Buhlen

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Buhlen
Gemeinde Edertal
Koordinaten: 51° 11′ 10″ N, 9° 5′ 4″ O
Höhe: 229 (228–245) m ü. NHN
Fläche: 4,51 km²[1]
Einwohner: 151 (15. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34549
Vorwahl: 05623

Buhlen ist einer der kleinsten Ortsteile der Gemeinde Edertal im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buhlen liegt südöstlich unterhalb von Waldeck im Tal der Netze einem Nebenfluss der Eder. Durch den Ort führt die Bundesstraße 485.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort „Buchloha“ wird im Jahre 850 erstmals urkundlich erwähnt, als ein Gozmar seine Besitzungen in den sieben im Raum Frankenberg-Waldeck-Wildungen liegenden Dörfern Affoldern, Buhlen (Buochela), Gleichen, Haine, Mehlen, Schreufa und Viermünden dem Kloster Fulda schenkte.

Am 1. Februar 1909 wurde das Teilstück Bad Wildungen–Buhlen der Bahnstrecke Wabern–Brilon-Wald eröffnet. Seit 1995 fahren auf diesem Abschnitt keine Züge mehr.

Am 31. Dezember 1971 wurde Buhlen in die Gemeinde Edertal eingegliedert.[3]

Kemenate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1333 erbauten die Waldecker Grafen die Burg Buhlen, eine mit Wassergräben umgebene Kemenate. Sie wurde um 1477 an die Herren von Waldenstein verpfändet, und 1556 werden die Herren von Rhena als Pfandbesitzer erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.

Buhlener Felsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Bahnradweg bei Buhlen ins Tal der Netze

1906 fand man beim Bau der B 485 in der Nähe des Ortes Rentiergeweihe. In den 1960er Jahren fand man bei Ausgrabungen hier eine mittelpaläolithische Siedlungsstätte der Neandertaler im Tal der Netze, die so genannte Jagdstation Buhlen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Hertel (1846–1916), deutscher Gutsbesitzer und Politiker, 1891 bis 1913 Bürgermeister von Buhlen

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. Curtze: Geschichte und Beschreibung des Fürstenthums Waldeck

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 4, S. 179–181.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag. Gudensberg-Gleichen 2000. ISBN 3-86134-228-6, S. 112.
  • Otto Mette: Buhlen. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1989 (= Waldeckische Ortssippenbücher 37); Bearbeiteter Zeitraum 1690–1987, 525 Familien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Buhlen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Gemeinde Edertal, abgerufen im Februar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]