Autobahndreieck Leonberg

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Autobahndreieck Leonberg
A8 A81 E41 E52
Karte
Übersichtskarte Autobahndreieck Leonberg
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Baden-Württemberg
Koordinaten: 48° 46′ 53,6″ N, 9° 0′ 43,5″ OKoordinaten: 48° 46′ 53,6″ N, 9° 0′ 43,5″ O
Höhe: 370 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Vollständiges Dreieck (Full-Y)
Brücken: 4 (Autobahn) / 5 (Sonstige)
Baujahr: 1938
Letzter Umbau: 1995–1999
Die A 8 am Dreieck Leonberg Richtung Stuttgart
Die A 8 am Dreieck Leonberg Richtung Stuttgart
Das im September 1958 im Zuge einer Autobahn-Schilderreform vorgestellte Ankündigungsschild

Das Autobahndreieck Leonberg (Abkürzung: AD Leonberg; Kurzform: Dreieck Leonberg; früher Autobahndreieck Stuttgart) ist ein Autobahndreieck in Baden-Württemberg in der Metropolregion Stuttgart. Es verbindet die Bundesautobahn 8 (Saarland – Stuttgart – München – Salzburg) (Europastraße 52) mit der Bundesautobahn 81 (Würzburg – Stuttgart – Singen (Hohentwiel)) (Europastraße 41). Beide Autobahnen verlaufen bis zum Kreuz Stuttgart gemeinsam auf einer Trasse, die entsprechend stark frequentiert ist.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dreieck liegt auf dem Stadtgebiet von Leonberg im Landkreis Böblingen. Es befindet sich etwa 15 km südwestlich von Stuttgart, etwa 50 km östlich von Karlsruhe und etwa 11 km nördlich von Böblingen.

Auf der A 8 trägt das Autobahndreieck die Anschlussstellennummer 49 und auf der A 81 die Nummer 19.

Bauform und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrsknotenpunkt wurde anfangs als sogenannte Trompete errichtet und blieb es bis Ende der 1990er Jahre. In den 1970er Jahren plante man eine Erweiterung zum Autobahnkreuz durch Verlängerung der senkrecht auf die A 8 stoßenden A 81 bis weiter nach Gärtringen, inzwischen wurde diese Planung aus ökologischen Gründen verworfen. In der Zeit danach wurde er dann auf Leonberger Dreieck umgetauft.

Von den 1960er Jahren bis zum Ausbau 1998 galt der 1938 erbaute Knotenpunkt als das gefährlichste Autobahndreieck in Deutschland.[2] Dies lag vor allem daran, dass die Anschlussstelle Leonberg in das Dreieck integriert war. So musste man innerhalb kurzer Strecke zwei Fahrspuren queren, um in Leonberg ausfahren zu können, woraus Deutschlands einzige „Stoppstelle“ auf Autobahnen resultierte. Bis 1998 war der Verkehr um das Leonberger „Dreieck“ häufig behindert: wegen seiner Bauform, wegen der unzureichenden Kapazität des aus den 1930er Jahren stammenden Engelbergtunnels und wegen dessen steiler Zufahrtsrampen. Seit dem Umbau zum (vollständigen) Dreieck und der Freigabe des sechsspurigen, nun rund achtmal so langen und flacher verlaufenden Engelberg-Basistunnels im Sommer 1999 hat sich die Verkehrslage merklich entspannt.

Dicht am Leonberger Dreieck liegt die Autobahnanschlussstelle Leonberg-Ost, die in die südöstlichen Rampen integriert ist. Die es in dieser Richtung verlassende Autobahnstrecke steigt sogleich merklich an, für sie wurden vier Fahrspuren eingerichtet.

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dreieck wird täglich von etwa 220.000 Fahrzeugen befahren, damit zählt es zu den frequenzstärksten in Baden-Württemberg.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil Schwerlastverkehr[3]
AS Leonberg-West (A 8) AD Leonberg 84.700 15,3 %
AD Leonberg AS Leonberg-Ost (A 8 / A 81) 147.600 12,6 %
AS Stuttgart-Feuerbach (A 81) AD Leonberg 95.600 14,8 %

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AD Leonberg. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 3. Dezember 2012.
  2. Auto Motor und Sport, Heft 15/1980, Seite 24–26
  3. Manuelle Verkehrszählung BAB 2010. BASt Statistik, 2010, abgerufen am 1. November 2012. (PDF-Datei; 336 KB)