Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung

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Filmdaten
Deutscher Titel Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung
Originaltitel Austin Powers: The Spy Who Shagged Me
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Jay Roach
Drehbuch Mike Myers
Produktion John S. Lyons,
Eric McLeod,
Demi Moore,
Mike Myers,
Jennifer Todd,
Suzanne Todd
Musik George S. Clinton
Kamera Ueli Steiger
Schnitt Debra Neil-Fisher,
Jon Poll
Besetzung

Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung (Originaltitel: Austin Powers: The Spy Who Shagged Me, (zu Dt.: Austin Powers: Der Spion, der mich bumste)) ist eine US-amerikanische parodistische Agentenkomödie aus dem Jahre 1999.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Austin Powers im ersten Teil Dr. Evils Pläne, die Welt zu vernichten, verhindern konnte, heiratet er Miss Kensington. Erst in der Hochzeitssuite bemerkt er, dass sie ein fieser FemBot ist. FemBots, auch Frauboter, sind von Dr. Evil konstruierte, weiblich aussehende Roboter, deren Aufgabe es ist, Austin Powers zu vernichten. FemBots zeichnen sich durch die Maße 90-60-90 sowie Maschinengewehr-Brustwarzen aus, aus denen sie schießen und ein Betäubungsgas versprühen können. Außerdem ist jeder FemBot mit einem Selbstzerstörungsmodus ausgestattet.

Nun wieder Single, muss Austin bald feststellen, dass ihm sein Mojo gestohlen wurde. Ohne sein Mojo verliert er seine gesamte sexuelle Anziehungskraft und sein Selbstvertrauen.

Hinter dem Diebstahl des Mojo steckt Dr. Evil. Dieser ist mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1969 zurückgereist, um dort Fieser Fettsack (englisch Fat Bastard) zu beauftragen, Austins Mojo zu stehlen, während dieser sich im Kälteschlaf befindet. Dr. Evil wird durch Mini-Me verstärkt, seinem Klon in Kindgröße.

Austin wird von seinem Chef, Basil Exposition, mit einem Zeitreise-VW New Beetle hinterhergeschickt, damit er Dr. Evils Pläne, die Welt zu vernichten, wieder einmal verhindern kann. Schnell findet Austin Unterstützung durch die attraktive CIA-Agentin Felicity Schickfick (englisch Felicity Shagwell), die ein großer Fan von ihm ist.

Dr. Evil hat sich derweil auf einer tropischen Vulkaninsel verschanzt, in deren Vulkan Dr. Evils Konterfei gemeißelt wurde. Schnell kommen Austin und Felicity auf Dr. Evils Spur. Dieser will mit einem von Dr. Alan Parson konstruierten „Laser“ die Erde vernichten. Er nennt das Projekt nach dem Erbauer des Lasers unpassenderweise Alan Parsons Project. Da der Laser von Dr. Evil auf dem Mond platziert wurde, wird dieser kurzerhand in „Todesstern“ umbenannt.

Nachdem sich Dr. Evil auf den Mond begeben hat und ihm Austin mit Felicity dorthin folgte, kommt es zum Showdown. Dabei muss sich Austin entscheiden, ob er die Erde, sein Mojo oder Felicity retten will. Aber Austin wäre ja nicht Meisterspion, wenn er für diese Situation keine adäquate Lösung hätte – er holt sich mithilfe der Zeitmaschine ein zweites Ich, mit dessen Hilfe er nun zwei Dinge retten kann.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Grelle Parodie auf die James-Bond-Filme, versetzt mit zahlreichen Klischees der ausgelassenen 60er-Popkultur, die immer wieder mit den Gepflogenheiten der Gegenwart konfrontiert wird. Hauptangriffsziel des Films ist die „political correctness“, die mit teils treffendem, teils drastischem und albernem Humor vorgeführt wird.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Wie schon im Vorgänger Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat (1997) zieht Hauptdarsteller Mike Myers mit seinem übertriebenen Macho-Getue alle Sympathien auf sich. Und wendet als Drehbuchautor das gleiche Rezept an, mit dem schon das Trio Zucker/Abrahams/Zucker (Die nackte Kanone) Erfolg hatte: Er persifliert einen eingeführten Kinomythos (James Bond), indem er ihn in ein genrefremdes Ambiente überträgt (Flower Power) und das Ganze mit zotigen Gags geradezu überschüttet. Der Kern der Handlung – Austin Powers’ Kampf gegen den glatzköpfigen Dr. Evil – bleibt letztlich völlig unwichtig. Die Story dient nur als Folie für hinreißend groteske Drehbucheinfälle.“

