Burg Kronburg

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Burg Kronburg
Blick auf die Kronburg

Blick auf die Kronburg

Entstehungszeit: um 1380
Burgentyp: Höhenburg, Felslage
Erhaltungszustand: Erhalten oder teilweise erhalten
Ort: Zams
Geographische Lage 47° 10′ 32″ N, 10° 37′ 25″ OKoordinaten: 47° 10′ 32″ N, 10° 37′ 25″ O
Höhe: 1066 m ü. A.
Burg Kronburg (Tirol)
Burg Kronburg
Zams, Schloss: die Kronburg

Die Kronburg ist die Ruine einer Felsenburg auf einer steilen 1066 m ü. A. hohen Felskuppe zwischen Zams und Schönwies im Tiroler Bezirk Landeck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzog Leopold III. erlaubte 1380 Hans von Starkenberg, auf einem markanten Felssporn 3 km östlich von Zams die Festung Kronburg zu erbauen. 1423 fiel die Burg nach einem fehlgeschlagenen Aufstand der Starkenberger gegen Herzog Friedrich IV. in die Hände des Landesfürsten. Erzherzog Siegmund verpfändete sie 1485 dem Salzburger Domherrn Ruprecht Rindsmaul. 1502 löste sie Kaiser Maximilian wieder zurück und gab sie seinem Rat Hans Fieger dem Mittleren als Lehen zum Kauf.

Während der Fiegerzeit wurde eine Kapelle (1673), später eine Wallfahrtskirche (1715), am Sattel unterhalb der Burg erbaut. 1802 starben die Fieger aus und das gesamte Anwesen fiel an den Staat zurück. Während der Zeit Napoleons war Kronburg im Besitz der bayerischen Regierung. Diese verkaufte das gesamte Kronburggut dem Bauern Sebastian Stocker. 1845 erwarb Kaplan Krismer den circa 90 ha großen Besitz und errichtete neben der Kirche ein Kloster. Der Versuch des Kaplans, 1858 ein Institut für Schulbrüder zu errichten, scheiterte bereits nach dem ersten Jahr.

1860 kauften die Armen Schulschwestern von München Kronburg. Sieben Jahre später wurde das Anwesen an die Terziarschwestern weiterverkauft.

1952 schlossen sich die Kronburger Terziarschwestern auf Grund von Nachwuchsmangel mit den Halleiner Schulschwestern zusammen. 2004 wurde Kronburg neuerlich zum Verkauf angeboten. Nachdem die Aufteilung und der Verkauf Kronburgs an die Agrargemeinschaft Zams und einen Privatinteressenten von der Landesregierung abgelehnt wurde, übernahmen die Barmherzigen Schwestern von Zams im Dezember 2005 Kronburg.

Erreichbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zufahrt mit PKW und Reisebus erfolgt über eine schmale Bergstraße von Schönwies (47° 12′ N, 10° 39′ O) zum Gasthaus Seminarhaus Kronburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tiroler Burgenbuch
  • Schriftensammlung der Armen Schwestern von München
  • Handschriftliche Aufzeichnungen der Terzianerinnen von Kronburg
  • Fiegerarchiv
  • Landesarchiv über Kaufverträge in Vierfachbüchern
  • Ferdinandeum
  • Grundbuch Landeck
  • Starkenberger von Anton Noggler
  • Kronburg Burg, Kloster und Wallfahrtskirche Emmerich Steinwender 3. erweiterte Auflage

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]