Niederfischbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederfischbach
Niederfischbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederfischbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Kirchen (Sieg)
Höhe: 282 m ü. NHN
Fläche: 14,48 km²
Einwohner: 4303 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 297 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57572
Vorwahl: 02734
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 076
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenstraße 1
57548 Kirchen (Sieg)
Webpräsenz: www.niederfischbach.de
Ortsbürgermeister: Matthias Otterbach (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Niederfischbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Friesenhagen Harbach (Landkreis Altenkirchen) Niederfischbach Mudersbach Brachbach Kirchen (Sieg) Herdorf Daaden Emmerzhausen Mauden Derschen Nisterberg Friedewald (Westerwald) Weitefeld Niederdreisbach Schutzbach Grünebach Alsdorf (Westerwald) Betzdorf Scheuerfeld Wallmenroth Willroth Krunkel Horhausen (Westerwald) Pleckhausen Güllesheim Obersteinebach Niedersteinebach Bürdenbach Eulenberg (Westerwald) Peterslahr Rott (Westerwald) Burglahr Oberlahr Eichen (Westerwald) Seifen (Westerwald) Seelbach (Westerwald) Flammersfeld Kescheid Reiferscheid Berzhausen Obernau (Westerwald) Walterschen Schürdt Orfgen Ziegenhain (Westerwald) Giershausen Katzwinkel (Sieg) Birken-Honigsessen Wissen (Stadt) Hövels Mittelhof Nauroth Elkenroth Rosenheim (Landkreis Altenkirchen) Kausen Dickendorf Malberg (Westerwald) Steinebach/Sieg Fensdorf Gebhardshain Elben (Westerwald) Steineroth Molzhain Selbach (Sieg) Forst (bei Wissen, Sieg) Bitzen Etzbach Roth (Landkreis Altenkirchen) Bruchertseifen Fürthen Hamm (Sieg) Seelbach bei Hamm (Sieg) Breitscheidt Pracht Birkenbeul Niederirsen Kircheib Hirz-Maulsbach Fiersbach Mehren (Westerwald) Rettersen Ersfeld Hasselbach (Westerwald) Forstmehren Kraam Werkhausen Oberirsen Weyerbusch Hemmelzen Neitersen Birnbach Ölsen Schöneberg (Westerwald) Stürzelbach Fluterschen Oberwambach Berod bei Hachenburg Gieleroth Almersbach Altenkirchen (Westerwald) Michelbach (Westerwald) Ingelbach Sörth Mammelzen Eichelhardt Idelberg Isert Helmeroth Racksen Volkerzen Hilgenroth Obererbach (Westerwald) Bachenberg Busenhausen Heupelzen Wölmersen Kettenhausen Helmenzen Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Westerwaldkreis Landkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild

Niederfischbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) an. Niederfischbach ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederfischbach liegt im Westen des Giebelwaldes zwischen den Städten Freudenberg und Betzdorf; Nachbargemeinden sind Harbach im Westen, Niederndorf im Osten und Kirchen (Sieg) im Süden.

Zu Niederfischbach gehören die Ortsteile Eicherhof, Fischbacherhütte, Hahnhof, Hüttseifen, Langenbach und Oberasdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des ursprünglichen Niederfischbach findet sich bereits im Jahr 1377, dort taucht der Ort jedoch noch unter der Bezeichnung "Vispe" auf. Über die Jahrhunderte hat sich die Schreibweise dann über beispielsweise "Niedernfischpe" hin zu Niederfischbach entwickelt.[3]

Die heutige Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den zuvor selbständigen Gemeinden Niederfischbach (2.856 Einwohner) und Hüttseifen (1.494 Einwohner) sowie einem Gebietsteil der Gemeinde Harbach mit 124 Einwohnern neu gebildet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederfischbach bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 874
1835 1.031
1871 1.507
1905 2.344
1939 3.006
1950 3.349
Jahr Einwohner
1961 4.051
1970 4.623
1987 4.452
1997 4.851
2005 4.892
2014 4.303

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederfischbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 9 11 20 Sitze
2009 7 13 20 Sitze
2004 7 12 1 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen ist schräglinksgeteilt von Silber und Blau. Im oberen Bereich befindet sich ein rotes Kleeblattkreuz, unten ist ein silbernes Füllhorn zu sehen.