Cinema[2]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Austin Powers Mike Myers Rick Kavanian
Dr. Evil Gudo Hoegel
Fieser Fettsack (im Original: Fat Bastard) Michael Rüth
Felicity Schickfick (im Original: Felicity Shagwell) Heather Graham Katrin Fröhlich
Basil Exposition Michael York Thomas Danneberg
Nummer 2 Robert Wagner Joachim Kerzel
Nummer 2 (jung) Rob Lowe Kai Wiesinger
Frau Verbissenheit (im Original: Frau Farbissina) Mindy Sterling Sibylle Nicolai
Scott Evil Seth Green Hubertus von Lerchenfeld
Mini-Me Verne Troyer Jörg Reitbacher-Stuttmann

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frau Verbissenheit heißt in der Spanischen Version Frau Kaput. Sie hat eigentlich einen starken deutschen Akzent und mehrere Schlagwörter, die von ihr immer geschrieen werden. Der Schwerpunkt wird oft auf der letzten Silbe gesetzt.
  • Der Titel ist eine Parodie auf James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte.
  • Beyoncé in dem Film hat die Synchronstimme von Bart Simpson.
  • Dr. Evil singt auch eine Parodie auf Will Smith beliebten 1997 Cover des Grover Washington-Klassiker "Just the Two of Us", was sich in diesem Fall zu sein Klon Mini-Me bezieht.
  • Mike Myers erscheint als Austin Powers in dem Video zu "Beautiful Stranger" von Madonna. Regie von Brett Ratner.

Titelzensur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der Film veröffentlicht wurde, erwies sich der Titel als umstritten im Vereinigten Königreich, wo das Wort „Shag“ (eng. für: bumsen, vögeln; Sinngemäß: stoßen) verwendet wird, um grob auf Geschlechtsverkehr zu verweisen. Es gab zwei Arten von britischen TV-Spots für den Film, für vor und nach dem Wendepunkt. Erstere während der Tageszeit gaben nur einen Teil des Titels an, (Austin Powers: The Spy Who-), bevor sie mit einer aus einer Reihe von leicht suggestiven Szenen aus dem Film ohne Inhalt zusammen geschnitten sind. Die Anzeigen, die später am Abend ausgestrahlt wurden, gaben den vollen Titel an. Weiterhin existierten zwei Varianten der Plakate; die eine mit „Austin Powers 2“ als Titel, die andere hatte Sternchen in der Mitte des betreffenden Wortes. In Singapur wurde der Titel kurzzeitig geändert in „The Spy Who Shioked Me“ (shiok bedeutet „ein gutes Gefühl“).

Gastrollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erfolg des ersten Teils erklärten sich ungewöhnlich viele Prominente bereit in Gastrollen aufzutreten. Unter ihnen Elvis Costello, Burt Bacharach, Rob Lowe, Elizabeth Hurley, Clint Howard, Kristen Johnston, Kevin Durand, Jennifer Coolidge, Will Ferrell, Jerry Springer, Rebecca Romijn-Stamos, Woody Harrelson, Fred Willard, Tim Robbins und Willie Nelson.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 wurde der Film für den Oscar in der Kategorie Bestes Make-up nominiert.
  • Mike Myers gewann im selben Jahr den American Comedy Award als Lustigster Schauspieler in einem Film.
  • Heather Graham, Mike Myers und der Soundtrack des Films wurden jeweils mit dem Blockbuster Entertainment Award ausgezeichnet.
  • Madonna gewann für ihren Song Beautiful Stranger einen Grammy in der Kategorie Best Song Written for a Motion Picture, Television or Other Visual Media.
  • Mike Myers und Verne Troyer erhielten 2000 den MTV Movie Award als Bestes Film Duo. Myers gewann einen zweiten Preis als Bester Bösewicht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zugriff-2015-06-01 im Lexikon des internationalen Films
  2. Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung. In: cinema.de