, 2,6 km²) - knapp unterhalb von dessen Gambacher Weiher
  • (r) Plittersche (2,9 km, 6,1 km²) - unmittelbar unterhalb von dessen Asdorfer Weiher mit gleichnamigem NSG; über Mausbach 5,2 km lang
    • (r) Mausbach (4,2 km, 4,1 km²)
  • (l) Fischbach, im Oberlauf Heusling (6,6 km, 20,4 km²)
    • (l) Heisberg (2,4 km, 2,6 km²)
    • (l) Uebach mit NSG Uebachtal (3,4 km, 5,9 km²)
  • (r) Löcherbach (8,1 km, 15,2 km²)
    • (r) Winnersbach (3,6 km, 4,7 km²) - wird in Karten auch als Hauptfluss geführt

Fischbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fischbach entspringt als Heusling im Freudenberger Ortsteil Bottenberg und durchfließt zunächst in Nord-Süd-Richtung die Ortsteile Ober- und Niederheuslingen. Im Ortsteil Oberfischbach fließt ihm von rechts der vom Ortsteil Heisberg kommende und für den Ort namensgebende Bach Heisberg zu und der Fischbach erhält seinen endgültigen Namen, wobei sich seine Fließrichtung in Südwesten und schließlich Westen ändert. Im letzten durchflossenen Ortsteil Niederndorf mündet von links der aus dem Giebelwald kommende Uebach. Der Mündungslauf des Baches liegt schließlich auf der Gemeindegrenze zwischen Freudenberg und Niederfischbach und damit gleichzeitig auf der Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.[2]

Die Unterläufe von Asdorf und Fischbach bilden, verlängert um die Heisberg, die West- und Nordwestgrenze des Giebelwaldes.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Asdorf wird in Nordrhein-Westfalen von der Landesstraße 512 begleitet, die in Rheinland-Pfalz in die dortige Landesstraße 280 übergeht.[4]

Der Personenverkehr und der Güterverkehr von der Asdorftalbahn zwischen Freudenberg und Kirchen an der Sieg wurde in den Jahren 1983 und 1994 eingestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b c d e Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)
  3. NSG Wending- und Peimbachtal@1@2Vorlage:Toter Link/www.siegen-wittgenstein.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - PDF, 397 kB
  4. a b Kartendienste (Memento des Originals vom 19. Dezember 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfn.de des BfN
  5. GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)