Burgruine Schauerberg

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Burgruine Schauerberg
Letzter größerer Mauerrest der Burg

Letzter größerer Mauerrest der Burg

Alternativname(n): Altschauerberg, Eppala
Entstehungszeit: 14. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Mauerreste, Halsgraben
Ort: Emskirchen-Altschauerberg
Geographische Lage 49° 32′ 6″ N, 10° 42′ 14,1″ OKoordinaten: 49° 32′ 6″ N, 10° 42′ 14,1″ O
Höhe: 370 m ü. NHN
Burgruine Schauerberg (Bayern)
Burgruine Schauerberg

Die Burgruine Schauerberg, auch Altschauerberg oder Eppala genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf 370 m ü. NHN in einem Buchenwald oberhalb von Altschauerberg, einem heutigen Ortsteil der Marktgemeinde Emskirchen im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde im 14. Jahrhundert als Amtsburg der Burggrafen von Nürnberg erbaut und im ältesten Urbar des Burggrafentums Nürnberg von 1361 erstmals aufgeführt als „Ze Schaurberg under der Puerg“. Nachdem 1377 der Raubritter Eppelein von Gailingen die Bürger der Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber überfallen hatte, fand er bei Heinrich von Seckendorff Unterschlupf, der zu diesem Zeitpunkt die Burghut für den Nürnberger Burggrafen auf der Schauerburg innehatte und ein entfernter Verwandter Eppeleins war. 1388 wurde die Burg im Städtekrieg (1387–89) durch die Reichsstadt Nürnberg zerstört.[1] Im 16. Jahrhundert wurde die Burg als Steinbruch genutzt.

Von der ehemaligen Burganlage mit einer durch ein Wall-Graben-System gesicherten hügelartig herausragenden Hauptburg und einer südlichen Vorburg, deren Bauart auch auf eine Turmburg oder Turmhügelburg (Motte) aus dem 11. bis 12. Jahrhundert hinweisen könnte, die sich in dieser Zeit von Frankreich her über ganz Mitteleuropa ausbreiteten, sind noch ein Mauerrest der Hauptburg und der U-förmige Halsgraben erhalten.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruth Bach-Damaskinos, Jürgen Schabel, Sabine Kothes: Schlösser und Burgen in Mittelfranken. Eine vollständige Darstellung aller Schlösser, Herrensitze, Burgen und Ruinen in den mittelfränkischen kreisfreien Städten und Landkreisen. Verlag A. Hoffmann, Nürnberg 1993, ISBN 3-87191-186-0, S. 168.
Blick in den Halsgraben der Burg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Schauerberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Werner: Das Geländedenkmal „slos Schawersperg“. In: Altstadtverein Fürth, Altstadtbläddla Fürth, Nr. 40, 2005/2006, S. 35–37
  2. Eintrag zu Burgrest Altschauerberg in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.