Schönwies

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Schönwies
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schönwies
Schönwies (Österreich)
Schönwies
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 31,34 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 10° 39′ OKoordinaten: 47° 11′ 50″ N, 10° 39′ 22″ O
Höhe: 737 m ü. A.
Einwohner: 1.682 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6491
Vorwahl: 05418
Gemeindekennziffer: 7 06 22
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Dorf 20
6491 Schönwies
Website: www.schoenwies.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Wilfried Fink (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(13 Mitglieder)

6 Bürgermeisterliste – SPÖ Schönwies, 5 Für Schönwies mit Ingrid Zadra, 2 BÜRGER – LISTE – Schönwies – BL-Schönwies

Lage von Schönwies im Bezirk Landeck
FaggenFendelsFissFließFlirschGaltürGrinsIschglKapplKaunerbergKaunertalKaunsLadisLandeckNaudersPettneu am ArlbergPfundsPiansPrutzRied im OberinntalSt. Anton am ArlbergSchönwiesSeeSerfausSpissStanz bei LandeckStrengenTobadillTösensZamsTirolLage der Gemeinde Schönwies im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Schönwies ist eine Gemeinde mit 1682 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Landeck in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönwies von Westen

Schönwies liegt im Oberinntal, zwischen Landeck und Imst, an der östlichen Grenze des Bezirks. Durch den vorspringenden Felsriegel der Burg Kronburg vom Landecker Talkessel getrennt, ist der Ort geografisch eher dem Talraum westlich von Imst zuzuordnen. Die Besiedlung dehnt sich hauptsächlich im hier schmalen Talboden südlich des Inns aus, daneben gibt es noch vereinzelte Besiedlungen und Almgebiete am Hang und den nördlich des Inns gelegenen Ortsteil Starkenbach.

Den höchsten Punkt der Gemeinde bildet die 2827 m hohe Große Schlenkerspitze in den Lechtaler Alpen, nördlich von Schönwies.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Starkenbach, Bichlifelder, Siedlung, Oberhäuser, Dorf, Öde, Saurs, Ried, Grieshaus, Höfle, Lasalt, Obsaurs, Föhrenwaldsiedlung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Imst (IM)
Zams Nachbargemeinden Mils bei Imst (IM)
Wenns (IM) Imsterberg (IM)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Schönwies war wahrscheinlich seit dem Ende der Frühen Bronzezeit ständig besiedelt. Die Breonen lebten in einer Siedlung am Moränenhügel Burschl. Dort bestand ein typisch alpiner Brandopferplatz, an dem Weihegegenstände der Latènekultur gefunden wurden. Funde von römischen Münzen zeigen, dass die Via Claudia Augusta durch das Gemeindegebiet führte. Rodungen begannen nach der Einwanderung der Bajuwaren im 6. Jahrhundert.

Im Jahr 1288 wurde Sawrs erstmals urkundlich erwähnt. „Saurs“ bedeutet „feucht“ und weist auf einen Namen aus antiker, rätischer Zeit hin. Saurs gehörte zur Gemeinde Zams und wurde um 1400 eigenständig.

Die älteste Kirche ist die dem hl. Vigil geweihte spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert in Obsaurs.

Schönwies wird 1535 als Schönwiese (‚fruchtbare Wiese‘) ersturkundlich genannt.

Zwischen 1681 und 1686 wurde im Ortsteil Schönwies eine Kirche gebaut, nach und nach ging der Name auf die ganze Gemeinde über und seit 1800 ist Schönwies der offizielle Gemeindename.

Die Errichtung der Arlbergbahn in den 1880er Jahren brachte neue Arbeitsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Schönwies bekam den Beinamen „Eisenbahnerdorf“.

Die Durchzugsstraße verlief ursprünglich am linken Innufer und der Ort war über die „Saurer Prugken“ (Saurer Brücke) an diese angeschlossen. Die heutige Bundesstraße wurde 1937 errichtet.[1][2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Römerturm"
Kirche hl. Vigil in Obsaurs

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönwies
  • Katholische Pfarrkirche Schönwies Erzengel Michael
  • Obsaurer Kirche, sogenannter "Römerturm"
  • Kirche hl. Vigil Obsaurs
  • Kapelle Grieshaus
  • Kapelle hl. Josef Saurs
  • Kapelle hl. Laurentius Starkenbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im westlichen Teil des Schwemmkegels des Starkenbachs wird Kalkschotter abgebaut. Einer der größten Betriebe im Tiroler Oberland ist die Fleischhauerei Handl Tyrol mit einer Niederlassung in Schönwies.[3]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 47 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden fünf im Haupt-, 38 im Nebenerwerb und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten 86 Prozent der Flächen. Von den 261 Erwerbstätigen im Produktionssektor arbeiteten 252 im Bereich Herstellung von Waren. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste und der Handel.[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 47 50 13 3
Produktion 11 13 261 189
Dienstleistung 41 28 107 107

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 770 Erwerbstätige in Schönwies. Davon arbeiteten 111 in der Gemeinde, 85 Prozent pendelten aus. Von der Umgebung kamen 270 Menschen zur Arbeit nach Schönwies.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Schönwies
  • Straße: Schönwies hat eine eigene Autobahnausfahrt der Inntalautobahn.
  • Bahn: Schönwies besitzt einen Bahnhof an der Arlbergbahn (Regionalverkehr).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2004 Wilfried Fink (SPÖ)[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Schönwies ist ein redendes Wappen und setzt sich folgendermaßen zusammen: „Von Gold und Rot (= schön) schräglinks geteilt, an der Trennungslinie oben ein und unten zwei Kleeblätter (= Wiese) in verwechselnden Farben“.

Die Verleihung des Wappens erfolgte 1983.

Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb-Rot.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schönwies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte. Gemeinde Schönwies, abgerufen am 1. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  2. Schönwies – Tirol (= Christliche Kunststätten Österreichs. Nr. 328). Verlag St. Peter, Salzburg 1999, S. 2–3.
  3. Geschichts- und Wirtschaftsdomukentation. (PDF) Gemeinde Schönwies, abgerufen am 1. März 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Schönwies, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Schönwies, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Februar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Schönwies, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. März 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Schönwies, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. März 2021.
  8. Schönwies, Bürgermeister. Gemeinde Schönwies, abgerufen am 1. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  9. Wappen. Gemeinde Schönwies, abgerufen am 1. März 2021 (österreichisches Deutsch).