Das Kleeblatt- oder Mauritiuskreuz weist auf des Patronat des hl. Mauritius und damit auf die historische Bedeutung des Ortes im Mittelalter hin. Das Mauritiuskreuz ist als Symbol in der Darstellung des Mauritius, bei Wappen und Orten, die mit ihm im Zusammenhang stehen, seit dem Mittelalter in Gebrauch. Die alte Kirche des hl. Mauritius, deren Turm uns an der heutigen evangelischen Kirche erhalten geblieben ist, war vermutlich im 11. Jahrhundert Filialkirche von Haiger, später Pfarrkirche. Sie ist das älteste Bauwerk von Niederfischbach.

Die Farben Silber und Rot entsprechen dem Wappen des Kurfürsten von Trier, des ehemaligen Landesherren: in Silber durchgehendes rotes Kreuz.

Das aufrechtstehende silberne Füllhorn ist dem Fischbacher Erstlingstaler von 1750 entnommen. Es stellt den Bezug her zu den Silberfunden und zu der historischen Bedeutung des Bergbaus in der Gemeinde.

Die Wappenfarbe Blau deutet auf den Ursprung des Namens Niederfischbach „Vispe“ hin, in dem das Wort „apa“ für Wasser, kleiner Bachlauf in der Nachsilbe „-pe“ enthalten ist. Dieser Name ist ein Nachweis für das hohe Alter des Ortes, da er aus einer Zeit stammen muss, in der das Wort „apa“ und nicht „Bach“ gebräuchlich war.

(Nach W. Arnold und J. Heinzeling sind die „apa“-Orte unserer Heimat vor 500 n. Chr. gegründet, nach L. Bald sogar noch vor unserer Zeitrechnung. B. Solbach)

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

katholische Kirche St. Mauritius und Gefährten
evangelische Kirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und Gefährten ist die einzige viertürmige Kirche im Kreis Altenkirchen. Die neuromanische Basilika wurde nach den Plänen des Architekten Hermann Ritzfeld 1896 bis 1898 erbaut und von 1956 bis 1958 das erste Mal renoviert. 1986 bis 1990 fand eine weitere, umfangreiche Innenrenovierung statt. Besonders sehenswert ist das Bodenmosaik Die Wurzel Jesse im Mittelgang des Kirchenschiffes. Im Volksmund heißt sie „Siegerländer Dom“.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahnmuseum

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tierpark e. V. Niederfischbach
  • Bürgerpark Asdorftal

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirmes – 3. Wochenende im August
  • Karnevalsumzug – Karnevaldienstag
  • Brunnenfest – immer 1. Sonntag im Mai
  • Kinderfest im Tierpark Niederfischbach
  • Marsch zum Bürgerpark (Musikverein)
  • Pfingstlager der Pfadfinder

Kultur- und Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahnmuseum

Öffentlicher Nahverkehr findet nur noch mit Bussen der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd statt.

Bis 1983 gab es in Niederfischbach auch auf der Schiene Personenverkehr. Mit dem Zug konnte man mit der Asdorftalbahn von Betzdorf über Freudenberg und Olpe entlang des Biggesees nach Finnentrop gelangen. 1994 wurde der Güterverkehr eingestellt, im Jahr 2000 wurden die Gleise endgültig abgebaut. Jetzt verläuft auf der Trasse der Asdorftalradweg.[6] Ein Eisenbahnerverein hat ein Reststück von Gleisen im Bahnhof Niederfischbach erhalten und dort ein paar Fahrzeuge aufgestellt.

Über die Straße hat man eine Verbindung an die A 45 sowie nach Siegen und in den Westerwald.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. E. Ketteler-Grundschule in Niederfischbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. www.niederfischbach.de Der Name Niederfischbach
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 190 (PDF; 2,6 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Auf den Spuren der Asdorftalbahn www.drehscheibe-foren.de mit Fotovergleich Bahnhof (1975) und Radweg (2005)