Edertal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Edertal
Edertal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Edertal hervorgehoben
Koordinaten: 51° 10′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 117,4 km²
Einwohner: 6253 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34549
Vorwahlen: 05623, 05621
Kfz-Kennzeichen: KB, FKB, WA
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 25
34549 Edertal
Webpräsenz: www.edertal.de
Bürgermeister: Klaus Gier (parteilos)
Lage der Gemeinde Edertal im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Edertal ist eine an der Eder gelegene Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland).

Überregional bekannt ist die Gemeinde durch den Edersee und den Naturpark Kellerwald-Edersee, der den Nationalpark Kellerwald-Edersee einschließt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Edertal liegt etwa 30 km (Luftlinie) südwestlich von Kassel am Nord- und Nordostrand des Kellerwalds und breitet sich am Südufer des Edersees und östlich und südöstlich seiner Staumauer aus. Sie liegt mit ein paar Gemeindeteilen im Naturpark Kellerwald-Edersee bzw. größtenteils knapp außerhalb von dessen östlicher Begrenzung; Teil dieses Naturparks ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Edertal wird von der Eder in Nordwest-Südost-Richtung durchflossen; in diese münden − flussabwärts betrachtet − beim Ortsteil Lieschensruh (Teil des Gemeindeteils Mehlen) die Netze, beim Gemeindeteil Bergheim der Wesebach und unweit nördlich davon der Böhner Bach. Der Affolderner See, der sich unweit südöstlich des Edersees im Gemeindegebiet befindet, ist ein Stausee, der wie der Edersee zur Energieerzeugung und Naherholung dient.

Der höchste Berg unweit der Gemeinde Edertal ist der Traddelkopf, der mit 626 m ü. NN höchste Berg des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Weithin bekannt sind der Peterskopf („Energieberg“), weil er Ort der Pumpspeicherwerke Waldeck mit ihren Oberbecken ist, der Uhrenkopf mit Aussichtsmöglichkeit auf die Edersperrmauer und der Hammerberg mit dem Wildpark Edersee.

Nachbargemeinden und -kreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 11.740 Hektar große Gemarkung der Gemeinde Edertal grenzt an die Städte Waldeck und Naumburg (Landkreis Kassel) im Norden, Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis) im Osten, Bad Wildungen im Süden sowie Frankenau und die Gemeinde Vöhl im Westen (alle drei im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Edertal besteht heute aus 13 Ortsteilen:

Sitz der Gemeindeverwaltung ist Giflitz. Mit dem nordöstlich benachbarten Gemeindeteil Bergheim bildet dieser Ort das Gemeindezentrum und ist dementsprechend im Regionalplan als Grundzentrum ausgewiesen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet gehört zu den Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges. Ausgangsgestein ist hier hauptsächlich Tonschiefer und Grauwacke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1908 fand man bei Straßenbauarbeiten ein Rentiergeweih und weitere Funde in einer Lehmgrube bei Buhlen. 1967 wurden diese nochmals untersucht, wobei sich die Vermutung bestätigte, dass in der Gegend des heutigen Buhlen eine Siedlung der Neandertaler existierte. Dieser Fundort zählt zu den anthropologisch bedeutsamsten Siedlungsplätzen der Neandertaler im heutigen Deutschland. Einzigartig sind dort gefundene zahlreiche Tierknochen, Keilmesser und Artefakte aus Knochen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Edertal durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bergheim und Giflitz neu gebildet. Am 1. Oktober 1971 kam Gellershausen hinzu. Affoldern, Anraff, Böhne, Bringhausen, Buhlen, Hemfurth-Edersee, Königshagen, Mehlen und Wellen folgten am 31. Dezember 1971. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Kleinern am 1. Januar 1974 abgeschlossen.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
      
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,1 10 44,8 14 46,5 14 49,5 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,0 6 20,2 6 27,8 9 25,6 8
FWG Freie Wählergemeinschaft 19,0 6 13,7 5 17,5 5 17,1 5
WIR WIR Edertaler 10,7 3 15,5 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,3 3
FDP Freie Demokratische Partei 7,8 3 5,8 2 8,1 3 7,8 3
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 62,8 64,3 61,8 65,3

Verkehr und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Edertal führt zwischen Korbach und Bad Wildungen die Bundesstraße 485, von der im Ortsteil Mehlen die durch Affoldern und vorbei am Affolderner See zum Edersee verlaufende Landesstraße 3086 abzweigt; beide Straßen sind hier Teil der Deutschen Fachwerkstraße.

Das Gemeindegebiet befindet sich an einem stillgelegten Abschnitt der Bahnstrecke Wabern–Brilon Wald, auf dem nun der Ederseebahn-Radweg angelegt ist, und am Ederauenradweg. Hindurch führen zudem die Wanderwege Diemel-Ederweg, Ederauen-Erlebnispfad, Ederhöhenweg, Kellerwaldsteig, Lulluspfad und Urwaldsteig Edersee.

Oranier-Fahrrad-Route

Entlang der Eder und am Südufer des Edersees führen folgende Radwanderwege:

Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408 und 409.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Edertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Edertal – Reiseführer